--> MusikMusik | HASENFARM
27. September 2007

Es ist beeindruckend, welche Kraft Musik besitzt. Jetzt zum Beispiel. Ich höre eine Aufzeichnung vom CrazyClubRadio aus dem Jahre 1996. Moderiert von Marcos Lopez. Ich habe die Sendung damals, vor gut 11 Jahren, gehört und war von der Auswahl der Tracks sehr beeindruckt. Leider ist der Mitschnitt kurz nach der Sendung verschwunden. Jetzt hab ich ihn wieder. Und nun sitze ich hier und fühle mich 11 Jahre jünger, empfinde die selben Gefühle, weiß welcher Track als nächstes kommt und kann die Moderation fast mitsprechen. Was ist nur vor 11 Jahren passiert? Was für eine Sendung! Was für tiefgehende Musik! Danke Marcos, danke Fritz!

Grönemeyer

Während manch ein junger, medial gehypter oder gecasteter Künstler beim Füllen von Arenen in der Größe der Dorfhalle von Kiehlehiele an die Kapazitätsgrenzen seiner Fangemeinde stößt, werden andere Musiktitanen erst bei Größenordnungen von 50.000 Menschen und mehr locker. Gestern Abends schien es Herbert Grönemeyer in der VeltinsArena AufSchalke so gegangen zu sein. Das Haus war brechend voll und bereit, sich dem Lokalhelden hinzugeben. Eine durchdachte Bühnengestaltung – weit in die Zuschauer hineinreichend, ein stimmiges Bühnenbild – Videos mit und ohne Grönemeyer aber stets passend zu den Titeln geschnitten und nicht zuletzt unerschöpfliche Sangeslust, ließen die Angereisten zu Hochform auflaufen. Wir wurden auf eine Reise von Bochum über Männer, Mensch, Alkohol und Currywurst bis Zeit, dass sich was dreht mitgenommen. Alle folgten euphorisch und bewegten Grönemeyer und Band zu fast 3 Stunden Bühnenpräsenz. Erlebnisse lassen sich schwer beschreiben, Worte schaffen es nicht, das Erlebte auszudrücken. So auch gestern. Es war ein Abend voller Adrenalin, Gänsehaut und feuchten Augen. Schön, dass es so etwas in Zeiten von Casting-Shows noch gibt. Menschen, die echte Musik so zelebrieren – auf beiden Seiten der Bühne.

1. Juni 2007

Herbert Grönemeyer Eintrittskarte
Elektroniker trifft Handwerker. Wir sind gespannt! Fazit demnächst hier.

15. Januar 2007

Durchschnittlich 35.000 Liter Wasser kostete der Natur das Buch von Klaus Miehling. Soviel Brauch man, um 685 Seiten Papier herzustellen.
Es heißt “Gewaltmusik – Musikgewalt. Populäre Musik und die Folgen“. Dafür will er auch noch 98 EUR. Dumm nur, dass das Wasser inhaltlich in die Elbe geleitet wurde, oder in die Kanalisation. Es riecht nämlich nach Kastrat und Persönlichkeitsbeschneidung en mass im Stil von 1984. Das Buch fand ich gut, weil´s Fiktion ist. Aber Herr Miehling scheint das ernst zu meinen. Mehr davon und wir haben bald wieder einen Diktator und führen Krieg gegen den Rest der Welt. Bush wird´s freuen.


Jayceon Terrell Taylor kam straight out of Compton um Hamburg im lauen Herbst mit dem Westcoast-Sound zur rocken. Die Schlange vor dem Grünspan führte trotz freundlicher und schneller Tür zu einer Startverzögerung von 1:30 Stunden. Zum Glück verkürzte sich dadurch das digital-verursachte Vorspiel mit den Hip-Hop-Hits auf ein erträgliches Maß. Anfangs noch voll bekleidet (Mütze, Maske, mehrere Shirts) begann Game den Auftritt etwas verkrampft. Das Publikum nahm das aber nicht persönlich und feierte von der ersten Sekunde euphorisch jede Geste und jeden Rhyme. Mit der Zeit reduzierte er seine Sachen in Richtung Publikum, welches es ihm mit lockeren Hüften und bouncenden Armen dankte. Die Sektduschen, die Game den ersten Reihen zuteilte, brachte die Crowd vollkommen zum Abgehen. Eine gute Mischung als alten Songs, Respektbekundungen an Verstorbene und Tracks vom neuen Album ließ auch die Musikbeobachter der letzten Reihen mitwippen. Ob sein zwischenzeitlicher Sektkonsum dazu führte, dass er zum Abschluß das Publikum auf die Bühne holte und seiner Security Arbeit bescherte, weiß ich nicht. Fest steht nur, dass jedermann nach dem Abgang dachte: 60 Minuten und das war´s? Amerika-un-like kam er nach einigen Minuten zurück auf die Bühne, nachdem einige Gäste das Haus schon verlassen hatten. Die Verbliebenen gingen noch mal völlig irre und die Ladies, die die Ehre hatten, ihm bei seinem letzten Lied auf der Bühne zu begleiten, haben dank seines inzwischen vollends entblößten Oberkörpers, ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk erhalten (sag ich mal so). In Summe dauerte Game´s Auftritt gut 1:30 Stunden, enthielt ein großes Maß an Coolness und Gangsta-Tum aber auch Super-Musik.

