--> KünstlerKünstler | HASENFARM
16. Oktober 2009

Die Wiederbelebungsmaßnahme der deutschen Blog-Landschaft geht in die 2. Runde. Kai vom Style-Spion hatte bereits Anfang des Jahres die Idee, dass man seinen Bloglesern 5 interessante Blogs näher bringt, um so etwas Bewegung im eigenen Feedreader auszulösen. Die Aktion fand riesige Resonanz und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich Teil II ankündigte. Heute ist´s wieder soweit und ich öffne für dich meinen Feedreader und verrate dir, wo ich super-gerne unterwegs bin.

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1 Song/day

An sich kein klassisches Blog in dem sich der Schreiber zu unterschiedlichen Themen äußert. Vielmehr ist 1song/day eine Fundgrube für phantastische Songs, die ich z.T. viele Jahre nicht mehr gehört habe oder noch gar nicht kannte. Die elektronische Ausrichtung der Musikauswahl kommt mir dabei sehr gelegen. 1song/day liefert meine täglichen 4 Minuten garantieren Zufriedenseins.

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osocio Weblog

“Social advertising and non-profit campaigns from around the globe” – ist der Untertitel des Blog. Da mühe ich mich nicht ab, um eine andere Formulierung zu finden. Ich verfolge dieses Blog bereits sei ca. 2 Jahren. Es gräbt beeindruckende Werbung und Aktionen aus, die auf die sozialen und umweltrelevanten Missstände aufmerksam machen. Ich bin stets beeindruckt mit welche aufwändigen Spots Umwelt- oder Menschenrechtsorganisationen für ihre Belange eintreten. Osocio ist mein tägliches Stück Wachrütteln und Augenöffnen.

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Urban Prankster

Die Stadt lebt. Urban Prankster spottet “pranks, hacks, participatory art, flash mobs, and other creative endeavors that take place in public places in cities across the world.”. Wenn Menschen beginnen den urbanen Lebensraum auf ihre eigene, kreative Art zu nutzen, kommen meist beeindruckende Aktionen dabei heraus. Wer Flashmobs mag, dem bietet Urban Prankster den geeigneten Aggregator. Urban Prankster ist mein tägliches Stück Rebellion gegen Normen.

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Showreelarchive

Was gibt es geileres (verzeiht den Ausdruck, aber is´doch wahr!) als sich die Showreels von Künstlern aller Couleur anzusehen. Geballte Kreativität in opto-akkustischer Synerie. Wie ein kleines Kind sitzt man da vor seinem Bildschirm und bekommt den Mund nicht mehr vor Staunen zu. Das Showreelarchive sammelt eben jene Präsentationsfilme und stellt damit einen Ort erstklassiger modern Art dar. Showreelarchive ist meine tägliche Ration Kreativität.

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XFuckerX

Flo Hauck sammelt in seinem Blog diverse Themen moderner Netz- und Lebenskultur und trifft dabei meinen Geschmack sehr gut. Er legt sich – ähnlich wie ich – nicht auf ein spezielles Thema fest, sondern schreibt, was ihm gefällt. Das Layout der Seite gefällt mir sehr gut und auch der sehr prekär gewählte Name zeugt von Mut zum Anders sein. XFuckerX ist mein täglich Ausflug nach Süddeutschland.

4. Oktober 2009

marc_chiat

Als Kinder haben wir mit Chinaböllern zu Silvester regelmäßig dafür gesorgt, dass Briefkastenproduzenten ihre Luxuskarossen auch im Folgejahr finanzieren konnten. So ein explodierender Briefkasten wirkt auf Kiddies hypnotisch.
Marc Chiat hat sein Feuerwerk offenbar häufiger in den Popos seiner Plüschtiere gezündet. Anders als wir (hoffentlich) macht er dies heute auch noch, filmt es in Zeitlupe und nennt es Kunst. Und was für welche! Interaktiv kann man auf seinem virtuellen Schießstand der Kuscheltiere die Plüschis zerfetzen. Aber hey, Finger weg von dem Hasen! Verstanden?!

Überhaupt beschäftigt sich der Künstler mit Momentaufnahmen von explodierenden Gegenständen. Ein Blick auf seine Webseite ist zu empfehlen: http://www.marcchiatgoodandplenty.com/

(via Kfmw)

Es klang wie ein Aprilscherz über den niemand lachen kann, nicht einmal die, die ihn inszenierten. Das Videoportal YouTube und die GEMA, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, erlangten keine Einigung bei Verhandlungen über die Verlängerung des Lizenzvertrags.

