20. Juli 2008

Rubel

Samstag Nachmittag, gegen 16 Uhr. Jeder normale Mensch sucht sich ein Café und genießt selbigen mit leckerem Kuchen. Die Anderen rennen zu IKEA. Wohlwissend, wie der Einkauf verlaufen wird. Man darf auch gerne zwischen Männer- und Frauenerwartungen unterscheiden. Während die Männer die Erwartung pflegen, direkt in die Abhol- und Lagerhalle zu gehen, um die bereits zu Hause im Katalog zusammengestellte Kollektion zu verladen, bittetfordert die Begleiterin den Gang durch die Ausstellung. “Nur mal schauen” hört man da und im Nachsatz die Bemerkung “Aber nimm mal eine Tragetasche mit.” Aha, nur mal schauen! Der Mann, genervt, trabt hinter der Begleiterin her und nickt gelangweilt zu ihren Fragen. Nachdem das Paar mit einer prall gefüllten Tasche endlich die Lagerhalle erreicht hat, trocknen auch endlich die Schweißtropfen auf der Stirn des Mannes, der die Pakete verlädt, um sich wenige Schritte später in einer ca. 2 km langen Warteschlange unter tausenden Gleichgesinnter wiederzufinden. Zwar sind 90% aller Kassen geöffnet, aber die aus Schweden importierte Entspannung der Verkäufer sorgt dafür, dass man in aller Ruhe neue Freundschaften mit Wartegenossen knüpfen kann.
Richtig lustig wird es, wenn dann auch das passiert, was mir gestern wiederfahren ist. Nach einer gefühlten Stunde Wartezeit (es waren in Wirklichkeit 59 Minuten) , als ich dem Ruhepol “Kassierer” endlich meine EC-Karte überreichen durfte, verweigerte das Karten-Lesegerät seinen Dienst. “Karte leider nicht lesbar” – 1a. Dumm nur, dass ich kein Bargeld bei mir hatte. Der Kassierer reagierte leicht irritiert, als ich die neue Garnitur Bettbezug für zusammen vierzig Euro mit finsterer Miene und liegen lies und ohne Antwort auf den gejodelten Wochenendsgruß abzog. Hätte er sich schenken können. Die Kunden nach mir standen dann sicher noch einige Minuten länger, da der Betrag ersteinmal von einer dafür legitimierten Person ausgebucht werden musste. Wenigstens etwas Spaß!
Summa summarum habe ich also ca. 2 Stunden damit verbracht, neues Bettzeug nicht zu kaufen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich all den Einzelhändlern mit elektronischen Zahlungmöglichkeiten auf den Weg geben: Wenn auch nur eine Karte nicht lesbar ist (die es Minuten zuvor im Laden nebenan noch war), dann schickt das bef*#*#e Gerät an den Hersteller zurück. Ich zahle Beträge ab 20 EUR stets mit Plastik und im Jahre 2008 erwarte ich, das im Rahmen von Servicedefinition zu können. Oder könnt ihr auf den Umsatz verzichten?

Sitzfehler am Laptop

Orthopäden dürften sich über den derzeitigen Siegesmarsch der Laptops freuen, profitieren sie doch in wenigen Jahren durch die vielerorts zu sehenden Haltungsverrenkungen hipper Laptopanwender. Wer seinen alten Desktop-Rechner durch einen schicken kleinen Klapprechner ersetzt, wird selbigen auch am sonst arbeitslosen Schreibtisch verwenden. Dann dürfte der Nutzer wie in der mittleren Zeichnung vor seinem Rechner kauern. Die Alternative, sich selber tiefer zu legensetzen, schlägt dank einsetzender Knie- und Armschmerzen fehl.
Und weil ich mein Geld lieber in neue Gadgets investiere, habe ich mich im Netz umgesehen, welche Möglichkeiten es gibt, mein MacBookPro höher zu legen. Meine Wahl im sehr übersichtlichen Markt fiel recht schnell auf den mStand der Firma Rain Design.

