Alle Jahre wieder geben sich die Menschen Mühe, ihren Mitmenschen am 1. April einen Streich zu spielen. Die Bandbreite reicht von lustig über gemein bis hin zu makaber. Makaber konnte man denken, als man am 1. April das Video der Flashmobs von “Improve Everywhere” sah. Einige Mitglieder der Gruppe planten, die Familienmitgliedern eines Verstorbenen auf der Beerdigung zu schocken. Sie suchten sich für ihren makaberen April-Scherz eine Person, die nicht viele Angehörige hatte und so standen plötzlich bei der Beerdigung eine ganze Menge in Schwarz gekleidete Menschen, die die Familienangehörigen nicht ansatzweise kannten.

Hier das Video, der Stein des Anstoßes:

Das Video landete bei YouTube und in den Nachrichten des Fernsehsenders CW 11. Skandal schrien tausende YouTube-Nutzer, Skandal schrien die geifernden News-Macher con CW11 und zeigten das YouTube-Video im TV. Als “neues Level” der Aprilscherze wurde die Aktion betitelt. Im Sturm der Entrüstung und im mangel der Recherche ging jedoch unter, dass ALLES, selbst die Beerdigung selber von “Improve Everywhere” inszeniert wurde. Kein Toter, keine Beerdigung, keine Angehörigen -- alles ein Aprilscherz.

Nun jedoch, legt der TV-Sender nochmal nach und strapaziert die Lachmuskeln erneut -- jedoch auf eigene Kosten. Während der Sender am 1. April das makabere Video von “Improve Everywhere” ohne Erlaubnis der Macher im Fernsehen ausstrahlte und damit eine Verletzung geltenden Urheberrechts beging, veranlasste der Sender nun die Löschung des Sende-Mitschnitts, den “Improve Everywhere” auf YouTube stellt und den Sender so vorführte. Die Begründung lautet lapidar: Verletzung von Urheberrecht.

Die Frage der Macher von “Improve Everywhere” bezeichnet das Dilemma treffend:

It’s “fair use” for the news to take a video off of YouTube and broadcast it, but it’s not “fair use” for a citizen to expose their poor reporting on his own content?

Und hier ist das Video, in dem sich der Sender zum Horst macht:


CW 11 News Falls for Fake Improv Everywhere April Fool’s Mission -- video powered by Metacafe

Mehr Infos zum Aprilscherz

atomic

Dass bei den Freunden östlich des Urals manchmal die Kälte und Einsamkeit wirre Auswüchse treibt, wissen wir nicht erst seit Potemkin gefakte Dörfer gebaut hat. Jetzt hat Russland eine Miss-Wahl der Extraklasse veranstaltet. Gewählt wurde: Miss Atomic, also Miss Nuklearkraft. Dank Tschernobyl bekommt dieser Wettbewerb einen besonders skurilen Touch.

Bereits seit 2004 stellt sich eine bunte Auswahl an jungen Mädchen dem Urteil.

Aber so ganz ohne politischen Hintergrund läuft es auch nach lüften des Eisernen Vorhangs nicht ab. Ziel der Miss Wahl ist laut Ilya Platonov, dem Chef von Nuclear.Ru: “We want to show the general public that the nuclear industry is an industry like any other… Ordinary people work in it, including young, attractive women.” (Quelle: Spiegel). Anhand der Attraktivität der Mitarbeiter definiert sich die Normalität der Atom-Branche. Vollkommen klar.

Wer sich noch ein wenig über die Teilnehmer der Wahl 2009 belesen möchte, kann dies, soweit er des Kyrillischen mächtig ist, hier tun.

(via IloveGraffiti)

Wer kennt das nicht: man möchte sich mit einem Freund oder der Affäre treffen, aber irgendwie hat keiner Lust oder es ist zu gefährlich, erst zum anderen zu gurken. Wie praktisch wäre es da, sich irgendwo in der Mitte zwischen den Wohnungen zu treffen.

Der Service MeetInBetween.Us (Zwischen uns treffen) ist der ideale Service, sich einen geeigneten Treffpunkt auszumachen. Zuerst gibt man beide Ursprungsadressen ein und lässt den geografischen Mittelpunkt dazwischen ermitteln. Man hat im Anschluss noch die Möglichkeit, den Mittelpunkt manuell zu verschieben, denn es soll vorkommen, dass der Treffpunkt evtl. an unzugänglicher Stelle liegt.

