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8. Oktober 2011

Part I
Steve Jobs trat an einem eiskalten, regnerischen Dezembertag 2001 in mein Leben. Mit einem dicken Bündel Hundert-Euro-Scheinen in der Tasche suchte ich eine Reihenhaussiedlung in Hamburg-Langenhorn auf. Der Verkäufer auf eBay sicherte mir eine Originalrechnung zu und so tauschte ich an einer fremden Haustür das Bündel Geld gegen eine schwarze Papp-Box ein. Mein erster Kontakt mit einem Apple-Produkt – dem iPod der 2ten Generation.

3. Dezember 2009

…dieses neue 10″ NetBook Pro von Apple stand heute auf meinem Schreibtisch.

netbookpro

Leider war es nur ein Traum.

mybox

Das stilprägende Apple-Design des iPods – eckig und doch rundgelutscht, nimmt jetzt auch Einzug in den nicht-technischen Bereich. Allen “Rounded-Corner-Lovers” bietet die Firma EMSA mit ihrer brandneuen “myBox”-Blumenkastenserie den stilistisch passenden Blumenkasten für den Balkon. Damit passen jetzt iPhone, MacBook und Blumenkasten auch wirklich zusammen.

Der Clou an der myBox-Serie ist ihr modularer Aufbau. Der eigentliche Kasten steht in 5 Farben zur Auswahl. Ein entsprechender Akzentrahmen macht das System komplett. Ebenfalls in fünf Tönen erhältlich, ergeben sich bis zu 25 verschiedene Farbkombinationen.

Und wer es nicht immer schafft, rechtzeitig Wasser nachzugießen, dem nimmt der integrierte Wasserspeicher. Die Kästen gibt es in 50 cm und 75 cm Breite.

Ganz billig sind diese Blumenkästen nicht, aber wer sich ein iPhone oder andere rund gelutschte Spielereien leisten kann, der sollte seinem Balkon diese Investition gönnen. Wir lieben diese Idee!

Da schielt die Netzwelt links zu Google´s Chrome-Browser und rechts zu Mozilla´s Firefox und plötzlich schießt Apple´s Safari an allen vorbei. Seit gestern gibt es die Version 4 des OS-X-eigenen Webbrowsers zum Download. Und obwohl es eine Beta-Version ist, solche die meist fehlerbeladen, langsam und unausgegoren sind, beeindrucken die Ergebnisse erster Leistungs- und Funktionstest durch Professionalität. Im Vergleich mit den anderen Platzhirschen der Browserflotte Internet-Explorer, Opera, FireFox und Chrome beeindruckt Safari mit unheimlicher Geschwindigkeit. Dank der neuen Java-Engine “Nitro” (Was für ein Name!) soll der Browser bis zu 36 Mal(!!!) schneller als Microsoft´s Internet-Explorer in der Version 7 sein.

Wir wollen uns hier nicht weiter mit Zahlen beschäftigen und werfen daher einen Blick auf die beeindruckenden Ergbnisse in Chart-Form:

pc_benchmarks2
(Testergebnisse auf einem PC 2.1GHz Intel Core 2 Duo, inkl. IE7)

pc_benchmarks1
(Testergebnisse auf einem PC 2.1GHz Intel Core 2 Duo, exkl. IE7)

mac_benchmarks1
(Testergebnisse auf einem Mac 2GHz Intel Core 2 Duo)

(Grafiken (C) CNET UK)

Lange Rede, kurzer Sinn: Safari ist ein Monster geworden, nicht nur seitens der Geschindigkeit, sondern auch in grafischer Hinsicht. So verpassten die Entwickler dem Browser jetzt die aus iTunes bekannte “Cover-Flow”-Funktion für die zuletzt besuchten Webseiten.
fari2

Ebenso wurde die Darstelung der am häufigsten besuchten Seiten aufgemotzt.
fari1

Dass Lade- und Verarbeitungsgeschwindgkeit von Webseiten ohne Frage eines der schlagenden Argumente für Safari ist, bleibt unbestritten, wie die neuen grafischen Funktionen beim Nutzer Anklang finden, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist Apple mit dieser unerwarteten Turbo-Maschine wieder einaml ein Überraschungs-Coup gelungen.
Überzeuge dich selber von Apple neuer Web-Rakete: offizielle Safari-4-Seite

Mac

Es war ein verschneiter Tag im Februar. Morgens hatte es geschneit und am Nachmittag hatte sich der Schnee zu einer rutschigen Schicht auf dem Kopfsteinpflaster verfestigt. Ich wurde durchgeschüttelt und jeder Schlag, den ich auf meinem Rad ab bekam, durchzuckte mich weit stärker, als sonst üblich. Ich hatte eine besondere Fracht in meiner Hand.

Der 7. Februar 2007 ging als Tag in meine persönliche Geschichte ein: der Tag als ich “das” Obst kaufte.

