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US-Wahlen

Dieser Artikel dokumentiert, wie wir die Ablösung der genetischen Entgleisung erleben. Er wird sich im Laufe der Zeit ergänzen und verändern.

Auf unserer Multi-Mediawand laufen neben ARD, ZDF, ntv, n24, CNN, CBS auch noch Twitter und das Election Results Dashboard der New York Times. Infotainment brutal:

07:00 Uhr
Guten Morgen. Schlaf besiegt Wahl. Da haben wir´s. Amerikas erster afroamerikanischer Präsident wurde gewählt. Stand jetzt: mit 338 Wahlmännern. Was hatte die ARD noch um 00:10 Uhr vorausgesagt? Ich bin beeindruckt!

01:32 Uhr
Vor 4 Jahren hat man um diese Zeit Carry als Gewinner gesehen. Strategie von 01:26 Uhr tritt in Kraft.

01:26 Uhr
CNN frustriert mit gigantischem Touch-Screen und der Erkenntnis, dass erst stecknadelgroße Bezirke ausgezählt wurden. Kann ich glauben, dass wir, wie vorhergesagt, gegen 2-3 Uhr ein Ergebnis haben? Überlegen, uns stündlich wecken zu lassen. Dann ist der Überraschungseffekt auch größer.

01:18 Uhr
Claus Kleber live beim ZDF im Netz. Die Aussagefähigkeit der aktuellen Zwischenstände beziehen sich auf 1% ausgezählter Stimmen.

00:30 Uhr
Erste Zwischenergebnisse anhand von Umfragen: Kentucky: schreit ficken McCain for President.

00:10 Uhr
ARD-Wahlexperte tippt auf 338 Wahlmännerstimmen.

00:15 Uhr
Die Deutschen hätten 7% für McCain und 80% für Obama gewählt. Wie würden die Amerikaner in Deutschland wählen?

23:45 Uhr
Nachdem wir auf dem ZDF von Kerner verschreckt wurden und die anderen Sender die selben Fragen mit ähnlichen Antworten beantwortet haben, flüchten wir zu Stefan Raab. Sarah Wiener als Gast im Leder-Minikleid ist ein willkommende Abwechslung zu den beiden Hauptdarstellern dieser Nacht.

(Bild: “US Presidential Elections 2008.jpg” by labnol)

30. Oktober 2008

Gut, dann ist heute halt bei uns der Tag der Wahlwerbung. Gerade über die Kampagne thingsarefine.org gestolpert. Es scheint, als haben die Werbestrategen die Resignationswerbung für diesen Wahlkampf als probates Mittel zur Wählermobilisierung ausgemacht. Die Plakate wurden von der in Portland ansässigen Agentur Borders Perrin Norrander erschaffen.

Don´t vote – things are fine just the way they are!

 

Passend zum neuen Album von Metallica:
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Wieviel kostet ein Krieg?
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OK, das werden viele Amerikaner evtl. nicht verstehen. The shown state is your country and NOT China!
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Amerika auf dem Trockenen.
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F#@k you! 
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Falls sich mal jemand in die Haut eines amerikanischen Wählers versetzen möchte, der kann den Wahl-O-Mat befragen, für welchen Kandidat er stimmen sollte.

Wahl-O-Mat “Find your Candidate”

Mein Ergebnis, ohne mich intensiv mit den Inhalten der einzelnen Programmen beschäftigt zu haben, sieht folgendermaßen aus:

  • Your Top Match:
    Ralph Nader (Independant), 84.62% match
  • Your Other Top Matches:
    Cynthia McKinney (Green Party) – 69.23%
    Barack Obama (Democrat) – 65.38%
  • Middle of the Pack:
    Bob Barr (Libertarian) – 57.69%
    Chuck Baldwin (Constitution) – 34.62%
  • Bottom of the Barrel:
    John McCain (Republican) – 19.23%

Nur mal oberflächlich: Ich bin gegen den Krieg und freien Waffenbesitz, für die gleichgeschlechtliche Ehe und für die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls. Und schon da liege ich meilenweit von den Zielen McCains entfernt. Jetzt drücke ich nicht mehr die Daumen, jetzt bete ich?

Bush & Henning
Die heiße Phase der Wahl in Amerika hat begonnen. Eigentlich wollte ich mich mit dem Thema nicht so stark auseinandersetzen, aber ich habe ein Bild in meinem Kopf, welches mir dieser Tage eben da drin durch die Gegend schwirrt und ich mit euch teilen möchte: Es war 2004. Wir kamen mitten aus dem Costa-Ricanischen Dschungel und auf dem Motorboot, welches uns zurück in die Zivisilation brachte, schnappte ich auf, wer die Wahlen gewonnen hatte. An Land hielt ein weißer Mietwagen und am Steuer saß ein Amerikaner, der uns anbot, uns zum Busterminal mitzunehmen. Er wusste noch nicht, wer gewonnen hatte und suchte einen Zeitungskiosk. Ich kann sein enttäuschtes Gesicht nicht vergessen, als ich ihm sagte, dass wir Bush erneut 4 Jahre ertragen müssen.

