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1. Januar 2009

Thüringens Ministerpräsident Althaus wurde auf einer österreichischen Skipiste von einer Frau umgefahren. Der Spiegel meint: “Das politische Thüringen ist schockiert.”
Ich will mal stark hoffen, dass auch das unpolitische und menschliche Thüringen und Deutschland überhaupt schockiert ist. Habe ich in diesem Artikel eher humoristisch auf die Notwendigkeit von Schutzausrüstung hingewiesen, zeigt sich anhand dieses tragischen Vorfalls, dass die eigene Sicherheit häufig unterschätzt wird.

Der Ministerpräsident trug einen Helm und überlebte. Die Frau trug keinen Helm und verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Lasst mal eine Melone aus Schulterhöhe auf Asphalt fallen und ihr werdet Euch wundern, wie schnell ihr das Gehirn von der Straße schaben könnt.

Das war mein gehobener Zeigefinger zum Jahresbeginn!

Terror
(C) “iraq” by Army.mil

Ich stelle mal ganz unverfroren die These auf, dass die im Untergrund agierenden Terrorgruppen in diesen Tagen sehr zufrieden sein dürften, mit dem, was sie bisher in den Ländern erreicht haben, gegen die sie vorgehen:

Alle getroffenen Maßnahmen, selbstverständlich nur zur Terrorabwehr, haben eines gemeinsam: sie kosten Unmengen Geld und beschneiden die Freiheit der Bürger der freien Welt.

Schaut man sich die Ziele und die Ideologie der Terroristen (hier al-Quaida) etwas genauer an…

  • Sturz aller Regierungen, welche nicht nach ihrem Prinzip vorgehen. Dies geschieht vor allem auf der arabischen Halbinsel und in anderen arabischen Staaten, um dann an deren Stelle eine vermeintlich authentische islamische Ordnung, den Gottesstaat der „Rechtgläubigen“, zu errichten.
  • Angriff auf … den Westen und seine offenen Gesellschaften generell
  • Sie sieht seine Gewaltakte als Mittel, alle Muslime im „Befreiungskampf“ gegen die Dominanz des Westens zu vereinen.
  • Für streng gläubige Muslime ist jede Staats- und Gesellschaftsform außerhalb der Scharia verwerflich. Darum sehen manche sich legitimiert, die Welt der „Ungläubigen“ mit Terrorakten zu zerstören. (Quelle: Wikipedia)

…kann man sich verwundert am Kopf kratzen. Befinden wir uns nicht gerade auf dem besten Weg, die Forderungen und Ziele der radikalen Gruppen selber zu erfüllen? Verdachtsunabhängige Bespitzelung und inländischem Militäreinsätze führen bei vielen Menschen zu Veränderung des Verhaltens, der Meinungsäußerung. Die dafür notwendigen monetären Aufwendungen schwächen die Wirtschaft der jeweiligen Länder, da die Zeche am Ende der Bürger zahlen muss (vgl. z.B. Kosten biometrischer Reisepass). Damit sind die beiden wichtigen Wurzeln der Demokratie angegriffen: Geld und Kopf.

In jedem guten Krimi legt der Täter eine falsche Spur und hofft, die Polizei ermittelt in die falsche Richtung. Ein kluger Kriminologe erkennt das falsche Spiel und lässt sich davon nicht blenden oder die falschen Entscheidungen treffen. In der Politik scheint dies anders zu sein.
Mir scheint, als nutzen Terroristen Anschläge nur, um Veränderungen in den Staats- und Gesellschaftsstrukturen auszulösen. Sie finden derzeit nahaften Boden, der besonders durch sicherheitspolitischen Kursänderungen der jeweiligen Staaten entsteht. Der Saat wird zum Helfershelfer des Terrors. Welche Bedeutung hat der Glaube, die Freiheit und die Demokratie, wenn wir uns in ein Szenario von George Orwells “1984″ entwickeln? Wenn wir dort angekommen sind, dürften die Nachfahren der heutigen Bombenleger in Siegesjubel ausbrechen.

