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14. Januar 2008

Hummer_HX
Während die Einen darüber diskutieren ob der neue Hummer unter dem Einfluß von Halo entstanden ist, kleben wir uns hierzulande rote, gelbe oder grüne Pappkreise ins Auto, für die wir bis zu 20 EUR ausgeben. Damit wir durch unsere Städt fahren dürfen und jeder weiß, wieviel Feinstaub Der Hummer verbraucht übrigens 30 Liter auf 100 Kilometern und stößt bis zu 470 g CO2 pro Kilometer aus. Umweltschutz dies- und jenseits des Atlantik.

Quelle: Engadget

Oroverde

Keine minimalistisch bekleideten Blondinen, die sich auf Motorhauben von kniehohen, hochglanzpolierten Sportwagen räkeln, aber dennoch kommt das Adrenalin in Wallung. Oroverde illustriert, was alles im Regenwald umherrollt, um unsere Drei-Mark-Fünfzig-Tropenholzstühle zu fertigen und nebenbei auch gleich noch ein paar Tierarten in den “ZOOlate”, dem Zoo der ausgestorbenen Tiere, befördert.

Mit ausdrücklicher Genehmigung seitens Oroverde ist die Verbreitung des Bildes gewünscht.

9. Januar 2008

Oroverde: ZooLate

ZOOspät ist der Zoo der besonderen Art. Ein virtueller Rundgang durch die aufregende Welt der besonderen Tierarten – der Ausgestorbenen oder Aussterbenden. OroVerde – Die Tropenwaldstiftung verdeutlicht mit der den Weg auf dem wir uns befinden: Nicht einmal Zoos können retten, was wir in freier Wildbahn zerstören.
Kuba-Ara, Strahlenschildkröte, Tiger, Riesengürteltier, Mittelamerikanischer Tapir, Madagaskar-Hundskopfboa, Kraushaar-Vogelspinne, Gorilla und Riesenhörnchen stehen Pate für all die Tiere, bei denen zukünftige Eltern ihren Kindern auf Nachfrage nach deren Verbleib nur noch achselzuckend antworten müssen: “Die haben wir tot gemacht.”.

8. Januar 2008

wwf Regenwaldwerbung

Dass unsere 3-Mark-Fünfzig-Möbel beim Discounter in vielen Fällen aus Wildbeständen des tropischen Regenwaldes produziert werden, interessiert evtl. niemanden, weiß evtl. keiner oder möchte evtl. niemand wissen. Wir kaufen uns lieber Plaketten und ein neues Auto, damit wir einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Der wwf hat visualisiert, was es bedeutet, beim Kauf von Möbeln aus Holz NICHT darauf zu achten, woher es kommt. Ich empfehler, sich die Buchstaben “FSC” einzuprägen und bei Wikipedia nachzulesen. Dann klappts auch mit der Zukunft auf der Erde.

11. Dezember 2007

…zu lange in Venezuela warst?

a) Du sitzt auf der Toilette und möchtest das Papier in den nicht-vorhandenen Papierkorb werfen.
b) Wenn du aus dem Haus gehst, fragst du dich, ob Gott den Lautstärkeregler auf “aus” gestellt hat.
c) Nach dem Essen merkst du dir die Uhrzeit und wartest besorgt die nächsten 6-8 Stunden, um zu sehen, was passiert.
d) Du schläfst noch immer mit Geldbeutel und Reisepass am Körper.
e) Du antwortest brav mit “Si”, wenn der Nikolaus vor deiner Tür steht und dir Fragen stellt.
f) Du läufst die Straße entlang, um von den Abgasen high zu werden (sogar Diesel Parfüm bekommt eine gänzlich neue Bedeutung!)
g) Du fährst mit 99 Cent in der Tasche an die Tankstelle, um deinen leeren Tank zu füllen.
h) Du gehst an die nächste Straßenecke und fragst jemanden, ob er dir 5500 Dollar für 1 Euro gibt (vielleicht passiert das ja irgendwann).
i) Vor deiner nächsten Autobahnfahrt fährst du zuerst zur nächsten Polizeistation, um deine Taschen kontrollieren zu lassen.
j) Du gehst zum Kühlschrank, nur um enttäuscht festzustellen, dass es kein “Regional light”-Eis-Bier gibt.
k) Brot schmeckt merkwürdig ohne Zucker.
l) Du hast bei allen Punkten zustimmend genickt!

Das Original stammt von unserem Teilzeitreisebegleiter. Zu finden hier.