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Abb. 1: Ermitteln des Mittelpunktes zwischen zwei Adressen

Hat man sich auf einen groben Treffpunkt irgendwo in der Mitte geeinigt, stellt sich die Frage, wo man hingeht, wenn man sich dann getroffen hat. Jetzt entfaltet der Service seine ganze Stärke. Je nach Anlass oder Absicht werden Vorschläge unterbreitet, wohin man beim Treffen gehen kann. Man hat die Möglichkeit, zwischen Restaurants, Coffee Shops, Golf-Plätzen(?), Bars, Hotels, Büchereien, Shopping-Center, Theater und Apple Stores(!) in der Nähe des vereinbarten Treffpunktes zu wählen. Alle Vorschläge werden ebenfalls in Google-Maps angezeigt. Die vorgeschlagenen Orte waren an unseren Beispieltreffpunkten in Hamburg durchweg sehr umfangreich und entsprachen der Realität. Der Service hält dabei eine Menge echter Überraschungen bereit. So wussten wir nicht, dass es in Hamburg so viele Apple-Stores gibt.

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Abb. 2: Darstellung von Locations
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Abb. 3: Detaillierte Angaben von Location in der Nähe des Treffpunktes

Fazit: Ein perfekter Service, der dank Google-Maps kinderleicht funktioniert und sich durch aktuelle und realistische Vorschläge als perfekter Location-Scout empfiehlt.

Webseite: meetinbetween.us

new

(C) by laffy4k

Ich verbrenne mein Blog, schnupfe den Code wie Koks
Ich erschlag mein Theme, lösch es vom Host
Ich jag meinen Server hoch, alles was ich hab lass ich los
mein altes Blog sieht aus wie´n labbriges Toast.

Brat mir nen Prachttheme,
HASENFARM kocht jetzt die feinste Seite
Bin das Update, HASENFARM-Blog die zweite.

Alles glänzt, so schön neu!
Wenn´s dir nicht gefällt, egal!

Hinweis für Eilige: Das GEWINNSPIEL ist am Ende des Artikels!

Seit 2005 beschäftigen wir uns mit dem digitalen Niederschreiben von allerlei Alltäglichem und Außergwöhnlichem. Zwischendurch haben wir das Blog optisch etwas aufgehübscht und uns gefragt, wo die Reise hin gehen soll. Kolumbus wusste wo er hin wollte, kam aber woanders an. Also haben wir unseren Kahn aufpoliert, neue Segel gehäkelt und das Ruder nachjustiert.
Wir laden dich ein, uns auf unserer Reise durch die unbekannten Gewässer des World Wide Wassers zu folgen. Mit dem Wechsel der grafischen Oberfläche gibt es auch einen Wechsel in dem Was und Wie wir schreiben.

Was gibt es Neues?
Die Seite hat jetzt eine Microblogging-Abteilung bekommen (ganz oben). Dort verschwinden all die Kurzkommentare, Link- und Video-Tipps. Alles, was in wenigen Worten – oder ohne Worte – beschrieben werden kann, hat ab sofort dort seinen Platz. Die dortige Twitter-Abteilung kann ganz bequem von dir abonniert werden.
Die neue Titelseitengestaltung wirkt übersichtlicher und komprimiert die Themen auf übersichtliche Art. Sie entfernt sich bewusst vom klassischen “Blog-Design”. Auf einen Blick kann der Besucher sehen, was in letzter Zeit thematisch besprochen wurde. Wir verabschieden uns bewusst von reiner Textverarbeitung und geben dem Bild mehr Bedeutung. Umgewöhnungsbedürftig, nachbearbeitungsnötig aber sexy.
Neu sind auch unsere wechselnden Themen-Specials auf der rechten Seite. Hier werden saisonal und aktuell Beiträge thematisch gefeaturet. Letzte Wortmeldungen, letzte Trackbacks und die Tag-Wolke haben wir in der Fußzeile untergebracht.

Das Themenspektrum?
Das wird das Spannendste an der Umstellung sein. Es wird Veränderungen geben. Wir werden uns, wie im Editorial versprochen, überwiegend mit erheiternden Themen beschäftigen. Nicht dass wir die Augen vor Problemen verschließen und die Konflikt meiden wollen, aber es kommt auf die Art an, sich damit auseinander zu setzen. Möglich, dass Neues hinzukommt und Altes entfällt. Sei gespannt!

