irritierte und falsche Wahlsatire

Copyright des Fotos: Laurence Chaperon
In diesen Tagen schlägt der CDU-(Schäuble)-Plakat-Remixer hohe Wellen in der Netzwelt. Iniziiert von Markus Beckedahl von Netzpolitik.org modifizieren die Politikinteressierten dieser Nation, die CDU-Werbung. Eine Übersicht über die Resultate kan man sich bei netzpolitik.org ansehen. Auffällig ist, dass sich die überwiegende Mehrheit kontra Schäubles Politik äußern. Auch ich fand es im ersten Moment spannend, das Schäuble-Plakat provokant zu modifizieren.
Wenn ich aber einen Blick auf das politische Geschehen in Thürigen werfe, frage ich mich, ob ich die Remix-Aktion wirklich befürworten soll.
Hintergrund: Die NPD Thüringen drohte dem schwarzem CDU-Politiker Zeca Schall. “Sie werde am Mittwoch in einer Gasse in der Heimatstadt des Mannes das direkte Gespräch mit ihm suchen, kündigte die Partei am Dienstag in einer Erklärung an. “Wir wollen ihn direkt dazu animieren, in seiner Heimat Angola ein neues Leben zu beginnen.” (Quelle: Reuters). Der komplette Schwachinn steht hier.
An dieser Stelle stelle ich mir die Frage, warum wir Schäuble & Co. im Plakat-Remixer nicht einfach mal die Aussagen in den Mund legen, die wir von ihm und seinen Parteigenossen erwarten. Warum tragen wir nicht dafür Sorge, die rechtsstaatlichen Parteien in ihre Bahn zu weisen, unsere Erwartungen zu formulieren und damit aktiv gegen die dumpfen Nazis vorzugehen.
Also, remixt doch einfach mal das, was ihr von der CDU (oder einer anderen demokratisch agierenden Partei) erwartet. Ich hab da oben schon mal den Anfang gemacht.
Update: Unfassbar aber wahr: Die CDU überklebt oder entfernt alle Plakate, auf denen der schwarze Politiker abgebildet war. Damit ist die CDU wirklich unwählbar geworden!
















