--> TresorTresor | HASENFARM
5. November 2009

Noch ein Dokument mit historischer Bedeutung. 3Sat betrachtet den Mauerfall aus musikalischer Sicht. Beeindruckend, wie schnell sich damals im einstigen Todesstreifen kreative Menschen ihre Nischen gesucht haben und so legendäre Clubs wie der Tresor daraus hervorgegangen sind.

Hach, was habe ich da für Nächte verbracht. Pflichtvideo ab Minute 1:00 |

Der Link schlummert schon eine Weile in meiner Inbox. Als mir der Kanzleramtler Ray Kajioka die Aufzeichnung seines Live-Sets im Batterieraum mailte, konnte ich kaum glauben, was ich mir da wenig später auf meinen iPod gezogen hatte. Feinster New-Detroit. Fluffige, stampfende, rockende Beats mit präzisen Melodien.
Kaum zu glauben, dass dieser Sound aus den Fingern eines Berliners fließt. Großartiger Mix zum WinterWarmTanzen.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Download: Ray Kajioka live-Set @ Tresor Berlin / Batterieraum / 25.10.2008

(via Ray)

Tresor - True Spirit

Anlässlich der im April 2005 bevorgestahenden Papstwahl sowie dem Schließen eines der Techno-Keimzellen machte ich mich auf, um dem musikalischen Abschiedszeremoniell beizuwohnen. Der Tresor schloß seine Pforten in der Leipziger Straße 126, um an anderer Stelle wiedergeboren zu werden. Über die letzten Tage und Wochen habe ich hier, hier und hier schon berichtet. Und weil mir gerade danach ist, hier noch einmal die audiovisuelle Aufbereitung eines der letzten Abende:


GoogleDirektTresor

7. Juni 2007

Tresor
Wer sich trotz der hervorragenden Atmosphäre des neuen Tresors nochmal in die heiligen Hallen in der Leipziger Straße zurückversetzen lassen möchte, dem sei mein Video empfohlen. Hier.

Wwwwwwwwwwww – aaaaaaaaaaaaaaa – hhhhhhhhhhhhhhh – nnnnnnnnnnnnnnn – ssssssssssssss – iiiiiiiiiiiiiiiii – nnnnnnnnnnnnnnn – nnnnnnnnnnnnn!!!!!!!!!!!!!!!
Ein schwach beleuchteter Tunnel führt dich in den Keller. Je weiter du durch den Tunnel läufst, desto hämmernder wird die Musik, die dir entgegen rast. Dein Puls steigt. Es ist dunkel. Du biegst um eine Ecke und wirst frontal von unmenschlich harten Frequenzen umgeblasen. Deine Haut vibriert, die Haare schwingen im Rythmus der Bässe. Blitze zucken. Die dunkeln Silhouetten tanzen in abgehackten Bewegungen. Am Ende des Raumes steht hinter dicken Stahlgittern, in diffus-rotem Licht der DJ. Willkommen im Tresor Berlin, Köpenicker Straße!

Dimitri Hegemann hat mit seinem Team Großes vollbracht. Techno lebt wieder, so wie es nur im Tresor möglich ist. Das Paradies ist wieder ein Ort auf Erden.
Tresor Berlin

18. Dezember 2006

Mit einem Schlag ist Weihnachten bei mir. Nicht wegen dem winterlichen Wetter. Auch nicht wegen der verlassenen Innenstädte am Samstagnachmittag. Nein, auch nicht wegen meinem Kontostand, der wegen nicht gekaufter Geschenke nicht weiß, wohin.
Nein, es ist wegen dem Tresor. Der war tot. Für mich bis heute. Bis ich das las und dann das. Der macht also wieder auf. Ick freu´ mich jetzt schon auf den Frühling. Nicht wegen dem warmen Wetter. Nicht wegen der bunten Blumen. Und auch nicht wegen der fliegenden Pollen…
Via Blogsen.
i{content: normal !important}i{content: normal !important}

Heute erreichte mich endlich mal wieder ein Highlight elektronischer Musik, gepresst auf schwarzes Gold. In einer der letzten Tresor-Nächte spielte K.Hand eine Platte, die ich auch auf meinem Tresor-Video (siehe Rubrik “Tresor”) gebannt habe. Der Globus kochte. Schnell stellte sich heraus, dass das Magdeburger Label KarateKlub dahinter steckt. Mein Tipp läuft auf den Track, der der Platte ihren Namen gibt. Ein trockener, aber unheimlich schiebender Beat lässt definitiv jeden ins Grooven geraten. Dazu fordert die soulige Stimme jedes Baby zum Umdrehen auf. Break. Weiter schiebt der Bass und die High-Hats flirren weiter. Eine Bombe auf dem Plattenteller. Genial, dass das Teil auch noch aus Sachsen-Anhalt die Welt erobert. Ihr könnt die Platte hier hören und kaufen:

Na wenn das mal keine Überraschung ist: Der Tagesspiegel meldet in seiner Ausgabe vom 29.04.2005, Nr. 18 819, auf Seite 23 im Bereich „Berlin Kultur“, dass für die Senatsverwaltung für Kultur der Tresor „aus kulturpolitischer Sicht ein wichtiger, unverzichtbarer Bestandteil nicht nur der Berliner Musikszene“, ist und dass es „im Interesse der Stadt“ liege, dass er eine neue Heimstatt findet. Ich wiederum finde das auch sehr positiv, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass diese Erkenntnis schon früher gekommen wäre – man hatte ja schließlich mehr als 14 Jahre Zeit. Den kompletten Artikel gibt es auch hier: Tagesspiegel online

