--> WildlifeWildlife | HASENFARM

Immer wieder sehe ich mich in Diskussionen Menschen gegenüber, die nicht begreifen, was die Basis unserer Gesellschaft ist. Da wird über Politik lamentiert, Umweltschutz diskutiert und Reichtum kritisiert. Ich halte es da stets mit einer etwas vereinfachten, aber deutlichen Einschätzung der Lage: es geht nur um Geld. Nahezu unser gesamtes Leben ist bestimmt von finanziellen Transaktionen. Das beginnt bei den Kosten unserer ersten Windel und endet mit dem Kaufen des Sarges.
Eben jenes Streben nach monetärem Reichtum sorgt dafür, dass Entscheidungen getroffen werden die egoistisch, destruktiv und suizidal auf den menschlichen Lebenserhaltungstriebs wirken.

Aktuelles und schockierendes Beispiel konnte man am 19.10. in der ARD sehen: “‘die story’: Heilung unerwünscht

Millionen Menschen leiden unter schweren Hauterkrankungen. Vielen könnte geholfen werden, wenn man sie mit einer neu erfundenen Spezial-Salbe behandeln würde. Das haben Wissenschaftler und Ärzte festgestellt. Doch die großen Pharmakonzerne weigern sich, die Erfindung auf den Markt zu bringen.

Die Salbe unterscheidet sich von den üblichen auf dem Markt befindlichen Produkten durch 2 frappierende Eigenschaften: 1.) günstig in der Produktion & 2.) sie heilt. Diese zwei Eigenschaften wirken nun aber leider entgegen der unternehmerischen Zielsetzung von Pharmaunternehmen. Die Aktionäre wollen Cash sehen und Cash gibt´s nun mal nicht, wenn man seine “Kunden” heilt. Chronische Kranke sind doch richtig dufte für die Pharmaindustrie, kann man doch recht sicher das kommende Geschäftsjahresergebnis planen. Und so versucht die Pharmaindustrie alles, um das “Aspirin für die Haut” ganz schnell verschwinden zu lassen.

Wenn man sich aufmerksam umschaut wird man feststellen, dass eben jenes Geschäftsgebaren an der Tagesordnung ist. Das 3-Liter-Auto und moderne Ölfilter werden durch die Mineralöl-Lobby verhindert, Regenwaldabholzung wird durch profitgierige Konzerne vorangetrieben, 100W-Glühlampen verschwinden nur durch Verbote von Regierungen. Ich könnte diese Liste noch fortsetzen.

Ich schiebe die Schuld nicht einzig auf die Konzerne, denn die reagieren weitestgehend auf das Verhalten ihrer Konsumenten. So wird der Regenwald gekillt, solange Tante Elfriede aus Castrop-Rauxel eine Möbelgruppe aus echtem Teak für nen Hunni haben möchte.

Wäre ich pessimistisch, würde ich sagen, die Welt inkl. Menschheit ist am ArschAllerwertesten, denn mit einer solchen finanz-fixierten Einstellung wird es uns nie gelingen, den Kurs zu verändern und aktiv den Klima- und Sozialhaushalt gerade rücken. Aber zum Glück bin ich nicht pessimistisch.

Und jetzt alle: mitsingen.

“Ich als Einzelner kann doch eh nix bewegen”. Immer die gleiche Leier derer, die noch nie was von der Macht der Gruppe gehört haben. Kleiner Film zum besseren Verständnis:

How Organized Consumer Purchasing Can Change Business from carrotmob on Vimeo.

Carrotmob, namentlich in Anlehnung an Flashmobs entstanden, bezeichnet das Zusammentreffen von Leuten, die durch ihr zielgerichtetes Konsumverhalten nachhaltige Veränderungen in Industrie und Handel herbeiführen. In Berlin steigt demnächst der 2. Carrotmob. Wer Currywürste mag, sollte sich den Termin gut merken:

Dazu schließen wir uns zusammen und kauften und essen alle am 24. Oktober 2009 bei einem Imbiss eve&adam’s ein. 46% des von uns in dieser Zeit erzielten Umsatzes, werden dann dazu verwendet um diesen Imbiss energieeffizienter und nachhaltiger umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen.

(Quelle: Carrotmob Berlin)

Eine extrem clevere Idee, die es zu unterstützen gilt!