Die GEMA wird von Künstlern beauftragt, für die öffentliche Aufführung von urheberrechtlich geschützten musikalischen Werken Lizenzvergütungen einzunehmen und diese nach einem komplexen Verteilerschlüssel an die Künstler auszuschütten.

Während in den zurückliegenden 18 Monaten anhand einer Pauschalvergütung abgerechnet wurde, erhebt die GEMA nun angeblich die Forderung von zwölf Cent je Stream. Wirft man einen Blick auf die Zugriffs- und Abspielzahlen mancher Videos, so kann man leicht überschlagen, dass es um richtig viel Geld geht.

Auch wenn YouTube, inzwischen von Google gekauft, derzeit an Modellen zur Refinanzierung arbeitet – z.B. das Einblenden von Werbebannern und Links zu Kaufmöglichkeiten der Songs – dürfte die geforderte Summe nur schwer einzutreiben sein. Als Konsequenz kündigte YouTube an, auf der deutschen YouTube Plattform – ähnlich der Vorgehensweise in Großbritannien vor zwei Wochen – Videos der Tonträgerfirmen zu sperren, obwohl die GEMA YouTube gegenüber ausdrücklich ihre Bereitschaft zur Fortführung der Vertragsverhandlungen signalisiert hat.

Dieses Säbelrasseln zeigt zwei Seiten einer noch neuen und glänzenden Medaille. Zum einen hat YouTube die Art und Weise des “Musikfernsehens” neu definiert. Jeder kann sich jeder Zeit nahezu jedes Video ansehen. Videos unbekannter Künstler werden dank Einbettungstechnologie und Social-Media-Verknüpfung in Windeseile weltweit bekannt. Alte, längst verschollene Klassiker, die kein Musik- oder Radiosender spielen würde, tauchen auf YouTube auf und erlangen neue Aufmerksamkeit. YouTube ist ein Archiv der Musik- und Videogeschichte. Jedoch, und so fair muss man sein, profitieren die jeweiligen Künstler nicht unmittelbar.

Die GEMA sieht sich dieser neuen und unkalkulierenbaren Plattform gegenüber. Ohne konkrete Vorstellungen über den Nutzen, die Wirkung und die Chancen, scheint es, als wolle man schnellstmöglich maximalen Ertrag generieren. Es scheint, als sehe die GEMA nur mit dem Auge, welches für die Monetarisierung verantwortlich ist. Das Chancen-Auge bleibt verschlossen. Auch wenn ein Signal zur Verhandlung gegeben wurde, bleibt fraglich, ob die GEMA von ihrer traditionellen Strategie abrückt und YouTube als Chance für Künstler begreift.

Solange sich beide Parteien ums Geld zanken, bleiben YouTube-Nutzer und Künstler auf der Strecke, da die Videos sukzessive gesperrt werden. Was die Nutzer dazu sagen, dürft jedem klar sein. Mich würde jedoch interessieren, was betroffene Künstler über diese Diskussion denken.

Rampensau Paris Hilton trotzt der Wirtschaftskrise und sichert sich noch ein zusätzliches Einkommen, in dem sie auf MTV einen neuen “best friend forever” -- kurz BFF -- sucht. Die Definiton von “forever” dürfte in etwa “bis zum Staffelende” lauten. Hey, Paris Hilton, most-wanted bitch sucht einen besten Freund. Da sieht man wieder, dass Geld und Softpornos allein noch keine Freunde bescheren.
128 Freunde hingegen hat Shawn Feeney. Und der hat neben Freunden auch noch eine künstlerische Begabung -- jene, die wir Paris Hilton trotz musikalischer Unternehmungen absprechen. Feeney kann zeichnen. Und so demonstriert er in seinem „BFF“-Projekt beeindruckend, wie er aus den Fotos seiner 128 Freunde Schritt für Schritt ein einziges Portrait erstellt.

I’m drawing 64 facial images of composite friends. Then I’ll draw a series of composites from the composites; 32 drawings combining four faces each, 16 drawings combining eight faces each, and so on until finally there is one drawing derived from all 128 faces (see diagram here).

Am 21. Februar 2009 wurde zum 18. Mal der größte deutsche Musikpreis, der ECHO, verliehen. Die deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie, zeichnete in diesem Rahmen die erfolgreichsten deutschen Künstler aus.

