Romuald Karmakar hat einen Film über und mit Ricardo Villalobos gedreht. Heute bin ich in der aktuellen Groove drauf aufmerksam geworden und würde sagen, rein anhand des Protagonisten udn der Philosophie von Karmakar, ist “VILLALOBOS” ein Pflichttermin für elektronisch orientierte Musikfanatiker.
Der 110 Minütige Film kommt mit sagenhaften 65 Schnitten aus und ist damit equivalent zu Villalobos, der für episch lange Tracks bekannt ist.
Schon der Trailer mit seinem erstaunlich schnittfreien Erscheinen und des treibenden Beats lockt mich ins Kino. Fragt sich bloß, wo ich den sehen kann, hier in Hamburg.
Heute vor 20 Jahren fiel sie, die Berliner Mauer. Heute vor 20 Jahren brach er zusammen, der Staat formerly known as DDR. Seit 20 Jahren sind wir frei.
Für alle, die heute denken oder sagen, sie würden gerne wieder in der DDR leben, dem sei empfohlen sich dieses Video anzusehen. Wer danach immernoch der Meinung ist, die DDR war ´ne coole Sache, der möge sich bitte bei der nächstgelegenen Strafvollzugsanstalt melden, sich freiwillig einsperren lassen und für immer die Klappe halten. Wie in der DDR.
Die Headline sagt schon alles. Diese Auflistung ist quasi eine Sammlung musikalischer Eckpfeiler meiner Entwicklung und der elektronischen Tanzmusik. Nur ein kleines Stück von dem, was in den letzten 20 Jahren an Tnträgern erschienen ist, hat mich so nachhaltig bewegt, dass ich beim Anhöre der folgenden Tracks meistens noch weiß, wann und wo ich sie zum ersten Mal gehört habe.
HINWEIS IN EIGENER SACHE: Die folgende Auflistung ist subjektiv und ungeordnet. Zudem weise ich ausdrücklich darauf hin, dass Musik keinen Rückschluß auf Persönlichkeit, Charakter oder sonstige Qualifikationen zulässt. Die Aussage, “wer Metall hört, frisst Menschen” ist falsch! Wer sich die folgenden Tracks anhören möchte, den fordere ich auf: “Open your mind” und begib dich auf diese sonderbare Reise -- eine Reise durch die Entwicklung eines deutschen Musikgenres der Wiedervereinigung.
Hole in One -- X-Paradise
Im Video “Techno City” verarbeitet, ist es quasi mein erster “Chill-Out”-Track.
Zum ersten Mal gehört: im Wohnzimmer bei meinen Eltern, spät Abends.
Tyrell Corp. -- Running
Wie ein so minimaler Track solche gewaltige Energie übermitteln kann, fasziniert mich auch Jahrzehnte nach dessen Erscheinen.
Zum ersten Mal gehört: in der CD-Abteilung des örtlichen Hit-Musik-Ladens.
Als David Hasselhoff mit “I´ve been looking for Freedom” die Berliner Mauer zum Einsturz brachte, schaffte er unerwarteten Nährboden zum Wachstum einer neuen Musikkultur. Bis heute ist elektronische Musik, kurz “Techno”, die letzte große Revolution im Musikbusiness. Zudem stellt sie eine kulturelle Entwicklung dar, die vor allem in und aus Deutschland maßgeblich bestimmt und vorangetrieben wurde. Das Zusammentreffen der beiden differenten Jugenkulturen aus Ost und West löste eine solche Energie aus, wie wir es von der Kollision von Atomkernen her kennen. Besonders in Berlin gab es den Raum, um diese Untergrundkultur aufzubauen und zu entwickeln.
1993 zeigten einige Fernsehsender die Dokumentation “Berlin Techno” -- ein Schlüsselfilm meiner musikalischen Vergangenheit, nach dessen Anschauen nichts mehr so war wie zuvor:
Krass!!! Mehr kam mir nicht über die Lippen, als ich sah, was die Ukrainerin Kseniya Simonova aus Sand malen kann. Mit beeindruckender Dramatik zeichnet sie mit Sand auf einer Glasscheibe offenbar die Geschichte der Ukraine. Untermalt von u.a. Metallica´s “Nothing else Matters” lässt Sie aus Bildern immer neue Bilder entstehen. Krass, krass, krass!
Sehr schönes Video über die Endfertigung des Trabants in der DDR. Wenn man sich zu den Bildern der brachialen Dehn- und Schlagübungen der Monteure auch noch vor Augen führt, dass man als DDR-Bürger auf dieses Auto mehr als 10 Jahre warten musste, fällt einem nichts mehr ein.
Typisch Amerika, typisch New York -- ein Sammelsurium von Individualisten, die sich in der Großstadt den Freiraum nehmen den sie brauchen -- so wie dieser Parkplatzwächter, der lt. Augenzeuge ein großer Michael Jackson -- Fan ist. Wer die Songs errät, die er da nachsingt, der gewinnt einen Lolli.
…und nachdem er seine Dokumentation bemerkt, dreht er noch mal richtig auf:
Mit bestem Dank von der Frau, die weiß, dass sie gemeint ist.
Momentan scheinen Aufnahmen, die mit sog. Tilt-Shift-Objektiven aufgenommen werden, in Mode zu sein. Die Aufnahmen wirken durch Verschiebung und Verschwenkung der Linsen, als beobachte man eine künstlich geschaffene Miniaturlandschaft.
Hierzulande läuft derzeit ein Spot der Telekom, der mit der Miniatisierungstechnik aufgenommen wurde:
In Australien wirbt die Australische Nationalbank ebenfalls mit einem einen Spot im Miniatur-Look:
Anders als bei anderen visuellen Effekten stelle ich jedoch einen schnellen Abnutzungseffekt fest. Fand man die ersten Aufnahme mit dieser Technologie noch tricky, beginnt es mit zunehmender Anzahl an Outputs langsam monoton zu werden.
2005 lehnten sich die kreativen Werber der taz mit ihrem Werbespot etwas zu weit aus dem Fenstern. Zwar hatten sie mit ihrer Kernaussage recht, aber der “Bild” gefiel dies nicht. Also stoppte Bild die Ausstrahlung per einstweiliger Verfügung.
Auch wenn nun schon einige Jahre ins Land gegangen sind, hat der Spot auch heute noch seine Gültigkeit.
Als Kinder haben wir mit Chinaböllern zu Silvester regelmäßig dafür gesorgt, dass Briefkastenproduzenten ihre Luxuskarossen auch im Folgejahr finanzieren konnten. So ein explodierender Briefkasten wirkt auf Kiddies hypnotisch. Marc Chiat hat sein Feuerwerk offenbar häufiger in den Popos seiner Plüschtiere gezündet. Anders als wir (hoffentlich) macht er dies heute auch noch, filmt es in Zeitlupe und nennt es Kunst. Und was für welche! Interaktiv kann man auf seinem virtuellen Schießstand der Kuscheltiere die Plüschis zerfetzen. Aber hey, Finger weg von dem Hasen! Verstanden?!
Überhaupt beschäftigt sich der Künstler mit Momentaufnahmen von explodierenden Gegenständen. Ein Blick auf seine Webseite ist zu empfehlen: http://www.marcchiatgoodandplenty.com/
Wir sind Henning und Melanie. Zwei Hamburger, die für 8 Monate mit dem Rucksack durch Asien reisen. Wir schreiben hier unsere Erlebnisse auf und freuen uns über alle, die uns virtuell begleiten. Mehr über uns...
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