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20. September 2009
radweg_jfs

“deutlich” gekennzeichneter Radweg am Jungfernstieg in Hamburg

Ich habe mir mal überlegt, eine Fotosammlung der behämmertsten Radwege in Hamburg zu erstellen, denn hier gibt´s wirklich lebensbedrohliche Stellen. Wenn man da als Radfahrer nicht aufpasst, liegt man schnell mal unter ´nem LKW oder nimmt einen Fußgänger auf die Hörner.

Aber was ich dank fefe jetzt gefunden haben, lässt meine Projektidee wie einen Krümel Keks aussehen. Diese sagenhafte Sammlung innovativer Fahrradweg-Designs aus England und dem Rest der Welt verschlägt mir die Sprache……………..

Da darf man jeden verantwortlichen Straßenbauamtsleiter ja mal locker wegen versuchter Tötung verklagen, oder?

pomona

ohne Worte!

Ich fahre bekannter Maßen sehr viel Rad. So viel ich fahre, so schnell fahre ich. Ja manche behaupten, ich rase. Mag sein, aber ich halte mich an die STVO. Als Radfahrer hat man die eine oder andere Möglichkeit, seine Rechte individuellzu interpretieren.

Aber mir schwillt der Hals, wenn ich an einer roten Ampel stehe und im Anzug verkleidete Pseudoradler sehe, die mit ihrem klapperigem Drahtesel direkt bei Rot über die Straße knallen. Am Freitag hätte ich den in braunem Casual gekleideten Herr an der Sierichstraße am liebsten direkt vom Rad gelangt – vor den Augen des Zweitklässlers, der seinen Papa fragte, warum der Mann bei Rot fährt.

Sowas geht gar nicht!!!

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Bei oben gezeigtem Foto mag man auf den ersten Blick nicht glauben, dass es sich hierbei um ein neues Hilfsmittel zur Kommunikation unter Radfahrern handelt. Dennoch ist “Contrail” in der Tat ein verblüffendes System, wie Radfahrer untereinander kommunizieren können.

Contrail, so die Designer von Studio Gelardi,  ist ein Hilfsmittel, Fahrrad-Communities aufzubauen. Wobei der Begriff Community nicht ganz an jenen aus der Web-Gemeinde heranreicht. Vielmehr soll Contrail dafür Sorgen, dass sich Radfahrer untereinander schneller und sicherer ans Ziel bringen. Doch dazu muss man das Funktionprinzip verstehen:

Contrail ist eine kleine Dosierstation für Farbe. Diese wird beim Fahren auf den Reifen übertragen. Das Rad hinterlässt dadurch eine dünne Farbspur. Das Ziel ist, folgenden Radfahrern die eigene Fahrspur aufzuzeigen. Mit der Zeit entsteht so ein sicherer “Pfad” für Radfahrer. Unsichere Bereiche werden gemieden und sichere Hauptstrecken sind weithin für andere Radfahrer sichtbar. Im Grunde schafft Contrail nichts anderes als einen Trampelpfad auf Asphalt.

Dank des Herdentrieb-Phänomenes unter Menschen könnten bei ausreichender Nutzerzahl interessante und aussagekräftige Radrouten – besonders innerstädtisch – entstehen, die auch Verkehrsleitplanern bei ihrer Arbeit helfen. Zum Anderen müsste sich die Zahl der Unfälle reduzieren, werden doch kritische Verkehrsbereiche so mit der Zeit gemieden, bzw. Autofahrer durch den breiten Farbstreifen gewarnt.

Das Produkt wurde

Die technische Funktionsbeschreibung:
contrail_02

So könnte das Gerät aussehen:
contrail_03

Bikecrash

Als ich vor einigen Jahren in die Hansestadt zog, lernte ich neben der neuen Definition von Regen (1x täglich, ca. 8 Stunden) auch das sonderbare Verhalten von Verkehrsteilnehmern angrenzender Landkreise kennen. Anfangs kamen die Warnungen in mündlicher Form. Ich solle mich vor den Provinzidioten in Acht nehmen. Gemeint waren Besitzer, in Pinneberg gemeldeter Kfz mit dem Kennzeichen PI.

Als toleranter und verständnisvoller Nichthamburger habe ich diese Warnung belächelnd abgetan. Ich überzeuge mich halt gerne mit eigenen Augen von Tatsachen. Gelegenheit bekam ich dazu in den letzten Jahren sehr oft.

Meine Erfahrungen gipfelten gestern Abend, als sich mir, auf der Straße fahrend, ein Linksabbieger in den Weg stellte. Nachdem er freundlicher Weise mein Fahrrad von der 4spurigen Hallerstraße gesammelt und sich von meiner Unversehrtheit überzeugt hat, gestand er, mich zwar gesehen, aber die Frau auf dem Fußgängerüberweg zu spät erkannt zu haben. Und so bremste er, auf meiner Fahrspur stehend. Welche Chancen der Aufprallvermeidung man in solcher Situation als Rad- oder Autofahrer hat, kann sich jeder (außer die Pinneberger) leicht ausmahlen. Mein Rad jedenfalls ließ ich mit einer Vollbremsung seitlich an sein Heck knallen. Man muss halt sehen, wo man bleibt.

Es tut mir leid, liebe Pinneberger, ihr mögt ja auf einem sehr schönen Fleckchen Erde leben. Dörfliche bis kleinstädtische Atmosphäre und trotzdem in der Nähe eines urbanen Ballungsgebietes. Aber bitte nutzt, wenn ihr eure Stadtgrenze überschreiten müsst, die öffentlichen Verkehrsmittel. Die sind nicht nur schneller, sondern schützen uns Hamburger auch vor Euren fahrtechnischen Unzulänglichkeiten. Ihr leistet damit übrigens auch einen Beitrag zur Entlastung eurer eigenen Haushaltskasse, da die Versicherungsbeiträge schlagartig sinken werden. Glaubt mir.

Abschließend muss ich für den Unfallverursacher aber noch eine Lanze brechen: heute morgen rief er mich an und fragte, wie mein Wohlbefinden sein. Sein Auto hat auch unter ordentlicher Beleuchtung keinen Schaden vorweisen können und so gingen wir, uns gute Fahrt wünschend, auseinander.

(Bild: “Bike Crash Sign” by Fred Hsu)

Speed_Vest

Wenn man auf dem Fahrrad wieder einmal durch die Fußgängerzone fliegt oder von hysterischen Autofahrern gejagt wird, kann es hilfreich sein, die Umgebung über seine Momentangeschwindigkeit zu unterrichten. Sei es, um die Aussichtslosigkeit der Verfolgung anzuzeigen, oder blankes Erstaunen auszulösen.
Mit abgebildetem Kleidungsstück gelingt dieses Vorhaben augenscheinlich sehr gut. Große elektroluomeszierende Kabel leuchten dem Hintermann die mittels Funksensor empfangene geschwindigkeit. Die Batterien halten 6 Stunden. Nach Serienproduktion sieht das Ganze zwar noch nicht aus. Aber Hut ab für diese geniale Erfindung.

Wer Lust und Geschickhat, sich dieses Gadget nachzubauen, der werfe einen Blick auf Mykle Systems.

(via Robert)

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