5. November 2009

sony dsc-hx1
Da das menschliche Gehirn zuweilen und mit zunehmender Betriebsdauer die Eigenart hat, seine Speicherkapazität zu verlieren, gehört in das Reiseequipment eine ordentliche Kamera, auch Fotoapparat genannt. Und so gab ich mich in den zurückliegenden Wochen hin und mutierte zum Fotoanalyst, Mechaniker, Techniker, Optiker und Marktanalyst. Möchte man ein multifunktionales Allround-Talent – quasi die optische Wollmilchsau – dann kann man alles machen, ausser ins Fotofachgeschäft zu gehen. Dort, beim Fachhändler, bekam ich die dümmlichste Beratung ever. Aber das nur am Rande.
Ich habe mich bewusst gegen eine Spiegelreflex-Lösung entschieden. Dagegen sprachen drei Gründe: Gewicht, Preis, Handlichkeit. Belastet eine Spiegelreflexkamera mit seinen 2 Wechselobjektiven und knapp 2 Kilo meine Schultern, leert der Anschaffungspreis hingegen meine Taschen. Wie oft musste ich schon hastig ein Objektiv wechseln, um festzustellen, dass das Motiv verflogen war, als ich endlich “schußbereit” war.

Schnell landete ich auf meiner Expedition durch Zeitschriften, Webseiten, Foren und Preissuchmaschinen in der Klasse der kompakten Super-Zoom-Kameras, auch Bridge-Kameras genannt. Diese verbinden die Eigenschaften einer Spiegelreflex (manuelle Einstellung, Monster-Zoom) mit den Eigenschaften der kleinen Kompaktkameras.
Und so fiel mein Augenmerk schnell auf den Spitzenreiter in dutzenden Test. Please welcome die nur 500 g schwere Sony DSC-HX1. Das kleine Monster und ich werden in den nächsten Wochen eine Menge Zeit miteinander verbringen, um dann, wenn es drauf ankommt, ein eingespieltes Team zu sein.
Unsere gemeinsamen Ergebnisse werde ich von Zeit zu Zeit auch hier veröffentlichen.

kindle

Amazon.de begrüßt seine Besucher heute Morgen mit der Botschaft, dass die digitale Generation von Büchern nun auch in Deutschland Einzug hält. Kindle nennt sich das Ausgabegerät, welches die Zukunft des Buch”drucks” darstellt. Hauchdünn und federleicht kann es bis zu 1.500 Bücher speichern. Dank e-Ink, also elektronischer Tinte, soll das Display auch bei Sonnenlicht den Eindruck einer echten Buchseite simulieren.
Die Bücher, die das Kindle darstellt, können bequem im Amazon-Shop erworben werden und landen in wenigen Sekunden nach dem Kauf auf dem Lesegerät.

Damit beginnt nun auch in Deutschland eine substanzielle Veränderung im Literaturkonsum. In den kommenden Tagen und Wochen sehe ich schon Diskussionen entbrennen, ob man überhaupt noch von Buch reden darf oder ob das Kindle die Lesegewohnheiten positiv oder negativ beeinflusst.

Ich sehe tatsächlich den Beginn des Wandels in diesem Angebot. Hätte mir vor 10 Jahren jemand gesagt, dass die Nachfolger meines Nokia 3210 im Internet surfen können, 32 Gigabyte Speicher haben, meine Stereoanlage ersetzen, einen Gameboy in die Tasche stecken, Videos aufnehmen können, einen Fotoapparat überflüssig machen und mir den Weg zum nächsten Restaurant weisen – ich hätt´s nicht geglaubt. Heute weiß ich´s. Also, warum sollte ich glauben, dass das Kindle nicht auch so eine Art Nokia 3210 und damit der Beginn einer Revolution im Literatur-Vertrieb darstellt?

Tolle Werbung, die die Geschichte der Olympus PEN erzählt:

This is the PEN Story in stopmotion. We shooted 50.000 pictures, developed 8.000 and shooted again over 1.800 pictures for this little movie. No post production!

Link: The PEN Story

Mitte der neunziger Jahre stand ich in der Destillery Leipzig, im stockdunklen, bassgeschwängertem Keller. Heiko Laux, Begründer des Kanzleramtes, legte neueste Platten auf und ich tat, was mit der DJ-Kultur so fest verbunden ist, wie Siamesiche Zwillinge – ich stand am DJ-Booth und versuchte im Schein der Nadelbeleuchtung vom drehenden Plattenaufdruck abzulesen, welche Scheibe gerade läuft. Als Deck-Shark wurde ich und all jene Musik-Junkies genannt, die den Club als lauteste Plattenvorhör-Station betrachteten und das DJ-Pult belagerten, wie die Fliegen den Kuhfladen.

