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21. Juni 2010

Unser Geschenk für Euch zum Sommeranfang. Big-up for Ronny Trettmann aus Obergräfenhain!

Anlässlich des heutigen Tages möchte ich um 4:55 Minuten Erinnerung an das großartige Fest der Fußball-WM 2006 bitten.

Let the games begin! Let Germany win the cup!


Herbert Grönemeyer “Zeit, dass sich was dreht”

22. März 2010

Aus gegebenem Anlass ein Lieblingssong von mir für Euch.

Modeselektor “Happy birthday”

11. März 2010

Wir sind heute in Kota Kinabalu mit dem lokalen Busverkehr unterwegs gewesen. Nichts Aussergewöhnliches. Mag man meinen!

Der Bus, äußerlich mit einem Schuhkarton auf Rädern vergleichbar, hatte seine beste Zeit auch schon zum Fall der Berliner Mauer hinter sich gelassen. Rohe Holzplanken als Fußboden, zerfledderte Sitzbezüge sowie Rattern und Klappern allerorten. Nachdem das Gefährt endlich ausreichend überfüllt war – hier wartet man mit dem Abfahren bis der Bus voll ist – schwang sich der Busfahrer hinters Steuer. Aussehend wie ein asiatischer Bob Marley, mit wirrem Haarteil und vollverspiegelter Brille jagte er die Kiste auf den Highway. Nach wenigen Minuten begann er plötzlich, am Radio herumzuschrauben, um den Entertainmentfaktor zu erhöhen.
Aus Richtung des Fahrers quäkte uns aus einem lose umherschwingendem Billiglautsprecher so etwas wie Gesang entgegen. Kein Angenehmes für unsere Ohren. Plötzlich rumorte es im Heck und noch bevor wir verstanden, was da vor sich geht, ballerte eine gewaltige Basswelle durch den Innenraum. Haben die doch vollen Ernstes eine gigantische Bassrolle in den Schrottkasten reingeschraubt!

Die anderen Passagiere waren sichtlich unbeeindruckt von der Low-Frequency-Performance, die sich irgendwo unter den hinteren Sitzen entlud. Selbst der alte Mann, den ich verwirrt ansah, schien weder überrascht noch störte es ihn.

So schliffen wir in dem suizidal anmutenden Fahrzeug über Kinabalus Highway, vorne quäkte der Billiglautsprecher vor sich hin und von hinten vibrierte es, dass unsere Brustkörbe zitterten.

31. Dezember 2009

Es ist der 31.12.2009, 17:15 Uhr. Dieses Posting erscheint genau in dem Moment, als unser Flieger die Startbahn in Berlin Tegel verlässt (bzw. dies planmäßig vorgesehen ist) und uns für geplante 8 Monate in eine andere Galaxis katapultiert. Der Soundtrack zum Verschwinden -- und das steht schon seit Monaten fest -- kann kein anderer sein, als der hier:

Übrigens, für alle die sich stets gefragt haben, was ich da für ´nen komischen Klingelton hab´, ist dieser Song die Antwort!


NOSLIW -- Ticket zu ´ner andren Welt

Die Koffer stehen gepackt bereit
ich hab Telefon, Gas und Strom, alles abbestellt
meinen Ausweis hab ich nicht dabei
weil ich verlass die Erde, weil sie mir schon lang’ nicht mehr gefällt
in dem System, zu dem ich navigier’
wartet das Paradies auf mich, wo’s allerhand zu gucken gibt
ich lass die dicken Jacken hier
ich nehm’ höchsten für den Flug was heiße Mucke mit

Ich hab ‘n Ticket zu ‘ner ander’n Welt
meine Sachen für den Trip sind gut verstaut
und ich freu mich drauf, weil mich hier nichts mehr hält
also düs’ ich los und sag euch leise ciao

(Auszug, gekürzt)

In diesem Sinne sagen wir Euch auf Wiedersehen, gehabt Euch wohl, lebt Eure Träume, bleibt gesund und im August treffen wir uns wieder. Bis daher wünschen wir Euch viel Spaß beim Lesen dieses Blogs, beim Schreiben toller Mails an uns und dem Folgen auf Twitter. Wir sind zwar weit weg, aber doch nur einen Klick entfernt.

Bye, bye!

Vergreift sich DJ Hell da etwa an David Bowie? Nein, was da so ähnlich klingt, ist Bryan Ferry von Roxy Music. 80th meets NEO-Electro. Gespannt darf man auch auf die Versionen von Carl Craig, Simian Mobile Disco & Tim Goldsworthy sein. Stylisch-minimalistischer Track der auch dem Auge schmeichelt.