Während der ECHO in den vergangenen Jahren eher zum Programmwechsel motivierte, hatte man schon im Vorfeld der diesjährigen Verleihung den Eindruck, man besinne sich auf mehr Internationalität. Schon das Rahmenprogramm versprach Extraklasse. Neben Ur-Rocker Udo Lindenberg waren internationale Stars wie Katy Perry, Amy MacDonald, Razorlight, U2 und Depeche Mode angekündigt.

Und so war´s: U2, Start-Act, rocken wie in vergangenen Tagen und präsentierten live-gesungen und gespielt ihre erste Single “Get on your boots” aus dem bald erscheinenden Album. Aber auch die Toten Hosen lieferten mit ihrem gefühlvollen, instrumentalem Song eine beeindruckende Performance. Ernsthaft zweifeln, ob der ECHO wirklich in Deutschland stattfindet, konnte man beim Duett von Lionell Richie und Stefanie Heinzmann, die den Motown-Klassiker “Ain´t no mountain high enough”.
Florian Silbereisen, als Laudator für den besten Newcomer National hatte einen durchaus schweren Auftritt, wollten die Fans ihn nicht so bejubeln, wie eigentlich in seiner sonstigen Zielgruppe, der Gehwagenracer. Dennoch schaffte er es, mit einem gekonnten Gag in Richtung Oliver Pocher für Stimmung zu sorgen. Depeche Mode, die nebenbei Stefanie Heinzmann die Show stahlen, als sie während der Preisübergabe auf die Bühne kletterten und so die Fans in Aufregung versetzten, sorgten für Gänsehaut. Präzise Synthies und beeindruckende Stimme von Dave Gahan. Das Warten auf ihr neues Album “Sound of the Universe” fällt so sehr schwer.

Aber wo Licht ist, da war auch in diesem Jahr Schatten. Alex C sorgte 1a für eine Vergewaltigung der Ohren indem er Swing mit Beklopptenmukke kreuzte. Einen weiteren dicken Minuspunkt heimsten sich all jene Promis und Pseudo-Promis ein, die im Publikum sitzenden ihre Lachmuskeln an der Garderobe abgegeben haben und unsere deutschen Komiker in der Luft hängen ließen.

Aber den größten Respekt des Abends verdienen die folgenden Künstler, die nominiert waren und all jene, die in der Gunst der Jury und der Voter gewannen:

Kategorie “Künstler National Rock/Pop”
gewonnen: Udo Lindenberg
Herbert Grönemeyer
Thomas Godoj
Peter Maffay
Schiller

Kategorie “Künstlerin National Rock/Pop”
gewonnen: Stefanie Heinzmann
Sarah Connor
LaFee
Annett Louisan
Ina Müller

Kategorie “Bester Hip-Hop/Urban”
gewonnen: Peter Fox
Bushido
Culcha Candela
Fettes Brot
Sido

Kategorie “Best Newcommer National”
gewonnen: Thomas Godoj
Peter Fox
Michael Hirte
Stefanie Heinzmann
Adorno

Kategorie “Künstler International Rock/Pop” Männer
gewonnen: Paul Potts
David Garrett
Jack Johnson
Lenny Kravitz
Kid Rock (wieviel Kohle hat er für die Nominierung gezahlt, würde mal interessieren)

Kategorie “Künstler International Rock/Pop” Frauen
gewonnen: Amy Winehouse
Amy MacDonald
Duffy
Leona Lewis
Madonna

Kategorie “Gruppe National Rock/Pop”

gewonnen: Ich + Ich
beFour
Rosenstolz
Scooter
Söhne Mannheims

Kategorie “Künstler/Künstlerin/Gruppe National Rock/Alternative”
gewonnen: Die Ärzte
Der W.
Die Toten Hosen
In Extremo
Schandmaul

Kategorie “Gruppe International Rock/Pop”
gewonnen: Coldplay
Maroon 5
One Republic
Pussycat Dolls
Yael Naim & David Donatien

Kategorie “Bester Live-Act National”
gewonnen: Die Toten Hosen
Söhne Mannheims
Ich + Ich
Fettes Brot
Clueso

Kategorie “Deutschsprachiger Schlager”
gewonnen: Helene Fischer
Howard Carpendale
Semino Rossi
Michael Wendler
Amigos

Kategorie “Künstler/Künstlerin/Gruppe Volkstümliche Musik”
gewonnen: Kastelruther Spatzen
Captain Cook und seine singenden Saxophone
Hansi Hinterseer
Monika Martin
Nockalm Quintett

Kategorie “Beste Jazzproduktion des Jahres”
gewonnen: Till Brönner
E.S.T.
Melody Gardot
Jazzkantine
Lyambiko