Raindesign mStand

Die Oberfläche des massiven Metallständers ist der des MBP nachempfunden und passt sich somit perfekt auf dem Schreibtisch in den Technikpark ein. Der Klapprechner wird um 18 cm angehoben und das Display erscheint dadurch frontal vor meinem Auge. Besonders in der Kombination mit Funkmaus und -tastatur macht der Ständer Spaß. Die Konstruktion ist lobenswerter Weise so durchdacht, dass man bei der Arbeit vom Ständer nur die frontal-mittig befindliche Halterung sieht. Auch sonst drängt sich keine klobige Halterung auf. Das MacBook Pro verliert dadurch nichts von seinem kühlen Charme. Rutschfeste Elemente geben dem Rechner sicheren Halt. Die Aussparung für die Öffnung des MacBooks ist für meine Finger leider etwas zu schmal, so dass ich das Laptop beim Öffnen vom Ständer nehmen muss.

Raindesign mStand

Ein besonders nettes Element ist der in die obere Ablage eingefräste Wassertropfen – halt wie beim Regen. Macianer lieben solch kleinen Feinheiten im Design.

Raindesign mStand

Dank des mStand kann man noch länger als bisher an seinem Laptop arbeiten, ohne sich ungesunden Verrenkungen hinzugeben. Der Preis von knapp 70 Euro ist für das Material, was man erhält, gerechtfertigt.

Rain Design Webseite

Image Fulgator
Image Fulgurator by Julius von Bismarck

Stell dir vor, du machst Abends ein Foto mit deiner Digitalkamera und bei der Kontrolle siehst du plötzlich einen Leuchttext, der dein Motiv überlagert. Dann hast du entweder zu viel getrunken oder dich hat der Image Fulgurator, ein Apparat zur minimal-invasiven Manipulation von Fotografien, erwischt. Ein Sensor erkennt den Blitz deiner Kamera und projiziert für den Augenblick der Belichtung ein Bild oder einen Text auf das fotografierte Objekt. Und weil die Projektion nur für den Moment der Belichtung stattfindet, nimmt das menschliche Auge diese Manipulation nicht war.

Wie sich die Technologie in der Wirklichkeit darstellt, zeigt dieses Video anhand von verwirrten Touristen am Checkpoint Charlie in Berlin.

(via Engadget)

Sony Ericsson C905

Halleluja! Mit den über 8 (in Worten: Acht) Megapixeln bläst Sony Ericsson mit seinem gegen Ende des Jahres 2008 angekündigten Mobiltelefon gegen den Technikbalast in der Handtasche. Der Hobbyfotograf wird bei derartiger Pixelmenge wohl kaum noch eine Digicam mit sich herumtragen. Sony Ericsson hat dem Cybershoot-Modul neben Autofokus mit Gesichtserkennung auch einen Bildstabilisator und einen Xenon-Blitz mit auf dem Weg gegeben. Bleibt abzuwarten, wie die Linse in belichtungstechnischen Grenzbereichen reagiert, denn hier liegt bei den Kleinobjektiven die wohl eindeutige Schwäche zu echten Digitalkameras.

Die weiteren Features des Handys klingen eher nach Standard: Quadband-GSM/EDGE, HSDPA, WLAN-Anbindung, 2,4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln sowie A-GPS.

(Quelle: 01blog)

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt – so lautet ein deutsches Sprichwort. Was einst als Test für die vernetzte Kurzberichterstattung zwischen Realwelt, Web0.1 (=SMS) und Web2.0 (=Blog) funktionieren sollte, endete bereits nach sehr kurzer Zeit auf dem Boden der Tatsachen – oder besser auf dem Tisch des Chirurigen. Web0.0 sozusagen.

Dennoch lässt sich über das Erlebte vortrefflich ein Fazit ziehen.