26. August 2006

Freitag-Abend. Wärend die eine Hälfte meiner technoiden Frontallappen zum Lovefield-Festival möchte, entscheidet sich die andere Hälfte, meiner Freundin zu Nosliw zu folgen. Sozialkritische Texte meets klickenden Reggae. Auch was für mich. Im Kampnagel verstanden die Ankündigung “Beginn 21 Uhr” viele Besucher eher als Aufforderung, 21 Uhr zu Hause loszugehen. Entsprechend spät begann die Aufführung. Dank frühzeitigem Erscheinen, standen wir direkt vor der Bühne, was neben gutem Klang auch einen perfekten Blick auf Künster nebst Band werfen Ließ. Musikalisch waren die folgenden 90 Minuten ein Leckerbissen. Neben den allseits bekannten Songs wurden auch neue und z.T. unveröffentlichte Tracks gespielt. Das Publikum der voll gefüllten [kmh]-Halle schwang im Beat der Riddims und verließ kurz vor Mitternach glücklich den Ort des Geschehens. Für uns gipfelte der Abend in einem kurzen persönlichen Hallo mit dem Künstler und einem Autogramm auf der Doppel-LP.
Ein gelungener Abend!

9. August 2006

Ich war in Chemnitz, beim SPLASH!. Meine Freundin wollte hin. Ich dann auch. Freitag Abend via Gera und Besuch bei Freundin nach Chemnitz. Samstag zum Gelände.
Der erste Act im Interessengebiet waren die Headliners aus Hamburg Ziddie! Pünklich zum Start der Jungens startete auch Petrus sein Vorhaben, den Planeten im Raum Chemnitz zu fluten. Da half es nichts, der Friesennerz kam zum Einsatz und so verschwanden unzählige Brands unter unschönen Plastikhüllen. Nachdem die Headliners feat. Support von Samy Deluxe von der Bühne waren, gab´s Erkundungsfrei. Erst Gentleman zog uns zurück zur Hauptbühne. Im Anschluß glänzte Juelz Santana durch Abwesenheit und die Fangemeinde wartete auf Fat Joe. Da man aber eher dem deutschen Hip-Hop zugeneigt ist, überließen wir ihn der Masse und zogen uns in warmes, trockenes Hotel in der Nähe zurück.
Getrocknet, augeruht und gesättigt stand der Sonntag unter strengeren Terminvorgaben: Denyo, Joy Denalane, Jan Delay & Disko No. 1, Finale. Alle wie erwartet souverän, Petrus auch.
Großartig war das Ende, als die Robert-Schumann-Symphonie auf der Bühne ein Best-Of des Hip-Hop spielten und die Leute mächtig abgingen. Samy, Denyo und Jan Delay zeigten, wie man den Musikern gegenüber korrekt und respektvoll gegenüber auftritt – Harris zeigte das Gegenteil und sorgte dafür, dass wir die Veranstaltung gegen halb 12 verließen. Also ab auf den Parkplatz und von dort im Direktflug zurück nach Hamburg.
Ja, ich war dort. Es war großartig. Tolle Musik, tolle Acts, tolles Publikum. Toller Regen!

17. August 2005

Heise vermeldet die Initiierung eines Radio Battles “Universität Dortmund sucht Hobby-DJs für Internetradio-Projekt”. “Mt dem DJ-Wettstreit will der Lehrstuhl für Kommunikationsstechnik ein Verfahren testen, das später ein persönlich zusammengestelltes Radioprogramm im Internet ermöglichen soll.”. Interessenten melden sich hier an. Der geneigte DJ spielt ein 2stündiges Set an und tritt in einem 3er-Battle gegen zwei andere DJs an. Die Hörer wählen aus, welchem DJ sie lauschen. Dran orientiert sich die Bewertung. Der Gewinner einer Runde kommt in die nächste usw.

Whatch out for “MarcRenton” aka Henning Groß.

24. Juli 2005

Eleganter Titel eines meiner derzeitigen elektronischen Klanglieblinge. Tiefschwarz sind am Werk gewesen und die Groove hat mir ein Exemplar des Albums zur Verfügung gestellt. Danke!

Ist ein sehr abwechslungsreiches Album. Ich dachte, ich hab ne Scheibe aus den 80ern im Deck. Zum Ende hin wird es aber dann doch für mich geschmacklich verträglich.

Ein witziges Tool für Apple-User ist der RetroPlayer von StudioKura. Einfach eine digital-cleane MP3 auf den Player gezogen und schon höhrt sich der Track an, als wenn er auf gutem, alten Vinyl gepresst wurde. Es knistert und knackst. Für alle die mal wissen möchten wie es so klingt, wenn man Platten sein Eigen nennt. www.studio-kura.com

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