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8. Oktober 2009

Warum hat man denn ausgerechnet am Sound-Ingenieur gespart, der für die Umsetzung der einst so prägnanten technoiden Stimme von Kit, dem sprechenden Auto verantwortlich gewesen wäre. Herausgekommen ist eine Weichspühlerstimme, die bestens in die Liga von Schwarzwaldklinik und Denverclan passen würde. Ekel, brech, würg!

Fazit: Mit dem ersten Wort von Kit ist die Wiedergeburt der Kultserie für mich gescheitert.

Wer in diesen Tagen auf der Seite von MTV die Serie “A Shot at Love 2 with Tila Tequila” ansah, der wurde durch eine geschickte, mächtig prominente und animierte Werbung von hagebau.de vom eigentlichen Geschehen abgelenkt. Passend zur Balkonbepflanzungszeit wirbt der Online-Baumarkt mit Komplettlösungen zur Balkonbepflanzung – inmitten von amerikanischer Schlüpfererotik.
Da kann man den Hut ziehen, vor soviel Mut, erwartet der Otto-Normal-Konsument an dieser Stelle eher Werbung anderen Kalibers. Aber eben jener Homogenitätsbruch scheint aufzugehen, blieb meine Aufmerksamkeit doch an der Werbung hängen.

Mich würde interessieren, ob die recht junge Zielgruppe auf das Werbeangebot angesprochen hat.

tilatequila

Was hältst du von dieser Art der “Aufmerksamkeitswerbung”?

Da haben sich die Entwickler von LG mächtig ins Zeug gelegt und eine Reihe spannender Weiterentwicklungen für die kommenden Generationen von Fernsehgeräten gemacht. Ihre Devise scheint zu lauten: “Wir das Programm nicht besser, macht das halt der Fernseher selber.” Eine beeindruckende Demonstration eines neuen Features gab es auf der Keynote, den “Anti-Schmutz-Filter”:

Hinter diesem Video steckt der Geschäftsbereich “LGenius”, der sich auf die Sprengung konventioneller Technologien spezialisiert hat und aufruft, neue Ideen einzureichen:

LGenius ist ein Geschäftsbereich von LG. Unsere Zielsetzung lautet, die Grenzen des Vorstellbaren neu zu definieren. Unsere erste Mission: die Fernsehtechnologie der Zukunft zu entwickeln. Und da wir der Ansicht sind, dass Produkte sich stets an den Bedürfnissen des Menschen orientieren sollten, benötigen wir Ihre Hilfe. Auf dieser Website können Sie uns Ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge zum Thema TV-Geräte mitteilen. Sie können dabei auch die Ideen anderer Besucher kommentieren oder sich einfach nur umsehen. Und das Tollste an der Sache: Die beste Idee wird mit einem brandneuen LG-Fernsehgerät belohnt. Unser Motto lautet ‚Life’s good’. Lassen Sie es uns gemeinsam noch besser machen!

Webseite: http://www.lgenius.com

Eine recht interessante Idee, die Potential haben kann. Zumindest hat die Agentur, offenbar SocialMedia8 aus Amsterdam verstanden, angemessen dafür zu werben.

(via Mail)

Alle Jahre wieder geben sich die Menschen Mühe, ihren Mitmenschen am 1. April einen Streich zu spielen. Die Bandbreite reicht von lustig über gemein bis hin zu makaber. Makaber konnte man denken, als man am 1. April das Video der Flashmobs von “Improve Everywhere” sah. Einige Mitglieder der Gruppe planten, die Familienmitgliedern eines Verstorbenen auf der Beerdigung zu schocken. Sie suchten sich für ihren makaberen April-Scherz eine Person, die nicht viele Angehörige hatte und so standen plötzlich bei der Beerdigung eine ganze Menge in Schwarz gekleidete Menschen, die die Familienangehörigen nicht ansatzweise kannten.

Hier das Video, der Stein des Anstoßes:

Das Video landete bei YouTube und in den Nachrichten des Fernsehsenders CW 11. Skandal schrien tausende YouTube-Nutzer, Skandal schrien die geifernden News-Macher con CW11 und zeigten das YouTube-Video im TV. Als “neues Level” der Aprilscherze wurde die Aktion betitelt. Im Sturm der Entrüstung und im mangel der Recherche ging jedoch unter, dass ALLES, selbst die Beerdigung selber von “Improve Everywhere” inszeniert wurde. Kein Toter, keine Beerdigung, keine Angehörigen -- alles ein Aprilscherz.

