--> BerlinBerlin | HASENFARM

Heute vor 20 Jahren fiel sie, die Berliner Mauer. Heute vor 20 Jahren brach er zusammen, der Staat formerly known as DDR. Seit 20 Jahren sind wir frei.

Für alle, die heute denken oder sagen, sie würden gerne wieder in der DDR leben, dem sei empfohlen sich dieses Video anzusehen. Wer danach immernoch der Meinung ist, die DDR war ´ne coole Sache, der möge sich bitte bei der nächstgelegenen Strafvollzugsanstalt melden, sich freiwillig einsperren lassen und für immer die Klappe halten. Wie in der DDR.

350

Am 24. Oktober 2009 ist Klima-Aktionstag. Klingt langweilig, oder? Klima-Aktionstag – ebenso langweilig wie “Rettet die Wale”. Da rennen also ein paar Menschen auf die Straße und wollen, dass wir… Ja was eigentlich? Und warum heisst die offizielle Webseite überhaupt 350.org?

Bewiesener Maßen steigt der CO2-Anteil in unserer Atmosphäre kontinuierlich an. Durch den Anstieg verändert sich das Klima global. Pathetisch gesprochen ist 350 die Zahl, die uns am Leben hält, denn…

…Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies die sichere Obergrenze an Kohlendioxid in der Atmosphäre ist.

Vor 2 Jahren, nachdem führende Klimaforscher in der Arktis eine rapide Eisschmelze und andere beängstigenden Anzeichen von Klimawandel beobachtet haben, brachten sie einige Studien heraus, die belegen, dass die Erde bei anhaltenden CO2-Konzentrationen von über 350 ppm mit menschlichen und natürlichen Katastrophen konfrontiert sein wird.

Nach heutigem Stand werden an diesem Tag mehr als 3200 Aktionen in über 156 Ländern stattfinden. In Berlin findet eine aussergewöhnliche und recht untypische Demonstration statt. Bei der “Silent Climate Parade” tanzen 350(!) Leute zu den Klängen von Dr. Motte und DJ Dirty Döring. Der Clou: alle Teilnehmer haben Funkkopfhörer auf den Ohren und empfangen darüber die Beats der DJs. Demnach wird sich ein sehr atypisches Bild für die Zuschauer bieten: ein tanzendes Partyvolk ohne Musik. Und was hat das jetzt mit CO2-Reduktion zu tun? Ganz einfach: Aufmerksamkeit schaffen und ein Zeichen setzen. Organisierte Flashmobs haben ja seit “…und alle so: Yeahh!” ungeahnte Öffentlichkeitswirksamkeit.

Also, wir sehen uns am 24.10. um 14 Uhr am Potsdamer Platz.

Der Link schlummert schon eine Weile in meiner Inbox. Als mir der Kanzleramtler Ray Kajioka die Aufzeichnung seines Live-Sets im Batterieraum mailte, konnte ich kaum glauben, was ich mir da wenig später auf meinen iPod gezogen hatte. Feinster New-Detroit. Fluffige, stampfende, rockende Beats mit präzisen Melodien.
Kaum zu glauben, dass dieser Sound aus den Fingern eines Berliners fließt. Großartiger Mix zum WinterWarmTanzen.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Download: Ray Kajioka live-Set @ Tresor Berlin / Batterieraum / 25.10.2008

(via Ray)

Was war das für ein entbehrungsreicher Sommer. Da kommt Anfang des Jahres das Techno-Monster “Berlin Calling” mit Paul Kalkbrenner in die Kinos. Kalkbrenner liefert neben einer hervorragenden schauspielerischen Leistung auch gleich noch ein fabulöses Album ab (Berlin Calling-the Soundtrack), dass es leider erst jetzt als ausgekkoppelte Vinyl-Versionen gibt. Von der DVD fehlte jedoch jede Spur.

Jetzt endlich zum Vorweihnachtsgeschäft erscheint mit Berlin Calling -- Deluxe Edition der Hammer für das Weihnachtsfest. Dank der Doppel-DVD-Special Edition verspricht es alles andere als ein ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest zu werden. Passend zur DVD-Veröffentlichung dreht Paul Kalkbrenner eine Promotiontour und sorgt für Star-a-like Kartenvorverkäufe.

Und wer jetzt noch nicht weiß, warum er die DVD nicht seinem technoiden Partner schenken soll, dem sein noch mal der Trailer empfohlen. (PS: ich weiß übrigens schon, was ich zu Weihnachten bekomme)


Berlin Calling -- offizieller Trailer

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Tonia Welter, Industrie-Designerin aus Berlin, setzt sich maßgeblich für eine schöne Welt ein. Gemeinsam mit der Schmuck-Designerin Julia Reymann verbindet sie Stil und Funktion – und das auf beeindruckende Art und Weise. So sieht man der Schmuckkollektion auf den ersten Blick nicht gerade an, dass es sich um portable Datenträger handelt, sondern ebene um Schmuck. Mit Hilfe von Sterling-Silver werden die 2 oder 4 GB fassenden USB-Sticks in edlen Schmuck verwandelt. Die Kollektion umfasst Manschettenknöpfe, Handgelenks- und Halsketten

The actual collection is made of sterling silver, available in limited edition of 500 pieces. The surface appears in two different designs: shiny-brushed and icy-matt finish. Individual whishes like engraving, gemstones (zirconia, coral, chrystals) and other materials (white and yellow gold, platinum, titanium, palladium) upon request.

