5. Dezember 2007

kann, muß aber nicht. Und weil nicht jeder Raucher weiß, dass Rauchen krank, impotent und tödlichen machen bzw. sein kann, muss laut “Richtlinie 2001/37/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juni 2001 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen” ein Warnhinweis in großen Lettern auf der Packung/Werbung stehen, der auf dieses suizidale Potential aufmerksam macht.

Was fällt nun bei dieser, von mir heute aufgenommenen Reklame auf?
Zigarrettenwerbung
Rauchen könnte demnach auch sexy, albern, langweilig, störend, erregend, trendy oder vielleicht doch tötlich sein. Wer weiß. Dreist, wie die Branche ist, lässt sie zufällig beim Shooting eine Packung vor das böse Wort fallen, dass auf den Exodus des Konsumenten hinweist. Könnte ja abschreckend wirken.

Für wie blöd hält man uns eigentlich?

4. Dezember 2007

Ich habe heute Freunde und Kollegen befragt, ob ihre Telefonnummern im Telefonbuch stehen. 100% verneinten. Statistisch betrachtet dürfte es somit keine Telefonbücher nicht mehr geben. Aber das war nicht Ziel der Umfrage. Viel spannender fand ich die Reaktionen auf meine nachgeschobene Frage, dass sie aber keine Probleme damit haben, dass ihre Bewegungsdaten und mehr für 6 Monate gespeichert werden. Bei einigen ergaben sich fragende Blicke, anderen schien es egaldie Brisanz nich bekannt zu sein. Der Bundestag hat am 9. November 2007 mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD den Gesetzentwurf zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland beschlossen. Weitreichende Eingriffe des Staatsapparates in die private und persönliche Kommunkation sind damit verbunden.
Die wichtigsten Veränderungen sind:

    Festnetz, Mobil- und Internetelefonie: Beteiligte Telefonnummern, Dauer, Datum und Uhrzeit der Gespräche.
    Mobiltelefone: zusätzlich der Standort der Anrufer bei Gesprächsbeginn, die eindeutig dem Gerät zugeordnete IMSI-Nummer sowie SMS-Verbindungsdaten
    Internet: die dem Computer vom Internetprovider zugeteilte jeweilige IP-Adresse, der Anschluss, über den die Internet-Verbindung hergestellt wird, Dauer, Datum und Uhrzeit der Verbindung
    E-Mail: Adressen, Ein- und Ausgangsdaten der Kommunikationspartner (Daten aus dem E-Mail-Header)
    Die Inhalte der Kommunikation sollen nicht gespeichert werden.

(Zitat tagesschau.de)

Die Folgen, Einschränkung der persönlichen Freiheit, kann jeder für sich selbst abschätzen.

Was kann dagegen getan werden? Unter http://www.vorratsdatenspeicherung.de kann sich jeder kostenfrei an einer Sammel-Verfassungsbeschwerde beteiligen. Und damit ihr wisst, wer Hauptverantwortlicher für diesen Quark ist und wie kompetent er sich im Thema Bespitzelung mit moderner Technik auskennt, gibt es hier ein Interview mit Herrn Schäuble. Die 2 Minuten lohnen sich, um das Dilemma zu verstehen.

Frage: “Herr Dr. Schäuble, wie können Sie garantieren, dass die Online-Durchsuchung tatsächlich nur in Einzelfällen eingesetzt wird?”
Antwort:

1. Dezember 2007

Lange habt ihr drauf warten müssen, aber nun ist es endlich soweit. Für alle die sich in den letzten Wochen durch die monochromen Texte unserer Reiseberichte gequält haben, gibt es jetzt die bunte Belohnung. Aber Vorsicht! Bringt alle Minderjährigen ausser Sichtweite, denn es gibt Bilder, die nichts für schwache Nerven sind!

Klicke auf das Bild!
Venezuela

Wir freuen uns wie immer über Eure Kommentare!

27. November 2007

Bei unserem Rückflug von Caracas nach Paris haben wir die internationale Luftsicherheit in einem Höchstmaß gefährdet. Das kam so: Um die in Europa wertlosen Bolivar in Venezuela auszugeben, investierte ich im Duty Free-Bereich das Geld in Parfüm (Hugo Green ltd. 150ml). Durch die zwei folgenden Personenkontrollen kam ich mit meinem Tütchen problemlos in die Boeing 747-400. Auf dem Transatlantikflug verursachte mein Parfüm keine Komplikationen. Erst in Paris, nachdem wir im Transit nochmals durchgecheckt wurden, entdeckte man die Brisanz meiner Fracht. So wurde mir der Zugang in den Sicherheitbereich verweigert. Das Parfüm musste in den Frachraum verbannt werden. Nachdem ich dann, mit sicherem Handgepäck in den Duty Free-Bereich gelassen wurde, lacht mich aus der nächsten Parfümerie – ratet! – Hugo Green ltd. 150 ml an.
Ja, haben die (die für diese Bestimmung verantwortlich sind) denn noch alle Tassen im Schrank?

El Yaque, 6:30pm
…heissa, dann ist Abreisetag.
Ja, wir koennen es auch kaum glauben, aber die 4 Wochen sind vorueber. Viele Eindruecke hat uns Venezuela geschenkt, viel Stress haben wir gehabt, viele Entscheidungen galt es zu treffen, nette Leute haben wir getroffen. Es war kein einfacher Urlaub, es war ein Abenteuer. Abenteuer haben gute und weniger gute Seiten. Die Guten ueberwiegen.