24. Dezember 2009

Romuald Karmakar hat einen Film über und mit Ricardo Villalobos gedreht. Heute bin ich in der aktuellen Groove drauf aufmerksam geworden und würde sagen, rein anhand des Protagonisten udn der Philosophie von Karmakar, ist “VILLALOBOS” ein Pflichttermin für elektronisch orientierte Musikfanatiker.
Der 110 Minütige Film kommt mit sagenhaften 65 Schnitten aus und ist damit equivalent zu Villalobos, der für episch lange Tracks bekannt ist.
Schon der Trailer mit seinem erstaunlich schnittfreien Erscheinen und des treibenden Beats lockt mich ins Kino. Fragt sich bloß, wo ich den sehen kann, hier in Hamburg.

6. Dezember 2009

2009 hat uns musikalisch wieder eine ganze Menge geboten. One-Hit-Wonder, an deren Namen ich mich heute nicht mal mehr erinnern kann, heavy-rotated Songs, die zum sicheren Abschalten führten und Verluste, die uns geschockt innehalten ließen. Neben diesen negativen Erscheinungen gab es aber auch wieder eine unheimliche Fülle an Songs, die dahin gehen, wo gute Musik hingehen soll: unter die Haut & mitten ins Herz.

2009 war ein Jahr in dem es wieder leichter wurde, sich mit guter Musik einzudecken. Noch bessere Online-Shops, noch mehr MP3-Angebote, noch intelligentere Weboberflächen mit cleveren Vorschlagssystemen. Wer Zeit hat, konnte sich in ein musikalisches Universum stürzen. Leider habe ich diese Zeit nicht und so verließ ich mich in diesem Jahr – wie in den Jahren zuvor – auf ein geschmacklich sicheres Team.:

Da steht an Position 1 das Kraftfuttermischwerk. Die Jungs haben mit in diesem Jahr wieder den Dub ins Ohr gebraten und so findet sich unter meinen Top 10 der ein oder andere Track, der auf deren Konto geht.
Weiterhin hörte ich regelmäßig das Fritz´sche Dreigestirn Anja Schneider, Shir Khan & die Nightflights mit Langenfeld sowie Herrmann & Hoffmann.
Last but not least sei Last.FM erwähnt, welches mir wunderbare neue/alte Tracks ins Ohr schob.

Anhand meines iTunes-Zählers und meiner YouTube-Favoritenliste (die aus Last.FM-Tracks zusammengebastelt wurde), habe ich meine persönlichen Jahrescharts ermittelt. Ladies und Gentlemen, meine Abräumer des Jahres 2009 sind:

Die Headline sagt schon alles. Diese Auflistung ist quasi eine Sammlung musikalischer Eckpfeiler meiner Entwicklung und der elektronischen Tanzmusik. Nur ein kleines Stück von dem, was in den letzten 20 Jahren an Tnträgern erschienen ist, hat mich so nachhaltig bewegt, dass ich beim Anhöre der folgenden Tracks meistens noch weiß, wann und wo ich sie zum ersten Mal gehört habe.

HINWEIS IN EIGENER SACHE: Die folgende Auflistung ist subjektiv und ungeordnet. Zudem weise ich ausdrücklich darauf hin, dass Musik keinen Rückschluß auf Persönlichkeit, Charakter oder sonstige Qualifikationen zulässt. Die Aussage, “wer Metall hört, frisst Menschen” ist falsch! Wer sich die folgenden Tracks anhören möchte, den fordere ich auf: “Open your mind” und begib dich auf diese sonderbare Reise -- eine Reise durch die Entwicklung eines deutschen Musikgenres der Wiedervereinigung.


Hole in One -- X-Paradise
Im Video “Techno City” verarbeitet, ist es quasi mein erster “Chill-Out”-Track.
Zum ersten Mal gehört: im Wohnzimmer bei meinen Eltern, spät Abends.


Tyrell Corp. -- Running
Wie ein so minimaler Track solche gewaltige Energie übermitteln kann, fasziniert mich auch Jahrzehnte nach dessen Erscheinen.
Zum ersten Mal gehört: in der CD-Abteilung des örtlichen Hit-Musik-Ladens.

Als David Hasselhoff mit “I´ve been looking for Freedom” die Berliner Mauer zum Einsturz brachte, schaffte er unerwarteten Nährboden zum Wachstum einer neuen Musikkultur. Bis heute ist elektronische Musik, kurz “Techno”, die letzte große Revolution im Musikbusiness. Zudem stellt sie eine kulturelle Entwicklung dar, die vor allem in und aus Deutschland maßgeblich bestimmt und vorangetrieben wurde. Das Zusammentreffen der beiden differenten Jugenkulturen aus Ost und West löste eine solche Energie aus, wie wir es von der Kollision von Atomkernen her kennen. Besonders in Berlin gab es den Raum, um diese Untergrundkultur aufzubauen und zu entwickeln.
1993 zeigten einige Fernsehsender die Dokumentation “Berlin Techno” -- ein Schlüsselfilm meiner musikalischen Vergangenheit, nach dessen Anschauen nichts mehr so war wie zuvor:


Techno City 1993 -- Part 1


Techno City 1993 -- Part 2


Techno City 1993 -- Part 3

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