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(Quelle: Abgespeist)

Zwei Drittel der Deutschen sind zu dick. Damit übernimmt Deutschland die Führung im europäischen Verbund. Maßgeblichen Einfluß auf die Reduktion der Körperfülle sollten die Unternehmen haben, die den Großteil der konsumierten Nahrungsmittel in Umlauf bringen. In England hat das Eingreifen der Regierung dazu geführt, dass der Konsument anhand eines simplen Ampelsystems erkennen kann, welche Inhaltsstoffe in welchen Mengen enthalten sind und ob das Essen “gut” oder “schlecht” ist. In Deutschland hat der Verbraucherschutzminister Seehofer diese Chance dank massiven Einwirkens der Lobby verschlafen.

Und so kommt es, dass Kinder-Riegel mit der „Extra-Portion Milch“ wirbt.

Die soll Eltern offenbar den Eindruck vermitteln, sie könnten ihren Kleinen Kinder-Riegel ohne schlechtes Gewissen in größeren Mengen zum Naschen geben. Schließlich enthält er ja Milch und damit ganz viel Kalzium. Allerdings müsste ein Kind 13 Riegel essen, um seinen Tagesbedarf an Kalzium zu decken. Und hätte damit dann auch 48 Stück Würfelzucker und ein halbes Paket Butter verspeist.

Noch mehr solcher Beispiele, die uns weiterhin den Spitzenplatz der Fettleibigen sichern, findet man auf Abgespeist und auf vielen Verpackungen im Supermarkt. So sieht es aus, wenn die Politik ihren Job nicht versteht und die Industrie stumpf auf Gewinn hinarbeitet. Der DickeDumme ist dann der Kunde – wie in Amerika seit Jahren vorgelebt und bisher von uns selber kopfschüttelnd missbilligt.

Willkommen im Jetzt Deutschland!

4. Mai 2008

Petit Café Hamburg Eppendorf

Anders als bei Muttern, wo man auf keinen Fall warmen Kuchen essen durfte (Bauchschmerzengefahr), wird im Petit Café in der Hegestraße inmitten Eppendorfs der frische Blechkuchen ofenwarm serviert. Ob als einfacher Streuselkuchen oder in Variationen mit Obst – es schmeckt, “als ob einem Engel auf die Zuge pissen” (auf Deutsch: superlecker)! Die Stückchen sind für 2,30 EUR von beachtlicher Größe und die Getränke haben für Eppendorf auch anständige Preise. Und falls mal wieder kein Platz vor der Tür oder in dem kuschelig-engen Innenbereich zu bekommen ist, kann man sich den Kuchen einpacken lassen und bei gutem Wetter im Park geniessen. Die ideale Zwischenmahlzeit bevor es danach in die Schanze zum Kumpiressen geht. Schließlich kann der Mensch nicht auf einem Bein stehen.

Kumpir
Das Abgebildete ist nicht etwa der repräsentative Querschnitt eines Gemüsemarktbesuches sondern das derzeitige Lieblingsessen des diesjährigen Vorsommers in Hamburg. Recht zentral an der Schanzenstraße, wenige Meter von der S/U-Bahnhaltestelle Sternschanze entfernt gelegen, wird aus Ofenkartoffeln diese höchst leckere Speise zubereitet, die auf den Namen Kumpir hört. Das aus der Türkei stammende Fastfood-Gericht sollte aber keinesfalls mit den kulinarischen Entgleisungen von McDoof o.ä. verwechselt werden. Kumpir ist gesund, vegetarisch oder mit leichtem Fleischanteil. Und preislich attraktiv. 3,40 bzw. 3,90 Euro muss man für diese vollwertige Mahlzeit bezahlen. Definitv ein Muss!

19. April 2008

Was dabei unterhaltsam ist, Anderen beim Kochen zuzusehen, erschließt sich mir nicht. Mit etwas Wohlwollen kann ich den Herren Mälzer und Oliver noch was abgewinnen aber danach ist auch Schluß. Während die Herdergüsse bei den meisten Sendungen ausschließlich den Verursachen verabreicht werden, lässt man bei “Unter Volldampf” Restaurantbesucher als Testkaninchen fungieren. Geschmack ist subjektiv und drüber streiten ist bei diesem Thema eigentlich unzulässig. Eigentlich. Subjektive Bewertungskriterien entscheiden über Hop oder Top des Koches und dürften so manchem Zuschauer die Blutgefäße anschwillen lassen.
In einer der letzten Sendungen durfte ich Zeuge werden, wie einem Testkaninchen das Essen nicht schmeckte. Die fachmännische Begründung klang in etwa so: “Ohne das Pesto wäre das Essen sehr lasch gewesen”. Nur gut, dass der Koch das Pesto verwendet hat. Für die unter Euch, die Pest nicht kennen: der Satz hätte auch so lauten können: “Ohne Salz und Pfeffer hätte das Essen lasch geschmeckt”. Und deswegen gab´s auch nur 5 Punkte oder so.
Mahlzeit!

