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Magic Mad

Die Hamburger Rock-Legende, Frontmann der inzwischen pausierenden Band “Kummerfield”, Magic Mad gab gestern im Headcrash auf dem Hamburger Berg das Konzert zu seinem Album “Visions”. Gut eine halbe Hundertschaft Freunde und Anhänger versammelten sich in der heißen Rockhöhle. Magic rockte trotz deutlichem Platzangebot in den Zuschauerreihen und drückenden Temperaturen die Anwesenden. Neben den Tracks seines Albums gab es als Belohnung für´s Durchhalten einige Klassiker im Doors-Stil. Unterstützung erhielt MagicMad von Musikern verschiedener Projekt aus dem Hamburger Raum.
Ein kleines aber feines Konzert von einem Künstler, dem bei MySpace bereits die Aufmerksamkeit von über 300.000 Personen zuteil wurde. Ich bin mir sicher, von Magic Mad hört man in Zukunft noch deutlich mehr.
Einen Einblick in das Schaffen von Magic Mad findet der Rock-Liebhaber auf seiner MySpace-Seite: www.myspace.com/magicmadmusic


YouTubeDirektAbitur

Wahre Worte, die der Braunschweiger Rapper Fabian Römer aka F.R. da spricht. Die derzeitige musikalische und intellektuelle Entwicklung des deutschen Hip-Hop´s verläuft ähnlich wie die Geburtenrate – steil bergab. Ob nun der gesungene Zeigefinger die Lösung aus dem Dilemma ist, sei dahingestellt. Mutig ist eine solche Performance allemal. Denn welcher coole Junge traut sich über so ein uncooles Thema zu rappen. Gangsta-Style ist doch angesagt, über Bitches wird gesprochen und Waffen, logo. Das inhaltlich starke Texte durchaus gewitzt und interessant einen Spiegel aufrichten können, zeigen die Textzeile “Vielleicht verwechselst du dein Schwanz mit der 9mm.” und “…in Warschau hätte man Euch beneidet für das was ihr Getto nennt…”.

Resident Advisor

Musik gibt es derzeit überall. Man wird förmlich zugeschüttet mit akkustischen Schöpfungen. Im elektronischen Sektor findet man heute DJ-Mixe in einem Umfang, dass man eigentlich nicht mehr auf Party gehen muß und trotzdem bis zur rente non-stop feiern kann. Da braucht es jetzt doch keinen weiteren Tipp für ein Portal mit Musikangebot. Doch! Braucht es:
Eine erstklassige Anlaufstelle ist die Plattform Resident Advisor. Man findet so ziemlich alles aus der Welt des Techno, House und Minimal. News, Features, Newsletter, Veranstaltungskalender, Fotoberichte, DJ-Vorstellungen, Plattenkritiken, Label des Monats sind nur einige Rubriken. Das wohl interessanteste Feature ist aber der RA-Podcast. In wöchentlichem Rythmus legen die angesagten Künstler ein einstündiges Set hin. Dies steht entweder als Podcast oder Direktdownload zur Verfügung.
Großartig ist das derzeit noch aktive Set von Alex Flitsch im Rahmen der Nummer 103. Dunkle Club-Sounds, orientalische Einschläge gepaart mit dezenten Houseeinflüssen machen die 75 Minuten zu einem Genuss. Doch man sollte sich für eine langfristige Archivierung ranhalten, denn nach vier Wochen ist der Download nicht mehr möglich. Derzeit stehen folgende Podcasts u.a. zum direkten Download bereit:

Vertan ist die Chance hingegen bei diesen Künstlern:

Ich ärgere mich, dass ich Sasse, Pole und Dinky verpasst habe. Aber wie gesagt, es gibt ja eine Fülle weiterer Portale….

Was haben wir Deutschen uns vor dem Eurovision Song Contest Hoffnungen über unsere Vertreter bei selbigem gemacht. Den No Angels trauten wir ungehört eine Top-Platzierung zu. Kein Wunder, können sie visuell jeder Ostblock-Sängerin Paroli bieten. Vielleicht verirrt sich ja die eine oder andere SMS aus dem Osten auf unser Punktekonto. Aber auch gesanglich sahen wir einen Hoffnungsstreif am Horizont. Sicher, Stefan Raab und Guildo Horn brachten uns zum gemeinsamen Schunkeln, aber welcher Norweger verstand schon die sinntiefen Texte? Die Chancen auf einen der vorderen Plätze und europäische Rehabilitierung im Musikbusiness in diesem Jahr waren denkbar gut.