Die Berechenbarkeit, mit der wir uns im Web2.0-Umfeld bewegen verleiht ein Maß an Sicherheit, welches wir auch in der realen Welt als gegeben unterstellen. Wer hätte daran gedacht, dass irgendwelche mistigen Viren die Tour beenden. Da wurde im Vorfeld eher über die technischen Belange wie Netzabdeckung, Hot-Spots und Fotoblogging etc. gegrübelt. Diese monodirektionale Fokussierung begegnet dem Onliner stets und ständig. Entsprechend hoch auch der thematische Anteil an technischen Themen in der Bloggosphäre. Was aber versorgt die wunderbare Welt2.0 mit Themen, die wirklich spannend sind? Es ist mit Sicherheit nicht das neue Aufkommen von Spam-Attacken, neuen Word-Press-Updates oder nerdigen Tools a la Twitter und Konsorten. Es sind die Dinge, die das Leben außerhalb von Netz und Co bereit hält.

Es waren der Zeltplatz mitten auf der Elbewiese. Es war die Begegnung mit einem Dorfarzt. Es waren Vögel, die ein Großstädter nicht zu kennen scheint (Was sind Spatzen?). Es war das Einatmen des Betäubungsmittels auf dem OP-Tisch. Es waren der Chefarzt und die Krankenschwester.

Auch wenn das gesteckte Fernziel – Prag – nicht erreicht wurde, bepackte mich das Leben mit einer Fülle an neuen Erfahrungen und Erlebnissen, die es in den kommenden Tagen hier zu finden geben wird. Nix online, nur offline.

Mein Dank geht an dieser Stelle an all die unter Euch, die erschrocken mitgefiebert haben und bis heute noch nicht so genau wissen, was passiert ist – aber sich auch noch nicht bei mir gemeldet haben.

robokeeper

Hallo Jungs,

wenn der Gegner mal wieder die Betonabwehr aufbaut und ihr spielerisch nicht dran vorbei kommt, besorgt Euch mal dieses Trainingsgerät. Dann schafft ihr demnächst auch Tore von der Mittellinie. Quasi über den Feind hinweg.

9. Juni 2008

Glow Paint
Glowpaint

Vielleicht hilft diese Farbe ja, um den blinden Autofahrern zu verdeutlichen, dass es noch Fahrräder im Straßenverkehr gibt.

Glow paint looks extremely cool, any makers out there use MPK’s paints before I plunk down some coin and try it out? They seemed to have won a NASA prize for another one of their products last year…

Die Deutsche Telekom sollte sich als Agentur für ihre kommenden Kampagnen definitiv nicht die Extra3-Redaktion aussuchen. Auch wenn das Mash-Up ein gesundes Maß an Realität besitzt, treibt derartiger Umgang mit Wahrheit potentielle Kunden eher in die Flucht, denn Stasi-Methoden bei einem Telekommunikationsriesen wecken bei vielen Deutschen unschöne Erinnerungen.


YouTubeDirektStasiTelekom

PS: Tausche mein T-Com-Aktienpaket gegen BMW.

25. Mai 2008

Fehlermeldung Word

“Dieser Befehl ist in dieser Version von Microsoft Word nicht verfügbar” – Welcher Befehl? Ich hab doch nur auf meiner Tastatur die Leertaste gedrück? Oder doch nicht? Nein!

Wer unter Word 2008 für OS X nach der “Backspace”-Taste eine weitere Taste drückt, wird mit oben gezeigter Nachricht ausgebremst. Leider habe ich noch keine Idee, wie man Word dazu bringen kann, die Klappe zu halten.

Windows Vista und das iPhoneiPhone-Fans, bitte nicht erschrecken. Der Windows-Gemeinde ist offensichtlich garnichts heilig. Jetzt wurde ein iPhone-Theme im Vista-Look veröffentlicht. Über 90 Icons, Hintergründe, Sound-Effekte und alles, was Vista sonst noch so grafisch und akkustisch zu bieten hat, enthält das Paket. Selbst Apple´s Startmenü musste dem Microsoft-Look-Alike weichen.

Mal im Ernst: Wer dieses Theme installiert, dem gehört das iPhone doch sofort weggenommen.

(Quelle: gizmodo)

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