--> TechnoTechno | HASENFARM

Alle Jahre trommeln die Organisatoren der Grünanlage die Hamburger Frohnaturen zusammen, um im Schanzenpark den Elch zu vertreiben. Im Schatten von Wasserspeicher und Fernsehturm trafen sich auch heute Hunderte – man könnte sogar vermuten es waren Tausende – um im strahlenden Sonnenschein zu bassgeschwängertem Sound von Solomun, Jay Pauli, Polder und Djuma Soundsystem steil zu gehen. Wer sich nicht im Kessel des Schanzenparkes, unmittelbar im Bereich der Soundbeschallung aufhielt, der suchte sich im näheren Umfeld einen freien Platz auf der Wiese. Gegen 17 Uhr wurde es jedoch mit freien Plätzen schon verdammt eng. Überhaupt hatte ich das Gefühl, man hatte soviele Besucher wie noch nie. Die Schanze war übervoll mit Menschen aller Couleur, selbst Berliner Schnauzen kreuzten meinen Weg.
Und wer nach 22 Uhr noch Lust und Zeit hatte, der durfte im Waagenbau weiterfeiern. Weiter geht die Festivalsaison am 7.6. Dann jedoch nicht an dieser Stelle und mit anderem Line-Up. Augen auf halten!

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An dieser Stelle noch mein Respekt für die Jungs, die dem Träger der “Thor Steinar”-Jacke ihre Meinung sagten und damit ihre Gesundheit auf´s Spiel setzten.

Ellen Allien, Djane elektronischer Tanzmusik, Pionierin und Berlinette, macht jetzt auch in Mode. Ihre Kollektion bewegt sich auf den ersten Blick nicht im klassischen Techno-Segment, wie man es vielleicht vermuten möge. Kaum plakative Sprüche, keine klassischen Schnitte. Vielmehr handelt es sich um Mode für echte Fashionistas und Fashion-Victims. Vom T-Shirt mit Poker-Style über Catsuites bis hin zu sexy Seiden-Tops. Ebenso freaky wie die Mode, ist auch die Webseite gestaltet. Kein großer Schnick-Schnack, Fotos vor grauen Import-Kartons und mit Musikerkollegen. No High-Gloss, aber eben passend zum roughen Style der Mode.
Kenn man Ellen Alliens Musik, wird man beeindruckend feststellen, dass sie ihren Musikstil perfekt in Textilien umgewandelt hat.

Auschecken: http://fashion.ellenallien.de

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recordstore

Huch, kaum einer hat gemerkt, dass am 18. April der Tag des Plattenladens war.

Klagen die Musikverlage über schwindenden Umsatzzahlen dank Raubkopierer, Filesharer und Netlabelism, scheint niemand auch an jene zu denken, die den Verkauf der Tonträger zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. All jene, die unter der Bezeichnung Plattenladen die Musikecke des örtlichen Media-Marktes und Saturns verstehen, werden nur schwer nachvollziehen können, welch sozio-kulturellen Verlust eine etwaige Volldigitalisierung der Musik bedeuten würde. Der Plattenladen ist für viele Jugendliche sozialer Treffpunkt, Ort der Leidenschaft.

Alleine in Hamburg gibt es drei für mich bedeutende Plattenläden, die in ihrem kulturellen Auftreten nicht differenter sein können. Ein kurzer Stadtrundgang zeigt, warum ein Erhalt der Plattenläden unabdingbar für den qualitativen Fortbestand von Musik ist:

Smallville Recordstore:
Fangen wir mal in mitten von St. Pauli, direkt in Reichweite der Reeperbahn an. Dort befindet sich, so groß wie ein durchschnittliches Wohnzimmer der Smallville Recordstore. Stellt man sich einen Plattenladen mit tonnenweise gestapelten und aufgereihten Platten vor, dann kann es passieren, dass man den Laden nicht als solchen wahrnimmt. Cleane Athmosphäre, extrem übersichtliche  Anordnung von relativ wenigen Platten. Zwar bedeutet “wenig” in diesem Kontext schätzungsweise >5000. Fein säuberlich nach Label sortiert, hoher Neuheitenanteil, handverlesen. Trotz der geringen Größe des Ladens und der geringen lagernden Anzahl an Platten, lohnt sich ein Besuch, da die Platten augenscheinlich von den Betreibern – u.a. Lawrence – mit bestem Geschmacksgefühl für aktuelle elektronische Musik ausgewählt.
Und wer erstmals in ein Wohnzimmer kommt, der fällt auf. Anonymes Plattenkaufen ist hier Fehlanzeige.

