3. April 2005

02.04.2005 – Noch 14 Tage bis zum Ende! Nachdem ich einen sonnigen Samstag verschlafen hatte und meine Mom mir eine Tasse Kaffee gekocht hat, die Tote aufwecken hätte können, setzte ich mich wieder in mein Auto und fuhr erneut zum Tresor. Heute sollten u.a. D.Diggler, Gianni Vitiello und Alexander Kowalski die Crowd erfreuen. Nachdem Wartemanöver am Vorabend trudelte ich schon gegen halb eins im Tresor ein und hatte somit genug Zeit, durch die heiligen Hallen zu streifen und nochmals die Aura dieser aussergewöhnlichen Location in mich aufzusaugen. D.Diggler legte im Globus knackige, aber für meine Stimmung zu harmlose Tracks auf. Also gings ab in den Keller, wo Mr. Vitiello ein für meine Ohren eher mäßiges Set ablieferte. Seine Tracks auf Platte gefallen mir definitiv besser. Aber als dann in den frühen Morgenstunden Alexander Kowalski an seine Geräte trat, war die Masse nicht mehr zu halten. Großen Respekt an diesen Jungen! So gegen 6:30 Uhr habe ich mich dann langsam wieder an die frische Luft geschoben und mich in Richtung Schlafstätte begeben.

2. April 2005

01.04.2005 – Noch 15 Tage bis zum Ende! Am Freitag hat es mich mal wieder in mein Zweitwohnzimmer verschlagen. Es hieß, den Beendigungsmarathon zu beginnen. Nun liegt Berlin ja nicht gerade in unmittelbarer Nähe zu Hamburg und so musste ich vor der Feier noch die 200 km auf der Autobahn zurücklegen. Besonders Tanith´s Auftritt hatte es mir angetan, da ich in frühen Tresorzeiten zu seinem “Club – The Rest” regelmäßig abgegangen bin. Sein Auftritt war für 5:00 – 7:00 Uhr angesetzt. Also peilte ich meine Ankunft zwischen 2 und 3 Uhr an. Nachdem ich mich aufgrund fehlender Orientierungsfähigkeiten in Berlin verfahren habe, stand ich dann doch schon gegen 2:30 am Potsdamer Platz. Den kleinen Hunger bekämpfte ich mit einem übel schmeckenden China-Burger bei M.C. Doof. Als ich dann kurz vor 3:00 Uhr um Einlass bat, wurde mir dieser verwehrt, da der Laden so voll war, dass erstmal die Tür geschlossen wurde. Also hieß es 1 Stunde in der Kälte warten. So gegen 4 Uhr öffneten die z.T. recht netten Türsteher die Pforten und so bekam ich Chris Liebings Set nur noch wenige Minuten mit.
Als dann aber plötzlich Moby´s “1.000 bpm” erklang, war klar, was die Stunde geschlagen hatte: Tanith zelebriert alte Zeiten. In den nächsten 2 Stunden fühlte ich mich direkt in das Jahr 1992 versetzt. Techno wie es sich gehört – dunkel, laut und schweißig.
Gegen 7:30 Uhr entschloss ich mich, zu meinem Schlafplatz zu fahren, da ich Samstag Abend ja ein erneutes Date in dieser aussergewöhnlichen Location hatte.

Eine bekannte internationale Getränkemarke lud zum Tanz mit dem Gründungsvater des Techno und seinem Sohn. Suzi Wong heizte der nicht vorhandenen Menge vorab ordentlich ein. Eine sehr leckere Auswahl an treibenden, aber nicht zu monotonen Tracks ließ die Füße wippen. Leider konzentrierte sich das Publikum anfangs nur auf den Barbereich. Entsprechend Promillelastig war dann auch die Stimmung, als gegen 2 Uhr Blake Baxter im weißen Muscle-Shirt das Pult übernahm und seine knackigen Beats abzulassen. Die Massen setzten sich in Bewegung, leider auch die Alkis. Schnell vergin die Zeit, bis er von Juan Atkins abgelöst wurde. Dieser spielte stylegetreu weiter und entlockte dem einen oder anderen einige Freudenschreie. Leider stört mich in der Tanzhalle, dass es keine Trennung zwischen Barbereich und Tanzfläche gibt. So passiert es doch häufiger, dass man sich beim Tanzen mit dem ein oder anderen fehlgeleiteten Gast beschäftigen muss. Da mich am nächsten Tag mein Chef auf Arbeit erwartete, überließ ich die beiden Helden dem verbliebenen Publikum und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.

6. Februar 2005

Gestern Abend beehrte der Meister persönlich die Hamburger Crowd. Vorab hatte ich das Vergnügen in einer kleine Runde guter Freunde leckeres Essen und noch leckereren Wein genießen zu dürfen. gegen Mitternacht erhielt ich dann den Anruf, dass sich der Meister den Decks nähere und ich mich nun allmählig in Richtung Hauptbahnhof bewegen zu hätte. Satte 20 EUR gab es am Einlass des alten Postgebäudes abzugeben. Dank eines guten Freundes blieb mir dieser Aderlass aber erspart. Die Auswirkungen des etwas überzogenen Preises konnte ich anhand des gegenwärtigen Publikums schnell ausmachen: Jungs und Mädels, die von Mama und Papa gesponsert wurden mischten sich bunt unter Leute, die sich jetzt, im hohen Alter, auch mal wieder was “gooviges” antuen wollten. Sprich: eine illustre Gesellschaft hanseatischen Geldadels, in der man den klassischen Techno-Jüngling vermisste. Herr Väth spielte ein melodiegetragenes und doch nach vorne gehendes Set und die geniale Echtzeit-Videoperformance sorgte für eine nette, aber nicht zu euphorische Feiernacht. Unmittelbar nach seinem Set leerte sich die Halle augenblicklich, so dass auch ich das Weite suchte. Summa sumarum war´s nicht schlecht, aber der Preis und die Leute hemmten die Stimmung.

zuletzt inspiriert

verlinkt

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Bloggeramt.de frisch gebloggt Das Blog Verzeichnis Blog Top Liste - by TopBlogs.de BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor blogoscoop blogtotal