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…nur springen müssen wir noch selber. Aber keine Angst, es gibt ja noch diese Spezies Mensch, die uns das Leiden erleichtern soll. Und eben ein Exemplar dieser in Weiß gekleideter Zunft hat unten abgebildete Diagnose gestellt. Wie schnell kann es eigentlich gehen, anstatt Aspirin Arsen verschrieben zu bekommen?
Also, immer gut checken, was da auf den Zetteln steht, die die Ärzte verfassen – vorausgesetzt, man kann sie lesen.

ueberweisung

Es handelt sich hierbei offenbar um eine Beschreibung der Symptome einer Blinddarmentzündung.

Und wieder stellt sich an dieser Stelle die Frage, warum es keinen – sagen wir mal – TÜV für Ärzte gibt? Jedes noch so unbedeutende und ungefährliche Produkt, welches auf dem deutschen Markt dem Verbraucher angedreht werden soll, benötigt umfangreiche Zulassungschecks, muss cm-dicken Verordnungen und Unbedenklichkeitserklärungen bestehen. Monatlich loben oder prangern diverse Test-Institute in Zeitschriften aktuelle Produkte an, Service wird geprüft und Kundenfreundlichkeit bewertet. Nur die Ärzte, die arbeiten unbeobachtet von externer Qualitätssicherung im stillen Kämmerlein weiter.

Wie oft würden wir eigentlich von Stromschlägen durch nicht-geprüfte technische Spielereien durchschossen werden? Und wie oft sind wir beim Arzt?

barbie by SheilaTostes
(C) “barbie” by SheilaTostes

Barbara Millicent Roberts, geborenerschaffen am 9.3.1959, hatte keine leichte Kindheit. Schon kurz nach Ihrer Geburt wurde sie von aller Welt wegen ihres Äußeren angefeindet und geächtet. Erst nach umfangreichen chirurgischen Eingriffen legte sich der Sturm der Entrüstung langsam. Von Akzeptanz bei ihren Kritikern ist sie zwar heute noch weit entfernt, hat es ansonsten aber geschafft, gesellschaftlich akzeptiert und integriert zu werden. Heute führt sie ein nach aussen hin glückliches Leben in einer intakten Ehe mit ihrem geliebten Ehemann Ken.

Inzwischen, 50 Jahre nach ihrer Geburt, hat sie ihren Auftrag, als Teil einer global agierenden Organisation, erfüllt. Barbie – so ihr weltweit bekannter Spitzname – ist unter uns und hat die Generationen junger Mädchen durchdrungen und nachhaltig geprägt wie niemand anderes vor ihr. Sie hat das Schönheitsideal auf den Kopf gestellt. Gertenschlank mit Wespentaille: und die Welt liegt dir zu Füßen. Die eigene Gesundheit spielte dabei nie eine tragende Rolle: “Schmerzende Füße und einen Bandscheibenvorfall für modebewusstes Schuhwerk, Atemprobleme für die Wespentaille und Unfruchtbarkeit und Osteoporose für den überdünnen Körper” nahm sie zur Erfüllung ihres Auftrages in Kauf. (Quelle: WDR)

Obwohl Barbie von einer Frau erschaffen wurde, kann man mutmaßen, ob Barbie´s Bestimmung wirklich die war, Spielbegleiterin Millionen von Mädchen zu sein. Denn in Wirklichkeit sind die eigentlichen Profiteure von Barbie die heutigen Männer. Studien zeigen, dass sich der Mann bei der Auswahl seines Fortpflanzungspartners – und nur dabei geht es ja in der Tierwelt, zu der auch wir uns zählen dürfen – an den Proportionen von Brust- und Lendenbereich orientiert. Durch die übermäßige Betonung beider Körperregionen hat Barbie mehr Frauen in dieses Schemata gepresst. Heute passen demnach weit mehr Frauen in das “Barbie-Raster” als dies vor ihrem Erscheinen der Fall war. Leider gibt es viele Frauen, die den Wink der Barbie nicht richtig verstanden haben (Intelligenz konnte Barbie leider nicht vermitteln). Die Ergebnisse kann man z.T. täglich im Fernsehen bestaunen.

Hinweis: Der Inhalt dieses Artikels ist Gehirn-Ping-Pong. Es kann, muss aber nicht so sein, wie beschrieben.

Zugegeben, der Vergleich von Krankenhäusern mit Restaurants, hinkt auf den ersten Blick. Aber dennoch kann man beim Besuch beider Einrichtungen mit dem gehörigen Maß an Distanz Parallelen entdecken. Parallelen, deren Beachtung die Qualität der Aufenhalte maßgeblich beeinflussen und über Zufriedenheit oder Abneigung entscheiden.
Um aber nicht die vereinigten Wirtschaften zum Sturm auf uns zu verleiten, kann ein Krankenhaus gerne auch mit jedem anderen kunden- und serviceorientiertem Unternehmen verglichen werden. Die Gesundheitszentren Deutschlands sind ja nur noch selten als e.V. im Sinne der Allgemeinheit tätig, sondern verfolgen als gGmbH klare wirtschaftliche Ziele – so wie es die Mediamärkte, OTTOs oder BMWs dieses Landes machen.