Kategorie “Bestes Video National”
gewonnen: Rosenstolz “Gib mir Sonne”
Beatsteaks “Hey du”
Eisblume “Eisblumen”
Peter Fox “Alles neu”
Lafee “Ring frei”
Polarkreis 18 “Allein, allein”

Kategorie “Bester Newcomer International”
gewonnen: Amy MacDonald
Gabriella Cilmi
Zisterzienser Mönche
Duffy
Leona Lewis

Kategorie “Erfolgreichstes Produzententeam National”
Gewonnen haben Peter Fox und The Krauts für ihr Album “Stadtaffe”. In der Begründung heisst es: “…Auf geradezu kongeniale Weise ist es ihnen gelungen, Texte und Kompositionen in eine zeitgemäße, authentische Klanglandschaft einzubetten. Sie haben eindrucksvoll vor Ohren geführt, wie Berlin und viele andere Großstädte in Deutschland heute klingen.” WORD!

Kategorie “Bester nationale DVD-Produktion”
gewonnen: Helene Fischer
Söhne Mannheims
Howard Carpendale
Bushido
Die Toten Hosen

Kategorie “Bester Song des Jahres”
Kid Rock “All summer long”
Duffy
Katy Perry
Schnuffel
Amy MacDonald

Kritikerpreis
Peter Fox

Lebenswerk
Die Scorpions

Abräumer des Abends war also Peter Fox mit seinen insgesamt 3 Auszeichnungne, gefolgt von der Schlager-Sahne Helene Fischer. Auch wenn man irritiert zu sein scheint, die Zielgruppe für volksnahe Musik ist weitaus größer als man zu denken scheint. Schließlich ist unsere Bevölkerungspyramide nicht ohne Grund gekippt. Und so ziehen wir den Hut vor dieser speziellen Musik.
Auch einen Hut ziehen durften wir vor den Stylingeskapaden der Barbara Schöneberger. Als Gegentrend zu Hungerhaken im deutschen Fernsehen zeigte Frau Schöneberger, dass man Leibesfülle auch gewagt verpacken kann.

Kannst du die Entscheidungen der Jury teilen? Wer hätte deiner Meinung nach abräumen sollen/müssen?

Die Ärzte - Jazzfäst-Tour

Ich bin bei der FAZ auf ein sehr interessantes Interview mit Farin Urlaub (Die Ärzte) gestoßen. Dass Punkmusiker mehr als nur Alkohol, Drogen und Frauen im Kopf und am Leib haben, beweist Herr Urlaub schon seit einigen Jahren. Neben intelligenten Songs, übertreffen seine Statements und Meinungen die zuweilen die von manch Volksvertretern.
Umso mehr weckte folgende Aussage zum Thema neuartiger Musikvertriebskonzepte meine Aufmerksamkeit:

Ein Fortschritt ist das für uns nicht unbedingt. Der schlaue Steve Jobs hat mit seinem iPod ganz schlechte Bedingungen für Künstler zur Norm gemacht. Total unfair und schlimmer als manche Labels in den 80er Jahren. Das Wenige, was der digitale Vertrieb kostet, steht in keinem Verhältnis zu dem, was Apple einstreicht. Reich wird man als Band damit nicht, deswegen muss man das Geld mit Konzerten und Merchandising reinholen. Ich glaube, wir landen in Zuständen wie vor 100 oder 120 Jahren: Musik an sich ist wertlos. Nur das Konzert oder die gedruckte Note kostet etwas.

Leider detailliert das Interview diese Aussage nicht weiter, was ich jedoch spannend gefunden hätte. Ich bin insofern irritiert, dass die Musikindustrie dem illegalen Download einen Riegel vorschieben möchte, es weit und breit jedoch keinen adäquaten Anbieter gibt, der die Interessen beider Seiten (Kunde & Industrie) zu vertreten weiß. So scheint Apple mit seinem iTunes-Store und der iPod-Anbindung zumindest ein vom Kunden akzeptiertes Vertriebskonzept entwickelt zu haben. Bisher schien mir, bis auf wenige Ausnahmen, das Konzept auf Zustimmung seitens der Künstler zu stoßen.
Von daher würde mich mal Analyse von Einnahmen zwischen klassischen Vertriebsmodell und Apple´s iTunes interessieren.

