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Ein Freund sagte bei einer Diskussion über Schäubles absinnige Ideen zur Volksbespitzelung: “…aber was soll man da machen?”. Wählen war mein erstes Wort. Das hat ihn nicht überzeugt. Vielleicht klappt das ja hiermit. Vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung wird zur Teilnahme an einer Sammel-Verfassungsbeschwerde gegen die von der Bundesregierung geplante Protokollierung der Nutzung von Telefon, Handy, Email und Internet aufgerufen. Das Ganze ist kostenfrei! Einzig die 55 Cent für die postalisch zu übermittelnde Vollmacht sind gut investiert. Jetzt gibt es nur noch eine Ausrede: die eigene Dummheit!
Hier gibt es das Formular. Mitmachen und dem Schwachsinn Einhalt gebieten!

Eigentlich wollte ich hier drüber schreiben. Hab´s dann fast verdrängt, bis mir Johnny den Beitrag heute in mein Gehirn zurückrief. Darum nun viel zu spät mein Beitrag.
Da hat die Berliner Polizei vermutet, im Technoclub werden Drogen konsumiert und ist offenbar brutal gegen Besucher vorgegagen. Ca. 10% der Angetroffenen waren tatsächlich mit Drogen bestückt. Es gibt 2 Aspekte, die mir bei den Schilderungen durch die Hirnrinden gingen:
1.) Nachdem die Loveparade trotz weltweitem Terrors genau das Gegenteil verstrahltversprüht hat, entschied man sich, diese Institution aus Berlin zu verbannen. Ernst Reuter sagte 9. September 1948 vor dem Reichstag:” Ich Völker der Welt… Schaut auf diese Stadt” (Quelle: berlin.de). Heute möchte man das also lieber nicht. Ebenso werden Anhänger der Musik wie Junk behandelt. Ich würd sagen: “Ihr Völker der Welt…. Schaut bitte weg!”
2.) “In einer großangelegten Razzia wurde am späten Samstagabend das Münchner Oktoberfest vom Sondereinsatzkommando des Drogendezernats x gestürmt. Der Einsatzleiter sagte gegenüber der Presse, man vermutet, dass Besucher Drogen konsumieren. Tatsächlich waren von den 100.000 Überprüften 99.950 Personen alkoholisiert. Bei 71.236 Personen konnte der Konsum von Tabak nachgewiesen werden. Den Festgenommenen drohen hohe Haftstrafen” (Quelle: Hirn, Ausgabe 10/2025)

6. Juni 2007

Ich habe den Eindruck, mit obiger Aussage stehe ich ziemlich alleine da. Derzeit schreibt alles, was eine Tastatur bedienen kann, über G8, Demonstrationen, Blockaden, Polizisten und das gesamte Primborium. Was mich an der gesamten G8-Thematik erstaunt, ist die Tatsache, dass sich plötzlichen Menschen zum gemeinsamen, öffentlichen Demonstrieren treffen. Was bei der nationalen Spionageplanung von Minister Schäuble eher im Netz und auf politisch korrekter Ebene in den Talksendungen ausgetragen wird, kommt bei G8 auf die große Bühne des medialen Theaters. Könnte nicht mal jemand die G8-Demonstraten nach Abschluß des Gipfel zum öffentlichen Auftreten gegen Vorratsdatenspeicherung bewegen? Ich könnte mir vorstellen, dann trauen sich auch Demo-Scheue auf die Straße und die Bewegung gewinnt an Fahrt.

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