Ich stelle mir gerade vor, wie sich die Benzinpreise verändern würden, wenn plötzlich alle Privatpersonen eine Woche lang nicht an die Zapfsäulen fahren. Hey, lasst mich träumen!

350

Am 24. Oktober 2009 ist Klima-Aktionstag. Klingt langweilig, oder? Klima-Aktionstag – ebenso langweilig wie “Rettet die Wale”. Da rennen also ein paar Menschen auf die Straße und wollen, dass wir… Ja was eigentlich? Und warum heisst die offizielle Webseite überhaupt 350.org?

Bewiesener Maßen steigt der CO2-Anteil in unserer Atmosphäre kontinuierlich an. Durch den Anstieg verändert sich das Klima global. Pathetisch gesprochen ist 350 die Zahl, die uns am Leben hält, denn…

…Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies die sichere Obergrenze an Kohlendioxid in der Atmosphäre ist.

Vor 2 Jahren, nachdem führende Klimaforscher in der Arktis eine rapide Eisschmelze und andere beängstigenden Anzeichen von Klimawandel beobachtet haben, brachten sie einige Studien heraus, die belegen, dass die Erde bei anhaltenden CO2-Konzentrationen von über 350 ppm mit menschlichen und natürlichen Katastrophen konfrontiert sein wird.

Nach heutigem Stand werden an diesem Tag mehr als 3200 Aktionen in über 156 Ländern stattfinden. In Berlin findet eine aussergewöhnliche und recht untypische Demonstration statt. Bei der “Silent Climate Parade” tanzen 350(!) Leute zu den Klängen von Dr. Motte und DJ Dirty Döring. Der Clou: alle Teilnehmer haben Funkkopfhörer auf den Ohren und empfangen darüber die Beats der DJs. Demnach wird sich ein sehr atypisches Bild für die Zuschauer bieten: ein tanzendes Partyvolk ohne Musik. Und was hat das jetzt mit CO2-Reduktion zu tun? Ganz einfach: Aufmerksamkeit schaffen und ein Zeichen setzen. Organisierte Flashmobs haben ja seit “…und alle so: Yeahh!” ungeahnte Öffentlichkeitswirksamkeit.

Also, wir sehen uns am 24.10. um 14 Uhr am Potsdamer Platz.

16. Oktober 2009

Die Wiederbelebungsmaßnahme der deutschen Blog-Landschaft geht in die 2. Runde. Kai vom Style-Spion hatte bereits Anfang des Jahres die Idee, dass man seinen Bloglesern 5 interessante Blogs näher bringt, um so etwas Bewegung im eigenen Feedreader auszulösen. Die Aktion fand riesige Resonanz und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich Teil II ankündigte. Heute ist´s wieder soweit und ich öffne für dich meinen Feedreader und verrate dir, wo ich super-gerne unterwegs bin.

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1 Song/day

An sich kein klassisches Blog in dem sich der Schreiber zu unterschiedlichen Themen äußert. Vielmehr ist 1song/day eine Fundgrube für phantastische Songs, die ich z.T. viele Jahre nicht mehr gehört habe oder noch gar nicht kannte. Die elektronische Ausrichtung der Musikauswahl kommt mir dabei sehr gelegen. 1song/day liefert meine täglichen 4 Minuten garantieren Zufriedenseins.

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osocio Weblog

“Social advertising and non-profit campaigns from around the globe” – ist der Untertitel des Blog. Da mühe ich mich nicht ab, um eine andere Formulierung zu finden. Ich verfolge dieses Blog bereits sei ca. 2 Jahren. Es gräbt beeindruckende Werbung und Aktionen aus, die auf die sozialen und umweltrelevanten Missstände aufmerksam machen. Ich bin stets beeindruckt mit welche aufwändigen Spots Umwelt- oder Menschenrechtsorganisationen für ihre Belange eintreten. Osocio ist mein tägliches Stück Wachrütteln und Augenöffnen.

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Urban Prankster

Die Stadt lebt. Urban Prankster spottet “pranks, hacks, participatory art, flash mobs, and other creative endeavors that take place in public places in cities across the world.”. Wenn Menschen beginnen den urbanen Lebensraum auf ihre eigene, kreative Art zu nutzen, kommen meist beeindruckende Aktionen dabei heraus. Wer Flashmobs mag, dem bietet Urban Prankster den geeigneten Aggregator. Urban Prankster ist mein tägliches Stück Rebellion gegen Normen.

