4. Mai 2010

gunung_api

Aus Verantwortung zur Natur erwähnen wir in diesem Beitrag nicht, wo genau sich unser Erlebnis zugetragen hat. Aus Erfahrungen wissen wir, wie ein Korallenriff aussieht, wenn es von zu vielen Touristen und geldfixierten Geschäftsmenschen heimgesucht wurde und wir wollen nicht schuld sein, wenn diesem zu 100% intaktem Korallenriff selbiges widerfährt.

nutmeg_jam

Auf Pulau Neira bekamen wir zum Frühstück einen Brotaufstrich aus Muskat. Damit verwandelte sich unser Brötchen nicht nur in ein kulinarisches Highlight, sondern auch in ein Investment, denn das malukkische Muskat ist wertvoller als pures Gold. Diese Aussage stimmt, würden wir uns noch im 16. Jahrhundert befinden, denn zu dieser Zeit boomte der Gewürzhandel zwischen den Molukken („Gewürz-Inseln“) und Europa. Die Jagd nach den edlen und unerschwinglich teuren Gewürzen, die nur hier wuchsen, war der Startschuß für die Kolonialisierung Südost-Asiens durch die europäischen Seemächte.

bakso_porridge

Till war der erste, der uns zum Essen eingeladen hat und mit Till haben wir damals in Bangkok das erste exotische Essen probiert. Nach 4 Monaten fanden wir in Kota Ambon ein kleines Restaurant, dass nach unserem (und sicher auch Till´s Geschmack) war.

schiff_ciremai

Nein, Leonardo und Kate waren nicht wirklich mit der von der Partie und auch Eisberge gab es dank tropischer Temperaturen rund um die Molukken nicht. Auch hieß unser Kreuzer „Ciremai“.
Die Fähre sollte uns von Kota Ambon auf die weiter südlich gelegen Banda-Inseln bringen. Mit uns schienen gefühlte 40.000 weitere Menschen die gleiche Idee gehabt zu haben und so ließ sich beim Besteigen der Nachtfähre ein titaneskes Gefühl nicht vermeiden.

malukken

Zugegeben, wir waren in den letzten Wochen ein wenig neidisch auf die „Vulkan“-Mania, die dank des Kumpels in Island in Europa ausbrach. Da Indonesien in Vulkanangelegenheiten auch ganz weite vorne mitspielt, haben wir es uns nicht nehmen lassen, uns auch zu den Vulkanen aufzumachen und sind auf die Molukken geflogen.

27. April 2010

Gegen 22 Uhr versuchte plötzlich jemand unsere Zimmertür zu öffnen. Nicht etwa durch Anklopfen wurde versucht, unsere Aufmerksamkeit zu wecken, es wurde direkt die Klinke betätigt. Mehrfach. Draußen hörten wir Frauenstimmen.

jakarta_einladung

Ein neues Land, eine neue Stadt und der knurrende Magen verlangt nach seiner ersten Mahlzeit in ungewohnter Umgebung. Dem Ratschlag der Hotelfachangestellten folgend, sind wir in Indonesien mit einem vergleichsweise opulenten Mahl gestartet. Opulenter war nur die Einladung von Christiane, die uns im fernen Frankfurt/Main auf unserer Reise von Etappe zu Etappe folgt und die das Fernweh gepackt hat. Da lag nichts näher, als sich mit der Einladung zum Essen einfach zu uns zu gesellen.

25. April 2010

jakarta_skyline

Die 9-Millionen-Metropole Jakarta hat uns empfangen und die ersten Eindrücke sind gemacht.

Amüsiert waren wir über die Tatsache, dass sich Jakarta die US-Amerikanischen Botschaftsmitarbeiter auf die selbe Art und Weise vom Leibe hält, wie es die Behören in Hamburg und Berlin tun: mit Stacheldraht, Straßenbarrikaden und bewaffnetem Sicherheitspersonal.
Einziger Unterschied: man hat vor uns salutiert, als wir mit unseren Rucksäcken vorbeiliefen.

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