Ohne dich sind wir allein!
Wenn du schon mal da und neugierig auf das Kommende bist, dann bleib auf dem Laufenden und abonniere unseren RSS-Feed (hier klicken) oder lass dich von uns per Twitter-News (hier klicken) auf dem Laufenden halten.

GEWINNE, GEWINNE, GEWINNE!
Verpass´ auch auf keinen Fall eine Gelegenheit, an unserer vorgezogenen Osterverlosung teilzunehmen: Unter allen, die vom 1.3. bis zum Ostersonntag einen sinnvollen Kommentar oder Trackback auf einen der HASENFARM-Artikel abgeben, verlosen wir unser persönliches Gadget-#1, das goldene Piep-Ei! (mehr Kommentare erhöhen die Gewinnchance).

Wir sind gespannt auf das was kommen wird, wir sind gespannt auf dich und deine Meinung!

Da schielt die Netzwelt links zu Google´s Chrome-Browser und rechts zu Mozilla´s Firefox und plötzlich schießt Apple´s Safari an allen vorbei. Seit gestern gibt es die Version 4 des OS-X-eigenen Webbrowsers zum Download. Und obwohl es eine Beta-Version ist, solche die meist fehlerbeladen, langsam und unausgegoren sind, beeindrucken die Ergebnisse erster Leistungs- und Funktionstest durch Professionalität. Im Vergleich mit den anderen Platzhirschen der Browserflotte Internet-Explorer, Opera, FireFox und Chrome beeindruckt Safari mit unheimlicher Geschwindigkeit. Dank der neuen Java-Engine “Nitro” (Was für ein Name!) soll der Browser bis zu 36 Mal(!!!) schneller als Microsoft´s Internet-Explorer in der Version 7 sein.

Wir wollen uns hier nicht weiter mit Zahlen beschäftigen und werfen daher einen Blick auf die beeindruckenden Ergbnisse in Chart-Form:

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(Testergebnisse auf einem PC 2.1GHz Intel Core 2 Duo, inkl. IE7)

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(Testergebnisse auf einem PC 2.1GHz Intel Core 2 Duo, exkl. IE7)

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(Testergebnisse auf einem Mac 2GHz Intel Core 2 Duo)

(Grafiken (C) CNET UK)

Lange Rede, kurzer Sinn: Safari ist ein Monster geworden, nicht nur seitens der Geschindigkeit, sondern auch in grafischer Hinsicht. So verpassten die Entwickler dem Browser jetzt die aus iTunes bekannte “Cover-Flow”-Funktion für die zuletzt besuchten Webseiten.
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Ebenso wurde die Darstelung der am häufigsten besuchten Seiten aufgemotzt.
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Dass Lade- und Verarbeitungsgeschwindgkeit von Webseiten ohne Frage eines der schlagenden Argumente für Safari ist, bleibt unbestritten, wie die neuen grafischen Funktionen beim Nutzer Anklang finden, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist Apple mit dieser unerwarteten Turbo-Maschine wieder einaml ein Überraschungs-Coup gelungen.
Überzeuge dich selber von Apple neuer Web-Rakete: offizielle Safari-4-Seite

Stefan Winterbauer veröffentlichte vor Kurzem einen Beitrag mit dem Titel “Zehn Dinge, die an Twitter nerven“. Nun lässt sich über Vieles vortrefflich lästern und kritisieren – ein Umstand der auch erlaubt ist – aber schwieriger wird es, die guten Seiten hervorzukehren. Und so habe ich mich an Stefan´s Aussagen entlang gehangelt und versucht, diese unter positivem Aspekt zu beleuchten. Durchaus kein leichtes Unterfangen und auch nicht immer ganz ernst gemeint. Und es sind auch nur 8 Dinge geworden.

1. Der „Guten Morgen – gute Nacht“-Tweet
Während ich in in der prähistorischen Zeit vor Twitter oft zu später Stunde vor dem Rechner sitzend dachte, ob mit mir alles in Ordnung ist, geben mir die schriftlich dokumentierten Schlaf-/Aufsteh-Bekundung anderer Twitter-Nutzer die Sicherheit, dass es da draußen genug Verrückte gibt und ich mir über mich keine Sorgen machen muss. Zudem ermöglichen mir die launischen “Morsche”-Bekundung gezielt zu erkennen, welchen User ich nicht mit meiner morgendlichen Euphorie belästigen sollte. Mein Vorschlag zur Verbesserung der emotionalen Transparenz: Einführung des Hashtags “#sleep”. Damit kann dann allmorgendlich erkannt werden, wer wie lange geschlafen hat. Auch Arbeitgeber dürften sehr an der Dauer der regenerativen Phase interessiert sein. Erkennt man daran doch sehr einfach, wie fit der Mitarbeiter ist, dem man das Geld in den Rachen wirft.

