labuk_nasenaffe02
Nasenaffe

Nasenaffen (Nasalis larvatus), hier auch Proboscis genannt, leben ausschließlich auf Borneo. Grund genug, ihnen einen Besuch abzustatten. Wir haben die Affen schon in der freien Wildbahn gesehen – dreißig Meter entfernt, hoch oben in Bäumen – aber unserem Teleobjektiv gelang kaum ein scharfes Bild vom als „stark gefährdet“ eingestuften (lt. IUCN) Primaten.

uncle_tan_safari

Uncle Tan ist eine Institution am Kinabatangan-Fluß. Seit über 10 Jahren wird den Naturliebhabern und Dschungel-Freunden in Mitten des Sekundär-Walds entlang des Flusses ein unvergesslicher Aufenthalt geboten. Von Reisebekanntschaften hörten wir sogar in Laos, dass man die Besucher des Wildlife-Camps an ihren Schwärmereien über Flora und Fauna erkennen kann. Da gab es für uns kein Halten mehr: auf zum Onkel. Eins vorab, den 3-Tage/2-Nächte-Trip haben wir bereits wenige Stunden nach der Ankunft um eine Nacht verlängert.

orang_mutti

Sie gelten als unsere evolutionsgeschichtlichen Vorfahren, die Orang Utans, bei denen wir heute im Sepilok Orang-Utan Rehabilitations-Zentrum zu Besuch waren.

Es ist schwer zu beschreiben, was wir dort erlebten.
Die Besucher des Zentrum bekommen bei zwei Fütterungen täglich die rothaarigen Affen zu Gesicht. Sonst im Dschungel verborgen, wagten sich je nach Laune einige der gemächlichen Primaten auf die von Regenwald umgebene Fütterungsplattform, die vorher von einigen Dutzend hungrigen Makaken belagert wurde, die den Orang-Utans zu gerne das Essen stibitzen. Im Gegensatz zu den ständig umherhüpfenden und -kletternden Makaken erschienen die imposant großen Orangs bedächtig. Die Makaken, sonst ziemlich dreist, hielten sich plötzlich auf Abstand. Die menschengroßen Affen schwangen sich in aller Ruhe auf die Plattform, um dort bedächtig ihre Bananen zu essen und Milch zu trinken, um im Anschluß wieder ebenso gemächlich in den Urwald zurück zu schwingen.

13. März 2010
tee02
chinesische Teestube

Mit Alex haben Teile von uns kurz vor dem Abflug noch einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt auf der Fleetinsel getrunken. Jetzt erreicht uns hier im Hochsommer die Essenseinladung von ihr, der wir in Kuala Lumpur sehr gerne nachgekommen sind. Da wir es in der Hitze nicht so mit opulenten Mahlzeiten haben, entschieden wir uns für etwas ganz Besonderes.

11. März 2010

Wir sind heute in Kota Kinabalu mit dem lokalen Busverkehr unterwegs gewesen. Nichts Aussergewöhnliches. Mag man meinen!

Der Bus, äußerlich mit einem Schuhkarton auf Rädern vergleichbar, hatte seine beste Zeit auch schon zum Fall der Berliner Mauer hinter sich gelassen. Rohe Holzplanken als Fußboden, zerfledderte Sitzbezüge sowie Rattern und Klappern allerorten. Nachdem das Gefährt endlich ausreichend überfüllt war – hier wartet man mit dem Abfahren bis der Bus voll ist – schwang sich der Busfahrer hinters Steuer. Aussehend wie ein asiatischer Bob Marley, mit wirrem Haarteil und vollverspiegelter Brille jagte er die Kiste auf den Highway. Nach wenigen Minuten begann er plötzlich, am Radio herumzuschrauben, um den Entertainmentfaktor zu erhöhen.
Aus Richtung des Fahrers quäkte uns aus einem lose umherschwingendem Billiglautsprecher so etwas wie Gesang entgegen. Kein Angenehmes für unsere Ohren. Plötzlich rumorte es im Heck und noch bevor wir verstanden, was da vor sich geht, ballerte eine gewaltige Basswelle durch den Innenraum. Haben die doch vollen Ernstes eine gigantische Bassrolle in den Schrottkasten reingeschraubt!

Die anderen Passagiere waren sichtlich unbeeindruckt von der Low-Frequency-Performance, die sich irgendwo unter den hinteren Sitzen entlud. Selbst der alte Mann, den ich verwirrt ansah, schien weder überrascht noch störte es ihn.

