Japan, das Land der aufgehenden Sonne, Heimat modernster Unterhaltungselektronik, Zivilisationschaos, Ort an dem Leute wegen Überarbeitung sterben und kulinarischer Ursprung von Sushi.
Japan das Land, an dem die Schmerzfreiheit zu Hause zu sein scheint. Anders lässt sich diese Werbung kaum erklären:

Advertising Agency: MatosGrey, São Paulo, Brazil
Creative Directors: Silvio Matos, Leandro Castilho
Art Director: Guy Costa
Copywriter: Leandro Castilho
Illustrator: Pamplace, Candido
Photographer: Paulo Mancini
Quelle: Ads of the World
Das Bild ist eine Werbung für das Sushi-Restaurant “Kosushi – for those who really like fresh food”. Ich muss brechen! Warum? Darum:
Die Hai-Bestände an der Ostküste der USA sind in den letzten 15 Jahren massiv zurückgegangen. Die Zahl der Hammerhaie sank um 89%, die der Fuchshaie um 80%, die der Weissen Haie um 79%. Die Populationen der Makos, Blauhaie und Tigerhaie sanken um 40-65%. Die Bestände der Sandbankhaie wurden in den letzten 10 Jahren durch Überfischung um 85-90% reduziert.
Kanadische Forscher melden einen Rückgang vom Ozeanischen Weissspitzenhai um 99%. Sie wurden in gewissen Regionen schon beinahe ausgelöscht.
Sämtliche Hai-Arten sind weltweit in ihrem Bestand massiv bedroht. Insgesamt sind 82 Hai- und Rochenspezies auf der so genannten “Roten Liste” der World Conservation Union eingetragen. (Quelle: Visiondive.de)
Wenn sich die Japaner mit ihren sozio-kulturellen Engagement selber hinrichten (oder damit gar glücklich sind), ist das ihre ANgelegenheit, aber mit der Tötung bedrohter Tierarten Werbung zu betreiben, ist inakzeptabel. Schade, dass es die Weltgemeinschaft nicht schafft, die Lobby auszuschalten und gegen die Fangpraktiken Japans vorzugehen. Der Einfluß der Wirtschaft und die Abhängigkeit von Japan schieben dem umweltbewussten Denken und Handeln einen gewaltigen Riegel vor.
Macht Fotos von Haien und denkt euch eine gute Entschuldigung aus, damit ihr wisst, was ihr antwortet, wenn euch eure Kinder fragen, was ein Hai war und warum es ihn nicht mehr gibt.