2. Die PR-Tröte
Twitter entfaltet für Blogger ungeahnte Möglichkeiten, da man durchweg sein großes Mitteilungsbedürfnis befriedigen kann. Jedoch hat kein normaler Mensch Zeit, die täglich 50 coolen, crazy Links ordentlich als Posting zu verpacken. Manch Blogger schreibt als Beitrag seine Linktipps stumpf untereinander. Spätestens nach dem dritten Link liest eh keiner mehr weiter und doof sieht das Posting dann auch noch aus. Also kann man Twitter wunderbar nutzen, seine Linktipps über den Tag verteilt unter die Massen zu schleudern. Wenn man sich als Blogger einen Zweitaccount anschafft, der auf die eigenen Postings und die Links verweist, dann kann dem Nutzer durchaus ein nicht unerheblicher Mehrwert geboten werden. All jenen, die auf einem Account Hardcore-Linkloving und persönliche Nachrichten verbreiten, denen sei gesagt, dass es bei Twitter noch eine super Funktion gibt, die sich “unfollowen” nennt.

3. Der Dauer-Tweeter
Welch hervorragende Möglichkeit bietet sich der observierenden Zunft, wenn man bequem jeden steigen-gelassenen Pups des Objekts der Überwachung bequem per Twitter empfangen kann. Nicht zu unterschätzen ist der dadurch entstandene volkswirtschaftliche Nutzen, denn das sonst für Spionageexperten aufgewendetes Geld kann jetzt in die Verstaatlichung der deutschen Großbanken investiert werden. Und so trägt der mitteilungsbedürftige Sekundenspinner zur Abkehr von der freien Marktwirtschaft bei.
Für solche Leute nutze ich gerne die Funktion, die sich “unfollowen” nennt.

4. Show-Twittern auf Englisch
Oh, I don´t have anything gegen two people wich are twittern in english obwohl they are german. They can do it whenever they want. Aber they don´t have to denken, that I´m following ihrem Gespräch. For that people TweetDeck offers me the group-function. Jeder english-speaking Twitterer landet in this group or wird geunfollowed.

5. Der Ego-Twitterer
Ja, lasst mich teilhaben an eurem Erfolg, eurer Geilheit. Nichts ist motivierender für mich, als Zitate wie diese zu lesen: „Wow, wir sind im Pitch!“, „Auftrag für ein großes Medienunternehmen an Land gezogen.“. Ich sitze dann immer vorm Rechner und denke mir, was es doch für sensationelle Flachpfeifen gibt, die nix mehr merken. Ich erfreue mich an meiner Bodenständigkeit und Unüberheblichkeit. Danke für diese Motivation! Schakka!

6. Der Follower-Grüßaugust
Wenn mir ein Tweet a la „Ich begrüße meinen 300. Follower, vielen Dank!“ vor die Flinte kommt, dann sitze ich mit einem breiten Lachen da und klicke direkt auf den Reply-Button. So kann ich mich direkt bedanken, auch wenn ich nicht gemeint war. Lustig ist es allemal. Und zum Glück haben all jene, die sich persönlich bei jedem Follower bedanken, selten eine so hohe Relevanz und Followerzahl, dass sie mich damit belästigen. Ich unterstelle mal, dass sich die Followerzahl reziprok der Grußhäufigkeit verhält.

7. Twitter-Spielchen
Das ganze Leben ist ein Quiz und auch Twitter hat seinen Platz darin gefunden. Als Kind hat man Telefonstreiche gemacht, später mit Böller Briefkästen gesprengt und heute veranstaltet man dämliche Spiele auf Twitter. Es gehört zu einem so jungen Medium dazu, wie die Beule zur Pest. Das Schöne dabei ist, es können sich andere zum Heinz machen und man selber greift egoistisch die gewonnenen Erfolgsfaktoren ab. Oder man macht sich selbst zum Klaus und ist vorne mit dabei. It´s up to you!

