7. Juli 2009

eternalmoonwalk

Der ewige Moonwalk ist eine großartige Idee, Michael Jackson mit seinem legendärem Moonwalk Tribut zu zollen. Einfach ein eigenes Video von sich beim moonwalken hochladen und die virtuell rückwärts zurückgelegte Strecke verlängern. Unendlich verlängern.
http://www.eternalmoonwalk.com/

Mein lieber Herr Gesangsverein!!!
Ist denn heute schon Weihnachten? Irgendwie scheinen alle Sendemitschnitte dieser kongenialen und richtungsweisenden Institution elektronischer Musik ihren Weg als MP3 auf die Rapidshare-Server geschafft zu haben. Kluge Köpfe haben ermittelt, dass es sich dabei um 1.700 Stunden (=70 Tage!) Mix-Material handelt.

Let the Leitung glühen!

Zu finden gibt es die Sammlung beim Kraftfuttermischwerk.

warp20

20 Jahre Warp. Man sind wir alle alt geworden. Ich erinnere mich noch, als ich für 50 Mark Laurent Garniers “Wake up” auf Warp bei ebay erstanden habe. Jetzt bietet Warp dem abhängigen Sammler eine dicke, fette Collection an, der man eigentlich nicht widerstehen kann. Eigentlich. Stehen einem die 120 EUR Erwerbskosten nicht im Weg.

Aber man muss sich beeilen, will man die Sammlung sein Eigen nennen. Ab 5. Juli kann man auf bleep.com für die am 25.09.2009 erscheinende Sammlung vorbestellen. Weitere Infos gibt´s hier.

(via KFMW)

Ziemlich cooler Song! Lustig, fröhlich, rhythmisch. Los Sommer, komm!

furt

Es soll sie ja geben, die Künstler, die auch eine halb gefüllte Konzerthalle zum Beben bringen. Farin Urlaub schaffte dies Dienstag Abend mit seinem Racing-Team in der Alsterdorfer Sporthalle spielerisch. Sicherlich lag das auch an dem eingebauten kleinem Sportprogramm für das Publikum, dem Song “Zehn”, aber vor allem durch sein Entertainment. Die Songs des Albums “Die Wahrheit über´s Lügen” wurden nicht einfach monoton heruntergespielt, sondern das Publikum und die Band in den Pausen in das Showprogramm eingebunden.

Nach insgesamt 3 Zugaben und mehr als 2 Stunden Spielzeit beendete Farin Urlaub das Konzert und schickte uns nach Hause, wo wir überlegen dürfen, ob wir nicht direkt Karten für´s Hurrican in Scheesel kaufen, um nochmals in den Genuss des Frontmann der besten Band der Welt zu kommen.

Wenn ihr euer Geld sinnvoll für einen Abend voller Spitzenmusik und verdammt guter Unterhaltung  ausgeben wollt, dann auf auf zum Kartenkauf!

Mitte der neunziger Jahre stand ich in der Destillery Leipzig, im stockdunklen, bassgeschwängertem Keller. Heiko Laux, Begründer des Kanzleramtes, legte neueste Platten auf und ich tat, was mit der DJ-Kultur so fest verbunden ist, wie Siamesiche Zwillinge – ich stand am DJ-Booth und versuchte im Schein der Nadelbeleuchtung vom drehenden Plattenaufdruck abzulesen, welche Scheibe gerade läuft. Als Deck-Shark wurde ich und all jene Musik-Junkies genannt, die den Club als lauteste Plattenvorhör-Station betrachteten und das DJ-Pult belagerten, wie die Fliegen den Kuhfladen.

Im Jahr 2009 gehört der Deck-Shark jedoch zu einem der Verlierer der digitalen Musikrevolution, sieht er ausser 2 neutralen Impulsplatten nur noch die Rückseite eines Laptops. Richie Hawtin jedoch scheint sich aktiv gegen das Verschwinden dieser Personen einzusetzen und entdeckt dabei gleich noch einen neuen Vertriebskanal für Tanzmusik.

Sein neuester Clou: er lässt TraktorPro, die Abspiel- und Musikverwaltungssoftware, über Twitter die aktuellen Titelinformationen twittern. Damit erhält jeder Follower auf seinem mobilen Empfangsgerät den aktuell gespielten Titel in der Form “is now playing:…” mitgeteilt. Nicht mehr, nicht weniger. Banal!