Nun kann man nach Beendigung der Abstimmung und dem Abschneiden auf dem vorvorletzten Platz – punktegleich mit dem Letzten und Vorletzten – durchaus von gefallenen Engeln sprechen. Gewonnen haben die Russen, eigentlich der Russe. Optisch unseren Mädels weit unterlegen, musikalisch nach meinem Geschmack auch. Die 10 Millionen Rubel (oder waren es Dollar?), die die Promotion für den Song und das Engagement von US-Super-Mega-Star-Produzent Timbaland gekostet hat, haben sich ausgezahlt. Wir haben gerade einmal von 2 Ländern Punkte bekommen. Danke an dieser Stelle an Bulgarien, die sicher dank der Herkunft von Lucy patriotische 12 Punkte gegeben haben, und der Schweiz.

Nur sollten wir jetzt nicht plötzlich wie die Fahne im Wind drehen und die No Angels für unser Abschneiden verantwortlich machen – schließlich haben wir sie gewählt. Wer sich den Eurovision Song Contest antutsieht, wird Schwierigkeiten haben, das Erfolgsrezept zu finden. Vielleicht denkt sich jemand mal einen Fünfjahresplan zum Knacken der Top 5 aus: In jedem Jahr eine andere Sprache aus dem Bereich des Ostblocks, abwechselnd von fastnackten Mädchen oder brusthaartupierten Herren vorgetragen – gern auch mit wechselnder Haarlänge.

Ich bin mir sicher, wir schaffen das irgendwann wieder ganz nach oben.

Fritz Soundgarden

Wer Wert auf Musik jenseits des Mainstream und der Rotation der Platzhirsche der Radiolandschaft legt, der kann sich in den Unweiten der Sendervielfalt im Netz verlaufen, oder den “Soundgarden” und “Nightflight” auf Radio Fritz, dem Jugendradio des rbb, hören. 20:00 Uhr bzw. 0:00 Uhr steht Musik im Vordergrund, die es noch nicht in den Mainstream geschafft hat, oder es nie schaffen wird. Jede Sendung steht im Zeichen eines mehr oder weniger weit gefassten Genres. Ob Club, Rock, Hip-Hop oder International, für jeden Geschmack gibt es eine Sendung. Kompetente Moderation untermauert die Musik mit nützlichen Hintergrundinformationen über Künstler, Label und Geschichten und macht die beiden Sendungen somit zu “Must-have”´s für musikbegeisterte Radiokonsumenten. Ob der späten Sendezeit – besonders beim “Nightflight” (bis 5 Uhr Morgens) – entgeht dem Tagschaffenden aber meist dieses phantastische Angebot.

Doch jetzt gibt es endlich Abhilfe. Ab sofort bietet Fritz per Loopstream die Möglicheit, die Aufzeichnungen nochmals zu hören und zu hören und zu hören…

Hier geht es zu den Streams.

Zu meinen meinen Favoriten gehören die “Nightflights” mit André Langenfeld.

Underground Resistance

Mike Banks, neben Jeff Mills eines der Gründungsmitglieder des gleichnamigen Projektes im Umfeld des detroiter Labels Underground Resistance, hatte entscheidenden Einfluß auf die Entwicklung elektronischer Musik. UR knüpfte Beziehungen zum Berliner Tresor und entwickelte das, was als Techno – anfangs im Untergrund gefeiert und entwickelt – später im Mainstream verballhornt wurde. Sein maskiertes Auftreten reflektiert den Charakter der Musik, die Einstellung zur Gesellschaft.
Im Interview erzählt er über soziale und politische Hinter- und Beweggründe des Labels, die letztendlich verantwortlich dafür waren, wie die Musik wirkte und was sie bewegte. Das Video gibt es nach dem Klick.

UK_Top40_Albums“Scooter ist schon wieder auf Platz 1″ sang Nosliw in “Nur dabei”. Er meinte dabei aber die deutschen Charts. Nun haben H.P. Baxter und seine Bandmitglieder die englischen Album Top 40 geentert und sind mit ihrem Album “Jumping all over the world” von 0 auf 1 eingestiegen. Nicht dass das schon erschreckend genug wäre, nein, sie haben dabei auch gleich noch Madonna von Platz 1 gestoßen.

