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3. Juni 2007

Nach Jahren der Abstinenz erschienen Naughty by Nature wieder auf der Bühne. Der Abend im Hamburger Mandarin-Kasino startete spät und ganz weit unten. Ob die Veranstalter der besseren Dramaturgie wegen vor den Höhepunkt (Naughty by Nature) einen musikalischen Tiefpunkt setzten, bleibt unbeantwortet.

So offenbarten sich den Oldschool-Hip-Hop-Anhängern als Vorband “KWA”. Weil Amerikanisierung im Trend ist und die Namenpaten “N.W.A.” (Niggers with Attitude) für die amerikanische und internationale Hip-Hop-Bewegung eine enorme Bedeutung hatten, dachten sich die Hamburger Jungs, “KWA” klingt ähnlich. Fehlte nur noch die passende Ãœbersetzung. Und die lautet “Kanacken wollen alles”. Kein Witz! Ehrlich! Und so wurde über so sozialkritische Themen Männerbärte und Hupen beim Autofahren gerappt. Ganz tiefer Sinn. Ganz weit unten und extrem peinlich!

Für Naughty by Nature war es daher ein Leichtes, das Haus zu rocken und die Leute zum springen zu bringen. Eckpunkte waren “OPP” und “HipHopHorray”. Dazwischen allerlei Adaptionen und Huldigungen anderer Künstler, bevorzugt tote, wie Biggy und 2Pac. Alkohol und Joint sowie das etappenweise Freilegen des Oberkörpers rückten das zuvor vermasselte Bild von Hip-Hop wieder gerade. Am Ende war der Anfang wieder vergessen und alles gut.

17. Mai 2007

Schanzenpark 2007-05-17

Während in einigen Gebieten Deutschlands das öffentlich Saufgelagedie Feierlichkeiten zum 71. Jahrestag des Vatertags von Regen begleitet wurden, zeigte sich uns Hamburg von seiner sonnigen, wenn auch windigen Seite. Nicht um es den Einsatzkräften bei der Bergung von Bierleichen leichter zu machen, sondern zum gemeinschaftlichen Feiern luden die Machen der Grünanlage in den Schanzenpark. Neben Oliver Koletzki brachte der ein oder andere Lokalheld mit sattem Soundsystem die Flaschen zum Klimpern, die Vögel zum Fliehen, die Leute zum Wippen, die Polizisten zum Gucken. Ãœbrigens: Nicht mehr oder weniger Besoffene als sonst gesichtet. Wir freuen uns auf 2008.

PS: Im Vordergrund auf dem Bettlaken steht “Mehr Hotels” – stille Demonstration gegen den Umbau des Wasserturms im Schanzenpark in ein Hotel.

Gestern lud Dendemann zu zeiner “Pfütze des Eisbergs”-Tour in die Altonaer Fabrik. Beraubt wurde er seiner Show schon von Beginn an. Static & Nat Ill lieferten großartigen, treibenden Hip-Hop ab. Definitiv die beeindruckendsten Mixkünste führte DJ Static vor. Wer also die Möglichkeit hat, sich ein Bild der beiden zu machen, der sollte die Chance nicht verpassen.
Übrigens, Dendemann war auch nicht schlecht, aber zuhause klingt seine Musik besser
Prüftst du hier und hier und hier.


Jayceon Terrell Taylor kam straight out of Compton um Hamburg im lauen Herbst mit dem Westcoast-Sound zur rocken. Die Schlange vor dem Grünspan führte trotz freundlicher und schneller Tür zu einer Startverzögerung von 1:30 Stunden. Zum Glück verkürzte sich dadurch das digital-verursachte Vorspiel mit den Hip-Hop-Hits auf ein erträgliches Maß. Anfangs noch voll bekleidet (Mütze, Maske, mehrere Shirts) begann Game den Auftritt etwas verkrampft. Das Publikum nahm das aber nicht persönlich und feierte von der ersten Sekunde euphorisch jede Geste und jeden Rhyme. Mit der Zeit reduzierte er seine Sachen in Richtung Publikum, welches es ihm mit lockeren Hüften und bouncenden Armen dankte. Die Sektduschen, die Game den ersten Reihen zuteilte, brachte die Crowd vollkommen zum Abgehen. Eine gute Mischung als alten Songs, Respektbekundungen an Verstorbene und Tracks vom neuen Album ließ auch die Musikbeobachter der letzten Reihen mitwippen. Ob sein zwischenzeitlicher Sektkonsum dazu führte, dass er zum Abschluß das Publikum auf die Bühne holte und seiner Security Arbeit bescherte, weiß ich nicht. Fest steht nur, dass jedermann nach dem Abgang dachte: 60 Minuten und das war´s? Amerika-un-like kam er nach einigen Minuten zurück auf die Bühne, nachdem einige Gäste das Haus schon verlassen hatten. Die Verbliebenen gingen noch mal völlig irre und die Ladies, die die Ehre hatten, ihm bei seinem letzten Lied auf der Bühne zu begleiten, haben dank seines inzwischen vollends entblößten Oberkörpers, ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk erhalten (sag ich mal so). In Summe dauerte Game´s Auftritt gut 1:30 Stunden, enthielt ein großes Maß an Coolness und Gangsta-Tum aber auch Super-Musik.

19. Oktober 2006

The funksoulbrother Jan Delay lud die hamburger Crwod ins Docks ein, um mit Raaga-Funk-Hop den Herbst zu vertreiben. Während wir beim seinem letzten Auftritt in Chemnitz noch unter Planen vor Regen schutz suchten, genossen wir diesmal uneingeschränkte Sicht vom Balkon des Docks. Ohne einzelne Taten hervorheben zu wollen bescheinige ich Herrn Delay großes Kino und Entertainment at it´s best. Als Gäste reimte Das Bo zwei Bars, Denyo unterstütze bei gemeinsamen Klassikern. Und dass Textsicherheit ab einem bestimmten Kultstatus keine Rolle mehr spielt, bewies Udo Lindenberg, der phrenetisch gefeiert wurde. Klar, Jan und Udo gemeinsam auf der Bühne – sieht aus, als brenne Wasser!
Ein nicer Abend mit sommerlicher Musik schickt uns in heiße Wochen..

Bin gerade zurück von einem Ausflug in musikalisches Nachbarland. Als in Hamburg lebender bleibt der direkte Kontakt zur Hip-Hop-Szene nicht aus. Macht auch nichts. Habe schon immer gerne deutschen Hip-Hop nebenbei gehört. Heute lud Samy Deluxe anlässlich seines 10jährigen Bühnenjubiläums seine Freunde und Fans ins Docks ein. Ein musikalsicher Spannungsbogen spannte sich, beginnend mit einem Lichtbildervortrag von Eisfeld und Mixwell. Kleiner Geschichtsunterricht für die Jüngeren. Wer oder was war Dynamite Deluxe, wer ist die Mongo Clique etc. pp.

Anschließend sprach der Meister zur Musik und hatte dabei Unterstützung von: Afrob, Dendemann, Stieber Twins, Kool Savas, Headliners, J-Luv, Dynamite, Eisfeld, D-Flame und ner Frau, die ich nicht kenne. Gespielt wurde alles, was die Leute zum toben und das Thermometer zum steigen brachte. Nach ca. 2einhalb Stunden war Ende im Gelände und man wird sehen, was die kommenden 10 Jahre für den Hamburger Hip-Hop und für Samy bringen werden. Bounce digga!!!

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