Stelle dir vor, mit deinem mobilen Empfangsgerät im Club zu sein und plötzlich einen großartigen Track zu hören – früher hatte man nie die Chance, die Emotion und Stimmung in das Leben ausserhalb des Clubs zu transferieren (oder nur durch einen zufälligen Fund im Plattenladen), kann man heute den Tweet einfach als “Favorit” markieren. Am Ende des Abends kann man sich mit dieser Favoritenliste vor Beatport setzen und ebene jene Tracks kaufen, die in der Nacht zuvor geflasht haben. Damit eröffnet Richie Hawtin besonders neuen und unbekannten Künstlern einen neuen Vertriebskanal.

Haben wir Mitte der 90er die Hardwax-Faxausdrucke nach heißen Neuerscheinungen abgesucht, schickt uns heute der DJ seine heißen Track direkt per Twitter zu. Schöne neue Welt!

DeckSharking der Zukunft: @rhawtin

(inspiriert von De:Bug)

23. Mai 2009

Das Wochenthema des Projekt 52 lautet in dieser Woche “Musik” .Es gilt also, akustische Komponenten in Form von Bildern darzustellen.  Kein leichtes Unterfangen, löst Musik doch je nach Empfänger verschiedenste Bilder im Kopf aus. Und so saßen wir vor unseren Archiven und diskutierten, ob nun das Portrait von Nneka auf Kampnagel oder die rauchgeschwängerte Bühne des SPLASH-Festivals mehr oder weniger für die Umsetzung des Themas steht. Letztendlich fanden wir keine Einigung, was Ausdruck oben genannter Eigenschaft von Musik ist. Wir überlassen die Entscheidung, welches Foto besser zum Thema passt Dir!

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Alle Jahre trommeln die Organisatoren der Grünanlage die Hamburger Frohnaturen zusammen, um im Schanzenpark den Elch zu vertreiben. Im Schatten von Wasserspeicher und Fernsehturm trafen sich auch heute Hunderte – man könnte sogar vermuten es waren Tausende – um im strahlenden Sonnenschein zu bassgeschwängertem Sound von Solomun, Jay Pauli, Polder und Djuma Soundsystem steil zu gehen. Wer sich nicht im Kessel des Schanzenparkes, unmittelbar im Bereich der Soundbeschallung aufhielt, der suchte sich im näheren Umfeld einen freien Platz auf der Wiese. Gegen 17 Uhr wurde es jedoch mit freien Plätzen schon verdammt eng. Überhaupt hatte ich das Gefühl, man hatte soviele Besucher wie noch nie. Die Schanze war übervoll mit Menschen aller Couleur, selbst Berliner Schnauzen kreuzten meinen Weg.
Und wer nach 22 Uhr noch Lust und Zeit hatte, der durfte im Waagenbau weiterfeiern. Weiter geht die Festivalsaison am 7.6. Dann jedoch nicht an dieser Stelle und mit anderem Line-Up. Augen auf halten!

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An dieser Stelle noch mein Respekt für die Jungs, die dem Träger der “Thor Steinar”-Jacke ihre Meinung sagten und damit ihre Gesundheit auf´s Spiel setzten.

Am 21. Mai ist es soweit: das im Januar aufgezeichnete MTV Unplugged-Konzert der Sportfreunde Stiller wird erstmals auf MTV ausgestrahlt. Im Rahmen eines Sportfreunde Stiller-Tages auf dem Musiksender wird die “Unplugged in New York”-Aufzeichnung der Höhepunkt sein. Wer aber denkt, die Sportfreunde sind extra für das Konzert nach New York geflogen, der irrt. Getreu dem Motto der amerikanischen Erstlandung auf dem Mond, wurde das Konzert vor der New Yorker Kulisse in den Bavaria Filmstudios in Potsdam Babelsberg verwirklicht worden.

Die Sportis, die mit ihrer Fußballhymne “’54, ’74, ’90, 2006″ den Sound des “Sommer of 2006″ erschaffen haben, reihen sich mit dem Akkustik-Set in die Galerie der ehrwürdigen Künstler und Bands ein, die bereits ein MTV Unplugged-Konzert aufnehmen durften. Vor ihnen taten dies bereits Herbert Grönemeyer (1995), Die Fantastischen Vier (2000), Die Ärzte (2002), Die Toten Hosen (2005) und die Söhne Mannheims (2008).