Im Jahr 2009 gehört der Deck-Shark jedoch zu einem der Verlierer der digitalen Musikrevolution, sieht er ausser 2 neutralen Impulsplatten nur noch die Rückseite eines Laptops. Richie Hawtin jedoch scheint sich aktiv gegen das Verschwinden dieser Personen einzusetzen und entdeckt dabei gleich noch einen neuen Vertriebskanal für Tanzmusik.

Sein neuester Clou: er lässt TraktorPro, die Abspiel- und Musikverwaltungssoftware, über Twitter die aktuellen Titelinformationen twittern. Damit erhält jeder Follower auf seinem mobilen Empfangsgerät den aktuell gespielten Titel in der Form “is now playing:…” mitgeteilt. Nicht mehr, nicht weniger. Banal!

Stelle dir vor, mit deinem mobilen Empfangsgerät im Club zu sein und plötzlich einen großartigen Track zu hören – früher hatte man nie die Chance, die Emotion und Stimmung in das Leben ausserhalb des Clubs zu transferieren (oder nur durch einen zufälligen Fund im Plattenladen), kann man heute den Tweet einfach als “Favorit” markieren. Am Ende des Abends kann man sich mit dieser Favoritenliste vor Beatport setzen und ebene jene Tracks kaufen, die in der Nacht zuvor geflasht haben. Damit eröffnet Richie Hawtin besonders neuen und unbekannten Künstlern einen neuen Vertriebskanal.

Haben wir Mitte der 90er die Hardwax-Faxausdrucke nach heißen Neuerscheinungen abgesucht, schickt uns heute der DJ seine heißen Track direkt per Twitter zu. Schöne neue Welt!

DeckSharking der Zukunft: @rhawtin

(inspiriert von De:Bug)

nikon-ad

Nikon verschwendet nicht viele Worte, um die Features seiner Coolpix 2100 und 3100 vergleichend zu bewerben. Auf den ersten Blick springt die zentrale Verbesserung ins Auge. Nein, nicht die größere Bauweise, sondern die größere Auflösung.

Warten wir also gespannt auf die Modellversion 4100!

(via Vincent Chow)

Da haben sich die Entwickler von LG mächtig ins Zeug gelegt und eine Reihe spannender Weiterentwicklungen für die kommenden Generationen von Fernsehgeräten gemacht. Ihre Devise scheint zu lauten: “Wir das Programm nicht besser, macht das halt der Fernseher selber.” Eine beeindruckende Demonstration eines neuen Features gab es auf der Keynote, den “Anti-Schmutz-Filter”:

Hinter diesem Video steckt der Geschäftsbereich “LGenius”, der sich auf die Sprengung konventioneller Technologien spezialisiert hat und aufruft, neue Ideen einzureichen:

LGenius ist ein Geschäftsbereich von LG. Unsere Zielsetzung lautet, die Grenzen des Vorstellbaren neu zu definieren. Unsere erste Mission: die Fernsehtechnologie der Zukunft zu entwickeln. Und da wir der Ansicht sind, dass Produkte sich stets an den Bedürfnissen des Menschen orientieren sollten, benötigen wir Ihre Hilfe. Auf dieser Website können Sie uns Ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge zum Thema TV-Geräte mitteilen. Sie können dabei auch die Ideen anderer Besucher kommentieren oder sich einfach nur umsehen. Und das Tollste an der Sache: Die beste Idee wird mit einem brandneuen LG-Fernsehgerät belohnt. Unser Motto lautet ‚Life’s good’. Lassen Sie es uns gemeinsam noch besser machen!

Webseite: http://www.lgenius.com

Eine recht interessante Idee, die Potential haben kann. Zumindest hat die Agentur, offenbar SocialMedia8 aus Amsterdam verstanden, angemessen dafür zu werben.

(via Mail)

scandyna_pink

Seit dem dank iPod und Co. der Style der Musikabspielgeräte in unser Wohnzimmer Einzug genommen hat und seit auch die Desktop- und Klapprechnermodelle immer ansehnlicher werden, bleibt es nicht aus, auch die Zubehörkomponenten stylekompatibel auszurichten.
Inzwischen gibt Abspielstationen für iPod und iPhone, deren Konzepte in die unterschiedlichsten Richtungen gehen. Zumeist steht aber der “Boom-Sound”, also die technische Überlegenheit gegenüber dem Wettbewerb im Vordergrund.
Die dänische Firma Scandyna geht da einen etwas anderen Weg. Ihre Lautsprecherkollektionen bieten neben klanglichen auch optischen Hochgenuß.