8. Der Polit-Trittbrett-Twitterer
Twitter hat sie alle erniedrigt. All die Obamas, McCains und Schäfer-Gümbels dieser Welt. Wer im Herrgott´s Namen hätte vor 3 Jahren geglaubt, dass der mächtigste Mann der Welt (nein, nicht Schäfer-Gümbel) in 140 Zeichen zu seinen Gefolgsleuten spricht? Und wer hätte gedacht, dass diese Leute intellektuell so weit unten sind, dass sie sich das antun würden?

Man kann über Twitter denken was man will, aber es hat sich wider Erwarten zu einem Medium entwickelt, welches auf dem Zettel stehen sollte. Ob und wie lange der Hype um Twitter hält, ist unklar. Klar ist jedoch, dass solche Dienste das Verhalten der Nutzer und die Struktur des Netzes, ja sogar die sozialen Strukturen verändern.
Übrigens, mich kann man auch followen:

Tweets: https://www.twitter.com/hasenfarm
Linklove: https://www.twitter.com/hasenfarm_news

Am Donnerstag, den 12.02.2009 treffen sich in 175 Städten rund um den Erdball aktive und neugierige Twitterer auf so genannten Twestivals. Auf diesen ehrenamtlich organisierten Treffen sollen neben Real-Life-Networking in erster Linie Spendengelder für das Charity:Water-Projekt gesammelt werden. Die Initiatoren erwarten je Standort eine Einnahme von ca. 4000$, was einer Gesamteinnahme in Höhe von 700.000$ entsprechen würde. Dieses Geld fließt zu 100% dem Projekt zu.

Charity:Water ist eine nichtkommerzielle Organisation, die in unterentwickelten Ländern Trinkwassersysteme einrichtet, die die Menschen mit sauberem und gesundheitlich unbedenklichem Wasser versorgt.

Jennifer Connelly in charity: water Public Service Announcement from charity: water on Vimeo.

Man darf gespannt sein, wie sich der Abend entwickelt. Haben die Organisatoren doch weitestgehend auf den Microblogging-Dienst Twitter gesetzt, als sie diese Festivals organisierten. Wieviele Twitterer hinter ihrem Account in die wirkliche Welt hervortrteten, um mit anderen in Sätzen, die hoffentlich länger als die restriktiven 10 Zeichen lang sind, zu diskutieren, bleibt abzuwarten. Bemerkenswert ist diese Idee allemal.

In Deutschland gibt es Twestivals in den folgenden Städten:

Wo ist Berlin? Die Medienhauptstadt Deutschlands lässt sich lumpen?

(via Osocio)

9. Februar 2009

In dieser Woche heisst es im Rahmen des Projekt 52, Fernweh zu wecken.

Projekt 52: Fernweh

Fernweh ist per Definition die Sehnsuch, in andere Länder zu fahren, respektive zu fliegen. Und so sammeln sich Wochenende für Wochenende die Plane-Spotter an den Aussichtsplattformen der Flughäfen und schauen sehnsüchtig den in ferne Länder startenden Jets zu. Besonders wehleidig wird man, wenn das Wetter sein Übriges dazu beiträgt, am liebsten die Koffer zu packen und den Alltag hinter sich zu lassen.

Oben gezeigtes Bild stellt sicher die Idealform von Fernweh dar. Hamburg im November verabschiedete uns mit Regen in unseren Urlaub. Zwar bietet Hamburg zeimlich oft derartige Wetterverhältnisse, nur leider steht man dafür zu selten am Check-In.

TwitterHawk

Der kleine blaue Pipmatz, das Markenzeichen von Twitter, ist jetzt zum blutrünstiger Adler mutiert. So scheint es, wenn man sich die Möglichkeiten genauer ansieht, die der Service TwitterHawk anbietet.

Let’s say you just opened a new coffee store in Queens and wanted to let people know about it. As part of your advertising efforts, you could setup TwitterHawk to search for things like “coffee near:Queens within:8mi” (of course you could simply search world wide if you are global).