Meinen 2002er PC Marke Eigenbau hatte ich längst über. Windows XP zickte in regelmäßigen Abständen, iTunes benötigte fast Tage, um zu starten und die regelmäßigen Bluescreens taten ihr übriges, mich einem Apple MacBook Pro zuzuwenden.

Nun kann man sagen, ich sei nicht in der Lage gewesen, mein vorhandenes System zu warten und zu optimieren, aber genau das ist es, was ich eben nicht mehr wollte. Ich kannte mich aus, wusste, wie ich Prozessoren einbauen, Kühler befestigen und das System leistungsoptimiert konfigurieren muss. Aber genau das wollte ich eben nicht mehr. Ich wollte arbeiten, bloggen, Musik hören, Chatten und Grafiken bearbeiten – und das alles gleichzeitig, mobil und stylisch.

Dem frühen Wechsel von PC zu Mac stand in erster Linie der Geldbeutel im Weg. Legt man bei Apple doch einen Stapel Geld auf den Tisch, mit dem man einen Teraflop-Rechner Marke “PC” erwerben könnte. Nach dem Erwerb steht dann noch das Verständnis vom Umgang mit dem Rechner im Weg. Wer jahrelang auf PC getrimmt ist, hat Probleme, die Arbeitsweise eines Macs zu verstehen. Ich rief völlig aufgeregt einen Freund an, als ich keine Funktion zum Deinstallieren von Programmen fand. Dass es so etwas unter OS X nicht gibt, begriff ich anfangs nicht.
Mit anfänglichen Entzugserscheinungen reagierte ich auf das Fehlen von Registry und Boot-Optimizer. Überhaupt hatte ich den Eindruck, OS X verweigere mir den Zugriff auf das Kernsystem. Wenig später wurde mir klar, dass sich dahinter ein Konzept verbirgt. Eben jenes Konzept, weswegen ich gewechselt bin. Der Mac macht seinen Job und mache meinen – ganz klassische Arbeitsteilung.

Inzwischen zucke ich verlegen mit den Achseln, wenn mir jemand Fragen zum Inneleben eines XPs oder Vistas fragt. Ich antworte nur noch lapidar: Ich hab ein Mac, da brauche ich so was nicht zu wissen. Und während ein Premium-PC aus dem Jahre 2007 heute höchstens noch den Gegenwertes eines Döners und die Leistungsfähigkeit einer Rennschnecke hat, arbeitet der Mac ebenso schnell wie am ersten Tag. Von Zeit zu Zeit lasse ich ihn, sich selbst optimieren und mache dann weiter mit dem, weshalb ich der PC-Welt den Rücken zugewendet habe – ich arbeite mit ihm und nicht in ihm.

St Paulini

Heute habe ich mir bei Gravis mein St.-Paulini-Sammelalbum abgeholt. Wochenlang habe ich damit zugebracht, am Rechner mit anderen Sammelwütigen um fehlende Sticker zu feilschen. Es hat letzendlich fast einen Monat gedauert, bis ich die beiden letzten fehlenden Sticker mein Eigen nennen konnte und das Album somit digital gefüllt hatte. Nahezu täglich brannten sich der Apple-Premium-Reseller Gravis und der Kiez-Club FC Sankt Pauli in mein Hirn. Wie ich schon hier geschrieben habe, finde ich die Aktion ganz großes Werbekino. Und jetzt, kurz vor Weihnachten, ereilte mich die frohe Kunde, ich könne mir mein persönliches, ausgedrucktes Exemplar von Gravis abholen. Juju.
Dummerweise kam der Newsletter mit der Ankündigung vor der Belieferung der Filialen, so dass ich zwei mal hin musste. Es gibt Schlimmeres. Wie zum Beispiel, dass Gravis auf den letzten Metern dieser Kampagne richtig verkackt. Das sitzt man wochenlang vor´m Rechner, verschwendet wertvolle Lebenszeit, nur um sein persönliches Album zu füllen, um dann festzustellen, dass nun jeder Depp in die Gravis-Filiale latschen kann und für Zweifuffzig ein gedrucktes, vollständig gefülltes Album kaufen kann: Zeitaufwand keine fünf Minuten. Verarsche ist das Wort, was sich in meinen Gehirnlappen ganz nach vorne drängelt, wenn ich das Ende der Aktion resümiere.
Ich weiß schon, warum ich bei M&M Stammkunde bin.

