Projekt Blinkenlights – die Fenster leuchten wieder
In der Zeit vom 4.10. – 12.10. bietet sich den Einwohnern von Toronto ein beeindruckendes Bild. Das “Projekt Blinkenlights” macht Halt in der größten kanadischen Stadt. Unter dem Namen “Stereoscope“ wird das Rathaus in einen gigantischen Bildschirm mit 960 Pixeln (=Fenstern) verwandelt.
Dazu werden die Fenster des Gebäudes von innen halbtransparent gemacht und mittels spezieller, dimmbarer Leuchtmittel bestrahlt. Jedes Fenster repräsentiert somit einen Pixel. Hinter der simplen Idee steckt ein komplexer technischer Aufbau. Neu bei diesem Aufbau ist, dass die Leuchtmittel kabellos miteinander verbunden sind.
Dank ausgefeilter Datenanbindung, ist es dem Publikum möglich, interaktiv auf das Projekt Einfluss zu nehmen. Mittels SMS-Signalen kann man Computerspiele auf der “Gebäudefront” spielen (remember Pong), Nachrichten per SMS übermitteln und eigene Animationen entwerfen.
Wer gerade nicht in Toronto ist, kann sich mittels Webcam live von diesem grandiosen Projekt beeindrucken lassen: Live-Cam
Hinter dem Projekt Blinkenlights steckt der CCC, der im Jahre 2001 erstmal diese Form der Objektinstallation in Berlin, im Haus des Lehrers vorführte. Weiterführende Informationen, Hintergründe und Videos finden sich auf der Webseite der Blinkenlights.
Das Netz der totalen Überwachung wird immer dichter. Neben Straßen, Plätzen und öffentlichen Gebäuden, macht die totale Überwachung nunmehr nicht einmal Halt vor dem intimsten Bereich. Eine dänische Firma hat sich darauf spezialisiert, kleine Kameras zu vertreiben, die für die Observierten in der Wohnung absolut unauffällig platziert werden können. Im DIY-Kit enthalten sind neben Kamera mit Infrarotbeleuchtung auch 10 Meter Kabel enthalten.



