Wir danken allen, die in den letzten 4 Wochen an dieser Stelle ein Teil unserer Reise geworden sind und wuerden uns freuen, wenn ihr den Kommentaren noch euren Senf abgebt. Zum Dank verschicken wir in der kommenden Woche einen Link mit den besten Bildern dieser Reise.

Das wars. Letzter Beitrag aus Venezuela!

Adios amigos y amigas.

22. November 2007

Zu dieser Erkenntnis bin ich dann zum Glueck heute doch noch gelangt, die mein eher maessiges Abschneiden gestern beim Kiten erklaert. Heute hingegen hatten wir perfekte Bedingungen, die ein Kontrollieren des Kites und Umherziehen im Wasser ermoeglichten. Wir haben entsprechend Sonne getankt und freuen uns auf Morgen, wo es endlich auf das Brett gehen soll.

21. November 2007

El Yaque, 5:30pm
Es gibt Menschen, die koennen es und es gibt mich. Mag an den horizontalen Luftwirbeln gelegen haben oder an meiner mangelnden Faehigkeit, mehr als zwei Dinge gleichzeitig zu verarbeiten. Jedenfalls fand es mein Drachen viel lustiger, staendig auf das Wasser zu prallen und die Sicherheitsventile zu oeffnen. Hat uns allen aber viel Spass bereitet. Morgen soll es dann mit einhaendiger Steuerung weitergehen – als ob mir das irgendwie hilft. Vielleicht faellt der Drachen ja noch schneller zum Wasser zurueck. Sonnenbrand ist dank umfangreichen Verhuellungsmassnahmen ausgeblieben und die Kassen der hamburger Dermatologen bleiben vorerst leer.
Meine Idee, mich mit Haartoupet und Sonnencreme als Kiter zu tarnen, ist uebrigens fehlgeschlagen. Ich haette meinen Fokus auf Shorts mit Blumen- oder Herzmotiv sowie einem Koerperanzug mit Sixpackapplikation und Oberarmauspolsterung legen muessen. Einzig mit der Braunfaerbung der Haut konnte ich punkten. Unseren Damen hingegen, haetten wir gestern Abend noch schnell Silikon in explorierte Koerperregionen einbauen sowie – hier passt es – die Haare blondieren muessen.
Mehr von unserem Kreuzug gegen den Wind an dieser Stelle morgen.

21. November 2007

El Yaque, 7:00pm
Das schoene am Reisen ist, wir wissen nicht, was passiert. So hat sich unser Reiseverlauf heute um 180 Grad gedreht. Unsere beiden Freunde aus Hamburg haben wir dann ohne naehrer Abstimmung in der selben Posada getroffen und spontan den Plan fuer die letzte Woche geandert. Heute haben wir bekannte amerikanische Kinofilme nachgespielt. Mit einem geliehenen 70er Chrysler “New Yorker” sind wir ueber die Strassen der Insel gewippt. Die gefuelten 10 Meter Autolaenge einzuparken waere sicher eine Riesenfreude fuer jede Frau – und ein noch groesserer Spass fuer die zusehende Maennerwelt. So haben wir es auf jeden Fall geschafft, den ersten Sonnenuntergang ueber dem Meer zu erleben. Venezuela ist was die Himmelsrichtungen angeht nicht so optimal aufgestellt.
Morgen heisst es dann fuer uns, die blonden Langhaarperuecken aufzusetzen und dick 50er Sunblocker auf dem Koerper zu verschmieren. Wir wollen ja auf keinen Fall beim Kite-Surf-Kurs fuer Dummies neben den ganzen Szene-Cracks auffallen. Der Ort hier zaehlt zu einem der Top-Spots (so nennt man das, wenn viele Leute gerne hier deswegen herkommen) der Surf-Szene.
Ich muss jetzt beenden, da die Frauen sicher mit dem Zubereiten des Dinners in unserem Luxus-Appartement fertig sind. Morgen gibt es den Bericht zum Zustand des Sonnenbrandes und der Verletzungen (Wasser kann hart sein).

20. November 2007

El Yaque, 9:31pm
So, da sind wir wieder aufgetaucht. Unser letzter Aufenthaltsort, Playa Colorada, besass neben vorgelagerten Korallenriffen in tuerkisem, ein paar Palmen und netten Posadas keine Onlineverbindung. Und wir haben es trotzdem geschafft, die Zeit hinter uns zu lassen. Neben Rumgeschnorchel galt dem Sonnenbraeunen und in-Haengematten-rumschaukeln die Hauptaufmerksamkeit. Ebenso hatten wir das durchaus zweifelhafte Vergnuegen, Bekanntschaft mit einem Mitglied der MafiaSchattenwirtschaft zu machen. Nachdem er uns das ganze Wochenende mit haarstraeubenden Geschichten und lautstarken Streits mit seiner Frau unterhielt, hat er heute die Posada-Betreiberin um das Geld geprellt und ist in seinem super-dicken-Poser-Jeep abgehauen.
Inzwischen haben wir das Festland Venezuelas mit Hilfe der Faehre hinter uns gelassen und sind im Surferparadies auf Isla Magarita angekommen. Meine erste laut geausserte Einschaetzung: “Sieht aus wie auf Malle”. Ob ich mit dieser groben Beleidigung richtig liege, oder die Insel doch mehr zu bieten hat, werden wir in den letzten 4 Tagen unserer Reise erfahren.

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