19. Juli 2010

shimino_sortiment

Eigentlich stand Japan nicht auf unserer Liste der geplanten Reiseziele. Dank „Shimino“ haben wir nun aber einen unerwarteten Abstecher dorthin gemacht – wenn auch nur kulinarischer Art.

Bisher hielten wir Japaner für Experten in Zubereitung und Verzehr von rohem Fisch. Jetzt mussten wir aber auch erkennen, dass Crépes zu den Highlights der fernöstlichen Küche zählen. Das japanische Franchise-Unternehmen „Shimino“ wartet in seinem Mini-Lädchen in Kuala Lupur´s Shopping-Mall „Pavilion“ mit einem Angebot der dünnen Eierkuchen auf, dass der durchschnittliche Kirmes-Crépes-Verkäufer blaß vor Neid wird und uns der Zahn tropfte.

Grund genug, uns zu dieser optischen und geschmacklichen Besonderheit jemand an unseren Tisch zu holen, der im fernen Deutschland die Genüsse des Sommers genießen darf. Karin´s Einladung haben wir schon beim ersten Mal in Form von süß-fruchtigen Besonderheiten eingelöst. Da war es nur logisch, sie auch dieses Mal “bei uns zu haben“.

13. Juli 2010

kl

Wer unsere Reiseberichte verfolgt, der müsste sich schon wundern, warum wir nichts aus Indien schreiben und stetig über unsere Public-Viewing-Erlebnisse aus Kuala Lumpur berichten.

public_viewing_vii

Wir haben gehofft, die deutsche Nationalmannschaft sieben Mal spielen sehen zu können und dass Deutschland letztmalig am Sonntag spielt. Teil eins wurde erfüllt.

Unser siebentes Public Viewing war jedoch ein Private Viewing, denn – oh Wunder – eben jenes Nachtspiel, dass 2:30 Uhr Morgens angepfiffen wurde, übertrug malaysias Staatsfernsehen TV1, welches unser Hotelfernseher empfangen konnte. Entspannt konnten wir in aller Ruhe, mit hopfenhaltigem Erfrischungsgetränk und Erdnüssen ausgerüstet, die 90minütige Unterhaltungsshow der Mannschaft genießen. Was für ein Fest! Kurz vor Sonnenaufgang, als der Mullah zu rufen begann, applaudierten wir den Jungs bei der Übergabe der Bronzemedaille. Wir waren stolz und unsere Zimmernachbarn genervt.

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Noch keine Stunde ist es her. Die Stimme röchelt noch immer. Der Schweiß klebt das Deuschlandshirt am Körper fest. Noch können wir es nicht fassen. Deutschland besiegt den als Titelaspiranten gehandelten Favoriten Argentinien mit einer unglaublichen Teamleistung 4:0.

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Mit Hochspannung erwarteten wir das hochkarätige Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen England.

Eigentlich sollten wir jetzt schon in Kalkutta leben aber dank der äußerst unbefriedigenden Bearbeitungsgeschwindigkeit unserer Visas, hat uns die indische Botschaft in Kuala Lumpur festgesetzt. Nun gibt es wahrlich Schlimmeres, als in vertrauter und gemochter Umgebung auf die Weiterreise zu warten und das denkwürdige Spiel bei seinem Lieblingsinder zu verbringen.

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Eigentlich war geplant, das Spiel zu später Stunde (halb drei Uhr nachts) gepflegt im Hotelzimmer bei einer Dose Cola anzuschauen. Leider meinte es die Hotelleitung mit ihrer Werbeaussage, alle Spiele zu zeigen, nicht so genau. Als wir genau 2:25 Uhr raus bekamen, dass das Deutschlandspiel nicht gezeigt wird, gab es nicht viel Zeit, zu überlegen: raus vor die Tür.

20. April 2010

map_borneo

Als wir im Verlauf der Reiseplanung auf Borneo als Ziel festlegten, hatten wir schnell ein Bild vor Augen wie es hier so aussieht: dichter Dschungel und wilde Tiere die uns bedrohen. Wir dachten, die Luft ist allerorts feuchtigkeitsgeschwägert und wir schwitzen von Morgens bis Abends. Wir sahen uns tagein tagaus mit dem Boot durch die Gegend fahren. Die Zivilisation wollten wir hinter uns lassen und vom Internet nichts wissen.

Was ist nach fünf Wochen Borneo von unseren Vorstellungen geblieben, was haben wir gelernt?

20. April 2010

laksa

Das letzte Essen auf Borneo war eines der besten typisch-malayischen Gerichte, dass meinen Gaumen berührt hat. Alex´ Einladung folgend, besuchte ich einen Food-Court, der von Aussen nicht unbedingt zum Näherkommen einlädt. Aber aus Erfahrung wissen wir, dass gerade in diesen Food-Courts bestes Essen zubereitet wird, denn wer schlechte Qualität abliefert, fliegt raus.

20. April 2010
little_lebanon
Essen beim einigen Araber Borneos

Wieder fand sich in unserem E-Mail-Konto eine Einladungsbenachrichtigung von PayPal. Nicole verfolgt unsere Abenteuer und fand, dass wir uns mal wieder was Ordentliches hinter die Kiemen schieben sollten. Diesem Wunsch sind wir sehr gerne nachgekommen und haben uns zudem noch einen ganz besonderen Platz ausgesucht, um der Einladung von Nicole zu folgen.

Es ist angeblich das einzige arabische Restaurant auf ganz Borneo. „Little Lebanon“ trennt in Kuching Chinatown und Little India voneinander. Man läuft, um in die Stadtteile zu gelangen quasi durch das Restaurant, da es eine Ansammlung von Lounge-Sofas und Tischen unter einem offenen Durchgang ist.

Eine willkommene Abwechslung zu Nudel- und Reisvariationen im restlichen Malaysia boten uns die Lamm- und Hühnchen-Spieße, die Lamm-Frikadellen und der außergewöhnlich gewürzte Salat. Auch ein Pita-Brot kann im Land der Nudeln eine angenehme Alternative sein. Beeindurckt waren wir von der mittel-großen Portion Knobibrot, die als Hauptspeise schon fast gereicht hätte.

sheesha
garantiert drogenfrei und lungenfreundlich: Sheesha-Pfeife

Wie in arabischen Ländern, bietet „Little Lebanon“ als „Nachtisch“ eine bunte Variation an Geschmackrichtungen für die bereitstehenden Sheeshas an. So lagen wir mit kugeligen Bäuchen bis spät in die laue Nacht, die Fruchtmischung paffend, in unserem Sofa und wünschten, Nicole wäre mit ihrer Kurzen bei uns.

Für sagenhafte und utopisch teure 60 Ringit (14 EUR) rollten wir uns nach Hause.

Terima kasih Nicole

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