17. Dezember 2006

Der Megatrend “DJ” hat die Dancefloors und alle tangierenden Bereiche in sicherem Griff. Jeder Hans und Franz, der einen guten Draht zu Mamas Bankkonto hat, kann sich heute an die Teller stellen. “DJing für Dumme” sozusagen oder vom Tellerdreher zum Hartz IV-Empfänger. Nachdem die analogen und digitalen Produktionsschmieden so ziemlich jedes Gadget für den noch perfekteren Mix erfunden haben und niemand mehr in den Platten laden muss, um die neusten Tunes zu spielen, heißt es jetzt, härtere Bandagen anlegen. Und genau hier treten die Frauen ins Rampenlicht und lassen die Männer zum Deckshark verkommen. Sie haben einen Vorteil: ihren Körper. Tut mir leid, Frau Schwarzer.
PS: Die Dame freut sich sicher über ein Booking bei deiner Privatparty.

17. Dezember 2006

Wer sich schon immer mal den Traum vom eigenen Club erfüllen wollte, aber vor dem deutschen Finanz- und Behördennetz gegfürchtet hat, dem zeigt die Print-Ausgabe 04/2006 von “Electronic Beats” einen einfachen Weg aus der Misere. Das Pariser Hotel Fouquets Barriere bietet lt. Zeitschrift schallisolierte Zimmer an. Auf der Website konnte ich das nicht so ganz erlesen, aber die Invasion der Private-Clubbers könnte ein finanzielles Disaster werden. Also, eingescheckt!


Jayceon Terrell Taylor kam straight out of Compton um Hamburg im lauen Herbst mit dem Westcoast-Sound zur rocken. Die Schlange vor dem Grünspan führte trotz freundlicher und schneller Tür zu einer Startverzögerung von 1:30 Stunden. Zum Glück verkürzte sich dadurch das digital-verursachte Vorspiel mit den Hip-Hop-Hits auf ein erträgliches Maß. Anfangs noch voll bekleidet (Mütze, Maske, mehrere Shirts) begann Game den Auftritt etwas verkrampft. Das Publikum nahm das aber nicht persönlich und feierte von der ersten Sekunde euphorisch jede Geste und jeden Rhyme. Mit der Zeit reduzierte er seine Sachen in Richtung Publikum, welches es ihm mit lockeren Hüften und bouncenden Armen dankte. Die Sektduschen, die Game den ersten Reihen zuteilte, brachte die Crowd vollkommen zum Abgehen. Eine gute Mischung als alten Songs, Respektbekundungen an Verstorbene und Tracks vom neuen Album ließ auch die Musikbeobachter der letzten Reihen mitwippen. Ob sein zwischenzeitlicher Sektkonsum dazu führte, dass er zum Abschluß das Publikum auf die Bühne holte und seiner Security Arbeit bescherte, weiß ich nicht. Fest steht nur, dass jedermann nach dem Abgang dachte: 60 Minuten und das war´s? Amerika-un-like kam er nach einigen Minuten zurück auf die Bühne, nachdem einige Gäste das Haus schon verlassen hatten. Die Verbliebenen gingen noch mal völlig irre und die Ladies, die die Ehre hatten, ihm bei seinem letzten Lied auf der Bühne zu begleiten, haben dank seines inzwischen vollends entblößten Oberkörpers, ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk erhalten (sag ich mal so). In Summe dauerte Game´s Auftritt gut 1:30 Stunden, enthielt ein großes Maß an Coolness und Gangsta-Tum aber auch Super-Musik.

13. Dezember 2006

Isreal hätte ich das ja nun erst auf den hinteren Rängen zugetraut. Da wird ein Wehrdienstleistender nicht als untauglich sondern tauglich befunden – und zwar tauglich des Verbreitens von Musik. Und so wurde Nadav Ravid Plattendreher an den Tellern des israelischen Armeesenders GLC. Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin – weil alle feiern. Gehört im Deutschlandradio Kultur.i{content: normal !important}

19. Oktober 2006

The funksoulbrother Jan Delay lud die hamburger Crwod ins Docks ein, um mit Raaga-Funk-Hop den Herbst zu vertreiben. Während wir beim seinem letzten Auftritt in Chemnitz noch unter Planen vor Regen schutz suchten, genossen wir diesmal uneingeschränkte Sicht vom Balkon des Docks. Ohne einzelne Taten hervorheben zu wollen bescheinige ich Herrn Delay großes Kino und Entertainment at it´s best. Als Gäste reimte Das Bo zwei Bars, Denyo unterstütze bei gemeinsamen Klassikern. Und dass Textsicherheit ab einem bestimmten Kultstatus keine Rolle mehr spielt, bewies Udo Lindenberg, der phrenetisch gefeiert wurde. Klar, Jan und Udo gemeinsam auf der Bühne – sieht aus, als brenne Wasser!
Ein nicer Abend mit sommerlicher Musik schickt uns in heiße Wochen..

31. August 2006

Get chemicalized

Muss ich an dieser Stelle einfach mal 1.) testen, wie YouTube mit meinem Blog umgeht und 2.) mitteilen, dass Chemical Brothers´ Believe zu einem meiner absoluten Lieblichsvideos – respektive – Tracks gehört. Psychologisch tiefgründige Visualisierung und hirnfritierende Musik.