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Showreelarchive

Was gibt es geileres (verzeiht den Ausdruck, aber is´doch wahr!) als sich die Showreels von Künstlern aller Couleur anzusehen. Geballte Kreativität in opto-akkustischer Synerie. Wie ein kleines Kind sitzt man da vor seinem Bildschirm und bekommt den Mund nicht mehr vor Staunen zu. Das Showreelarchive sammelt eben jene Präsentationsfilme und stellt damit einen Ort erstklassiger modern Art dar. Showreelarchive ist meine tägliche Ration Kreativität.

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XFuckerX

Flo Hauck sammelt in seinem Blog diverse Themen moderner Netz- und Lebenskultur und trifft dabei meinen Geschmack sehr gut. Er legt sich – ähnlich wie ich – nicht auf ein spezielles Thema fest, sondern schreibt, was ihm gefällt. Das Layout der Seite gefällt mir sehr gut und auch der sehr prekär gewählte Name zeugt von Mut zum Anders sein. XFuckerX ist mein täglich Ausflug nach Süddeutschland.

10. Oktober 2009

pflaume

Wenn wir als Kinder Nachbar´s Pflaumenbaum plünderten war es selbstverständlich, vor dem Verzehr der gestohlenen Früchte den Maden-Check zu machen. Mit den Schneidezähnen anbeißen und dann Frucht aufklappen. Im besten Fall landete die Pflaume wenige Kaubewegungen später im Magen. Die coolen Jungs hingegen zerkauten die Pflaumen ohne vorherigen Check. Die Kunst dabei bestand darin, das Gesicht nicht zu verziehen, wenn der bittere Geschmack auf die Fleischbeilage hinwies.

Heute jedoch habe ich nach dem professionellen Entkernen von ca. 2kg Supermarkt-Pflaumen nicht einen einzigen Bewohner in den Pflaumen gefunden. Da frage ich mich doch, wo sind sie geblieben, die kleinen Würmchen? Gab´s in den zurückliegenden Jahren ein Madensterben von dem ich nichts mitbekommen hab?

Ich liebe diesen Planeten mit all seinen sonderbaren Kreaturen. Wie z.B. diese 3,2g (!) schwere Zwergspringmaus (Cardiocranius paradoxus). Ich hätte aber Angst, dass die von einer Fliege umgeblasen wird.

(via MacTV)

rasselbock

Auf Streifzgen durch Lokale Thüringens schauten wir schockiert in die Augen des an der Wand hängenden Hasens. Was nur wollte uns der Wirt mit diesem sonderbarem Wandschmuck zu verstehen geben? Wusste er, wie das Blog heißt, welches wir beschreiben? Das Essen im Lokal war höchst lecker und der Rennsteigtropfen brannte.

Wochen nach dieser Begegnung der sonderbaren Art, brachte uns Wikipedia die erhoffte Auflösung des Mysteriums:

Der Rasselbock oder auch Raspelbock ist ein Fabelwesen, dessen Abbild man häufig in Jägerklausen und ähnlichen Einrichtungen antrifft. Es handelt sich dabei um einen ausgestopften Hasenkopf dem das Geweih eines Rehbocks aufgesetzt ist.

Verbreitung:
Erzählungen über das angebliche Vorkommen des Rasselbock gibt es vor allem im mittleren Thüringer Wald, vereinzelt wurden auch im Harz angebliche Rasselböcke gesichtet. Größere Vorkommensgebiete soll es im Schwarzatal, an der Schmücke und am Auerhahn, einem Waldhof nahe Stützerbach bei Ilmenau geben. Das Tier führt dort ein angeblich zurückgezogenes Leben. Auf die Existenz dieses extrem scheuen Tieres sollen gelegentliche verräterische Spuren im Schnee hinweisen. …

(Quelle: Wikipedia)