Nun jedoch, legt der TV-Sender nochmal nach und strapaziert die Lachmuskeln erneut -- jedoch auf eigene Kosten. Während der Sender am 1. April das makabere Video von “Improve Everywhere” ohne Erlaubnis der Macher im Fernsehen ausstrahlte und damit eine Verletzung geltenden Urheberrechts beging, veranlasste der Sender nun die Löschung des Sende-Mitschnitts, den “Improve Everywhere” auf YouTube stellt und den Sender so vorführte. Die Begründung lautet lapidar: Verletzung von Urheberrecht.

Die Frage der Macher von “Improve Everywhere” bezeichnet das Dilemma treffend:

It’s “fair use” for the news to take a video off of YouTube and broadcast it, but it’s not “fair use” for a citizen to expose their poor reporting on his own content?

Und hier ist das Video, in dem sich der Sender zum Horst macht:


CW 11 News Falls for Fake Improv Everywhere April Fool’s Mission -- video powered by Metacafe

Mehr Infos zum Aprilscherz

Und wir dachten schon, die Jungs und Mädels von MTV hättens nicht mehr drauf. Zumindest scheint in Übersee noch Einiges jenseits von Jamba & Co. zu gehen, wie dieses Werbevideo von MTV in Argentienien beweist.

(via AdsOfTheWorld)

dancecrew

© 2009 MTV Networks, © and TM MTV Networks.

Hierzulande lief gerade die erste Staffel von Randy Jackson´s “Americas Best Dance Crew” auf MTV. Fragen wir uns bei den aus Amerika importierten Showformaten des Öfteren, wer sich diese Flachintelligenz ansehen soll, verhält es sich bei der Tanz-Show völlig anders. Wer nun bei dem Begriff “Tanz-Show” an das deutsche Abwrack-Format “Let´s Dance” mit abgehalfterten Politikern und abgeschobenen Ex-Prominenten denkt, der sei vor dem gewarnt, was uns die Amerikaner da über den Teich schicken. Jedoch hinken wir in Punkto Aktualität stets hinterher. Denn zeitgleich zu der ersten in Deutschland ausgestrahlten Staffel, endete in den USA bereits die Dritte. Doch Rettung naht: Dank MTV.com kann man sich die ganze Staffel ohne Werbung ansehen.

Stelle dir genug zu trinken hin, wenn du dir die Folgen 305 bis 307 anschaust, denn dein Mund wird offen stehen bleiben und austrocknen! Unglaubliche Körperbeherrschung, extreme Moves, beeindruckende Choreografien gepaart mit bouncenden Beats machen das Gesehene zu einem Highlight.
Besonders H-H-Hot sind die Performances von den “Beat Freaks” in den Folgen 305 und 306 und die beiden Gewinner-Choreo`s von der “Quest Crew”, eine Gruppe Anfang- bis Mitzwanziger Aus Los Angeles.
Leider lassen sich die Aufzeichnungen hier nicht einbinden, daher verweisen wir an dieser Stelle direkt auf die Folgen 305, 306 und 307.

Als absoluten Wahnsinn empfehlen wir in Folge 307 die Szene in Minute 36:10 sowie 36:30. Check das!

Nicht mehr lange, am 13.02.2009, treten wieder 16 deutschsprachige Bands und Interpreten im Rahmen des Bundesvision Song Contest für ihr Heimatbundesland an, Deutschlands besten Künstler zu kühren. Und wieder hat Stefan Raab hat mit dem Musik-Contest etwas geschafft, was keine Deutsch-Quote im Radio geschafft hätte: qualitativ hochwertiger, deutschsprachiger Musik eine Plattform zu geben.
Hier präsentieren wir alle Teilnehmer-Songs, so dass du dir schon mal im Vorfeld Gedanken über die Abstimmung machen kannst.

Uns interessiert dein Musikgeschmack. Mach mit und schreibe deinen Tipp in die Kommentare. Wer am nächsten am finalen Abstimmungsergebnis liegt, bekommt eine Hand voll Fame!

