Es ist also geschehen, das Gesetz zur Vorratdatenspeicherung wurde gestern vom Bundespräsidenten unterzeichnet. Wird es am 31.12.07 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, tritt es in Kraft. Netzpolitik.org verweist auf folgende Berichte: FAZ und Tagesschau-Video.
Die Sammelklage des AK Vorrat wird nun als Eilantrag zum Bundesverfassungsgericht gehen.
Zuvor werden in Deutschland nochmals Verfechter der Volksbespitzelung auf die Straße gehen. Termine gibt es hier.

Hier nochmals, welche Daten erfasst werden:
* Festnetz, Mobil- und Internetelefonie: Beteiligte Telefonnummern, Dauer, Datum und Uhrzeit der Gespräche.
* Mobiltelefone: zusätzlich der Standort der Anrufer bei Gesprächsbeginn, die eindeutig dem Gerät zugeordnete IMSI-Nummer sowie SMS-Verbindungsdaten
* Internet: die dem Computer vom Internetprovider zugeteilte jeweilige IP-Adresse, der Anschluss, über den die Internet-Verbindung hergestellt wird, Dauer, Datum und Uhrzeit der Verbindung
* E-Mail: Adressen, Ein- und Ausgangsdaten der Kommunikationspartner (Daten aus dem E-Mail-Header)
* Die Inhalte der Kommunikation sollen nicht gespeichert werden.

Es ist, als wird ein Brief von der Post geöffnet, kopiert und zentral abgeheftet.

27. Dezember 2007

Es ist schon ziemlich dämlichintelligent, sich Ende Dezember, vor dem ultimativen Besäufnis, gute Vorsätze für die folgenden Monate, Wochen, Tage oder Stunden auszudenken, da die wenigsten länger als der Kater der Silvesternacht halten. Ich mache so etwas nicht. Ich habe das auch noch nie gemacht. Weit gekommen bin ich Leben auch so. Und Kurskorrekturen sind auch ohne anschließendes Feuerwerk möglich. Dennoch habe ich mir überlegt, wie meine derzeitigen Ziele aussehen, nicht verbal, sonder multimedial, in Form von Videos. Hier sind sie, meine 5 Ziele für jetzt und morgen. Wer sie in Worte fassen kann, der darf dies in den Kommentaren tun.

1.) Die Ärzte – “Deine Schuld”

2.) Fatboy Slim – “Built it up, tear it down”

3.) Jam & Spoon – “The Age of Love”

4.) Gnarls Barkley – “Crazy”

5.) Queen – “Bicycle Race”

12. Dezember 2007

Häufig belächelt, oft gehänselt und nicht immer als Teil von Deutschland geachtet, haben die Bayern dem Rest der Republik mal wieder gezeigt, wo der Hase langläuft. Während in der Republik über das Rauchverbot gemeckert wird und schwammige Regelungen für eine Aufweichung und Verwirrung der Gesetze sorgen, machen die Bayern ernst.
Die Netzeitung berichtet: “Damit ist vom 1. Januar an das Rauchen in Behörden, Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten, Gaststätten und auch in Bierzelten vollständig verboten. Nicht einmal für das Münchner Oktoberfest ist eine Ausnahme vorgesehen…”.

Da ziehe ich meinen Hut und es bleibt ein Funke Hoffnung, dass die Politik in Deutschland doch noch nicht am Ende ist! Schau´n mer ma´, woan di andern Bundesländr aufwachn.

