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Ich habe bereits über das großartige Kurzvideo “Du bist Terrorist“ geschrieben. Nun legt der Macher, Alexander Lehmann, noch mal ordentlich Zunder nach. Herauskommen ist das Video “Rette Deine Freiheit”:

“RetteDeineFreiheit” ist eine Antwort auf die nicht nachvollziehbare Politik der Bundesregierung in Bezug auf die Internetsperren. Entgegen allen Expertenmeinungen und der erfolgreichsten “Online-Petition” in der Geschichte von Deutschland mit über 132.000 Mitzeichnern, wird in Deutschland ein grundgesetzwidriges und dazu noch vollkommen sinnloses Gesetz verabschiedet.

Kritiker werden in der Diskussion diffamiert, haarsträubende und falsche Argumente gebetsmühlenartig wiederholt – von einer lebendigen und gesunden Demokratie keine Spur.

“Rette deine Freiheit” ist keine Parteienwerbung sondern genau wie “Du bist Terrorist”, ein von mir privat finanzierter und in meiner Freizeit erstellter Kurzfilm.

(via netzpolitik.org, bigod, fefe u.v.m.)

Anschaupflicht:

13. September 2009

Eine -- wenn auch brutale -- Möglichkeit, die Zahl zukünftiger Demonstranten zu reduzieren: Angst verbreiten.

Hintergrund ist, dass der Fahrradfahrer im blauen Hemd Anzeige gegen einen anderen Polizisten erstatten wollte, weil der einen Freund von ihm unter unfreundlichen Umständen festgesetzt wurde.

(via Kfmw, tutsi und spreeblick)

Und mit der Zivilcourage sieht es momentan auch eher tödlich aus.

Krank!

11. Mai 2009

Ich schreibe es nochmal: ICH BIN PÄDOPHIL!

Zumindest meint das Minister Guttenberg, denn ich habe meine Stimme gegen das geplante Gesetz zur Internetzensur erhoben und die Petition zur erneuten Anhörung im Bundestag mitgezeichnet. Minister Guttenberg interpretiert mein Verhalten und das der anderen 66.000 Zeichner mit in der “Tagesschau” folgendermaßen: “Das macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich einer der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.

Entweder Herr Guttenberg hat nicht den leisesten Plan von der Rolle einer Petition in einer Demokratie oder er versucht geschickt alle Zeichner der Petition als pädophile Straftäter darzustellen, denen man auf keinen Fall Gehör schenken darf!

Jeder Zeichner musste bei der Petition seine komplette Anschrift hinterlassen. Wie naiv muss man sein, zu glauben, dass ein Pädophiler freiwillig seine Wohnanschrift hinterlässt??? Offensichtlich so naiv wie Herr Guttenberg.

16. November 2008

Secret Service

Nein, auf George W. Bush hacken wir hier und heute mal nicht rum. Auch wenn es schwer vorstellbar ist, es gab in dieser Woche andere Personen, die unsere Missgunst auf sich zogen. Und all jenen widmen wir diesen Beitrag.

Diese Herrschaften, Abgeordnete im deutschen Bundestag, Vertreter des Volkes, haben in dieser Woche ihre Unfähigkeit im Umgang mit Demokratie bewiesen.
Mit ihrem “JA” zum neuen BKA-Gesetz haben sie dem BKA Befugnisse einer Geheimpolizei verschafft. Und so eine geheime Bundespolizei hatten wir doch schon einmal. Damals nannte sie sich Geheime Staatspolizei (GeStaPo). Na, dämmerts?

Ladies & Gentlemen – bleiben Sie sitzen und bekunden Sie Ihre Abneigung bitte für:
Albert Rupprecht, Alexander Dobrindt, Alfred Hartenbach, Alois Karl, Andrea Nahles, Andrea Astrid Voßhoff, Andreas Jung, Andreas Lämmel, Andreas Schmidt, Andreas Steppuhn, Andreas Storm, Andreas Weigel, Anette Hübinger, Anette Kramme, Angelika Krüger-Leißner, Anke Eymer, Annette Faße, Annette Widmann-Mauz, Antje Blumenthal, Antje Tillmann, Anton Schaaf,

Being WOK, der Film heisst nur “Being W” (die polemische Titelergänzung konnte ich mir nach dem Film nicht verkneifen). ARTE zeigt derzeit, in Vorbereitung des bevorstehenden Machtwechsels in Amerika, die 2008 veröffentlichte, unauthorisierte Biografie des 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Tagline zum Film verrät bereits, dass es keinesfalls eine öde Dokumentation im klassischen Sinn ist: “The Greatest Movie about the Greatest President of the Greatest Nation on the Face on the Earth.”
Hochkarätig besetzt, erlebt der Zuschauer nochmals die Schlüsselmomente in Bush´s Leben vor und während seiner Tätigkeit als Präsident – und niemand wird am Ende in seinem Fernsehsessel sitzen und glauben, was er da gerade gesehen hat: wie Demokratie mit Füßen getreten wird, wie Frieden auf der Welt mit Krieg hergestellt werden soll, wie dreist gelogen wird und was für eine Dumpfbacke der mächtigste Mann der Welt ist.