Otaku Records:
An der Feldstraße, gegenüber vom Hochbunker am Heiligeneistfeld gelegen, bietet die Fusion aus Plattenladen mit angeschlossenem Friseur eine ungewöhnliche Kombination. Otaku entspricht schon eher dem Bild eines klassischen Plattenladens. Das Verhältnis zwischen Luft- und Vinylvolumen tendiert hier schon in Richtung 50:50. Neben eine Neuheitensektion besticht die Auswahl vor allem durch einen guten Label-Backkatalog sowie Sound jenseits des 4/4-Taktes. Wer mit einer gezielten Suche den Laden betritt, erfährt vom anwesenden Personal binnen weniger Sekunden, ob sich der Besuch lohnen wird. Beratung inklusive.

Plastik Tonträger:
Inmitten der Café- und Trendmeile entlang des Schulterblattes, liegt die dritte Instanz in Sachen Plattenläden Hamburgs. Plastik bietet dem Sammler ein Paradies. Neuheiten im großen Stil sucht man hier vergebens. Ist man aber auf der Suche nach Perlen alter Backkataloge, steht dem Vinylisten neben dem mächtigen Angebot im Obergeschoss auch noch ein Archiv im Keller zur Verfügung, welches mit eigener Online-Suche durchforstet werden kann. So manch verloren geglaubten Schatz – ob Techno, Hip-Hop, Rock und Soul – habe ich dort schon zu Tage gefördert. Wer zu Plastik geht, weiß, was er sucht. Etwas eigen, aber auch sympathisch: das Personal legt großen Wert auf ordentliche Handhabung der Platten. Ein Fingerabdruck auf der Platte wird mit Ermahnung geahndet. Aber keine Angst, rausgeflogen bin ich noch nie.

Man kann an diesen drei Beispielen erahnen, was passiert, wen es eines Tages heisst: “MP3 killed the vinyl”.
Plattenläden sind die Orte, neben den Clubs, wo Musik lebendig ist, wo der Geruch der Platten der Musik eine weitere Ebene verpasst. Die Betreiber sind Gleichgesinnte, sie verstehen den Käufer, können seine Passion nachvollziehen.

In diesem Sinne lohnt es sich, den Tag des Plattenladens laut bekannt zu machen.

(via De:bug)

Da lese ich schon seit Monaten die Geschichten des Kraftfuttermischwerks und verpasse in einem Moment der Unachtsamkeit, dass sich die Macher ihres guten Geschmacks besonnen haben und in drei Mix-Sessions einen Querschnitt durch die Schaffenskraft des Netlabels “Thinner” vertonen. Wie das Label so die Mixe – eine Reise irgendwo zwischen Dubtechno, House, Minimal, Techno mit einem Schmetterling Trance. Diese drei Mixe sind definitv ein Download wert, wenn man mit Marco Fürtsenberg, dem Basic-Channel-Umfeld und Dub-Techno überhaupt etwas anfangen kann.
Gigantische Klangflächen, unendlich tiefe Räume und mystisch klickende und klackende Sounds versorgen alles, dem Trommelfell Nachgelagerte, mit Adrenalin!
Vinyl-Sammler aufgepasst: Es handelt sich um die Werke eines Net-Labels, die also nicht in Form von schwarem Gold erhältlich sind. Aua!

Mehr Infos & Download

Als ich diesen Beitrag vorbereitet habe, saß ich in meinen alten Tapes kramend vor dem Rechner und suchte meine MitschnitteSicherheitskopien von alten Rave-Compilations und plötzlich hielt ich eine Trance-Nation-Kassette in Händen, an die ich erstaunlich viele Erinnerungen habe. Es handelt sich um jene Ausgaben, die den Anfang der Happy-Melody-Zeiten bildeten. Kaum zu glauben, dass wir damals diese Musik als Grenzgänger zwischen Over- und Underground betrachteten. Heute werden viele den Kopf und die Geschmacksnerven schütteln, anno 1994 -- also vor 15 (!!!) Jahren war das der Sound, der den Weg für all das ebnete, was wir wenig später “Ausverkauf” nannten und weswegen wir uns in Looptechno und Minimal stürzten. Aber es lässt sich nicht verleugnen -- die Tracks entlocken mir noch heute Gänsehaut und ein breites Lächeln.
Und weil es so viele alte, emotional bedeutende und gute Tracks gibt, wird dieser erste Teil der Klassiker-Sammlung -- sei gewarnt -- sicher nicht der letzte sein. Beschäftigen wir uns an dieser Stelle mal mit den Jahren um 1993 und 1994. In diesem Sinne: Put ya hands in the air!!!