(angestoßen von Wildbits)

Insecurity HafenCity Hamburg
Quelle: HafenCityNews

Hamburg hat mit der Elbphilarmonie ja schon einen Brennpunkt in Hafennähe. Nun wird der Besucher des Retortenviertels mit einer Kunstaktion einer französischen Gruppe konfrontiert. Da scheint die gerade im Aufbau befindliche HafenCity in Schutz und Asche zerlegt gezeigt, brennende Bauten zeugen von Zerstörung – in Photoshop erschaffen. “Insecurity” lautet das Motto der Aktion. Besonders jetzt, kurz nach dem 11.9., wird wieder deutlich, wie wichtig das an den Bürger vermittelte Gefühl von Unsicherheit für die Erreichung politischer Ziele sein kann. Terror und Zerstörung haben in der Vergangenheit den Weg für zweifelhafte politische Entscheidungen geebnet. Weitere Informationen rund um die Gruppe: www.targetautonopop.org

Achtung, doppeldeutige Überschrift!

Die gleichlautende, von RTLII initiierte Freiwilligen-Knast-WG hat vor wenigen Tagen die Pforten geschlossen. Leider laufen die Vorbereitungen für die 9. Staffel bereits auf Hochtouren und so öffnet sich im Dezember 2008 wieder eine neue Tür und der Wahnsinn hält Einzug in ein neues Haus (setzt das Sozialamt die Zahlungen während der freiwilligen Inhaftierung eigentlich aus?). Personality-Strip vor laufenden Kameras – Teil 9!

Aktuell und alles andere als abgeschaltet sind die Kameras, um die es in diesem Beitrag gehen soll. Observationswut von Vater Staat und sonstigen Sicherheitsfanatikern lässt Kamera- und Überwachungshersteller jubeln und dem Freiheitsliebenden die Nackenhaare aufstellen. Getreu dem Motto, wer beobachtet wird, macht keinen Scheiß, eifert Deutschland dem Vorbild Englands nach, flächendeckend seine Bevölkerung zu observieren bespitzeln. Hat bei George Orwell in 1984 ja schon “wunderbar” funktioniert.

Die Boocompany hat unter dem Titel “Überwacht die Überwacher” jetzt ein in meinen Augen längst überfälliges Projekt gestartet, was unbedingt unterstützt werden muss. Mit Hilfe der Geodaten können Kamerastandorte in der Öffentlichkeit registriert werden. Anhand von Google Maps werden die Standorte angezeigt. Die registrierten Kamerastandorte werden nach Städten sortiert werden. Also, Augen auf beim nächsten Stadtrundgang und danach bei 1984.boocompany.com die gefundenen Kameras eintragen.

Firefox Download dayDer Firefox tritt an, mit seiner Version 3 einen Rekord zu knacken. So wurde im Vorfeld der Final Release der 17. Juni als Tag auserkoren, an dem so viele Nutzer wie möglich den neuen Browser auf Ihr System laden – und auch installieren. Die Kampagne stieß besonders in der Blogwelt auf Aufmerksamkeit und so wurde aller Orten darüber berichtet. Letztendlich schien der Tag ein Erfolg geworden zu sein. Per heute zeigt der Zähler mehr als 17 Millionen gezogene Kopien an.

Bei mir freut sich noch immer der Firefox 2.0 über seinen Einsatz, denn machen wir uns nichts vor, die Aktion klang nett, aber enthielt durchaus ein hohes Maß an Risiko. Man stelle sich vor, der Firefox hat – absichtlich oder unabsichtlich – ein Leck. Welche Möglichkeiten sich für kriminelle Machenschaften daraus ableiten lassen, kann sich jeder ausmalen. Bisher kennt man das Hinterherpatchen nur von großen, kommerziellen Unternehmen a la Microsoft und Apple. OpenSource-Software hat sich meines Wissens bisher weitestgehend dieser Releasepolitik entziehen können.
Bereits heute steht zu lesen, dass Homebanking mit dem FF3 nicht klappt. Demnach harren wir weiter den Entwicklungen der kommenden Tage und setzen erst auf den neuen Fuchs, wenn die 3.0 wirklich final ist.