Kinetic Typography

“Kinetic Typography” ist die Kunst, gesprochene Mono- oder Dialoge in bewegte Typografie zu verwandeln. Die kinetische Typographie konzentriert sich dabei auf das Zusammenspiel von Zeit, Emotion und Effekt. Mit Hilfe von einfachen Modifikationen des Fonts erhält dieser eine nie zuvor von einem Text ausgehende Dynamik. In Kombination mit dem gesprochen Wort und den – besonders bei Filmszenen – Geräuschen entwickelt sich so ein visuell unterstütztes Bild im Kopf des Betrachters.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass kinetische Typografie den Leser stärker beeinflussen, aber auch seine Lesegeschwindigkeit erhöhen kann.
Ich habe hier 10 großartige “Kinetic Typography”-Videos aufgeführt. Neben der unsichtbaren cineastischen Leistung bestechen diese Videos durch großartige künstlerische Effekte.

Peter Fox

Gestern Abend hat sich der rote Fuchs aus Berlin mit seiner Trommelgruppe geschickt, dem tristen, gefriebrandverursachendem Hamburger Wetter den Kampf anzusagen. Herr Fox schlug in der Stadt der Füchse in der Großen Freiheit 36 mit ebenso großartigem Gefolge auf. Der Mann ist gerade so angesagt, dass sogar Cosma Shiva Hagen und Smudo dem Spektakel lauschten!

Und ein Spektakel war es wirklich: durch die großartigen Trommler der Truppe “Cold Steel” ist der Abend erst so richtig Klasse geworden. Die 4 Männer haben mit großartiger Musik, heißen Hüftschwungen und coolerChorgeographie voll überzeugen können. Überraschender Weise zeigte sich der Frankfurter Sänger J-Luv als Backgroundsänger, der vor ein paar Jahren mit eigenem Album “Threeshot” am Start war.
Leider tappte der Fuchs in jene Falle, die allen Künstlern auflauert, die gerade ihr erstes Album auf dem Markt haben. Ein Konzert mit 12 Tracks ist und bleibt zu kurz. Zwar versuchte Peter Fox mit Remixen von Timbaland und Seeed dem frühzeitigen Ende der Show vorzubeugen, gelungen ist ihm das jedoch nicht. Warum er nicht mal alle Songs des Albums “Stadtaffen” gespielt hat, bleibt sein Geheimnis. Und so machten sich bereits nach 75 Minuten die Rowdies an den Abbau der Bühne.

(Bild: “Red Fox” by mikebaird)

Bei den MTV EMAs ist eingetreten, was im Vorfeld schon für mächtig Aufsehen gesorgt hat. Rick Astley, längst verblasster Stern am Pophimmel wurde erst überraschend zum besten Act aller Zeiten nominert und nun auch schließlich zu Selbigem gekührt. Verdanken kann er dies dem Internetphänomen “Rickrolling“. Damit zeigt sich einmal mehr die ungeheure Macht des Netzes.

Leider schien Herr Astley aber geringes Interesse an dem Trubel um seine Person zu haben, dass er weder zur Verleihung anwesend war, noch ein Einspieler mit Dankesrede vorlag. Oder hat etwa niemand an diesen Erfolg geglaubt?

Plattenspieler
“turntable” by tj scenes

Wer anfang der Neunziger über die tieffrequenten Platten mit dem “M” auf dem Label oder die transparent-marmorierte “Basic Channel”-Scheiben stolperte, dem fiel es schwer, Informationen jenseits der Platten, über die Künstler im Hintergrund, zu finden. Zwar wusste man, dass die Produktionen aus dem Hardwax-Umfeld aus Berlin kamen, auch wenn sie die Ritzungen eines Larry Heard aus Detroit enthielten. Bis zum Namen der Produzenten kam man dank Hörensagen maximal auch noch. Mark Ernestus und Moritz von Oswald waren die Schöpfer, dieser neuen, Dub genannten Musik. Dann war aber schon Schluß mit Informationen. Keine Fotos, keine Interviews.

Jetzt öffnet die Red Bull Music Academy ihr Videoarchiv von Sitzungen und Workshops der letzten Jahre. In den bis zu zweieinhalb-stündigen Clips kommen neben jenem Moritz von Oswald Protagonisten wie Wolfgang Voigt, Chez Damier und Theo Parrish beim Beantworten von Fragen zu Wort.

Moritz von Oswald ist übrigens auch in der neu erschienen Groove im Interview vertreten und erläutert dort die Gründe für die Verschleierung seiner Identität und die neue Offenheit gegenüber den Medien.

Moritz von Oswald
Wolfgang Voigt
Theo Parrish
Chez Damir
Derrick May
Carl Craig
(comming soon)
und viele mehr

Zeit mitbringen!

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