Die Ärzte - Jazzfäst-Tour

Ich bin bei der FAZ auf ein sehr interessantes Interview mit Farin Urlaub (Die Ärzte) gestoßen. Dass Punkmusiker mehr als nur Alkohol, Drogen und Frauen im Kopf und am Leib haben, beweist Herr Urlaub schon seit einigen Jahren. Neben intelligenten Songs, übertreffen seine Statements und Meinungen die zuweilen die von manch Volksvertretern.
Umso mehr weckte folgende Aussage zum Thema neuartiger Musikvertriebskonzepte meine Aufmerksamkeit:

Ein Fortschritt ist das für uns nicht unbedingt. Der schlaue Steve Jobs hat mit seinem iPod ganz schlechte Bedingungen für Künstler zur Norm gemacht. Total unfair und schlimmer als manche Labels in den 80er Jahren. Das Wenige, was der digitale Vertrieb kostet, steht in keinem Verhältnis zu dem, was Apple einstreicht. Reich wird man als Band damit nicht, deswegen muss man das Geld mit Konzerten und Merchandising reinholen. Ich glaube, wir landen in Zuständen wie vor 100 oder 120 Jahren: Musik an sich ist wertlos. Nur das Konzert oder die gedruckte Note kostet etwas.

Leider detailliert das Interview diese Aussage nicht weiter, was ich jedoch spannend gefunden hätte. Ich bin insofern irritiert, dass die Musikindustrie dem illegalen Download einen Riegel vorschieben möchte, es weit und breit jedoch keinen adäquaten Anbieter gibt, der die Interessen beider Seiten (Kunde & Industrie) zu vertreten weiß. So scheint Apple mit seinem iTunes-Store und der iPod-Anbindung zumindest ein vom Kunden akzeptiertes Vertriebskonzept entwickelt zu haben. Bisher schien mir, bis auf wenige Ausnahmen, das Konzept auf Zustimmung seitens der Künstler zu stoßen.
Von daher würde mich mal Analyse von Einnahmen zwischen klassischen Vertriebsmodell und Apple´s iTunes interessieren.

iPodTouch

Gerade noch ein überteuerter MP3-Spieler, jetzt plötzlich es eine Spielekonsole. Apple bewirbt derzeit massiv und mit sehr auffälligen Werbungen seinen an das iPhone angelehnten MP3-Player. Dank des App-Stores stehen inzwischen mehr als 1.100 Spiele zum Download bereit. Ob der iPod damit zur ernsthaften Konkurenz für Sony und Nintendo wird, bleibt abzuwarten. Typisches “Daddeln” ist mit Apples Design-Player zwar von Hause aus möglich, da die entsprechenden Steuereinheiten fehlen, dafür versprechen Touchscreen und Neigungspad diese zu ersetzen.

Mac Book Pro
Apple hat heute seine neuen Laptops vorgestellt. Die neuen MacBooks und MacBooks Pro glänzen wieder mit allerlei technischem Highend, wie z.B.:

  • Glas-Display
  • Gehäuse in einem Stück aus einem massiven Aluminiumblock gefräst (nur MBP)
  • großes Trackpad aus Glas wie beim iPhone
  • neue Grafik: NVIDIAs GeForce 9400M – Chipsatz (angeblich fünfmal schneller als der Intel Chipsatz)
  • Akkulaufzeit ca. 5 Stunden
  • Gehäuse-Stärke 0,95 Zentimeter

Da kann die Microsoft-Vorstandebene noch so euphorisch durch die Gegend springen und schreien “Ich bin ein PC”. Wenn “His Steveness” die Katze aus dem Sack lässt, fängt die Fachwelt das Staunen an. Konsequente Produktweiterentwicklung, der Einsatz von zukunftsweisender Technologie und optimal abgestimmte Software sind das Fahrwasser, auf dem Apple im Moment unterwegs ist.

Aber trotzdem nerven mich diese Weiterentwicklung gehörig. Aller halber Jahre wird mir meine Unzulänglichkeit und nicht vorhandene Coolness vor Augen geführt. Mein geliebtes MBP dürfte heute nur noch den Gegenwert einer Portion Sushi haben, ist es doch schon fast zwei Jahre alt. Auch wenn ich ohne die neuen Features hervorragend arbeiten kann, infiziert mich Apple immer wieder von Neuem den “Must-Have”-Virus und lässt meine vorhandene Apple-Technik traurig aussehen.

6. Oktober 2008

PC oder Apple – wer wird die Zukunft regieren? Diese Frage beantwortet Pixars neuer Animationsfilm “Wall-E” zweifelsohne. Der letzte auf der Erde zurückgebliebene Aufräumroboter Wall-E trägt einen Mac-Kern in sich. Ich dachte, ich höre nicht recht, als sich seine Akkus mittels integrierter Solar-Module aufgeladen hatten. Ein quäkiger Statusklang, der aber unverwechselbar, wenn auch klar und deutlich, jeden Tag aus meinem Mac kommt, wenn er sich startet. Den Beweis meines Verdachtes liefert der Abspann. “Special Thanks to Steve Jobs”.

Wall-E und Apple

Productplacement vom Feinsten nenne ich das. Was nützt es da, wenn hochmotivierte Menschen verkünden, sie seinen ein PC? Die Zukunft wird vom Mac gestaltet.

Aber nun noch ein Paar Worte, wie mir der Film gefallen hat: Phantastisch genial!

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