Aufgrund technischer Unzulänglichkeiten meines Fahrrades, bin ich seit ca. 2 Wochen gezwungen, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Beziehungsbedingt habe ich zwei verschiedene Ausgangsorte. Der eine liegt ca. 4 km, der andere gut 10 km vom Ort des Schaffens entfernt. Beide haben eines gemeinsam: scheinbar fährt jeder Hamburger diesen Weg. Somit ein durchschnittlicher Weg für folgende, erstaunliche Dokumentation.
Mein Auto verfügt dank Hochtechnisierung über eine Durchschnittsgeschwindigkeitsanzeige. Mein Rad ebenfalls. Als ich mal wieder an einer roten Ampel, kurz vor Erreichen der Arbeitsstätte, verharrte, klickte ich mich durch die Statusanzeigen des Bordcomputers und fand heraus, dass ich die zurückgelegte Strecke mit sagenhaften 23 km/h absolviert hatte. Auch bei der abendlichen Heimfahrt zeigte mir die Anzeige stolze 22,5 km/h im Durchschnitt. Erstaunlich. Selbe Werte erreiche ich mit meinem Rad auch – trotz fahrradfeindlicher Radwege und Ampelschaltungen.
Fragt man die Mitglieder der alltäglichen Autokorsos nach Gründen ihrer Partizipation an den Blechversammlungen, bekommt man schnell als Grüne Schnelligkeit, Bequemlichkeit und Unabhängigkeit genannt. Das mit der Schnelligkeit kann ja nicht sein (siehe oben). Bequemlichkeit akzeptiere ich als Grund. Aber auch bei Unabhängigkeit kann ich nur ein Veto einlegen. Schließlich kann ich als Radfahrer frei entscheiden, ob ich langsam oder schnell, links- oder rechtsrum fahre, wann ich spontan am Straßenrand anhalte, um einer hübschen Frau einem neuen Sportwagen hinterher zuschauen. Manch ein Auffahrunfall wurde druch die Polizei schon, so verursacht, erfasst. Ähnliche Unfälle bei Radfahrern sind mir nicht bekannt.
Jetzt werden aber mindestens die Hälfte der Leser sagen: “Ja, aber bei der Geschwindigkeit auf dem Rad musst du aber gut trainiert sein.”. Ja, ihr habt Recht. Aber vom Schaltknüppelbedienen bekommt ihr keine Beinmuskeln. Es ist eine Frage der Kontinuität, seinen Körper an die neue Fortbewegung zu gewöhnen. Und auch der Geist muß verarbeiten, dass man sich nicht mehr an der CO2-Diskussion beteiligen muss. Es ist nur eine Frage des Wollens, nicht des Könnens.

13. Mai 2007

An allen teilnehmenden Shell-Stationen kann man seit geraumer Zeit, wenn im Besitz einer ADAC-Clubkarte, Geld beim Tanken sparen. Konkret 2 Cent je Liter. Also wandert bei jedem Tanken neben der Master- auch die ADAC-Karte über den Tresen. Früher habe ich bei nicht bei Shell getankt. Jetzt kostet dort der Liter 1-2 Cent weniger als bei den Mitbewerbern. Fein, fein, gut für das Ego. Soweit.
Was passiert aber nun, wenn ich den Artikel über die Shell-Ölgewinnung in Nigeria in der NEON Ausgabe 04/07 oder die Henri-Nannen-Preis-nominierte Reportage von Ken Saro-Wiwa und Sophia Evans in Mare 55 durchlese? Was, wenn ich an die etwas eigenwillige Entsorgung der Brent Spar von 1995 zurückdenke?
Ölgewinnung ist ein dreckiges Geschäft. So wie alles, wenn man unter der Erde rumbuddeln muss. Aber mir scheint, einige Konzerne nehmen es auch mit der ökologisch, humanistischen Sauberkeit nicht so genau. Wir haben uns alle an streigende Ölpreise gewöhnt, wir werden auch zukünftig mehr und mehr für die der Erde abgerungenen Brenstoffe zahlen müssen. Die Frage ist nur, wie weit wir dabei gehen wollen. Die Profitgier der fördernden Unternehmen und im Besonderen die der Vorstände und CEOs erreicht immer neue, absurde Außmaße. Man halte sich vor Augen, dass das in Nigeria ungenutzt abgefackelte Gas bei der Ölförderung eines Tages reichen würde, um 40% des Jahresenergiebedarfes Afrikas zu decken. Irre! Da behauptet ein Manager, die Bewohner freuen sich über das Feuer und die Hitze, da sie so ihren Fisch trocken. Bescheuert!
In Zeiten der Diskussion über CO2-Senkung und Abwendung von Klimakatastrophen wirkt diese Geschäftspolitik wie Hohn. Der Deutsche soll seinen geliebten und allsonntäglich gepflegten 92er Ascona mit einem geregelten Kat nachrüsten oder dick Kohle an den Staat abdrücken und gleichzeitig stößt ein milliardenschwerer Konzern Tonnen von CO2 aus, obwohl es die Technologie zur Vermeidung und Umwandlung in nutzbare Energie gibt?
Ich bin sicher nicht in der Lage zu beurteilen, ob nur Shell eine in meinen Augen derartig destruktive, unhumane und unzeitgemäße Unternehmenspolitik betreibt oder ob das ein normales Vorgehen bei der Erdölförderung ist. Ich weiß aber, dass ich zukünftig eine andere Zapfsäulenansammlung anfahren werde, denn Autofahren – und da machen wir uns alle bitte nichts vor – werden wir, solange es Öl gibt. Und wenn es Salatöl ist.

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