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Train

Die BAHN bespitzelt erst leitende Angestellte, dann fällt Hartmuth Mehdorn ein, dass es nun doch alle Mitarbeiter waren. Und als seine Taten ins Licht der Öffentlichkeit geraten, mahnt die Bahn ab. Scheiße machen aber nicht drüber reden wollen, mag man meinen. Die Welle der Entrüstung, die durch Netz und Medien rollt, schlägt jeden Tsunami. Die Verwüstung ist leider nicht ansatzweise so stark, wie sie wünschenswert wäre, denn Herr Mehdorn ist noch im Amt.

Darf man eigentlich die Frage stellen, warum wir uns noch über so dreistes Vorgehen von Großunternehmern wundern? Die moralisch-ethische Verantwortung von Führungskräften und Entscheidern in der Industrie ist augenscheinlich verschütt gegangen. Erinnern wir uns noch an den Observations-Skandal von Lidl, die Abhörtätigkeiten der Telekom und jetzt die Bahn.

Beim Blick über den großen Teich nach Amerika wird das Ausmaß von Maßlosigkeit erst richtig plakativ. Dort kassieren die Manager, die ihre Banken in den Ruin gefahren haben, vom Staat milliardenschwere, steuerfinanzierte Hilfspakete und kaufen sich davon Privatflugzeuge und erhöhen ihre Prämien. In diesen Tagen scheint das Leitmotiv der Wirtschaft zu “Du musst ein Schein sein” mutieren.

Im Falle von Hartmuth Mehdorn liegt die Sache noch etwas anders. Obwohl er als Verantwortlicher katastrophale Fehlentscheidungen trifft, wird ihm dies dank Klüngelei mit der Politik um Herrn Tiefensee nicht zum Verhängnis. Der Staat beschützt diesen Mann wie einst das Drachenblut den Siegfried. Damit verändert sich das Bild von der Moral auf gefährliche Art und Weise. Warum soll sich der kleine Mann so verhalten, wie ihm das Gesetz vorschreibt, wenn einige Stockwerke höher jedes Gefühl für Rechtssinn abhanden gekommen ist und toleriert wird.

Ohne ketzerisch klingen zu wollen: Die Regierung muss dringend in der Angelegenheit Mehdorn eliminierend tätig werden, da sich der angerichtete Schaden sonst vervielfacht.

(Bild: by wili_hybrid)

Drei Kinder im Alter von neun, elf und zwölf Jahren mussten alleine mit der Bahn von Hude nach Bremen fahren, weil der Schaffner ihre Mutter am Bahnhof Bockholzberg zum Aussteigen aufgefordert hatte und dann den Zug weiterfahren ließ. … Die 53 Jahre alte Frau aus Kassel hatte vergessen, das Verbundticket im Bahnhof in Hude zu entwerten.
Die Bahn räumte den Vorfall ein und entschuldigte sich. Eine Unternehmenssprecherin erklärte ihn mit einer Verkettung unglücklicher Umstände. (Quelle: Kurier am Sonntag)

Genau stellt man sich ein zukunfts- und kundenorientiertes börsennotiertes Vorzeigeunternehmen vor. So stellt man sich ein Unternehmen vor, dessen Chef von der amtierenden Regierung gebauchpinselt wird.

Mal ganz ehrlich: gebrochene Radreifen, kontinuierliche Preiserhöhungen, gierige Bonuszahlungen an Vorstände, permanente Verspätungen, politisches Geklüngel, verfehlter Umgang mit Kunden – wann schmeisst man Hartmut Mehdorn endlich raus?

20. August 2008

Antwortschreiben Deutsche Bahn

Liebe Deutsche Bahn,

du bist unpünktlich, aber erwartest von mir Pünktlichkeit. Wenn ich ein günstiges Ticket kaufen möchte, muss ich Monate im Vorraus buchen, mir gibst du aber nur 30 Tage, um meine Entschädigung einzufordern. Das passt doch nicht zusammen!

Aber trotzdem danke ich dir, dass ich dir als Kunde wichtig bin und dennoch einen Gutschein erhalten habe. Momentan dürften Millionen anderer Kunden nur den Eindruck haben, dass sie nur zum Geldmelken da sind.

2. Juli 2008

DB Wien - Hamburg

Die Bahn kommt mit 50 Minuten Verspätung von Wien in Prag an. Auf der weiteren Fahrt über Dresden, Berlin, Wittenberge nach Hamburg erhöht sich diese Verspätung um weitere 35 Minuten.
Warum dient als Begründung seitens der Bahn die verspätete Übergabe des Zugs durch die tschechische Bahn? Muß man nicht verstehen. Auf jeden Fall sind die 20% Preisnachlass auf das Ticket schon reinvestiert und Spaß hat es gemacht, die Verspätung vor jedem Halt neu zu tippen.

20. Mai 2008

Heute hat sich meine Meinung über die Deutsche Bahn AG geändert. Während sich in der Vergangenheit der Kontakt zwischen mir und Bahn dank unternehmensinterner Reisebuchung nur im Bereich meines Gesäß- und Rückenbereiches im reservierten Platz abspielte, habe ich nun meine eigenen Erfahrungen im Bereich der Fahrkartenreservierung machen dürfenmüssen.

30. April 2008

Die Bahn geht an die Börse.

Bleibt die Frage, warum ich in ein Unternehmen investieren sollte, welches unpünklich ist, schlechten Kundenservice hat, überteuerte Fahrpreise kassiert, ein undurchsichtiges Tarifdickicht hat, weiterhin zu 75,1% dem Bund gehört, dessen Wagons z.T. veraltet sind und dessen Geschäftsführer mir unsympatisch ist?

Wird eigentlich Manfred Krug das Testimonial für die Werbekampagne? Passen würd´s.

28. April 2008

Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe den leisen Verdacht, dass mir Hartmut Mehdorn zutiefst unsympathisch ist, die Privatisierung der Deutschen Bahn ein Milliardengrab sein wird und der Lieblingsmanager von Angie irgendwas verheimlicht.

Ist aber nur so ein Verdacht. Aber alleine bin ich damit sicher nicht.

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