Gemein haben alle genannten Institutionen die Dienstleistung, die in Form von Ware und Wissen einem Kunden (=Patienten) zuteil wird. Der Kunde zahlt für die erhaltene Ware. Zudem zeichnet sich das Konstrukt durch intensive zwischenmenschliche Beziehung aus. Anders als in der freien Wirtschaft oder in Gaststätten, kann der Kunde im Krankenhaus nur selten aufstehen und gehen, wenn ihm etwas nicht gefällt. Er muß da durch. Auf Gedeih und Verderb. Dem Unternehmen geht´s mit dem Kunden ähnlich. Und genau hier besteht der haarfeine Unterschied in den Systemen, der von beiden Seiten – Kunde und Dienstleister (=Krankenschwester, Arzt, Transportpfleger etc.) – ein Umdenken erfordert.

Während sich der Kunde heute meist als König aufspielt und die betroffenen Unternehmen ihm gegenüber oft und gerne den Duckmäuserich machen, kann es dem egozentrischen Patienten im Krankenhaus ganz schnell passieren, dass er mit dieser Art erbarmungslos auf die Fresse fällt. Spätestens wenn er meint, die Krankenschwester als Laufflittchen benutzen zu müssen. Wer einmal einer Krankenschwester, die ihre vierte Frühschicht hinter sich hat, widersprochen hat, der weiß was ich meine. Das heißt aber keineswegs, dass Krankenschwestern böse und Patienten bemitleidenswert sind. Im Gegenteil.

Sobald der Patient dem Pflegepersonal ein gesundes Maß an Wertschätzung und Respekt entgegen gebracht hat, wird er sich wundern, wie angenehm es ist, von Schwestern ernst genommen zu werden. Da erfüllen sich auch für Kassenpatienten manchmal kleine Wünsche, in deren Genuss nur ein Freiwilliger kommt. Wer die harte Tour beibehält, kommt irgendwann genesen aus dem Haus raus. Soviel steht fest. Aber von Spaß kann man dabei dann unter Umständen nicht mehr reden
Ich durfte beobachten, dass selbes Phänomen auch bei anderen Bediensteten des Gesundheitssektors funktioniert (ja, auch bei Ärzten). Sogar das oberflächliche Fachsimpeln über das Blutspenden kann wahre Wunder bewirken. Auf Zeltplätzen steht häufig: “Verlassen Sie diesen Campingplatz so, wie Sie ihn vorfinden wollen.” – in Krankenhäusern sollte demnach stehen: “Behandeln Sie die Schwestern so, wie Sie behandelt werden wollen.”

Ich will damit sagen, dass der Ton die Musik macht. Auch wenn die Grundstruktur die gleiche zu seien scheint, unterliegt die Schwester-Patient-Beziehung einer solch speziellen Besonderheit, die es zu entwickeln und pflegen gilt, wie ein junges Pflänzchen.

Plakat der Michael-Stich-Stiftung

Vor einigen Wochen sah man mancher Orten das sonderbare Werbeplakat mit dem Claim “Ganz die Mama – HIV-positiv”. Der Hintergrund der Kampagne ist, dass Neugeborene trotz einer HIV-Infektion der Mutter vor der Krankheit geschützt werden können. Dazu ist ein AIDS-Test während der Schwangerschaft bei der Mutter notwendig.

Nun wären alles so einfach, gebe es nicht gleich jemanden, der die “Dagegen”-Karte zieht. So geschehen in Person der Bremer Landesbeauftragte für Frauen, Ulrike Hauffe. Zuerst meldete die Bild, dann bestätigte mir auf Nachfrage die Pressestelle das Vorgehen (hier das PDF):

Aufgrund mehrerer Beschwerden hat Ulrike Hauffe die Kampagne bei der Firma JCDecaux kritisiert, woraufhin die Plakate von dieser Firma abgehängt wurden.

Dennoch irritieren die Thesen mit denen gekämpft wird. Schaut man sich die Fakten an, wundert man sich.

Bei 13 der 16 in Deutschland mit HIV geborenen Kinder, bei denen der Virus im Jahr 2007 diagnostiziert wurde, war der Mutter kein HIV-Test in der Schwangerschaft angeboten worden, die Schwangerschaften lagen zwischen 1997 und 2007. (Quelle: HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen in Deutschland“ – Aktuelle epidemiologische Daten (Stand vom 01.03.2008) – Halbjahresbericht II/2007 aus dem Robert Koch-Institut)

Grund für die geringe Quote könnte darin begründet sein, dass der Test bereits zur regulären Schwangerschaftsvorsorge zählt, bzw. viele Ärzte diesen aber schon lange praktizieren. Und so verwundert es nicht, dass sich die Diskussion um die Plakatkampagne nicht um die fachlichen Fakten dreht, sondern auf der feministischen Front geführt wird.