George W. Bush hat die letzte Wahl mit sagenhaften 537 Stimmen Vorsprung gewonnen (Kritiker sagen, er hatte sogar weniger als sein Gegner). Das Land hat angeblich 220 Millionen Wahlberechtigte. Wer also sagt, seine Stimme zählt nicht, der ist falsch gewickelt. Wer also könnte den Wahlverweigerern einen Tritt in den Arsch in Richtung Wahlurnecomputer geben, wenn nicht die Idole und Vorbilder der Amerikaner. Nein, nicht Ronald McDonald, sondern Leonardo DiCaprio, Tom Cruise, Cameron Diaz, Snoop Dogg, Harrison Ford, Julia Roberts, Ben Stiller, Will Smith, Steven Spielberg, Justin Timberlake, Sacha Baron Cohen als Borat, Zach Braff, Colin Farrell, Neil Patrick Harris, Scarlett Johansson, Shia LeBeouf, Tobey Maguire, Ryan Reynolds und Jason Segal. Eben jene plädieren dafür, zu Hause zu bleiben. Schließlich zählt eine einzelne Stimme ja nicht. Oder doch?

Der heute veröffentlichte zweite Teil der “5 More Friends”-Kampagne:


DirektFünftFreunde

Und wer dann am Wahltag den Arsch nicht hoch bekommen hat, oder sich vorher nicht hat registrieren lassen, der sollte dann in aller Öffentlichkeit an den Pranger gestellt werden. Wer schon mal wissen möchte, wie es sich als Vollidiot der Nation so anfühlt, in den 20-Uhr-Nachrichten Hauptthema zu sein, der kann sich das hier im Handumdrehen erstellen lassen und hier ansehen:

DirektPrange

Randnotiz: Sehr bemerkenswert finde ich auch die Drohung von Seal und Heidi Klum, im Falle eines Wahlsieges von McCain Amerika den Rücken zu kehren!

Wenn es ein Politiker so weit gebracht hat, dass ihm von einem jungen Hip-Hop-Artist ein dermaßen derber Track mit stylischem Video produziert wird, dann muss in dem Kerl ein unglaubliches Potential stecken, das Land zu verändern. Amerika hätte dies dringend nötig. Auch wenn seine Statements im Moment nur Wahlkampf ist, liegt er mit seiner Ausstrahlung schon mal Galaxien vor seinem Gegner.


Obama ‘08 – Vote For Hope from MC Yogi on Vimeo.

With the 2008 presidential election, Americans face a pivotal choice between not just two candidates, but two paradigms. We need someone who understands the complexity of our time. Someone who believes in investing in renewable energy, in education, in women’s rights, in civil rights, in healthcare for Americans. Someone who believes in dealing with global issues with diplomacy so we can restore our respect in the world. Barack Obama represents the change we need and can lead us into a brighter future.

“Vote For Hope” was written to encourage and inspire the hip hop generation—and everyone—to get involved, and contribute their time, energy, creativity, and other resources to be the change they want to see in the world. We have been inspired by the artistic and musical contributions that have been pouring out accross the nation in support of Barack Obama’s campaign. Vote for Hope is our offering to this creative movement. It is our way of adding our small voice to the collective voice of millions of Americans calling for a change. —- MC YOGI

Wie man es übrigens nicht machen sollte, zeigt der weißhaarige Greis hinter Obama in diesem Bild eindrucksvoll. FAIL!

Barack Obama und McCain

(via MC und René)

14. Oktober 2008

Ach Peter, als Tatort-Kommissar fand ich dich stets dufte. Du hast du dich für die Opfer und den kleinen Mann eingesetzt. Jetzt, wo du in Rente bist, scheinst du vor Langeweile durchzudrehen. Wie sonst lässt es sich erklären, dass du dich für DIE LINKE als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl vor den im Dreck feststeckenden Karren spannen lässt?
Schauspieler gibt´s in Berlin schon genug. Da brauchen wir nicht auch noch dich. Und schon garnicht bei diesen Extremisten.

Waffenunglücke in den USA
“Terrorism in the U.S.A” by Mike Licht, NotionsCapital.com

Ohne Worte!

26. September 2008

Dass Oliver Kalkofe gerne mal richtig reintritt in den Dreck der medialen Landschaft, ist bekannt und beliebt. Jetzt kündigt sich sein nächster großer Masterplan an. Er begibt sich in die nächste Schweinesuhle: die Politik

Wer glaubt denn allen Ernstes, dass es sich hier um die für die CSU kandidierende Bezirksrätin Barbara Titzsch handelt?