We would then periodically (at a frequency determined by you) find twitter posts that mentioned coffee by users that are actually located within 8mi of Queens, and send them one of your pre-defined replies from you such as
@cracksh0t Have you seen our new Coffee Shop in Queens?’ or
@loxly What is your favourite blend? We’ve just opened a new store in Manhattan and would love to know what you think’

Auf den ersten Blick ist der Service durchaus tricky. Zielgruppenspezifisches Markting anhand personalisierter Informationen. Wer potentielle Kunden gezielt ansprechen möchte, scheint mit dem Service einen guten Partner zu haben. Gerade durch die Kombination von thematischem Bezug und persönlicher Ansprache, kann die Responsequote signifikant steigen. Dennoch ist fraglich, wie die Angesprochenen auf derartige Tweets reagieren. Im Zweifel wird man aufgrund seines Schreibstil mit Werbung förmlich zugebomt. Offen bleibt, wie die deutsche Rechtssprechung diesen Sachverhalt einwertet.

Was hälst du von derartigem Marketing?

Blogcharts

Es ist eine existenzielle Leidenschaft der Menschen, sich mit anderen zu messen. Schon in der Kindheit wurde der Komperativ antrainiert. Schneller, höher, weiter waren die Kriterien, um beim Quartett zu gewinnen. Später, in der Pubertät, ging es unter der Dusche weiter. Wessen ist länger? Zeitgleich hangelte man sich durch die Top50 der deutschen und internationalen Musik-Charts. Wer oben stand, war top, wer unten stand, war flop. Die Charts reflektierten dabei nicht nur, sie schufen auch den Mainstream. Wer sich damit brüstete, die neue Platte eines Künstlers jenseits der Plätze 50-100 sein Eigen nennen zu können, war schneller unten durch, als er “Hit” sagen konnte. Und so wundert es (oder auch nicht), dass sich die aufgeschlossenen Blogger ebenfalls zu Charts hingezogen fühlen.

Dem deutschen Blogger stehen eine Hand voll Chartbuilder zur Verfügung, die der Aussenwelt zeigen, wie top oder flop (s)ein Blog ist. Neben den deutschen Blogcharts, die das Ranking anhand der Blogreactions aus Technorati ermitteln, orientiert sich Blogoscoop an den Zugriffszahlen. Seit Kurzem gibt es jetzt auch noch die Lesercharts, welches sich die Feedburner-Abonnenten als Kriterium für die Bedeutung eines Blogs ausgesucht hat.Damit hätte jeder der üblichen Verdächtigen sein eigenes Ranking.

Schöne Statistiken allesamt. Aber was soll das? Seit wann sind Blogger so “old-school”? Schaut man sich einmal das typische Nutzerverhalten der Massen an, dann scrollt niemand jenseits der Top 100. Die deutschen Bloggercharts ignorieren sogar auf die Schreiber jenseits der Hundert. Was zur Folge hat, dass der, der top ist top bleibt und der, der sich die Finger im unteren Drittel wundtippt, flop bleibt. Zwar geht Blogoscoop einen Schritt weiter und zeigt thematisch oder geografisch benachbarte Blogs, aber dennoch scheint das Ranking in dieser Form ungeeignet oder zumindest benachteiligend. Kaum ein ambitionierter Blogger beschäftigt sich mit den Beiträgen der “niederen Ränge”. Wer oder was sagt uns, dass das strategisch sinnvoll ist?

Zwar sind die Zugriffszahlen, Technorati-Reactions oder RSS-Abonnenten nur Resultate mühevoller Arbeit und stellen entsprechende Anerkennung des eigenen Schreibens dar, aber sie verhindern auch, dass interessante Nischen-Beiträge im Nirvana verschwinden. Die Diskussion, die deutsche Blogosphäre sein nicht innovativ genug, wird mit zunehmendem Chart-Getue durchaus angeheizt und mit Argumenten befüllt. Wer immer auf dem neuesten Stand sein möchte, hat mindestens die Top20 per RSS abonniert und kann somit täglich zwanzigfach die selbe Nachricht lesen. Es stand einmal geschrieben, dass man mindestens die rivva-Aggregation abonniert haben sollte, um zu wissen, was abgeht. Das klingt wie RTL2.0.

Vielleicht gibt es da draußen mal einen Programmierer, der die geschrieben Beiträge nach Individualität und Einzigartigkeit bewertet. Beiträge, die im “Mainstream” auftauchen, werden niedriger bewertet. Es ist zu unterstellen, dass sich die Vielfältigkeit der Beiträge signifikant erhöht und eine nicht zu unterschätzende Themendynamik einsetzt, die wir heute vielerorts vermissen.

Was hältst Du von dieser gewagten Theorie?

verlinkt

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