Die limitierte “The Pink Girl power series” z.B. bietet ein komplettes Abspielsetup für das iPhone. Neben dem Dock enthält das Setup 2 knutsch-kugelige Lautsprecher, Markenzeichen der Fa. Scandyna, die mit ihren in gelb gehaltenen Membranen aussehen, als seien sie einem japanischen Manga entliehen. Wie der Name schon sagt, ist die Serie in Pink gehalten, was nicht gerade zum Chiq der iPhones passt – aber hervorragend in das Jugendzimmer eines trendbewussten Teenagers. Überhaupt verlässt Scandyna mit ihren Farbgebungen den konventionellen Weg. Zwar gibt es die Klassiker schwarz, weiß und Silber im Portfolio, dennoch hat man die weitere Wahl zwischen Carnaby-Blau, Gelb, Rot, Racing-Grün, Mitternachtsblau, Perlmutt und transparent. Und wer jetzt denkt, die optischen Spielereien können nichts, der sollte einen Blick auf die technischen Spezifikationen werfen: verschluckt kaum: 55hz-22khz, macht Krach: 90db, wiegt was: 2.3 kg.

Mein Fazit: gewagtes Konzept, aber sehr erfrischend, zielgruppengerecht und solide!

Kacie Kinzer baut Roboter. Kleine niedliche Roboter, die nicht viel mehr können, als in einer konstanten Geschwindigkeit geradeaus zu fahren. Keine wirkliche Meisterleistung mag man denken, wäre ihre Mission mit ihren vorhandenen technischen Ausstattungen eigentlich unmöglich: die erste Mission hieß: komme von der Nordwest-Ecke zur Südwestecke des Washingtoner “Square Park”.
Damit sie ihr Ziel erreichen können, welches auf einem kleinen Wimpel aufgedruckt ist, benötigen die Tweenbots die Hilfe von Fußgängern. Hat sich ein Tweenbot am Bordstein festgefahren, sich in einem Schlagloch verfangen oder ist unter einer Parkbank hängengeblieben kommt er ohne die Hilfe von Fußgängern nicht mehr weiter. Die Mission wurde dank der Hilfe von 29 Fußgängern in einer Zeit von 42 Minuten absolviert.

Kinzer stößt die Frage an, ob Roboter vollkommen autarke Maschinen sein müssen oder ob es eine Option gibt, Mensch und Maschine in eine gegenseitigen Abhängigkeit zu versetzen.

Weitere Informationen und Bilder unter tweenbots.com

Wer sich an der oftmals monotonen Gestaltungsform von Kopfhörern und anderen HiFi-Gadgets stört oder genervt ist, dass alle mit den selben Produkten unterwegs sind, dem bietet die englische Firma Crystalroc.com Rettung aus dieser verzwickten Lebenslage an.

Die Engländer veredeln kurzerhand Kopfhörer und Plattenspieler mit Swarovski-Kristallen, mit denen man auch neben Paris Hilton auf dem roten Teppich promi- und wertmäßig mithalten kann. Heraus kommt Unterhaltungselektronik mit einer gehörigen Portion “Bling-Bling”. Mit dieser Veredelung lässt sich selbst der banalste In-Ear-Kopfhörer in ein Stück Individualtechnik verwandeln. Auch wenn man von soviel Glitzer geblendet ist, kann man eine gewisse optische Verbesserung nicht abstreiten.

Über die Kosten einer solchen Veredelung hüllt sich die Firma in Schweigen. Aber wer über solch eine Veränderung seiner Unterhaltungselektronik nachdenkt, den dürfte das Geld ohnehin nicht drücken.

Sennheiser HD650
crystalroc_04

Sennheiser HD25 MkII

crystalroc_05crystalroc_08
crystalroc_07

Sennheiser CX-Serie & Shure SE530
crystalroc_03

Technics1210
crystalroc_06

iPod mit Kristallen verziert und vergoldet
crystalroc_011

WiiSpray -- wie groß ist das denn? Wem die inzwischen recht ausgereiften Graffiti-Tools am Rechner nicht genug Realtitätsgefühl besitzen und wer keine Lust auf Konflikte mit den Ordungshütern hat, für den dürfte die Diplomarbeit einiger Studenten der Bauhaus Universität Weimar das NonPlusUltra sein. Ermöglicht die Kombination aus Software und spezieller Hardware (Spraydose) doch das Austoben und Herausfinden der eigenen Kreativität. Monstertool!

(via Kraftfuttermischwerk)

zuletzt inspiriert

verlinkt

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Bloggeramt.de frisch gebloggt Das Blog Verzeichnis Blog Top Liste - by TopBlogs.de BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor blogoscoop blogtotal