Hier zum Vergleich Herr Kalkofe: klick

(via Nerdcore)

Greifswald gestern und heute/gestern Greifswald gestern und heute/heute
Mehr solcher Vergleiche finden Sie hier: Greifswald 1993 und heute

Die Mehrheit der Deutschen kennt Sozialismus entweder von Erzählungen ehemaliger Staatsangehöriger der DDR, von Fotos (siehe oben) oder aus den dubiosen Aktivitäten der DIE LINKE. Die Quellen machen es Vielen jedoch nicht leicht, wirklich zu verstehen, was Sozialismus im Konkreten und Alltäglichen bedeutet und welche Gefahren von dieser Staatsform ausgehen.

Man bekommt derzeit anhand der Retrowelle und den Kultobjekten “Trabi, Schwalbe und Co.” mancherorts den Eindruck, die DDR mit seiner sozialistischen Grundstruktur war toll.

Eine der Theorien des Sozialismus ist, die den Kapitalisten die Produktionsmittel zu entziehen. Die Verteilung von Gütern soll nach Auffassung des klassischen Sozialismus nicht über den Markt, sondern durch staatliche Lenkung erfolgen. (Quelle: Wikipedia)
Viele der Ahnungslosen erleben die konkreten Auswirkungen dieses sozialistischen Grundgedankens täglich am eigenen Leib. Im Büro.

Meine Kaffeemaschinen-Theorie:
Ein durchschnittlicher Mitarbeiter hat an seinem Arbeitsplatz ein eher überschaubares Repertoire an persönlichen Besitzgütern. Vielmehr arbeitet er in einer Umgebung mit Gemeingütern, die im Besitz des Unternehmens sind. Sozialistisches Volkseigentum erklärt sich leicht am Umgang der Kaffeemaschine. Sie ist das “Volkseigentum”, jeder nutzt sie, niemand pflegt sie. Und so kann man recht schnell ein munteres Stelldichein diverser Bakterien und Schimmelpilzkulturen beobachten. Die Nutzung der Maschine wirkt ekelig und es dauert, bis sich jemand besinnt und die Reinigung übernimmt. Einzig die Kaffeesucht sorgt für den Erhalt der Funktionalität.

Die faszinierende Fotoserie Greifswald 1993 und heute zeigt eindrucksvoll, wie das Kaffeemaschinen-Prinzip im real-existierenden Sozialismus der ehem. DDR gewütet hat.

24. August 2008

Es geht mir momentan mächtig auf die Nerven, mit welcher Ignoranz Leute derzeit rumrennen. Ob das nur bei mir so ist, weiß ich nicht. Aber es kotzt mich an.

1. Fall: Faulheit
Eine Kollegin fährt jeden Tag der Woche ihre 6 km mit dem Auto zur Arbeit, nennt Bequemlichkeit als Argument, verweist, auf die Benzinkosten angesprochen, auf keinen Diskussionbedarf. Eine andere Kollegin hebt die Daumen und applaudiert der Autofahrerin zu ihrer Einstellung. Mit soviel Dummheit geschlagen zu sein, ist ein schweres Schicksal. CO2, Klimaveränderung und Rohstoffknappheit gehören nicht zum Wortschatz vieler. Egoismus und Starrsinn verhindern ein Umdenken.

2. Fall: FSC
Die Gartensaison neigt sich dem Ende und so manch Schnäppchenmöbel wurde gekauft, genutzt und verbraucht. Im SSV verschleudern die Geschäfte derzeit die letzten Lagerbestände und Fehleinkäufe. Hach, es kann ja alles so billig sein. Aber gefühlte 0% der Kunden wissen, wo der Baum, aus dem die Möbel geschnitzt wurden, gefällt wurde. Fragt man man nach dem Wissenstand über “FSC”, blickt man in fragende Gesichter. Es spielt keine Rolle, ob der Regenwald weggesägt wird, hauptsache meine Gartenmöbel sehen chic aus und sind preiswert. Profitgier der Anbieter und Desinteresse der Kunden als Klimakiller.

3. Fall: Olympia
In diesen Minuten gehen die olympischen Spiele in China zu Ende. Ich wurde Zeuge zahlloser Diskussionen, bei denen sich junge Menschen desinteressiert gegenüber den Spielen äußerten und sich sogar gegen die Spiele in China aussprachen. Mögliche Chancen, die Situation in China zu verbessern und ein Umdenken von Teilen der Bevölkerung aufgrund der massiven Medienberichte herbeizuführen, wurden nicht gesehen. “Da ändert sich doch eh nichts.” – einer der meist gesprochenen Sätze. Bestätigt wurden derlei Einstellungen durch das miserable Bild, welches das IOC während den Spielen abgab. Eingeknickt vor laufenden Kameras.
Wegsehen, um nicht beunruhigt zu werden.

Merkt ihr´s noch alle?
Macht die Augen auf, sonst rennt ihr irgendwann gegen einen Wand. Aber dann heult nicht!

verlinkt

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