Dogs of Asia

--> Reise


Es ist eigentlich Pflicht, als erste Mahlzeit in Japan rohen Fisch auf Reis, umgangssprachlich Sushi, zu essen. Und dieser Pflicht kamen wir nach. Ob Christiane mit einer ebenso großen Leidenschaft auf die Suche nach dem perfekten rohen Fisch gegangen wäre wissen wir nicht.

Es hat sich inzwischen dank unseres kleinen Rätsels bereits herumgesprochen, dass unser letztes großes, neues Reiseziel das Land der aufgehenden Sonne ist. Japan hat uns für knapp 4 Wochen zu Gast.
Noch keine drei Tage sind wir in Tokio und schon jetzt stellt diese Stadt mit ihren Menschen alles in den Schatten, was uns bisher an Bildern über hier und aus der Gegend im Gehirn vorschwebte.

Es war von uns ja bereits angekündigt, dass wir unser letztes “echtes” Reiseland nicht vor unserer Ankunft bekanntgeben. Nachdem wir die letzte Nacht quasi durchgemacht haben, sind wir heute Nachmittag am Ziel angekommen und haben sogleich einen nicht repräsentativen Stadtbummel unternommen, um Euch eine kleine Hilfestellung beim Erraten unseres Aufenthaltsortes zu geben.
Also, schreibt in die Kommentare, wo ihr uns vermutet. Euer Mut soll auch belohnt werden. Unter allen, die in den Kommentaren ihren Verdacht äußern, verlosen wir eine Tüte Reis irgendetwas.
Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

Unser zweiter Besuch in Indien ist vorüber.
Wie schon beim letzten Mal hat uns das Land auch jetzt wieder mächtig zugesetzt. Auf der einen Seite mit unglaublich beeindruckenden Landschaften, abgefahrener Kultur und leckerstem Essen. Auf der anderen Seite mit unglaublich schlechter Hygiene, beängstigenden Menschenmassen und ohrenbetäubendem Lärm.

…Paris liegt an der Seine. Aber da waren wir ja nicht.
In Indien kann man schnell 18 Stunden im Zug zubringen, wenn man 760 Kilometer zurücklegen möchte. Aber das macht nichts, da die indische Bahn den Luxus bietet, dabei ein, zwei oder drei Nickerchen machen zu können. Der „Punjab Mail“ brachte uns von Varanasi nach Kalkutta. Über Nacht und im Schlaf. Dank extrem komfortabler Klappbetten im 4er-Abteil und leckerem indischen Essen unterwegs, verflog die Zeit wie im Schlaf und am Ende wurden wir vom Bahnhof Kalkuttas begrüßt. Wie die Ameisen strömten die Reisenden aus allen Öffnungen des kolonialen Gebäudes. Draußen ging es nicht weniger turbulent zu. Warum?

Zugegeben, es war wieder ein Kulturschock, den wir uns da angetan haben. Morgens in der kristallklaren Luft von Leh in den Flieger steigen und Mittag in der stinkenden Hitze Varanasi´s ankommen.
Jeder hat es in der Presse gehört, gelesen und gesehen – die heftigsten Regenfälle in Indien und Pakistan seit 10 Jahren haben Anfang August Überschwemmungen, Erdrutsche und Schlammlawinen ausgelöst, ganze Regionen von der Außenwelt abgeschnitten, Menschen getötet und Existenzen zerstört. Touristen wurden aus Urlaubsregionen ausgeflogen. Die Geschehnisse sind erschütternd und dramatisch, daran gibt es nichts zu rütteln.
Wir waren zur falschen Zeit am richtigen Ort und wurden mit einer ganz besonderen Einladung belohnt.
Im Rahmen einer Motorradtour wollten wir die Klöster am Indus-Tal besuchen und das Thiksey-Kloster von Innen kennen lernen. „Pünktlich“ fünf Minuten vor der Mittagspause erschienen wir im Kloster. Also hieß es 30 Minuten ausharren, bis wir unsere Besichtigung starten konnten. Ein sonniges Plätzchen direkt vor der Kloster-Kantine schien der geeignete Ort zu sein, um einen ersten Blick auf die Mönche zu werfen und den Ausblick ins Tal zu genießen.

Bergseen sind generell etwas Besonderes, verfügen sie nicht über die sonst übliche Vegetation und Tierwelt. Als spannend kann man Bergseen bezeichnen, die auf 4.200 Metern Höhe, hinter dem dritthöchsten Pass (Chang La) der Welt verborgen sind und mit beeindruckenden 180 Kilometern Länge von Indien bis tief nach Tibet in China hineinreichen. Willkommen am Pangong-See.