26. Dezember 2008

Der coole Trend, bekannte Songs im Lipdub nachzusingen und mit individueller Choreografie zu versehen, ist inzwischen auch in Deutschland angekommen. So wünschte das Team von “Welt Kompakt” seinen Lesern frohe Weihnachten in einer lippensynchronen Darbietung des Weihnachtsklassikers und springt auf den Zug, moderner Wege der Zielgruppen- und Netzweltgewinnung. Seht hier:


DirektLink

Damit reiht sich die Redaktion ein in die bunte Schar kreativer Köpfe, die ihr nicht vorhandenes gesangliches Talent gekonnt kaschieren und so manchem Song ein neues, lustiges Video verpassen. Hier sind noch einige andere Lipdub-Produktionen, die uns in diesem Jahr über den Bildschirm flimmerten:

Katie Perry – “I kissed a girl”

DirektKuss

Snoop Dogg – “Ain´t no fun”

DirektRap

Panic at the Disco – “Nine in the afternoon”

DirektPanik

Britney Speas “Baby one more time”

DirektJungfrau

University Lipdub

DirektStudenten

Und zum Schluss der Klassiker des Jahres:
Michael Jackson – “Thriller”

21. Dezember 2008

Sie sind schon großartig, die großen deutschen Feemail-Dienste. Sei es Web.de, GMX oder Yahoo – sie bieten ihren Kunden inzwischen weit mehr als nur bloße E-Mail-Konten. Nachrichten, Entertainment und Shopping gehören inzwischen zum Full-Service-Angebot.
Wer mittels POP3-bzw. IMAP-Zugang direkt seine Mail-Korrespondenzen abwickelt, den juckt die gebotene Informationsflut wenig. Solange man ausreichend Bandbreite hat, stört sich auch der Nutzer der Web-Oberfläche nicht am gebotenen Service. Wehe aber, man findet sich plötzlich irgendwo in der Pampa wieder. Dann wird´s unangenehm. Mobiles Internet abseits europäischer Ballungzentren heisst: sich mit 20 anderen Nutzern in einem Internet-Café bestenfalls einen ISDN-Zugang teilen.

So saß ich vor einigen Tagen in Kuala Lumpur in einem schockklimatisieren Hinterhofzimmer und tippt hoffnungsvoll www.gmx.de in den Internet-Explorer ein. In den folgenden 25 Minuten quälten sich Flashfilme, JavaScripte und Werbebanner durch die Kapillaren der Leitung. Die Programmierer bei GMX halten es nicht einmal für notwendig, Alternativtexte hinter Buttons zu legen und so starrt man mitunter 10 Minuten auf eine bunte Fläche, voller Hoffnung, dass sich endlich der “weiter”-Button lädt. Endlich auf der Seite zum Schreiben einer Mail angekommen, dauerte es weitere 10 Minuten und der der geschriebene Gruß war dann auch erfolgreich versendet. Nicht dass mir diese Art der Langsamkeit neu oder teuer ist, sie kostet Urlaubszeit die kostbar ist.

Und so geschah es beim nächsten Besuch, dass ich meinen viert-Account um Hilfe bat. Google-Mail benötigte keine 2 Minuten, um mir in der Vollansicht (man kann auch zu einer light-Variante für reines HTML wechseln) mein komplettes Postfach anzuzeigen. Die angesammelten ca. 300 SPAM-Mails verschwanden in unter einer Minute. So saß ich dank Google nur 10 Minuten in der Kühlkammer und hatte anschließend alle Freunde mit Adventsgrüßen bedacht.

Auch wenn GMX und Co. ausschließlich in Gebieten mit hoher Bandbreite tätig sind, hängt Google seine Konkurrenz in diesem Punkt klar ab. Schneller und lokal unbeschränkter Zugriff von jedem Standort dieser Welt ist insbesondere bei mobilem Internet mit seinen schwankenden Verbindungsgeschwindigkeiten ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Gekonnte Programmierung und Fokussierung auf den eigentlichen Service sorgen für de notwendigen Vorsprung, um vor der Konkurrenz den Markt abzugrasen.

