--> SportSport | HASENFARM

public_viewing_vii

Wir haben gehofft, die deutsche Nationalmannschaft sieben Mal spielen sehen zu können und dass Deutschland letztmalig am Sonntag spielt. Teil eins wurde erfüllt.

Unser siebentes Public Viewing war jedoch ein Private Viewing, denn – oh Wunder – eben jenes Nachtspiel, dass 2:30 Uhr Morgens angepfiffen wurde, übertrug malaysias Staatsfernsehen TV1, welches unser Hotelfernseher empfangen konnte. Entspannt konnten wir in aller Ruhe, mit hopfenhaltigem Erfrischungsgetränk und Erdnüssen ausgerüstet, die 90minütige Unterhaltungsshow der Mannschaft genießen. Was für ein Fest! Kurz vor Sonnenaufgang, als der Mullah zu rufen begann, applaudierten wir den Jungs bei der Übergabe der Bronzemedaille. Wir waren stolz und unsere Zimmernachbarn genervt.

public_viewing_v1

Noch keine Stunde ist es her. Die Stimme röchelt noch immer. Der Schweiß klebt das Deuschlandshirt am Körper fest. Noch können wir es nicht fassen. Deutschland besiegt den als Titelaspiranten gehandelten Favoriten Argentinien mit einer unglaublichen Teamleistung 4:0.

public_viewing_IV

Mit Hochspannung erwarteten wir das hochkarätige Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen England.

Eigentlich sollten wir jetzt schon in Kalkutta leben aber dank der äußerst unbefriedigenden Bearbeitungsgeschwindigkeit unserer Visas, hat uns die indische Botschaft in Kuala Lumpur festgesetzt. Nun gibt es wahrlich Schlimmeres, als in vertrauter und gemochter Umgebung auf die Weiterreise zu warten und das denkwürdige Spiel bei seinem Lieblingsinder zu verbringen.

public_viewing_III

Eigentlich war geplant, das Spiel zu später Stunde (halb drei Uhr nachts) gepflegt im Hotelzimmer bei einer Dose Cola anzuschauen. Leider meinte es die Hotelleitung mit ihrer Werbeaussage, alle Spiele zu zeigen, nicht so genau. Als wir genau 2:25 Uhr raus bekamen, dass das Deutschlandspiel nicht gezeigt wird, gab es nicht viel Zeit, zu überlegen: raus vor die Tür.

Über eine malayische Zeitung bin ich heute auf den Bericht des nordkoreanischen Fernsehens gestoßen, der nach der 3:1-Niederlage von Nordkorea gegen Brasilien dem Volk vorgesetzt wurde. Neben unglaublichen Lobpreisungen der eigenen Leistung wird das Volk am Ende glatt über das tatsächliche Ergebnis angelogen.
Nur leise lässt sich erahnen, was dort politisch abgeht.

Diese Art von Volksverdummung erinnert mich an die in Schulen der DDR gelernte Aussage, dass die Unternehmen im “Westen” so schlechte Produkte herstellen, dass sie dafür Werbung machen müssen, damit die überhaupt jemand kauft.

public_viewing_IIjpg

Schon kurz nach unserer Ankunft auf Gili Meno, der kleinen Schwester-Insel von Gili Air, wusste jeder Einheimische, für welches Land unser Herz schlägt. Was so ein Insellauf im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft ausmacht! Entsprechend waren die Augen der Indonesier auf uns und Jogi´s Mannschaft gerichtet.

Anlässlich des ersten Spiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft starten wir hiermit unsere hoffentlich 7teilige Serie „Public Viewing“. Wo haben wir die Daumen gedrückt, uns die Haare gerauft, gejubelt, geschimpft und alles besser gewusst?

2:00 Uhr nachts klingelte der Wecker und riss uns aus dem Tiefschlaf. Noch bis kurz vor zwölf haben wir Ghana die Daumen gedrückt, uns dann aber eine Runde auf´s Ohr gehauen, um mitten in der Nacht unseren Jungs beizustehen.
Schlaftrunken taumelten wir einsam über Gili Air, der zu Lombok gehörenden Insel, zur Strandbar in der man uns vorher versicherte, bis spät in die Nacht durchzuhalten. Andere Bars hatten schon den Betrieb eingestellt und den Schlaf aufgenommen.
Kurz nach zwei fanden wir uns in Gesellschaft von einem weiteren deutschen Pärchen (er – wie ich – ebenfalls im Nationaltriko) und fünf Einheimischen beim Public Viewing ein.

Anlässlich des heutigen Tages möchte ich um 4:55 Minuten Erinnerung an das großartige Fest der Fußball-WM 2006 bitten.

Let the games begin! Let Germany win the cup!


Herbert Grönemeyer “Zeit, dass sich was dreht”

IMG_2979

Sonntag Morgen, 6:00 Uhr, der Wecker klingelt und katapultiert uns in eine naß-kalt-graue Suppe. Eigentlich ein typischer Herbsttag in Hamburg, den man bequem mit einen leckeren Frühstück und chillen vor´m Kamin überstehen könnte. Aber nein, wir quälen uns ein Müsli rein, setzen uns ins Auto und fahren zur Kampfbahn des FriedensJahn-Kampfbahn in den Hamburger Stadtpark.
Dort startete 9:00 Uhr der 8. Stadtpark-Marathon – als Einzel oder Staffelwettbewerb. Gegen halb Eins, 3:39:40 nach dem Start haben wir vom HASENFARM.com – Team unsere 42,irgendwas Kilometer erfolgreich hinter uns gelassen. Selbst wenn man die Strecke, wie wir, durch fünf teilt, verlangten uns die 8,4 Kilometer alle körperlichen Leistungsreserven ab. Das überschaubare Läuferfeld mit so illustren Teams wie “Kenias allerletzte Reserve”, “Rennmäuse”, “Cool Runnings”, “Die Staubwolken” oder “Die 5 Muskelkater” sowie die angenehme Streckenführung machten diesen Sonntag Vormittag zu einem schönen Ereignis – gekrönt von einem Spitzenergebnis: Platz 34 von 63 und dem guten Gefühl, den inneren Schweinehund gezeigt zu haben, wie der Hase läuft. Strike!

stadtpark_marathon

zuletzt inspiriert

verlinkt

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Bloggeramt.de frisch gebloggt Das Blog Verzeichnis Blog Top Liste - by TopBlogs.de BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor blogoscoop blogtotal