Unser Tipp für die finale Platzierung sieht folgendermaßen aus:
1.) Peter Fox
2.) Cassandra Steen
3.) Materia
4.) Chapeau Claque
5.) Sven van Thom
6.) Photos
7.) Marteria
8.) Polarkreis 18
9.) P:lot
10.) Olli Schulz
11.) Angela`s Park
12.) Ruben Cossani
13.) Fräulein Wunder
14.) Pascal Finkenauer
15.) Flowin Immo
16.) Rage

Cassandra Steen -- Darum leben wir (Baden-Württemberg)
Cassandra Steen

Claudia Koreck -- I wui dass Du woasst (Bayern)

Peter Fox -- Schwarz zu blau (Berlin)

Sven van Thom -- Jaqueline (Ich hab Berlin gekauft) (Brandenburg)

Flowin Immo et les Freaqz -- Urlaub am Attersee (Bremen)

Olli Schulz -- Mach den Bibo (Hamburg)

Fräulein Wunder -- Sternradio (Hessen)
Fräuleinwunder

Marteria -- Zum König geboren (Mecklenburg-Vorpommern)

Fotos -- Du fehlst mir (Niedersachsen)

Rage -- Gib dich nie auf (Nordrhein-Westfalen)

Pascal Finkenauer -- Unter Grund (Rheinland-Pfalz)

P:LOT -- Mein Name Ist (Saarland)
Pilot

Polarkreis 18 -- The Colour Of Snow (Sachsen)
Polarkreis 18

Angela`s Park -- Generation Monoton (Sachsen-Anhalt)

Ruben Cossani -- Bis auf letzte Nacht (Schleswig-Holstein)

Chapeau Claque -- Pandora (kiss Miss Tragedy) (Thüringen)

Welch sensationelle Dinge bahnen sich auf Reich-Ranickis Lieblings-TV-Sender 3sat an.

Nachdem Katrin Bauerfeind als Raketentriebwerk das Internet-Fernsehen “Ehrensenf” in das nationale Aufmerksamkeitsuniversum jenseits des Internets geschossen hatte, versank sie meiner Meinung nach in der Bedeutungslosigkeit der deutschen Fernsehlandschaft. Ihr Einsatz bei Polylux, dem heftig kritisierten und inzwischen Ex-Magazin, hielt kaum jemanden bis kurz vor Mitternacht wach.

Jetzt kündigt sich ein Format an, welches deutlich näher am Erfolgskonzept der Bauerfeind angelehnt ist:

Immer am ersten Mittwoch im Monat ab 21.30 Uhr präsentiert Katrin Bauerfeind das nach ihr benannte Popkulturmagazin.

So berichtet dwdl unter Berufung auf Informationen eines Kontakters.

Mit dieser Akkreditierung rückt sich 3sat sicher das Interesse und die Beobachtung vieler Musikinteressierter, die dank der negativen Entwicklungen von MTV und VIVA dem Musikfernsehen im TV abgeschworen haben. Wir bleiben gespannt!

25 Jahre Jubiläum. Da lässt man die Korken knallen. Ein Viertel Jahrhundert ist eine lange Zeit. Vor allem, wenn man es geschafft hat, sich als Vorreiter in einem neuen Medium zu behaupten. Manch innovativer Jungunternehmen wünscht sich, dass seine Idee auch in 25 Jahren noch am Leben ist.

RTL markierte mit seinem Sendestart vor 25 Jahren eine neue Ära des Fernsehens. Neben den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, entstand eine Geneartion Fernsehen, die jung, frech, dreist, aggresiv, innovativ, destruktiv und unberechenbar war. In Einem hilt sich die Öffentlichkeit im Laufe RTLs Geschichte nie zurück – mit Kritik.

Gestern Abend feierte sich RTL im ersten Teil seiner großen Samstag-Abendshow selber. Eine Show, die man sich auch als RTL-Abstinent nicht entgehen lassen konnte, versprach das Erinnern an vergangene Sendeformate ein Wiedersehen mit alten Wegbegleitern und Jugendlieben. Aber es sollte anders kommen.