Dieses Phänomen beweist einmal mehr, das Scooter trotz ihres Hau-Drauf-Gegröhles den Musikgeschmack der Mehrheit treffen – und das schon seit ”Hyper Hyper” anspruchsvolle Musiker und Konsumenten verschreckte. Möglicherweise passt eben diese Musik mit ihren leicht einprägsamen und nachzu”singenden” Wortpassagen in die englische Pub-und Clubkultur: Schnell und viel drinken, kurz und laut durchdrehen.

In Deutschland sucht man das Album derzeit vergebens in den Top 100. Das sollte aber nicht als Indiz für den besseren Musikgeschmack gehalten werden.

(Quelle: bbc Radio 1)

15. Mai 2008


YouTubeDirektGetto

Die Reaktionen zu Justice´neuem Video “Stress” schlagen hohe Wogen. Eine Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund ziehen durch eine heruntergekommene, dreckige Pariser Vorstadt und randalieren, prügeln und pöbeln brutal durch die Gegend. Neben körperlicher Gewalt wird mit heftigen Bildern die Zerstörung von materiellen Dingen gezeigt.
Warum stören sich nun so viele Kritiker und z.T. auch Anhänger des französischen Duos an diesen expliziten Szene? Der erste Gedanke ruft die Nachahmer auf den Plan.
Welcher Jugendlicher, der in einem ähnlichen sozialen Umfeld aufwächst braucht das Video von Justice um auf die Idee zu kommen, ein Auto zu zerkratzen oder Wände zu beschmieren? Diese Anleitungen dürfte er in seinem Block von den anderen Jugendlichen lernen.

Was wäre nun aber, wenn das Video gerade wegen der perfiden Darstellung der Realität vieler Jugendlicher die Angst des betrachters hervorruft? So kalte Maschinenmusik kombiniert mit purer Realität kann schockierender wirken, als jede mit Sensationsgier aufgeputschte Reportage im Privatfernsehen. Kunst hat es in der Vergangenheit immer wieder geschafft, sonst ausgeblendete Themen auf erschreckende Art wieder zum Thema zu machen. So jetzt und hier auch Justice.

hombox.com

Heiliges Blechle. Das die Jungs von Hobnox wahre Meister im digitalen Nachbau klassischer “Techno”-Maschinen sind, wusste man. Das Audio-Tool-Demo über das ich heute gestolpert bin, schlägt hingegen alles vorher gesehene. Die optisch und akkustische Nachbildung zweier Roland TB-303, einer TR-808 und einer TR-909, 18 Effektgeräten und einem Mischpult mag schon beeindrucken, aber die Möglichkeit, selber die Geräte miteinander zu verkabeln ergibt elektronische Leckerbissen. Leider lassen sich die Einstellungen weder speichern noch laden, aber zum stundenlangen Geschraube und Kabelziehen reicht es auf alle Fälle. Wenn uns Mitte der Neunziger so etwas vor die Nase gestellt hätte, wir säßen bis heute hinter verschlossenen Türen und würden in den Klangtiefen versinken.

Sound-Dusche im Poelchaukamp

Da laufe ich nichts ahnend über den Poelchaukamp und plötzlich vernehme ich Amy Winehouse´s Stimme aus dem über mir befindlichen heiteren Himmel. Ein Blick nach oben bestätigt mir, das ich nicht an Wahnvorstellungen und Warnehmungsstörungen leide. Andererseits ist mir das was ich da sehe nicht gerade bekannt. Eine Sound-Dusche berieselt mich mitten in Winterhude.

Ein Blick auf die Webseite lüftet das Geheimnis.

Die Sound-Dusche ist ein innovatives akustisches Sound-System. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lautsprechern wird eine klar begrenzte Fläche von etwa 3 m Durchmesser beschallt. Das bedeutet: Entweder hört man die Sound-Dusche – oder man hört sie nicht.
Störungen von Unbeteiligten sind damit praktisch ausgeschlossen. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl von Anwendungsbereichen.

Die Montage (innen oder außen) ist unkompliziert und erfolgt in einer Höhe von ca. 4,5 m.

(Quelle: sound-dusche.de)

Ziemlich witzige Idee, Passanten plötzlich in mitten der Straße durch punktuelle Schallbündelung aus ihren Gedanken zu reißen. Die Wirkung ist beeindruckend. Man steht unter der Dusche und lauscht und findet sich, wenn man sich treiben lässt, in einer völlig ungewohnten Umgebung wieder.

Hinter der Sound-Dusche steckt die Werbeagentur QONEX – die ihren Sitz im Poelchaukamp hat.

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