Gewonnen und doch verloren: Erfolg und Niederlage im Weihnachtsgeschäft
Keine 48 Stunden werden vergehen und in Deutschland liegen sich die Familien in den Armen, um sich gegenseitig die Weihnachtsgeschenke aus den Armen zu reißen. Noch eineinhalb Tage Zeit hat der unentschlossene Käufer, seine Geschenke in den Sack bzw. Einkaufswagen zu packen. Wer sich dem engen körperlichen Kontakt mit seinen anderen Leidensgenossen entziehen möchte, der schenkt entweder nichts oder lässt Versandhändler für sich schuften.
Amazon schiebt in diesen Stunden seinen Service vor die Startseitenangebote. Denn nichts ist kundenverärgernder als die bestellte Ware nicht unter dem Weihnachtsbaum abzuliefern. Anhand der Liefer-Garantien hält sich Amazon seine Kunden noch bis zum 23.12. 17:45 bei der Stange. Gerade mal ca. 8 Stunden weniger Zeit bleibt somit dem Amazon-Kunden gegenüber dem Stationärkäufer, sich seine Geschenke zu beschaffen. Manch Ladengeschäft dürfte bei dieser Zahl Angst und Bange werden!
Wer sich entspannt in das Weihnachtsgeschenkekaufen stürzt, dem kann es wie mir vor einigen Stunden gehen. Alle wichtigen Geschenke liegen verpackt zu Hause, trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen, durch die Läden zu streifen, als Art Brainstorming. Vielleicht findet sich ja noch was Kleines. Und plötzlich stehe ich nach Jahren der Suche an einem Plattenregal und ziehe die Originalpressung von “Bambule” von den Absolute Beginner aus dem Fach. Yes! Wer hätte gedacht, dass ich mir selber so ein großartiges Weihnachtsgeschenk beschere.
Jedoch endete der Einkaufsausflug leider mit einem No!: Hier schrieb ich bereits über nicht stattfindenden Service in einem Schuhladen im “In”-Viertel Hamburgs. Heute wollte ich mir dann mal die Schuhe oder das Geld abholen, denn die angedrohten vier Monate Reparaturzeit sind ja schließlich um. Ich hab nicht schlecht geschaut, als sich der Sneaker-Shop mir plötzlich als neue Heimat für Taschen, Schmuck und Schals orientalischer Herkunft offenbarte. Dreck, bef#*kte Sche#*e, der Eigentümer hat den Laden verkauft. Ich würde mal sagen, der schmort sich von meinem Fuffi ´ne Weihnachtsgans. Möge ihm ein Knochen im Hals steckenbleiben. Mal sehen, was mein Anwalt zu diesem Geschäftsgebaren zu sagen hat.
Als Fazit kann ich festhalten, dass die Vorweihnachtszeit eine Zeit voller Anspannung, Erfolge, Entschäuschungen und Herausforderungen ist. Welche Erfahrungen habt Ihr beim Kauf der Geschenke gemacht?







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