U96 -- “Das Boot”
Die Frage, ob dieser Track Rave ist, sollte unbeantwortet bleiben. U96 hat mit “Das Boot” sicher einen Meilenstein geschaffen, um elektronische Musik aus dem Underground in den Overground zu bewegen. Kritiker schreien “Ausverkauf”, dennoch ist der Track deutsche Musikgeschichte.

Microwave Prince -- “Trancemitter Online”
Ich glaube, dieser Track hat damals kurz nach seinem Erscheinen irgendwo in mir etwas substanziell verändert. Ich habe ihn gut 12 Jahre nicht mehr gehört, aber als sich jetzt die Frequenzen jetzt durch meine Köpfhörer borten, fand ich mich an einem Ort, lange vor dieser Zeit wieder. Riesenhit, den uns dieser Mikrowellenherd beschert hat.

Cherry Moon Trax 1 -- “The House of House”
Heisser Shit aus Holland -- so ging es damals durch das Feiervolk. Einer der großen Eckpfeiler des holländischen Rave-Engagements jenseits von Gabber.

Westbam -- “Celebration Generation”
Das waren noch Zeiten, da nahm man dem Westbam seine Pionierfunktion für die Techno-Szene noch ab. Es gab sogar Leute, die hielten ihn zum damaligen Zeitpunkt noch für Underground. Menschen können sich irren und ändern, aber ihre Musik vor der Persönlichkeitsänderung bleibt davon unberührt. Gut so.

Scooter -- “Rhapsody in E”
Ja, es ist nahezu unglaublich, die textbomenden Kirmestechnotiker haben ihre Ursprünge in astreinem Trance & Rave. Und obwohl dieser Style meilenweit von ihrem Krach des 21. Jahrhunderts entfernt ist, verdienen Scooter deswegen noch heute Respekt und der Sound ist nach wie vor großartig!

Sunbeam -- Outside World
Dank dieser hammerfetten Bassdrum, die unsere Autolautsprecher regelmäßig zum Bersten brachte, war das sicher eine der Hymnen der Rave-Zeit Anfang der 90er-Jahre. Wir existierten wirklich in einer Welt ausserhalb. Und was war das für ein Label: Suck me Plasma!!!

Alien Factory -- “Beta Music”
1993 auf Generator Music erschienen, hört man diesem Track seine technologischen Kinderschuhe noch förmlich an. Dan des Sequenzerlaufs jedoch testete er schon mal wunderbar die Dähnungsfähigkeit der Synapsen an.

Community feat. Fonda Rae -- “Parade (Waiting for Spring)”

The Jeyenne -- “Time Warp”

Infrequent Oscillation -- “Burning Phibes”

RMB -- “Redemption”

DJ Tom & Norman -- “Tales of Mystery”

Welche Tracks haben dich in deiner Jugend geprägt? Wann überströmt dich die Gänsehaut? Jetzt, wo wir “die Hosen runtergelassen” haben, sind wir wir auf deine Nennungen gespannt!

Das Italiener nicht nur gute Pasta hervorbringen, wissen wir, seit uns Maurizio Miceli zum ersten Mal begegnet ist. Seine Selektion erstklassiger Dub-Tunes brachte schon so manchen Tieftoner in verzückende Vibrationen.

Jetzt präsentiert der Italiener einen exklusiven DJ-Mix für das INQ-Magazin. 110 Minuten groovender Dub-Techno nimmt uns mit auf eine Reise zurück in die Zeit, als Dub willkommene Abwechslung zum schnellen und überladenen Ravesound darstellte. Mit seinem exzellenten Set verweist er nebenbei auf ein anderes Phänomen. Alle verwendeten Tracks sind unter Creative-Commons-Lizes frei lizensiert.  So entsteht eine beachtliche Werkschau von Künstlern, die unter CC-Lizens ihre beeindruckenden Arbeiten für jedermann zugänglich ins Netz stellen. Ein vertiefender Blick in die Playlist sei demnach empfohlen.

Playlist und Download-Link des Mixes.