26. August 2006

Freitag-Abend. Wärend die eine Hälfte meiner technoiden Frontallappen zum Lovefield-Festival möchte, entscheidet sich die andere Hälfte, meiner Freundin zu Nosliw zu folgen. Sozialkritische Texte meets klickenden Reggae. Auch was für mich. Im Kampnagel verstanden die Ankündigung “Beginn 21 Uhr” viele Besucher eher als Aufforderung, 21 Uhr zu Hause loszugehen. Entsprechend spät begann die Aufführung. Dank frühzeitigem Erscheinen, standen wir direkt vor der Bühne, was neben gutem Klang auch einen perfekten Blick auf Künster nebst Band werfen Ließ. Musikalisch waren die folgenden 90 Minuten ein Leckerbissen. Neben den allseits bekannten Songs wurden auch neue und z.T. unveröffentlichte Tracks gespielt. Das Publikum der voll gefüllten [kmh]-Halle schwang im Beat der Riddims und verließ kurz vor Mitternach glücklich den Ort des Geschehens. Für uns gipfelte der Abend in einem kurzen persönlichen Hallo mit dem Künstler und einem Autogramm auf der Doppel-LP.
Ein gelungener Abend!

9. August 2006

Ich war in Chemnitz, beim SPLASH!. Meine Freundin wollte hin. Ich dann auch. Freitag Abend via Gera und Besuch bei Freundin nach Chemnitz. Samstag zum Gelände.
Der erste Act im Interessengebiet waren die Headliners aus Hamburg Ziddie! Pünklich zum Start der Jungens startete auch Petrus sein Vorhaben, den Planeten im Raum Chemnitz zu fluten. Da half es nichts, der Friesennerz kam zum Einsatz und so verschwanden unzählige Brands unter unschönen Plastikhüllen. Nachdem die Headliners feat. Support von Samy Deluxe von der Bühne waren, gab´s Erkundungsfrei. Erst Gentleman zog uns zurück zur Hauptbühne. Im Anschluß glänzte Juelz Santana durch Abwesenheit und die Fangemeinde wartete auf Fat Joe. Da man aber eher dem deutschen Hip-Hop zugeneigt ist, überließen wir ihn der Masse und zogen uns in warmes, trockenes Hotel in der Nähe zurück.
Getrocknet, augeruht und gesättigt stand der Sonntag unter strengeren Terminvorgaben: Denyo, Joy Denalane, Jan Delay & Disko No. 1, Finale. Alle wie erwartet souverän, Petrus auch.
Großartig war das Ende, als die Robert-Schumann-Symphonie auf der Bühne ein Best-Of des Hip-Hop spielten und die Leute mächtig abgingen. Samy, Denyo und Jan Delay zeigten, wie man den Musikern gegenüber korrekt und respektvoll gegenüber auftritt – Harris zeigte das Gegenteil und sorgte dafür, dass wir die Veranstaltung gegen halb 12 verließen. Also ab auf den Parkplatz und von dort im Direktflug zurück nach Hamburg.
Ja, ich war dort. Es war großartig. Tolle Musik, tolle Acts, tolles Publikum. Toller Regen!

15. Oktober 2005

Vor Kurzem hab ich ja angekündigt, mir Slices bestellt zu haben. Nun sind die 3 DVDs eingetroffen und mussten sich meiner Begutachtung unterziehen. Fazit der Jury: 1A mit 3 Bienchen. Sensationell, was die Macher da auf die Beine gestellt haben. Neben Features von hochkarätigem Ausmaß über Videos bis hin zu netten Gadgets und Infofilmen (wie z.B. the makeing of a dvd) überzeugt mich das Konzept. Die Beiträge sind schön abwechslungsreich mit Musik, Bild, Sprache gestaltet. Da schaue ich mir sogar Berichte von Künstlern an, die ich sonst eigentlich nicht mag. Und das soll was heißen. Fraglich allerdings ist, wie lange man mit einem Abgabepreis von 1,- EUR überleben kann. Ich hoffe, T-Mobile sponsort weiter. Das jetzt angekündigte Abo wird auf jeden Fall gekauft.

Ich bin ein Fan und hoffe, du wirst es auch. SLICES gibt´s hier.

4. Oktober 2005

…heute ist SLICES. Durch einen interessanten Artikel in der Groove bin ich auf das DVD-Magazin SLICES aufmerksam geworden. Die ehemaligen Macher von Electronic Beats taten sich zusammen, um uns Konsumenten das zu bieten, worin MTV und VIVA vor langer Zeit schon versagt haben – Musik. Da wird uns für 1,- EUR ein Heft nebst DVD zugeschickt auf der z.B. in der Ausgabe 2 Namen wie Richie Hawtin / Ricardo Villalobos, Dapayk & Padberg, Anthony Rother, Ark, DJ Koze, Mocky, Andreas Dorau, Wien Special incl. Christopher Just, Gustav, Klein Records / I-Wolf, Female Pressure fallen. Ich hab mir heute alle 3 Ausgaben zum Hammerpreis von 6,- EUR geordert und bin jetzt auf der Suche nach einem Ort, wo ich mir die DVDs anschauen kann. Ich bin gespannt.

zuletzt inspiriert

verlinkt

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Bloggeramt.de frisch gebloggt Das Blog Verzeichnis Blog Top Liste - by TopBlogs.de BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor blogoscoop blogtotal