Auf MTV kann man sich einen ersten Vorgeschmack des Konzertes holen, z.B. mit dem Video “Ein Kompliment”:
sportis
Hier klicken, um zum Video zu gelangen.

recordstore

Huch, kaum einer hat gemerkt, dass am 18. April der Tag des Plattenladens war.

Klagen die Musikverlage über schwindenden Umsatzzahlen dank Raubkopierer, Filesharer und Netlabelism, scheint niemand auch an jene zu denken, die den Verkauf der Tonträger zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. All jene, die unter der Bezeichnung Plattenladen die Musikecke des örtlichen Media-Marktes und Saturns verstehen, werden nur schwer nachvollziehen können, welch sozio-kulturellen Verlust eine etwaige Volldigitalisierung der Musik bedeuten würde. Der Plattenladen ist für viele Jugendliche sozialer Treffpunkt, Ort der Leidenschaft.

Alleine in Hamburg gibt es drei für mich bedeutende Plattenläden, die in ihrem kulturellen Auftreten nicht differenter sein können. Ein kurzer Stadtrundgang zeigt, warum ein Erhalt der Plattenläden unabdingbar für den qualitativen Fortbestand von Musik ist:

Smallville Recordstore:
Fangen wir mal in mitten von St. Pauli, direkt in Reichweite der Reeperbahn an. Dort befindet sich, so groß wie ein durchschnittliches Wohnzimmer der Smallville Recordstore. Stellt man sich einen Plattenladen mit tonnenweise gestapelten und aufgereihten Platten vor, dann kann es passieren, dass man den Laden nicht als solchen wahrnimmt. Cleane Athmosphäre, extrem übersichtliche  Anordnung von relativ wenigen Platten. Zwar bedeutet “wenig” in diesem Kontext schätzungsweise >5000. Fein säuberlich nach Label sortiert, hoher Neuheitenanteil, handverlesen. Trotz der geringen Größe des Ladens und der geringen lagernden Anzahl an Platten, lohnt sich ein Besuch, da die Platten augenscheinlich von den Betreibern – u.a. Lawrence – mit bestem Geschmacksgefühl für aktuelle elektronische Musik ausgewählt.
Und wer erstmals in ein Wohnzimmer kommt, der fällt auf. Anonymes Plattenkaufen ist hier Fehlanzeige.

Otaku Records:
An der Feldstraße, gegenüber vom Hochbunker am Heiligeneistfeld gelegen, bietet die Fusion aus Plattenladen mit angeschlossenem Friseur eine ungewöhnliche Kombination. Otaku entspricht schon eher dem Bild eines klassischen Plattenladens. Das Verhältnis zwischen Luft- und Vinylvolumen tendiert hier schon in Richtung 50:50. Neben eine Neuheitensektion besticht die Auswahl vor allem durch einen guten Label-Backkatalog sowie Sound jenseits des 4/4-Taktes. Wer mit einer gezielten Suche den Laden betritt, erfährt vom anwesenden Personal binnen weniger Sekunden, ob sich der Besuch lohnen wird. Beratung inklusive.

Plastik Tonträger:
Inmitten der Café- und Trendmeile entlang des Schulterblattes, liegt die dritte Instanz in Sachen Plattenläden Hamburgs. Plastik bietet dem Sammler ein Paradies. Neuheiten im großen Stil sucht man hier vergebens. Ist man aber auf der Suche nach Perlen alter Backkataloge, steht dem Vinylisten neben dem mächtigen Angebot im Obergeschoss auch noch ein Archiv im Keller zur Verfügung, welches mit eigener Online-Suche durchforstet werden kann. So manch verloren geglaubten Schatz – ob Techno, Hip-Hop, Rock und Soul – habe ich dort schon zu Tage gefördert. Wer zu Plastik geht, weiß, was er sucht. Etwas eigen, aber auch sympathisch: das Personal legt großen Wert auf ordentliche Handhabung der Platten. Ein Fingerabdruck auf der Platte wird mit Ermahnung geahndet. Aber keine Angst, rausgeflogen bin ich noch nie.

Man kann an diesen drei Beispielen erahnen, was passiert, wen es eines Tages heisst: “MP3 killed the vinyl”.
Plattenläden sind die Orte, neben den Clubs, wo Musik lebendig ist, wo der Geruch der Platten der Musik eine weitere Ebene verpasst. Die Betreiber sind Gleichgesinnte, sie verstehen den Käufer, können seine Passion nachvollziehen.

In diesem Sinne lohnt es sich, den Tag des Plattenladens laut bekannt zu machen.

(via De:bug)

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