19. April 2005

15.04.2005 – DER LETZTE TAG. So, dass war´s nun. Eine Ära geht zu Ende und was bleibt…. Aber fangen wir vorne an.
Im Vorfeld habe ich mich schon mit meinen Berlinern Ray und Georg abgesprochen, dass wir uns nach Jahren zur letzten Party im Tresor wiedertreffen. Zuverlässige Quellen meldeten schon im Vorfeld, dass DJ Hell der Surprise-Guest wird und dass Richie Hawtin erst gegen 12 Uhr Mittags auflegt. Daher hielt ich es logistisch günstiger, erst gegen 6 Uhr morgens in Berlin aufzuschlagen. Doch in der nacht zum Sonnabend erreichte mich von Georg eine SMS, die auf riesige Schlangen und lange Wartezeiten vorbereiteten. Also verlegte ich meine Ankunft kurzerhand auf die später. Dies sollte 8 Uhr werden. Ich fand eine ca. 50 m lange Schlange vor einer geschlossenen Tür wieder. Als ich mich nach Zeitpunkt der Öffnung erkundigte, öffnete sich selbige und nach nur 5 Minuten war ich drin. Nachdem ich Ray und Georg den Lagebericht durchgegeben habe, genoss ich die aufgehende Sonne im Tresor-Garten und schaute mir die Besucher an, die die Nacht schon überstanden hatten. Es sollte ein herrlich sonniger Tag werden. Gegen 10 Uhr kam Ray und kurz danach auch Georg. Freudiges Umarmen und anschließende Fachgespräche über Menschen, Maschinen, Mutationen ließen die Zeit verfligen. Ray und ich stärkten uns im Sony-Center mit lecker Australischem Wrap und chinesischen Spezialitäten. Gegen halb eins setzte Richie Hawtin seinen 2 Macs und 3 Plattenspieler in Bewegung und begann die euphorisierte Masse zu rocken. Abgesehen von den Tücken der Computertechnik gelang ihm ein Hammerset, dass keine Wünsche offen ließ. Während seines Sets musste ein Ventilator beschafft werden, weil die Rechner offenbar nicht ausreichend Kühlung bekamen. Wie auch, bei über 40 Grad Raumtemperatur und 99% rel. Luftfeuchte? Unter den Tanzwütigen tauchten u.a. Monika Kruse und Hardy Hard auf, die ebenfalls mächtig Spaß hatten. Ist mir so auch noch nie passiert. Gegen 17 Uhr übernahm Ricardo Villalobos das Ruder. Ray und ich waren aufgrund exzessiver Tanzakrobatik ausserhalb der Normalform und so entschieden wir uns, ein Eis in den Arkaden zu beschaffen und so den Tag allmählig ausklingen zu lassen. Nach der Stärkung habe ich dann noch eine letzte Runde durch die Hallen gedreht, die für mich immer die Leidenschaft und den Geist von Techno verkörpert haben. Seit 1994 habe ich dort so manche Nacht verbracht und wurde nie enttäuscht. Ein mulmiges Gefühl überkam micht, ein tiefes Durchatmen und ein “bye bye” – das waren meine letzten Sekunden im Tresor. Ray fand ich mit Anika und Sirko im Café wieder. Wir redeten och ein wenig und dann ging es zu Ray, zum Chinesen und nach Hamburg. Dort kam ich gegen 11 Uhr abends an und hatte den Eindruck, dass ein Teil von mir für immer im Tresor geblieben ist.
Danke Tresor-Crew für alles, was Ihr getan habt. Nur die, die dort waren wissen, welch großartige Leistung Ihr seit 1991 vollbracht habt. Wir sehen uns im Tresor Vol. 2!

19. April 2005

15.04.2005 – Noch 2 Tage bis zum Ende. Nun war es also da – das letzte Tresor-Wochenende. Im Vorfeld hörte ich schon in Hamburg, die Schlangen vor der Tür seien unerträglich, und enttäuschte Fans wurden abgewiesen. Also hieß es rechtzeitig auf die Autobahn und ab nach Berlin. gegen halb zwölf fand ich mich vor dem Club ein und konnte sofort eintreten. Da der Laden zu dem Zeitpunkt noch ordentlich Raum bot, nutzte ich die Zeit mit Fotografieren und Filmen. In die “Tresor”-Rubrik finden sich die Bilder. Als Joey Beltram begann, den Tresor zu beschallen, füllte sich selbiger recht schnell und der Schweiß lagerte sich gewohnheitsbedingt an der Decke ab. Beltram spielte seinen gewohnten Stil und rockte den Keller. Der anschließende Live-Act von Scan 7 war für mich eher optisch interessant. Scan 7 Stand schwarz gekleidet und mit Ski-Maske verhüllt hinter seinen Geräten und spielte – für mich leider etwas zu hart. Gebeutelt von der Woche, überfiel mich plötzliche Müdigkeit. Kelli Hand konte mich mit ihrem z.T. sehr melodiösem Set nicht so recht überzeugen. Aber gegen 5 Uhr sollte Maral Salmassi die Regler übernehmen. Also wartete ich geduldig, schaute mir den Club nochmal in Ruhe an und genoss dieses permanente, aufgebrachte Treiben der Besucher. Nachdem Maral Ihr Set mit Acid-lastigen Tracks eröffnete, und mich zurück auf die Tanzfläche geholt hat, verließen mich aber gegen 6 Uhr entgültig die Kräft und so setzte ich mich völlig übermüdet ins Auto und jagte dem Schlafplatz entgegen – Kraft zu sammeln für den letzten Tag.

verlinkt

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Bloggeramt.de frisch gebloggt Das Blog Verzeichnis Blog Top Liste - by TopBlogs.de BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor blogoscoop blogtotal