23. Januar 2009

Berlin Calling

Worum geht´s?

DJ Ikarus ist erfolgreicher, international angesehener DJ, der kurz vor Vollendung seines neuen Albums “Berlin Calling” steht. Auf einer Party schluckt er eine Pille, die ihn völlig umhaut. Er landet in einer psychiatrischen Abteilung, um wieder auf die Beine zu kommen. Während des Aufenthaltes platzt sein Albumrelease und seine Freundin verlässt ihn. Doch die Macht der Musik ist stärker. Ikarus verfolgt sein Ziel unablässig und am Ende stellt sich die Frage, ob sein Album nicht doch lieber “Titten, Techno & Trompeten” heissen sollte….

Wer geht hin?
Feierwütige Party-People, Pillenschlucker, Drogendealer, Techno-Heads, DJs, Groupies und deren Eltern.

Und, wie war´s?
Hannes Stöhr hat mit Berlin Calling einen einzigartigen Kultfilm erschaffen, der sich ohne Weiteres auf eine Stufe mit Danny Boyle´s Trainspotting stellen kann. Der Film vermag es, den Zuschauer in die oftmals als stumpf und gefühlskalt bezeichnete Welt der geraden Bassdrum zu holen. Auch wenn es auf den ersten Blick um einen DJ mit Drogenproblemen geht, so ist der Film eine gelungene Millieustudie über erbarmungslose Liebe – die Liebe zur Musik. Paul Kalkbrenner verkörpert die Rolle des exessiven DJs, der süchtig nach Musik ist. Aufgrund seiner Drogenexzesse landet er mit suizidaler Diagnose vor der Psychologin, gespielt von Corinna Harfouch, die einen durchgeknallten und vollgetoxten Patienten vor sich hat – jedoch später seine wahre Leidenschaft erkennt. Ein wenig erinnert der musikbesessene DJ an den Maler Van Gogh, der in fast krankhafter und selbstzerstörerischer Art und Weise seiner Leidenschaft folgt. Aufgrund der Dreharbeiten in real existierenden Clubs, wie der Bar25 und der Maria am Ostbahnhof wirkt der Film authentisch und vermittelt auch Szenefremden einen interessanten Einblick in diese Kultur.

Als weiteres Highlight sei die Musik zum Film genannt. Hauptdarsteller Paul Kalkbrenner selber steuerte alle Trax zum Film bei. Wer die Sounds von Kalkbrenner mag, wird seine wahre Freude haben. Das Timing der Musik wurde so perfekt getroffen, so dass man – eine gute Soundanlage vorausgesetzt – das ein oder andere Mal einfach aufschreien und lostanzen möchte.

Coole Shirts gibt’s fuer alle Berlin Calling-Fans bei Rock it! Shirts:
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Auch ein Leckerbissen: der offizielle Trailer zum Film:

DirektTanzen

Sein Set bereitet der DJ vor, indem er den oder die mitgebrachten Plattenkoffer für sich möglichst gut erreichbar hinter dem Pult platziert, den oder die Koffer öffnet, die Platten rasch durchblättert, einige Platten herauszieht und auf Eck stellt, mitunter die eine oder andere Platte umsortiert und seinen Kopfhörer bereitlegt. (Jeder DJ hat einen eigenen Kopfhörer dabei, und wenn dieser nicht funktioniert, führt dies in der Regel zu mehr oder weniger panikartigen Reaktionen.)

Die Bundeszentrale für Bildung hat sich 20 Jahre nachdem die Spezies “DJ” die Bühne der Öffentlichkeit betreten hat mit deren Berufsbeschreibung beschäftigt. Herausgekommen ist der im Rahmen der Publikation “Aus Politik und Zeitgeschichte” erscheinenden Serie, mit Ausgabe “APuZ 52/2008, ein äußerst unterhaltsames Stück Literatur. Der Unterhaltungswert, so vermutet man, ist aber eher unbeabsichtigter Natur. Noch ein Beispiel gefällig:

Die unseres Erachtens für den “Lifestyle Techno” symptomatische Veranstaltung, der so genannte Rave, impliziert ein Tanz-Vergnügen, das so lange dauert, dass – tendenziell – jeder Teilnehmer an einem beliebigen Zeitpunkt in das Geschehen ein- und auch wieder aussteigen kann, ohne ein essentielles Ereignis zu versäumen. (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

Wie in der heutigen Politik üblich, fehlt in der Abhandlung die Berücksichtigung von modernen Veränderungen im Arbeitsumfeld des DJs. Wird das Procedere des Plattensortierens und -auflegens detailliert geschildert, sucht man den Umgang mit Laptop & Co. vergebens.  Das wird dann aber sicher in der 2. Auflage anno 2015 besprochen.