11. Dezember 2007

…zu lange in Venezuela warst?

a) Du sitzt auf der Toilette und möchtest das Papier in den nicht-vorhandenen Papierkorb werfen.
b) Wenn du aus dem Haus gehst, fragst du dich, ob Gott den Lautstärkeregler auf “aus” gestellt hat.
c) Nach dem Essen merkst du dir die Uhrzeit und wartest besorgt die nächsten 6-8 Stunden, um zu sehen, was passiert.
d) Du schläfst noch immer mit Geldbeutel und Reisepass am Körper.
e) Du antwortest brav mit “Si”, wenn der Nikolaus vor deiner Tür steht und dir Fragen stellt.
f) Du läufst die Straße entlang, um von den Abgasen high zu werden (sogar Diesel Parfüm bekommt eine gänzlich neue Bedeutung!)
g) Du fährst mit 99 Cent in der Tasche an die Tankstelle, um deinen leeren Tank zu füllen.
h) Du gehst an die nächste Straßenecke und fragst jemanden, ob er dir 5500 Dollar für 1 Euro gibt (vielleicht passiert das ja irgendwann).
i) Vor deiner nächsten Autobahnfahrt fährst du zuerst zur nächsten Polizeistation, um deine Taschen kontrollieren zu lassen.
j) Du gehst zum Kühlschrank, nur um enttäuscht festzustellen, dass es kein “Regional light”-Eis-Bier gibt.
k) Brot schmeckt merkwürdig ohne Zucker.
l) Du hast bei allen Punkten zustimmend genickt!

Das Original stammt von unserem Teilzeitreisebegleiter. Zu finden hier.

Dieser Tage, an denen es tagsüber in Hamburg so hell ist wie in einem Entwicklungslabor für Filme, besinnen sich leider die wenigsten Erwachsenen auf einen Ratschlag, den jedes Vorschulkind mit erhobenem Zeigefinger von der Mutter erhalten hat. Jedesmal, wenn der Nachwuchs in der Kinderabteilung rebellierte, weil er nicht die quietschgelbe Daunenjacke (sieht aus wie ein Küken) sondern die coole schwarze (Gangsta-Style) haben wollte, kam die Erziehungsberechtigte mit dem Spruch: “Damit dich die Autofahrer besser sehen können”. Und schwupps hing die gelbe Jacke zu Hause und musste fortan in der dunklen Jahreszeit getragen werden. Auf dass der Nachwuchs von so manch landendem Flugzeug aus zu sehen war.
Ca. 99% aller Erwachsenen scheinen dies vergessen zu haben. Nicht, dass die Landschaft schon mit tristem Grau-in-Grau auf die Seele drückt, nein, auch die Kleidung passt sich der Umgebung an. Hauptsache dunkel. Höchstens hellgrau! Und so greife ich dieser Tage häufiger beherzt in die Bremsen meines Rades, wenn meine Halogenbeleuchtung einen unreflektierenden, schwarzen gekleideten Haufen Mensch in mein Sichtfeld bringt.
Den Typen, den ich demnächst im Dunklen umfahre, schenke ich ein beleuchtetes Hundehalsband.

11. Dezember 2007

Apples Bootcamp, welches Windows in abgesicherter Umgebung unter Mac OS X das Laufen ermöglicht, scheint Fluch und Segen in sich zu vereinen. Hinter der Befähigung von Macs, das fremdartige Betriebsystemmonster zu ertragen, steckt in erster Linie die Marketingstrategie von Apple, neue Zielgruppen zu erschließen. Macs sind schick, trendy, sexy…hatten aber vor Bootcamp den Nachteil, dass es Einiges an Umgewöhnung bedurfte. Dank Bootcamp können Windows-Nutzer nun mit den schicken Rechnern arbeiten, ohne sich an das, meiner Meinung nach deutlich bessere, neue Betriebssystem gewöhnen zu müssen. So weit so gut. Aber was macht die Softwarebranche?
Viele Unternehmen beginnen, Software für Mac OS X zu schreiben, aber in den letztzen Tagen erhielt ich auf Anfragen erschreckende Antworten. Da wurde seitens der Industrie meine Frage nach einer OS X-Version der von mir genutzten Programme direkt auf Bootcamp verwiesen und eine Programmierung auf die neue Platform verneint. Diese Aussagen haben mich kopfschüttelnd zurück gelassen. Da scheint jemand nicht verstanden zu haben, wie sich der Markt entwickelt. Wer erstmal erkannt hat, was das OS X zu leisten im Stande ist, der wird beginnen, nach Wegen zu suchen, das Fehlermeldungsgenie Windows hinter sich zu lassen. Zudem wird auf sich kein Nutzer auf Dauer damit zufrieden geben, zwei Betriebssysteme auf seinem Rechner parallel zu nutzen, denn irgendwann wirft schließlich jeder, der ein Navigationssystem im Auto hat seinen Stadtplan aus dem Handschuhfach.
Die Softwareschmieden sollten sich nicht mit dem Verweis auf Bootcamp aus der Verantwortung ziehen, sich dem neuen Marktsegment der OS X-Nutzer zu öffnen. Ich jedenfalls werde kein Windows mehr nutzen, sondern mich nach Alternativen umsehen, die OS X unterstützen.