16. Dezember 2008

Google Reader

Zwei Wochen außer Landes und der Feedreader quillt über. Im vergangenen Jahr konnte ich die 1000+ Artikel ja noch irgendwie bewältigen, aber in diesem Jahr komme ich gegen den Output einfach nicht mehr an. Bei den Postingquantitäten von Herren Basic und Walter, die sich jenseits der 200 bewegten, wir mir schwindelig. Aber auch sonst scheint das Schreibinteresse unter den Bloggern extrem hoch zu sein. Selbst Blogger der zweiten Reihe bestachen mit Postings jenseits der 50er-Grenze.

Da meine Zeit leider beschränkt ist, ich durch Weihnachtsgeschenkeausdenken und Zurück-in-das-Arbeitsleben-finden reichlich eingespannt bin, geschah, was geschehen musste: ich habe alle Artikel als gelesen markiert. Meine lieben abonnierten Blogger, es tut mir von Herzen Leid. Aber ich bin mir sicher, während ich dieses Posting schreibe, blinken in meinem Reader schon wieder neue Geschichten von Euch auf und das Spiel kann weitergehen.

Update: siehe da – Telagonsichelputzer war der erste neue Beitragsverfasser.

So manch düstere Gestalt versucht sich im Vorfeld des heißen Weihnachtsgeschäftes eine goldene Nase zu verdienen. Jetzt, wo bei eBay der Marktplatz ordentlich rödelt, versuchen sie, Kontodaten der Verkäufer zu pishen. Ziemlich gut gemacht finde ich die mir gestern zugespielte Seite. Vorangegangen war eine Anfrage eines Kaufinteressenten, der eine Frage zum Artikel hat. Beim Versuch der Beantwortung der Frage, landeten viele eBay-Nutzer auf der Log-In-Seite von eBay – so schien es. Der Blick in die Adressleiste zeigt, dass man auf dem Holzweg war.
eBay-Pishing

Mich würde mal interessieren, wieviele Kontodaten jetzt in unbefungten Händen sind.

11. Dezember 2008

Chitime-Wichteln

Die Chikatze veranstaltete ein sog. Blog-Wichteln. Nicht dass ich eine Ahnung hatte, was Wichteln per se ist, habe ich mich einfach mal interessiert gezeigt und mich angemeldet. Mit mir haben das auch weitere 94 Blogger gemacht. Aufgabe: Schicke deinem dir zugewiesenem Wichtel ein Geschenk zum Nikolaus. Jetzt ist Nikolaus vorbei und ich habe mein Geschenk heute abgeholt und bin fast vom Stuhl gefallen.
Pherreyh war mein Wichtel und hat sich ganz groß ins Zeug gelegt. Neben Bastians Sick´s Bilderbuch der Deutschen Sprache fand ich Weihnachtsbaumschmuck und Heinrich-Haeberlein-Lebkuchen. Wow. Vielen Dank!!! Da muss ich mich mit meiner Wettkampfente mal ganz hinten anstellen.
Ich hätte nicht gedacht, dass sich Blogger im Offline so viel Mühe machen, andere zu überraschen. Respekt!

Vorsicht: Ganz schlimme Musik, aber das Ende hat es in sich!


DirektBeat

(via Eyesaiditbefore)

shure se110

Die Firma SHURE hat uns ein Exemplar des Premium-Kopfhörers SE110 im Wert von ca. 100 EUR gesponsort. Da wir schon mit einem Paar SHURE E3 ausgestattet sind, haben wir uns gedacht, wir schenken ihn dir. Was du machen musst, um sie zu gewinnen, steht hier geschrieben.

Speakers Corner
(Bild: “UK London” by xpgomes2)

Dieser Artikel ist für DICH und nur DU kannst ihn schreiben!

Die Speakers Corner in London ist legendär. Jeder, der etwas zu sagen hat, kann dies dort tun – ohne Anmeldung. Vorbeiziehende Passanten bleiben stehen, hören zu, diskutieren, lamentieren oder gehen einfach weiter. Am Ende fühlt sich der Redner erleichtert und erhört. Nichts, was man einmal dort gesagt hat, wiegt schwer auf der Seele.

Dieser Artikel ist die “SPEAKERS CORNER – das Blog im Blog” – der Ort, an dem Du frei und thematisch grenzenlos schreiben kannst. In den Kommentaren bieten wir dir den Freiraum, in dem du schreiben kannst, was dich bewegt, was dich lähmt, was du denkst, was du fühlst, was dich rasend macht, was dich lachen lässt. Schreibe, was du schreiben möchtest. Hauptsache, du schreibst! Die Regeln sind einfach: Alles ist erlaubt, außer es verletzt Menschen und verstößt gegen geltendes Recht.

