27. Februar 2010

malaysia_perhentian

Man kennt diese Bilder zumeist aus Hochglanzprospekten der Reiseveranstalter, die ihren potentiellen Kunden das Paradies auf Erden verkaufen wollen. Oft glaubt man sich einer guten Fotoretusche gegenüber, wenn sich das Meer in Türkis-Schattierungen vom weißen Sandstrand ergießt und sich die Palmen in sattem Grün im Wind zu wiegen scheinen.
Als wir nach Perhentian Island kamen, erwarteten wir zwar einen Strand der Oberliga, fanden uns aber an einem Plätzchen wieder, welches uns auch nach 7 Tagen noch den Kopf schütteln ließ: das Wasser schillert in allen erdenklichen Türkis-Blautönen und hat seine erfrischende Wirkung längst verloren, der Wind bläst die 35°C warme Luft vorbei an Palmenhainen.

einladung_rainer
Red Snapper mit Knoblauch und Zucker(!)

Rainer und Manuela trafen wir vor zum letzten Mal, als wir ihrer Einladung zum legendären Aalessen folgten. Jetzt liegen knapp zwei Monate und 35°C Aussentemperaturdifferenz dazwischen aber wir folgen ihrer herzlichen Einladung erneut sehr gerne.
Wie es sich für Fischliebhaber gehört, haben wir uns für ein Essen frisch aus dem Meer entschieden. Red Snapper in einer Knoblauch-Sauce mit Reis stand auf der Speisekarte des kleinen Strandlokals in Kuala Besut im Nordosten Malaysias. Dass die Malayen neben Chilli auch eine Leidenschaft für Knoblauch haben, weiß man spätestens dann, wenn man unverhofft auf einer ganzen Zehe herumkaut, die im Essen versteckt lag.

20. Februar 2010

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20. Februar 2010

Es ist stets beklemmend, erst nach Einbruch der Dunkelheit am Bestimmungsort des Tages anzukommen, dort Orientierung zu erlangen, Unterkunft und Essensmöglichkeit zu suchen sowie die Weiterfahrt zu organisieren.
Nun war es einer morgentlichen Müdigkeit geschuldet, dass wir in der Abenddämmerung noch immer auf der letzten Reihe eines lokalen Busses von Kuala Terengganu nach Kuala Besut herumschaukelten. Um das Unbehangen noch zusätzlich zu steigern, saß neben uns nur noch der Busfahrer an Bord. Bereits vor einigen Kilometern war der letzte einheimische Fahrgast ausgestiegen.

18. Februar 2010

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Die Ursache für die vergangene Blog-Inaktivität lag neben fehlendem Internetanschluss auch an der arbeitsunwürdigen Lage unseres Reiseziels. Tioman Island, 50 km vom Festland in der südchinesischen See gelegen, hielt uns mit seinem Traumstand von allem fern, was nicht mit Erholung zu tun hat. Oben gezeigtes Bild verheimlicht den fantastischen Ausblick auf bis zum Horizont reichendes Meer.

13. Februar 2010

Einen Tag vor Chinese New Year mit dem Bus von Singapur nach Malaysia zu reisen, grenzt an Leichtsinn, tun dies doch alle in Singapur arbeitenden Malayen mit chinesischen Wurzeln. Sie reisen nach Hause zu ihren Familien. Ebenso leichtsinnig ist es, zu glauben, man kenne alle Besonderheiten asiatischer Transportmittel.

So warf ich einen 10 RM-Schein in den dafür vorgesehenen Schlitzkasten beim Fahrer, um die 5,40 RM Beförderungsentgeld zu entrichten. Der Fahrer antwortet kurz: „No change. OK? – Kein Wechselgeld! In Ordung?“. Nach kurzer Diskussion dämmerte mir, dass ich in einem Bus stand, den man nur passend bezahlen kann. Also überließ ich dem Fahrer frustriert das Wechselgeld und taumelte mit meinem Rucksack in Richtung eines 4er-Platzes, der bereits von einem Malayen besetzt war. Dank der Gravitation meiner 20 Kilo Rückengepäck und dem eingeschränkten Bewegungsfreiraum, fiel ich beim Absetzen des Rucksacks samt selbigen fast auf dem zierlichen Jungen. Wer hätte gedacht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers sein würde.

visum_singapur

Um aus dem Stadtstaat Singapur nach Malaysia zu gelangen, bietet sich der Landweg via Bustransfer an. Theoretisch geht es mit dem Bus ab Singapur Queen Street zum Ausreise-Terminal Woodlands, dort steigt man aus, geht zu Fuß durch die Passkontrolle und holt sich seinen Ausreisestempel ab. Dann besteigt man den Bus und fährt weiter über eine ca. 2 km lange Brücke zum Einreise-Terminal auf malaysischer Seite, wo man wieder zu Fuß durch die Einreise marschiert und sich sein malayisches Visum abholt. Anschließend besteigt man wieder den Bus und fährt weiter nach Johor Bahur zum Larkin Busbahnhof, um von dort in alle Richtungen Malaysias aufzubrechen. Soweit die Theorie.

10. Februar 2010

wirvier

In den kommenden 3einhalb Wochen machen wir Singapur und Malaysia als Quattro unsicher. Gemeinsam mit zwei besten Freundinnen aus Hamburg geht es nicht nur die Ostküste steil hinauf.

essen_indisch

Wenn wir unsere Mittagspausen gemeinsam verbrachten, organisierten sich die Drei häufiger vermeintlich orientalische Kost vom indischen Bring-Dienst. Mein Wettern, dass dieses Essen mit indischer Küche etwa so viel zu tun hat, wie ein Steak mit vegetarischer Ernährung, stieß auf taube Ohren.
Umso mehr freute ich mich, dass uns Stephi, Grit und Bettina mit ihrer Einladung zum Essen, die Möglichkeit geben, unsere Leidenschaft für die indische Küche an dieser Stelle erneut und aus der Ferne aufflammen zu lassen. Wir haben lange warten müssen, bis wir unsere erste indische Mahlzeit vor uns hatten, aber das Warten hat sich gelohnt.

9. Februar 2010

Unsere Reise führte uns binnen 72 Stunden in drei asiatische Hauptstädte. Unsere Frisuren sitzen noch immer perfekt.
Ausgangspunkt war das vergleichsweise verschlafene Vientiane. Fast wie in einer Kleinstadt fühlte es sich an, als mir morgens mit dem Tuck-Tuck durch die knapp 260.000 Einwohner beherbergende Hauptstadt von Laos zum geradezu übersichtlichen Wattay International Airport fuhren.

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