7. Dezember 2007

Ein trauriges Bild vermitteln unsere Staatsoberen dieser Tage. Da wird auf der einen Seite der große Lauschangriff auf alle Bundesbürger beschlossen (Vorratsdatenspeicherung), auf der anderen Seite hat man aber nicht den Mut oder die Mittel, die rechtsradikale NPD zu verbieten. Nachdem man sich mit eingeschleusten Ermittlern 2003 bereits lächerlich gemacht und ein Verbot verwirkt hat, möchte man sich dieser Tage nicht nochmal mit diesem Thema beschäftigen. Der Versuch, die finanzielle Unterstützung einzuschränken, klingt genauso lächerlich, wie der Versuch, Verbrechen durch Bespitzelung zu verhindern.
NAZIS dürfen ihren Schwachsinn rausposaunen und unser Innenminister bespitzelt lieber unbescholtene Bürger. Demokratie abstrakt!

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Wer nicht nur im Urlaub das Abenteuer sucht, der kann sich vor Reisebeginn schon durch unzählige Buchungsmaschinen klicken und so seine Nerven anspannen. Und wenn der Flug gebucht ist, heisst es Weitersuchen. Vielleicht noch ein Auto buchen, ein Ferienhaus, einen Segeltörn? Wer jetzt merkt, dass ihm die passende wettererprobte Hose fehlt, der dürfte an dieser Stelle Partner von mehr als 4 Unternehmen sein.
Alle, die es entspannter angehen lassen wollen, gehen gleich zu http://www.reisecenter-paul.de. Nicht nur, dass das Team überaus nett und aktiv ist, der Reisende findet viele Möglichkeiten, seinen Traumurlaub zu planen und zu buchen. Daneben gibt es auch einen Shop für hochwertige TravelWare. Und wer eine Aversion gegenüber Online-Shops hat, der kann auch gerne den Weg nach Wittenberg aufnehmen und den Laden besuchen.
Ach so, die Seite ist übrigens von uns konzipiert und umgesetzt!

Reisecenter Paul – Trips and TravelWare

http://www.reisecenter-paul.de

Reisecenter

5. Dezember 2007

43 Millionen im Jackpot

es wurde gezogen: 9 / 10 / 24 / 28 / 39 / 42
ich habe getippt: 10 / 11 / 24 / 28 /38 / 41

Das war knapp!

5. Dezember 2007

Dass in Venezuela vieles anders ist als in Deutschland, wurde in unseren Reiseberichten deutlich. Kopfschüttelnder Weise hielt ich eine Kartoffelchipstüte in der Hand, die mich auf ihrer Rückseite animierte, die Chips nicht einfach so zu essen. Mir wurde förmlich eine Menükombination empfohlen. Seht selbst:
Chipspackung
RUFFLES und PEPSI = eine perfekte Kombination. Der Hotdog im Bild lässt dann so ziemlich jeden Rezeptor ohnmächtig werden. Schön auch, dass die Inhaltszusammensetzung auf 40 g bezogen wird – wo sich doch fast das Doppelte in der Tüte befindet.
Entsprechend sehen dann auch viele Menschen in Venezuela aus.

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