Dennoch ist diese Publikation als positiv zu bewerten, denn das ehemals als Hobby belächelte DJing bekommt nun eine Anerkennung und Bedeutung wie die eines Maurers, Arztes oder Taxifahrers.

Über diese Veröffentlichung schreiben auch:

iPhone-App: FourTrack Was wäre die Musikgeschichte ohne den legendären 4-Spur-Rekorder MPC von Akai. Kaum ein Hip-Hopper oder Oldschool-Techno-Produzent lässt diese Kiste als Startausrüstung seiner musikalischen Laufbahn unerwähnt. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sich ebene jener 4-Spur-Rekorder in den Gadgets des 21. Jahrhunderts einnistet. Und so bekommen jetzt iPhone und iPodTouch ihre Killer-Applikation zum Erstellen “komplexer” 4-Spur-Tracks. Sonoma Wire Works hat den Brückenschlag zwischen den Welten mit seiner Applikation FourTrack (App Store Link) geschaffen.

FourTrack kann Klangfragmente über Mikro oder WiFi laden. WiFi sorgt zudem dafür, dass die erstellten 4-Spur-Tracks auf einen lokalen Rechner geladen und von dort aus weiter verarbeitet werden können. Erstere Eingangsquelle macht die Applikation zu einer interessanten Alternative zum Fieldrecording. Besonders Klangexperimente in urbanen Räumen lassen sich damit durchaus leicht erstellen.

FourTrack Features:

  • Track Count – 4
  • Track Length – unlimited
  • Recording Quality – 16 bit, 44.1 kHz
  • Calibrated Meters – accurately monitor record and playback levels
  • Recording Clip Lights – ensure input levels do not cause distortion
  • Calibrated Faders – accurately adjust playback level of each track
  • Pan Control – move tracks from left to right
  • Time Line – seek to anywhere in your song instantly
  • Shuttle Wheel – accurately move within your song
  • Slide-to-Record – prevents over-writing your tracks
  • Latency Compensation – accurate to within 1ms
  • Compressor-Limiter – automatically fattens sound of the output mix
  • Song List – unlimited song count
  • WiFi Sync – copy recordings to a desktop computer

Als Alternative zu den komplexen Produktionsumgebungen auf einem Laptop, kommt diese App nicht in Frage. Aber für die Kreativen dieser Zeit könnte es eine willkommene Anwendung sein, mit dem iPhone bzw. iPodTouch nicht nur zu Konsumieren, sondern auch zu Produzieren.

(via De:Bug)

Plattenspieler
“turntable” by tj scenes

Wer anfang der Neunziger über die tieffrequenten Platten mit dem “M” auf dem Label oder die transparent-marmorierte “Basic Channel”-Scheiben stolperte, dem fiel es schwer, Informationen jenseits der Platten, über die Künstler im Hintergrund, zu finden. Zwar wusste man, dass die Produktionen aus dem Hardwax-Umfeld aus Berlin kamen, auch wenn sie die Ritzungen eines Larry Heard aus Detroit enthielten. Bis zum Namen der Produzenten kam man dank Hörensagen maximal auch noch. Mark Ernestus und Moritz von Oswald waren die Schöpfer, dieser neuen, Dub genannten Musik. Dann war aber schon Schluß mit Informationen. Keine Fotos, keine Interviews.

Jetzt öffnet die Red Bull Music Academy ihr Videoarchiv von Sitzungen und Workshops der letzten Jahre. In den bis zu zweieinhalb-stündigen Clips kommen neben jenem Moritz von Oswald Protagonisten wie Wolfgang Voigt, Chez Damier und Theo Parrish beim Beantworten von Fragen zu Wort.

Moritz von Oswald ist übrigens auch in der neu erschienen Groove im Interview vertreten und erläutert dort die Gründe für die Verschleierung seiner Identität und die neue Offenheit gegenüber den Medien.

Moritz von Oswald
Wolfgang Voigt
Theo Parrish
Chez Damir
Derrick May
Carl Craig
(comming soon)
und viele mehr

Zeit mitbringen!

verlinkt

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