Es begann schon damit, das RTLs 0815-Moderator, Oliver “ich-moderier-alles-was-nicht-bei-drei-auf-den-Bäumen-ist” Geissen, in die Kamera grinste. Damit rutschte die Sondershow auf das Niveau der “Großen Ballermann-Hits” und der Geiss´schen Nachmittagstalk ab.

Begonnen wurde damit, die Leistungen RTLs in Bezug auf schlechten Modegeschmack zu huldigen. Protagonist Harry Wijnvoord wurde für das Tragen von über 1300 verschiedenfarbigen Kravatten bejubel und Kai Ebel stellte seinen auch heute noch angesagten schlechten Geschmack stolz zur Schau: Reiterstiefel und dicker-Bauch-betonendes Oberhemd trägt der Mann von Weltdas männliche Boxenluder. Ein Kracher!

Ebenso bekannt schien RTL für die deutsche Musiklandschaft gewesen zu sein. Wie sonst wäre die Rubrik “die größten Hits” in den Programmplan gerutscht. Es handelte sich dabei jedoch nur um ein Alibi, sich ausführlich mit Dieter Bohlen zu unterhalten, der sein erstes Musikvideo bei RTL gedreht hat. Crazy!

Beim Thema mediale Kriminalität konnte man nicht meckern: Ex-Hütchenspieler Salvatore, der erste kriminelle TV-Star und Idol von 9Live & Co., erinnerte uns daran, dass es Zeiten gab, da sich noch niemand über Betrug von Zuschauern aufregte. Das waren noch Zeiten (Herr Niggemeier, wo waren Sie damals eigentlich?)

RTL-Samstag Nacht und Peter Steiner markierten den humoristischen Bereich. Da aber kein Samstag-Nacht-Mitglied mehr bei RTL zu arbeiten scheint und Peter Steiner nicht mehr sexy genug für gute Quoten ist, lud man sich Atze Schröder und die ehem. Tutti-Frutti-Assistentin (Name irrelevant) als Interviewpartnerin ein. An Letzterer hatte der Zuschauer was zu gucken. Inhaltliches gibt´s nicht zu berichten. Fatal!

Überhaupt konzentrierte sich RTL bei der Gästeauswahl auf aktuelle Quotenmagneten und Vertragspartner. Kein ehemaliger Angestellter, der heute sein Brot abseits der RTLschen Fernsehlandschaft verdient, wurde eingeladen. Man hatte den Eindruck, es gehe RTL viel mehr um die Bewerbung der eigenen, aktuellen Coolness, denn während Serienhits wie Colombo und Knightrider mit drei Nebensätzen erwähnt wurden, bekamen die aktuelle Serienkracher CSI-Miami und Dr. House weit aus mehr Sendezeit. Verwundert war ich in dem Zusammenhang über Jack “Quincy” Klugmans kurzem Gastauftritt.

Man könnte meinen, die genannten Sendungen und Personen seien doch nicht so schlimm gewesen, im Grunde war es doch ein netter Querschnitt durch RTLs Vergangenheit. Man könnte. Würde RTL dem deutschen Zuschauer nicht vollkommende Blödheit unterstellen! Jede Szene, jeder Einspieler, jeder Rückblick wurde in Form von kommentierten Ausschnitten vorgekaut. “Ja, das war geil”, “Oh, haben wir damals gelacht.”, “man, was für´n großes Kino”. Permantenten “wie-geil”-Gejohle verhinderte, dass zusammenhängende Ausschnitte gezeigt wurden. Was hätte man sich über einen Samstag-Nacht-Ausschnitt gefreut. Warum nicht auch etwas mehr Tutti-Frutti oder was-weiß-ich. Aber dank der “hey-ich-sag-euch-das-ist-alles-so-geil-gewesen”-Kommentare der prominenten Unzulänglichkeiten (ausgenommen Hape K.) bieb dafür keine Zeit.

RTLs Jubiläumsshow wurde von knapp 5,5 Millionen Zuschauern gesehen, eine Traumquote (17,3%, Quelle: dwdl). Doch was hilft eine medial hochbeachtete (und auch verdiente) Silberhochzeit, wenn sich der Brätigam an der Bedienung vergeht und sich die Braut betrinkt. Das ist kein Spaß für die Zuschauer. RTL hat das Potential der Show nicht ansatzweise genutzt und bestätigt seinen Status als “unsehbarer” Sender.

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