“Ist es gefährlich, eine Frau zu sein?” oder “Hier würden Mütter zu Täterinnen gemacht, empörten sich viele Anrufer in der Gleichstellungsstelle des Senates.” (Quelle: Brigitte)

“Stattdessen bewirken die Plakatmotive, dass die Mütter als Schuldige an der HIV-Infektion und am Tod ihrer Kinder wahrgenommen werden und das Stillen als potenziell todbringend gesehen wird.” (Quelle: Frauen Bremen)

Es geht also um das Bild der Frau. Wasch mich, aber mach mich nicht naß, könnte man meinen. Aufklärung ist gut, aber bitte intellektuell hochwertig. Die geringe Infektionsquote zeigt, dass man auf einem guten Weg ist. Nun muß man sich die Frage erlauben lassen, wie man die letzten Frauen dazu bekommt, den Test anzunehmen, um ihr Neugeborenes vor der Infektion zu schützen? Und da hilft meiner Meinung nach nur Provokation, Aufmerksamkeit und Wachrütteln. Wir leben heute in einer von Informationen überfluteten Welt. Täglich werden wir bombadiert mit audio-visuellem Müll. Nicht jeder ist in der Lage, dieser Informationsflut Herr zu werden. Da sarf es bei einem so wichtigen Thema wie AIDS auch gerne mal heftiger werden in der Aussage. Schließlich verzeichnen wir derzeit wieder eine steigende Zahl der Infektionen. Von daher ist für mich das Einstellen der Kampagne aufgrund von feministisch geleiteten Interessen ein inakzeptables Spiel auf Kosten ungeborenem Leben.

Und hier für alle, die noch nicht ans Kinderkriegen denken:

Kampagne der Michael-Sicht-Stiftung

Alle Fotos: Michael Stich Stiftung

Wer wissen möchte, weswegen ihn der Arzt denn nun eigentlich abreitsunfähig geschrieben hat, der wird an einer Entschlüsselung von a) der ärztlichen Handschrift oder b) dem diagnostischen Code auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht vorbei kommen. Da es so ziemlich unmöglich ist, die Handschrift eines Arztes lesen zu können, bleibt nur noch Weg b. Auf der Webseite des Deutschen Institutes für Medizinische Dokumention und Information findet man die Klassifikationen der Krankheiten der WHO. Wenn also demnächst plötzlich der Code “T63.2″ auf dem gelben Zettel erscheint, solltet ihr euch fragen, ob ihr euch wirklich einen Skorpion halten solltet.

22. Juni 2008

Schwester, ich hätte gerne Tamara zum Einschlafen. Ähm, ich meinte Tramal®

18. April 2008

 Spider-Tätowierung

Ein Freund wollte sich mal ein Tattoo stechen lassen, welches seine unter der Haut befindlichen Sehnen, Muskeln und Knochen zeigt. Also eine Art Sezierung. Er hat´s aber gelassen.

Wie mag ein Notarzt reagieren, wenn er bei dem Kandidaten dort oben eine Herzmassage durchführen muß?

(Quelle: Who said that I wasn´t right?)

Dieser Tage, an denen es tagsüber in Hamburg so hell ist wie in einem Entwicklungslabor für Filme, besinnen sich leider die wenigsten Erwachsenen auf einen Ratschlag, den jedes Vorschulkind mit erhobenem Zeigefinger von der Mutter erhalten hat. Jedesmal, wenn der Nachwuchs in der Kinderabteilung rebellierte, weil er nicht die quietschgelbe Daunenjacke (sieht aus wie ein Küken) sondern die coole schwarze (Gangsta-Style) haben wollte, kam die Erziehungsberechtigte mit dem Spruch: “Damit dich die Autofahrer besser sehen können”. Und schwupps hing die gelbe Jacke zu Hause und musste fortan in der dunklen Jahreszeit getragen werden. Auf dass der Nachwuchs von so manch landendem Flugzeug aus zu sehen war.
Ca. 99% aller Erwachsenen scheinen dies vergessen zu haben. Nicht, dass die Landschaft schon mit tristem Grau-in-Grau auf die Seele drückt, nein, auch die Kleidung passt sich der Umgebung an. Hauptsache dunkel. Höchstens hellgrau! Und so greife ich dieser Tage häufiger beherzt in die Bremsen meines Rades, wenn meine Halogenbeleuchtung einen unreflektierenden, schwarzen gekleideten Haufen Mensch in mein Sichtfeld bringt.
Den Typen, den ich demnächst im Dunklen umfahre, schenke ich ein beleuchtetes Hundehalsband.

22. Juni 2007

Was hat sich eigentlich der von sovielen gelobte Schöpfer bei der Erfindung von Erkältungen gedacht? Was soll uns das bringen?
Durch krankheitsbedingte Langeweile hervorgerufen, beginne ich jetzt, mir über so absurde Fragen Gedanken zu machen. Ohne Erkältung hätte ich jetzt das BIP steigern können. Aber nein, der Herr liegt flach.

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