Andere Leser kommen vorbei, hören dir zu, sagen ihre Meinung, streiten mit dir oder surfen einfach weiter – wie in London, am nordöstlichen Ende des Hyde-Parks.

…so, und jetzt kommst DU:

Lutz Heilmann, Mitglied des Bundestages der Linken, der letzte Woche durch das Landgericht Lübeck eine einstweilige Verfügung gegen wikipedia.de erwirkte, hat diese nun zurückgezogen. Vorangegangen war ein massives Aufbäumen der vereintein Netzwelt gegen den Politiker.

Ein Artikel in der Wikipedia enthielt aus Sicht des Herrn Heilmann rufschädigende Informationen über ihn. Sein Versuch, sich dagegen zu wehren, endete in der Sperrung der kompletten Domain. Der Artikel selbst war von der Sperrung hingegen nicht betroffen, da wikipedia.de nur weiterleitende Aufgabe hat.

Ist Herr Heilmann nun der Bösewicht? Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte: Nein, ist er nicht. Ich sympathisiere nicht mit links- und rechtsextremen Parteien, aber objektiv betrachtet, scheint mir die Reaktion nachvollziehbar zu sein. Nebenbei hat uns Herr Heilmann jedoch ein paar spannende Dinge aufgezeigt, über die nachzudenken sich lohnt.

  • Wer im Netz falsche Angaben über seine Person findet, hat per se große Probleme, eine Richtigstellung zu erwirken bzw. generell dagegen vorzugehen. Das Beispiel von wikipedia und Rottenneighbour.com zeigt, dass man sich aufgrund des Serverstandortes und des damit geltenden Rechtsraumes so gut wie nicht gegen Defamierung, Verläumdung und Rufschädigung schützen kann. Zwar lebt das Netz von dezentraler Dateneingabe, aber es besteht die Gefahr, dass der Wahrheitsgehalt der Informationen stark fragwürdig ist. Informationen, die nicht auf gestützen Informationen basieren, richten u.U. Schaden an. Über die von Herrn Heilmann beanstandeten Aussagen urteile ich nicht.
  • Gerichte scheinen in diesen Tagen Probleme beim Erkennen und Bewerten der Tragweite ihrer Entscheidung zu haben. Mal eben so das deutsche Zugangsportal zu einer der größten internationalen Wissenssammlungen zu sperren ohne dabei jedoch den betroffenen Artikel anzugreifen, gehört in die Kategorie “Dummfug”.

Herr Heilmann hat uns einen Dienst erwiesen. Er hat mit seiner (hoffentlich) unbeabsichtigten Handlung eine Diskussion losgetreten, die, wenn sie von negativen Anfeidungen gegen ihn und seine politische Gesinnung bereinigt, durchaus als Basis für ein Umdenken der Rechtssprechung dienen kann.

16. November 2008

Secret Service

Nein, auf George W. Bush hacken wir hier und heute mal nicht rum. Auch wenn es schwer vorstellbar ist, es gab in dieser Woche andere Personen, die unsere Missgunst auf sich zogen. Und all jenen widmen wir diesen Beitrag.

Diese Herrschaften, Abgeordnete im deutschen Bundestag, Vertreter des Volkes, haben in dieser Woche ihre Unfähigkeit im Umgang mit Demokratie bewiesen.
Mit ihrem “JA” zum neuen BKA-Gesetz haben sie dem BKA Befugnisse einer Geheimpolizei verschafft. Und so eine geheime Bundespolizei hatten wir doch schon einmal. Damals nannte sie sich Geheime Staatspolizei (GeStaPo). Na, dämmerts?

Ladies & Gentlemen – bleiben Sie sitzen und bekunden Sie Ihre Abneigung bitte für:
Albert Rupprecht, Alexander Dobrindt, Alfred Hartenbach, Alois Karl, Andrea Nahles, Andrea Astrid Voßhoff, Andreas Jung, Andreas Lämmel, Andreas Schmidt, Andreas Steppuhn, Andreas Storm, Andreas Weigel, Anette Hübinger, Anette Kramme, Angelika Krüger-Leißner, Anke Eymer, Annette Faße, Annette Widmann-Mauz, Antje Blumenthal, Antje Tillmann, Anton Schaaf,

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