Der französische Journalist und Starkomiker Karl Zéro und Filmemacher Michel Royer präsentieren mit ihrem Dokumentarfilm “Being W.” die nicht autorisierte Biografie von George W. Bush, US-Präsident und aus Sicht des Satire-Duos größter amerikanischer Schauspieler aller Zeiten. Dabei stellt sich als “Dabbeljus’” Glanznummer heraus, dass er in der Lage ist, die Menschen die unglaublichsten Dinge glauben zu lassen. (Quelle: ARTE)

ARTE strahlt dieses Meisterwerk und “Must-have-seen” nochmals aus:
04.11.2008 um 09:55
06.11.2008 um 00:30

Der französische Original-Trailer (dank O-Ton von Georgy auch ohne franzmännische Sprachkenntnisse zu verstehen)

DirektDabbelju

(Bild: “George Bush stencil graffiti” by orangeacid)

27. April 2008

Die BooCompany präsentiert Sebastian E. und die Bundesregierung All Stars:


YoutubeDirektRevoluzzion

Ein Mash-Up von Politiker-Zitaten, die ihre absonderliche Meinung zum Umgang mit unseren Grundrechten zu Ausdruck bringen. U.a. mit von der Partie sind Sebastian Edathy: “Was soll denn der Scheiss”, Walter Ulbricht: “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten” und Erich Mielke: “Ich liebe doch alle“. Ach ja, und die Angela.

(via Netzpolitik)

27. Januar 2008

Fassungslos! Und gestern fragte ich noch naiv, ob es sowas wie den Wahlbetrug in der DDR nochmal geben wird. Und wir sind in Deutschland gerade mittendrin. Wahlcomputern sei dank.

Original von Frank Rieger. Über erste Berichte von der Wahlbeobachtung in Hessen. Kurz zusammen gefasst ist es schlimmer als erwartet:

In Obertshausen wurden interessierte Buerger vor dem Wahllokal, in dem sie den Aufbau der Wahlcomputer beobachten wollten, abgefangen, das Betreten des Wahllokals verweigert, ihre Personalien festgestellt, eine Anzeige wegen Stoerung der Wahl angekuendigt und der Hinweis auf die Paragraphen im Wahlgesetz zur Oeffentlichkeit der Wahl mit dem Spruch “Sie haben hier gar keine Rechte!” beantwortet. Dann wurden sie des Bannkreises um das Wahllokal verwiesen und von einem Ordnungsamtsmitarbeiter mit dem Auto bis zur Landkreisgrenze verfolgt.

In einem anderen Wahllokal wurde bei Eroeffnung der Wahl festgestellt, das der Computer kaputt ist. Es dauerte etwa eine Stunde bis ein Ersatzgeraet vor Ort war. Waehrenddessen wurden die Waehler abgewiesen bzw. auf eine obskure Briefwahlprozedur am Rathaus verwiesen. Da etliche der Fruehwaehler Schichtarbeiter mit knappem Zeitplan sind, wurde ihnen damit effektiv das Wahlrecht genommen.

(Quelle: netzpolitik.org)

20. Januar 2008

“Ich find´s ja auch nicht gut, aber dagegen machen kann ich auch nichts” so oder ähnlich lautende Aussprachen habe ich in den letzten Wochen häufiger gehört. Meist im Rahmen von politischem Gedankenaustausch.

Dabei wird deutlich, wie schwiegrig es ist, in einer Demokratie zu leben. Es bedarf weit mehr, als nur aller vier Jahre zur Wahl zu gehen und die “Bild!” zu lesen. Es bedarf Interesse, Recherche und Aufmerksamkeit. Und Mut. Was nützt die freie Meinungsäußerung, wenn man nicht weiß, was im Land vorgeht, wozu man seine Meinung äußern sollte, welchen Standpunkt man vertritt. Es kann nicht erwartet werden, dass sich jeder mit jedem Thema beschäftigt, aber es muß Empfangsbereitschaft für Themen geben und das Interesse, mitzuziehen. Zu sagen, “Ich hab nichts zu verbergen” oder “Das interessiert ich nicht.” ist das verbale Ablegen der demokratischen Mündigkeit.

Wenn aber ein Grundinteresse vorhanden ist, kommt als vermeintlich letztes k.o.-Kriterium die Ohnmacht, nichts dagegen tun zu können. Während im diktatorischen Burma Mönche verprügelt werden, weil sie im stillen Protest auf die Straße gehen, meinen wir, das lieber nicht zu tun. Aus Angst? Wovor? Dem im Grundgesetzt verankerten Grundrecht der Demokratie zu folgen?

Es ist Zeit, sich seinen Möglichkeiten bewußt zu werden, den Staat mit den demokratischen Mitbestimmungschancen zu prägen.

In diesem Sinne, einfach mal dem folgenden Video der Ärzte zuhören und drüber nachdenken.

So schrieb es Holgi heute bei NIGHTLINE.
Ich sage “herzlichen Glückwunsch”! Unglücklicherweise passiert um uns herum in Europa eine Menge, was auch in Deutschland brauchbar wäre und uns eine Menge Nerven sparen würde. Sei es das Mautverfahren in Österreich, der Fachkräftemangel in Skandinavien oder der Umgang mit DrogenWahlcomputern in den Niederlanden. Hoffentlich merkt das hier auch bald jemand. Ich möchte weiterhin Kreuze machen!

SpOn meldet und ich lasse mich zu pro-amerikanischen Jubel hinreißen. Keine Wahlcomputer in Kalifornien. Danke Frau Bowen.

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