Werbeinformation für dicke Kinder

(Quelle: Abgespeist)
Zwei Drittel der Deutschen sind zu dick. Damit übernimmt Deutschland die Führung im europäischen Verbund. Maßgeblichen Einfluß auf die Reduktion der Körperfülle sollten die Unternehmen haben, die den Großteil der konsumierten Nahrungsmittel in Umlauf bringen. In England hat das Eingreifen der Regierung dazu geführt, dass der Konsument anhand eines simplen Ampelsystems erkennen kann, welche Inhaltsstoffe in welchen Mengen enthalten sind und ob das Essen “gut” oder “schlecht” ist. In Deutschland hat der Verbraucherschutzminister Seehofer diese Chance dank massiven Einwirkens der Lobby verschlafen.
Und so kommt es, dass Kinder-Riegel mit der „Extra-Portion Milch“ wirbt.
Die soll Eltern offenbar den Eindruck vermitteln, sie könnten ihren Kleinen Kinder-Riegel ohne schlechtes Gewissen in größeren Mengen zum Naschen geben. Schließlich enthält er ja Milch und damit ganz viel Kalzium. Allerdings müsste ein Kind 13 Riegel essen, um seinen Tagesbedarf an Kalzium zu decken. Und hätte damit dann auch 48 Stück Würfelzucker und ein halbes Paket Butter verspeist.
Noch mehr solcher Beispiele, die uns weiterhin den Spitzenplatz der Fettleibigen sichern, findet man auf Abgespeist und auf vielen Verpackungen im Supermarkt. So sieht es aus, wenn die Politik ihren Job nicht versteht und die Industrie stumpf auf Gewinn hinarbeitet. Der DickeDumme ist dann der Kunde – wie in Amerika seit Jahren vorgelebt und bisher von uns selber kopfschüttelnd missbilligt.
Willkommen im Jetzt Deutschland!

