Es ist schon eine merkwürdige Welt, auf der wir leben. Oder sind nur die Menschen so merkwürdig? Wer hätte sich vorzustellen gewagt, dass es eines Tages ein Großereignis sein wird, wenn man das Licht ausmacht.
Im Jahre 2009 bedarf es jedoch großer Aktionen, um auf das aufmerksam zu machen, was uns den Arsch retten soll. Hat die australische Regierung bereits per Gesetz die Produktion und den Handel mit konventionellen Leuchtmitteln unterbunden, verballern allnächtlich die Großmetropolen dieser Welt soviel Strom, als leben die Eisbären inzwischen an der spanischen Riviera. Als Vorbild für all die semi-professionellen und professionellen Stromverschwender wurde die “Earth Hour” eingeführt. 2007 erstmals in Australien durchgeführt, schalteten in 2009 bereits mehr als 1.000 Städt in 80 Ländern am 28.3.2009 das Licht aus – für 1 Stunde.

Herausgekommen sind dabei – erstaunlicherweise – beeindruckende Fotos, die es wie immer in erstklassiger Qualität bei Boston.com – The Big Picture anzusehen gibt. Auch wenn ein Eiffelturm in strahlender Beleuchtung nicht von schlechten Eltern ist, kann so ein abgedunkeltes Monument noch eine ganz andere Kraft bekommen.
Weitere Fotos gibt es auf der Flickr-Seite der Organisation und wer das bewegte Bild mag, kann sich auf dem Youtube-Kanal ansehen, wie schön Stromsparen sein kann.

5. Januar 2009

Oroverde Jungle-Race

Während ein deutscher Pivatsender demnächst wieder abgehalfterte C-Prominente vergangener Tage in den australischen Dschungel zum primitiven Regenwurm-Essen schickt, bemüht sich die Organisation “OROVERDE” intelligent um den Erhalt des Regenwaldes.

Bereits mit ihrer aussergewöhnlichen Artenauflistung fand die Organisation hier und hier Erwähnung.

Jetzt veranstaltete Oroverde ein Dschungel-Rennen, ein interaktives Spiel für Kinder und Jugendliche. Dabei gilt es, mit jeweils 8 Wochenfragen, soviel Punkte wie möglich zu erspielen. Hintergrundwissen über den Regenwald, deren Bewohner und mögliche Bedrohung wird dabei vermittelt. Die Fragen sind alles andere als leicht, aber durch Dachdenken und Recherchieren, kommt man schnell zum Ziel – und erfährt manch erstaunliches Detail über diese bedrohten Gebiete. Trotz Altersbeschränkung wird so manch “Erwachsener” Teilnehmer überrascht sein, welche Fragen er falsch beantwortet.

Am Ende eines Monats bzw. am Jahresende locken Gewinne zu die, die sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt haben und damit die höchsten Punktzahlen erspielt haben. Ein Gewinn geht übrigens an alle Spieler: das erworbene Wissen über unsere Regenwälder!

Webseite: Oroverde.de
Webseite: Jungle-Race.de

Vattenfall-banner

Yes, we can! Obama will Veränderung, Vattenfall nicht. Darum entsteht in Hamburg derzeit “Oldschool-like” ein Kohlekraftwerk. Ist ja nicht so, dass wir hier im Norden nicht genug Wind hätten, oder sich mal endlich jemand an die Serienproduktion von Solarzellen machen sollte. Nein. Wir verteufeln lieber Atomkraft und bauen ein Kohlekraftwerk. Zum Glück waren die Grünen (GAL) in Hamburg so machtgeil und haben ihre Proteste nach dem Schnuppern am Duft der Macht aufgegeben. Die schwarz-grüne Regierung hat unter Leitung von Ole von Beust nun die Freigabe für die Fertigstellung gegeben. Olé, olé!

Greenpeace lässt sich zum Glück weder vom Duft der Macht, noch vom Gestank der Abgase einnebeln und macht Dampf gegen Vattenfall vor. Während der Energieriese Unterschriften für den Klimawandel sammelt, hat Greenpeace die vattenfallsche Webseite 1:1 im selben CI nachgebaut und sammelt auch Unterschriften – gegen Vattenfall´s Umweltverständnis. Wie Unterschriften das Klima verbessern, erschließt sich mir noch nicht ganz, aber es wird schon gehen. Sonst würd´s ja keiner machen.
Hosen runter zum Webseitenvergleich:

Original (Vattenfall):

Vattenfall

Fälschung (Greenpeace):

Vattenfall-banner

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