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Weitere Informationen und Bilder finden sich auf der ebenso stylischen Webseite der Künstlerin: toniawelter.de

(C) Bilder: Tonia Welter

19. Januar 2009

Peter Fox, die personifizierte Auskopplung aus der Berliner Band “Seeed”, hat dieser Tage sein neues Video “Schwarz zu Blau” aus seinem Album Stadtaffe präsentiert. Die Homage an Berlins nächtliche Straßen geht nicht nur durch die groovenden Trommelbeats der phantastischen Cold-Steel-Band und seiner prägnanten Stimme auf, denn das Video ist eine phantastische Werbung für zeitgenössische Straßenkultur, Graffiti und Streetart. Manch Motiv hat unabhängig vom Video schon seinen Weg durch´s Netz gefunden. Bombe!


DirektFox

14. November 2008

Die Mauer

Schaut Euch das an, Ihr, die Ihr mit den Linken sympatisiert, die PDS vermisst und gerne wieder mal SED wählen möchtet. Ihr, die Ihr glaubt, Sozialismus ist eine feine Sache, bei der sich alle lieb haben und Ringelreihen tanzen.
Das hier ist kein Film von einer Fahrt durch das atomunfallverseuchte Tschernobyl, wo Natur und Infrastruktur dem Verfall überlassen wurden.
Das ist eine Kurzdokumentation des real-existierenden Sozialismus.
Das ist nicht Sibirien oder Mecklemburg-Vorpommern.

Das ist Berlin! 1988. Ein Blick aus der S-Bahn in den Osten. Kein Fake. So sah es aus. Und so wird es aussehen, wenn es wieder heisst “Alle Macht dem Volke!”.

Plattenspieler
“turntable” by tj scenes

Wer anfang der Neunziger über die tieffrequenten Platten mit dem “M” auf dem Label oder die transparent-marmorierte “Basic Channel”-Scheiben stolperte, dem fiel es schwer, Informationen jenseits der Platten, über die Künstler im Hintergrund, zu finden. Zwar wusste man, dass die Produktionen aus dem Hardwax-Umfeld aus Berlin kamen, auch wenn sie die Ritzungen eines Larry Heard aus Detroit enthielten. Bis zum Namen der Produzenten kam man dank Hörensagen maximal auch noch. Mark Ernestus und Moritz von Oswald waren die Schöpfer, dieser neuen, Dub genannten Musik. Dann war aber schon Schluß mit Informationen. Keine Fotos, keine Interviews.

Jetzt öffnet die Red Bull Music Academy ihr Videoarchiv von Sitzungen und Workshops der letzten Jahre. In den bis zu zweieinhalb-stündigen Clips kommen neben jenem Moritz von Oswald Protagonisten wie Wolfgang Voigt, Chez Damier und Theo Parrish beim Beantworten von Fragen zu Wort.

Moritz von Oswald ist übrigens auch in der neu erschienen Groove im Interview vertreten und erläutert dort die Gründe für die Verschleierung seiner Identität und die neue Offenheit gegenüber den Medien.

Moritz von Oswald
Wolfgang Voigt
Theo Parrish
Chez Damir
Derrick May
Carl Craig
(comming soon)
und viele mehr

Zeit mitbringen!

4. September 2008

Wenn der amerikanische Hip-Hop-Weltstar Kanye West das Video des Berliner Solokünstlers Peter Fox mit der Überschrift “This shit is dope!!!” tituliert, kann man nur sagen: “Alles richtig gemacht Peter”.
Wir freuen uns riesig auf das Konzert und hoffen, dass sich Kanye danach ärgern wird, nicht persönlich da gewesen zu sein.

Dreck.

Na, na, na. So kann man doch nicht über die alte Loveparade reden. Was einst in Berlin seinen Ursprung hatte, lebt im Pott weiter. In diesem Jahr war mein einzigster Kontakt zur Loveparade, die nächtliche Abmoderation auf VIVA – mit Gülcan und Collien. Die Vorstellung, dass dieses einzigartige, jährliche Treffen zigtausend Jugendlicher seine Heimat verloren hat, nagt sehr. Neben internen Zerwürfnissen in der Organisation der Veranstaltung, schürte der Berliner Senat durch jährlich aufflammende Diskussion um Müll und Grünflächenbesudelung das Gefühl, in der Stadt unwillkommen zu sein. Gut, Berlin ist aber auch stark gebeutelt von diesen Menschansammlungen, wie z.B.:

 

Loveparade

Gezahlt hat die Sause in oben genannten Beispielen ja wohl kaum der jeweilige Organisator. Eine Stadt, egal wie pleite sie ist, braucht Großereignisse, um Umsatz und Kundenfrequenz zu generieren. Da ist die Kommune nicht anders, als ein Handelsunternehmen. Heute tanzt die Parade da, wo es eigentlich nicht viel zu zerstören gibt: im betonesken Pott. Die Bilder im TV zeigen tausende bunter Menschen, eingefercht in tristen Betonfassaden. Ich weiß nicht, ob ich darüber glücklich sein soll. Der Stadt tut es sicher gut, aber der Geist der Veranstaltung ist fort. Die Aufmerksamkeit ist geschwunden und die bereits genannten Moderatorinnen scheinen die Wächterinnen des Vorhofs der Musikhölle zu sein.
Berlin ist ärmer, seit 2007 die Metropole Ruhr die Großveranstaltung mit offenen Armen empfing.
Die Szene ist ärmer, weil Berlin der Ort war, ist und sein wird, an dem elektronische Musikgeschichte geschrieben wurde, wird und werden wird.

 

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