So schliffen wir in dem suizidal anmutenden Fahrzeug über Kinabalus Highway, vorne quäkte der Billiglautsprecher vor sich hin und von hinten vibrierte es, dass unsere Brustkörbe zitterten.

10. März 2010

from_paris_with_love

Gestern Abend haben wir eine neue Seite fernöstlicher Kultur kennen gelernt. Wir waren im Kino. Eigentlich könnte man auch sagen, wir waren in der Kältekammer, denn als wirklich einzigartig empfanden wir das Herunterkühlen des Kinosaals auf 20°C – bei einer Aussentemperatur von über 30°C. Vorsorglich hatten wir unsere Fleecejacken mit dabei, denn so langsam kennen wir die Kälteaffinität unserer Asiaten. Die Jacken hatten wir eigentlich nach unserem Abflug im tiefverschneiten Deutschland ganz weit unten im Rucksack vergraben. Gestern retteten sie uns vor dem sicheren Kältetod.
Bei unserer Fußbekleidung waren wir etwas zu leichtsinnig. Dachten wir noch, dass unsere Füße in den Flip-Flops die Temperaturschwankung schon ertragen würden, sprachen die Eisklumpen nach der Vorstellung eine ganz andere Sprache. Wir liefen im Anschluß, gegen 23 Uhr, den Weg zum Hotel barfuß, um die Füße durch die heißen Betonplatten wieder aufzutauen.
Soviel zum kulturellen Teil. Kommen wir zum Film:

nachtmarkt01

KK, so die übliche Bezeichnung für Kota Kinabalu, der Hauptstadt Sabahs, ist unsere erste Station auf der Reise durch Borneo. Ein Highlight der Stadt ist zweifelsohne der Nachtmarkt entlang der Hafenmauern. Fast jedes asiatische Dorf hat seinen eigenen Nachtmarkt und wir können die Zahl der besuchten nicht zuverlässig ermitteln. Was wir aber hier erlebt haben, stellt das zuvor Gesehene in den Schatten. Noch nie sind wir über einen derart riesigen Markt geschlendert. Grund genug, diese Erfahrung mit Euch zu teilen. Die folgenden Bilder zeigen einen bunten Querschnitt über das Angebot und Treiben auf einem der wichtigsten Handelsplätze Asiens.

8. März 2010

Unsere beiden Mädels, die uns dreieinhalb Wochen durch die Hitze begleitet haben, sind im unterkühlten Hamburg angekommen. Vor dem Abflug haben wir noch gewitzelt, ob sich der Winter in Deutschland jetzt mal so langsam verzieht und dem Frühling Platz macht. Wir haben gemutmaßt, dass Neuschnee fallen wird, wenn die Maschine aus Singapur in Hamburg/Fuhlsbüttel aufschlägt. Nun ratet, was passiert ist?

Es erreichten uns zwei hübsche Fotos, die unsere Vorahnung bestätigen. Auch wenn die Schneedecke noch so weiß strahlen mag, uns lässt das Wetter hier drüben kalt. Nur das ASTRA wünschen wir uns hier an den heißen Abenden in unsere Kehlen.

schneemann_klein

schuhe

7. März 2010

Zwei Monate nach dem Start unserer Tour durch Asien gibt es die ersten Opfer zu beklagen. Über die zu heiß gewaschenen Synthetik-Klamotten und die löchrigen Hemden lohnt es sich nicht, ein Wort zu verlieren, wenn man sich aber von jahrelangen Wegbegleitern trennen muss, dann ist das einen Assbach Uralt Beitrag wert.

7. März 2010

map_malaysia

Eigentlich stimmt die Aussage so nicht, denn wir verlassen nur den Teil Malaysias, der auf der Halbinsel liegt. Die zurückliegenden Wochen fühlten sich für uns wie ein Urlaub vom Urlaub an. Den größten Teil der Zeit verbrachten wir entspannt am Strand, hatten Zeit unsere dicken Wälzer Populärliteratur durchzulesen und uns um nichts kümmern zu müssen. Reisen in Malaysia ist dank des hervorragenden Straßennetzes und der luxuriösen Busse ein Leichtes und der bunte Bevölkerungsmix aus Malayen, Chinesen und Indern sorgt für eine unheimlich große Bandbreite an leckerem Essen.

zuletzt inspiriert

verlinkt

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Bloggeramt.de frisch gebloggt Das Blog Verzeichnis Blog Top Liste - by TopBlogs.de BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor blogoscoop blogtotal