Michael Moore´s CAPITALISM: A LOVE STORY
Michael Moore ist zurück. Die Turbulenzen am Finanzmarkt, die Immobilienkrise haben ihn zurück auf den Plan gerufen. Ich hatte das Glück, seinen Film im Sneak Preview zu sehen.
Eines vorweg: Wer seine früheren Werke wie Fahrenheit 9/11 oder Bowling 4 Columbine nicht mag, den wird auch sein neues Werk kalt lassen. Moore ist wieder polemisch, sarkastisch, gespielt naiv, provokant und alles andere als objektiv. Aber genau desweg mag ich ihn und seinen Film.
Diesmal wird Moore zum Sprachrohr des von der amerikanischen Finanzkrise betroffenen Otto-Normal-Bürger an, der zum Obdachlosen oder entlassen wird. Moore legt klar und deutlich das Kernproblem der Gesellschaft frei: Geldgier.
- Warum war es möglich, dass sich staatlich fitgespritzte Banken direkt nach dem Bail-Out Learjets und Prämien in Millionenhöhe leisteten? Weil das Finanzministerium von Banken geleitet wird.
- Warum werden Menschen auf die Straße gesetzt, weil sie ihre Raten nicht mehr bezahlen können und anschließend verfällt das Haus?
- Warum werden einst staatliche Gefängnisse privatisiert und dann wieder teuer vom Staat angemietet?
- Warum sind Strafgefangene Wirtschaftsgüter?
Unterhaltsam ist das cineastische Werk von Moore nicht, dafür wirkt es nach und beantwortet Fragen, die sich viele vielleicht noch nie gestellt haben.




