Der CCC hat in der neusten Ausgabe der Datenschleuder den Fingerabdruck von Innenminister Schäuble veröffentlicht. In der nachgeschobenen Presseerklärung äußert sich der CCC über die Beweg- und Hintergründe dieses Schrittes:

Wir wollen mit der Veröffentlichung die Debatte um die biometrische Vollerfassung jedes Bürgers greifbarer machen… Fingerabdruck-Biometrie ist nicht so sicher, wie die Politik beteuert. Sie gehört in keine sicherheitsrelevante Anwendung – und erst recht nicht in den ePass…

Mit der Veröffentlichung weist der Club erneut deutlich auf die grundsätzlichen Risiken biometrischer Systeme hin. Jeder Mensch hat maximal zehn Fingerabdrücke, die er weder ersetzen noch schmerzfrei verändern kann. Doch der biometrische Identitätsdiebstahl erfordert lediglich den Zugriff auf einen brauchbaren Abdruck (z. B. an einem Glas), eine Digitalkamera und einen Laserdrucker zum Erstellen einer Folienvorlage und etwas Holzleim für die Fingerabdruck-Attrappen.

Über die Unsicherheit der Speichersysteme im ePass wurde bereits diskutiert, alleine geholfen hat es nicht. Der Fingerabdruck als eindeutiges Identifizierungsmerkmal sollte dem Schutz vor Manipulation unterliegen. Wenn Herr Schäuble die Speicherung auf unsicheren und leicht auslesbaren RFID-Chips im biometrischen Reisepass fordert, hat er bestimmt kein Problem, wenn jetzt unzähligen Nutzern sein Fingerabdruck digital vorliegt.

Und hier gibt es: den Abdruck und die Benutzungsanleitung

27. März 2008

Lieber Verkehrspolizist, der du gestern auf der Volksparkstraße Raser blitzen wolltest,

wenn du das nächste Mal einen manuellen Blitztest mit deinem Radargerät machst, achte bitte darauf, dass sich kein Radfahrer unmittelbar vor dem Gerät befindet. Denn aus zwei Meter Entfernung den roten Blitz ab zu bekommen kann traumatische Reaktionen und verkehrssicherheitstechnische Gefahren mit sich bringen.

Ich jedenfalls hatte einige Minuten rote Flecken vor den Augen.

5. Februar 2008

Sicherheitsfanatiker
Warum sich den Mund fusselig reden und doch nicht zum Ziel kommen. Die Leute wollen was für´s Auge, nichts für´s Gehirn. Also gibt es hier was für die Augen. Das Problem wird deutlich aber ohne Einsatz der Gehirnfunktionen führt kein Weg aus dem Dilemma.
Der Zeichner heißt übrigens Clay Bennett
(Quelle: The Lunatic Fringe)

Dieser Tage, an denen es tagsüber in Hamburg so hell ist wie in einem Entwicklungslabor für Filme, besinnen sich leider die wenigsten Erwachsenen auf einen Ratschlag, den jedes Vorschulkind mit erhobenem Zeigefinger von der Mutter erhalten hat. Jedesmal, wenn der Nachwuchs in der Kinderabteilung rebellierte, weil er nicht die quietschgelbe Daunenjacke (sieht aus wie ein Küken) sondern die coole schwarze (Gangsta-Style) haben wollte, kam die Erziehungsberechtigte mit dem Spruch: “Damit dich die Autofahrer besser sehen können”. Und schwupps hing die gelbe Jacke zu Hause und musste fortan in der dunklen Jahreszeit getragen werden. Auf dass der Nachwuchs von so manch landendem Flugzeug aus zu sehen war.
Ca. 99% aller Erwachsenen scheinen dies vergessen zu haben. Nicht, dass die Landschaft schon mit tristem Grau-in-Grau auf die Seele drückt, nein, auch die Kleidung passt sich der Umgebung an. Hauptsache dunkel. Höchstens hellgrau! Und so greife ich dieser Tage häufiger beherzt in die Bremsen meines Rades, wenn meine Halogenbeleuchtung einen unreflektierenden, schwarzen gekleideten Haufen Mensch in mein Sichtfeld bringt.
Den Typen, den ich demnächst im Dunklen umfahre, schenke ich ein beleuchtetes Hundehalsband.

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