Werbung gegen Realität
PUNDO3000.com hat in der Rubrik “Werbung gegen Realtität” anhand  von 100 gekauften Lebensmitteln aufgedeckt, dass zwischen Erstellung der Werbefotos und Zubereitung bei dir zu Hause irgendetwas mit dem Essen passiert sein muss. Lecker!

Gewagte Aussage, besonders vor dem Hintergrund dieses Beitrages. Aber wenn man sich in die Räume des Mongos begibt, kann es leicht passieren, dass man am Ende des Abends zu diesem Fazit kommt. Eine Art kulinarische Reise durch die Regenwälder und Wüsten dieser Welt. Nicht nur exotische Tierkadaver dürfen ausgesucht werden, auch Gemüse steht dem Experimentellen zur Wahl bereit. Live und vor des Gastes Auge zubereitet, mit leckeren Marinaden umhüllt, wünscht man sich die unendliche Dehnbarkeit des eigenen Magens. Aber auch die Konservativen kommen mit Pute, Rind und Schwein gut gesättigt durch den Abend. Mahlzeit!

15. Februar 2008

Frauen halten ihren Männern häufig vor, dass sie zu selten mit ihnen ausgehen, sie in der Öffentlichkeit präsentieren. Machen Männer das aus Schutz? Nicht aus Schutz, ein anderer könnte ihnen die Frau ausspannen, sondern aus Schutz vor dem, was vor dem Ausgehen stattfindet. Das komplette Ausgraben des femininen Kleidungsarsenals, wildes Durcheinanderanprobieren und die zunehmend schlechter werdende Laune, die einher geht mit dem altbekannten Ausruf der weiblichen Verzweiflung, nicht die passenden Anziehsachen zu besitzen. Und ist nach gefühlten fünf Stunden, ettlichen Schimpftiraden die Stimmung endlich im Keller, aber ein Outfit gefunden, gibt es in den hundert Schuhkartons kein einziges Paar, dass das Gesamtbild abrundet. Der Mann, während der Modenschau als Verursacher des Problems definiert und reichhaltig beschimpft, hat spätestens nach der fünften Kleiderkombination die Nase voll und wünscht sich innerlich einen Abend mit seinen Kumpels in der Kneipe.
Frauen, ihr seht, dass ihr selber dafür verantwortlich seid, wie oft ihr ausgeführt werdet. Und denkt nicht, das Fehlen der passenden Kleidungsstücke hätte zur Folge, am nächsten Tag Shoppen zu gehen. Bei der nächsten Essensvorbereitung beginnt das Drama wieder von vorn.

7. August 2007

Eigentlich gehört das hier zu Quipe, aber ich bin dort nicht angemeldet.
Heute, Hamburg, 30°C, Sonnenschein. Die Frage des Mittagstisch stellte sich und wurde wie zu so oft mit dem “Hanseaten Grill” in der Dehnheide beantwortet. Der Name, Standort und das Ambiente lassen eigentlich ein 0815-Imbiß vermuten. Doch wer vorbei fährt, der verpasst etwas Großes. Henning und sein Team kochen Gaumenfreuden, wie man sie so nicht erwartet. Und so versammelt sich der Banker neben dem Trucker und dem Maurer – im Sommer draußen, im Winter drinnen. Neben Frikadelle, Currywurst-Pommes, Schnitzel gibt es aber Ausreißer wie Calamares auf Pommes, hausgemachter Kartoffel- und Nudelsalat und Hühnchen in Kokossauce mit Reis. Letzteres ließ mich heute in Verzückung geraten und veranlasste mich, jene Zeilen zu schreiben.

29. Juni 2007

Was gibt es Besseres, der Arbeitswoche in angenehmer Umgebung und leckerem Essen “Auf Wiedersehen” zu sagen. Eher zufällig fanden wir uns heute bei Tapame wieder. Ein Zufall, der belohnt wurde. Angenehmes Ambiente, eine äußerst zuvorkommende und sehr freundliche Bedienung schafften ideale Voraussetzungen zum Genuß der leckeren Tapas. Beeindruckend in Variation und Umfang, sollte man sich nur mit gehörigem Appetit an die Tapasplatte für 2 Personen heranwagen. Ein Stück warmes Spanien im stürmischen Hamburger Sommer.

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