4. August 2007

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat die Ermittlungen in dieser Angelegenheit eingestellt. Damit ist mal wieder ein Vollidiot auf dieser Welt davongekommen. Ich hab inzwischen meinen Selbstbehalt bezahlt, die Versicherung hat auch ordentlich in die Tasche gegriffen. Falls Du der Verursacher warst – fuck you and die!

9. Juli 2007

Frage: Sind Schäubles derzeitige EntwicklungenAuswüchse eigentlich härter als zu sagen, er könne nicht zurücktreten, sondern nur zurückrollen?

Hier und hier und hier und so weiter und – leider auch – sofort.

Im Rahmen des Nichtraucherschutzes wird derzeit darüber debattiert, wie man mit den Drogensüchtigen umgehen muß. Auch Unternehmen stellen sich die Frage. Ich bin Nichtraucher und reagiere bewußt auf Rauch als Gesundheitsrisiko. Ich habe mal drüber nachgedacht.
Der Weg geht dahin, das Rauchen überall zu verbieten. Ist das richtig? Sollte man nicht vielmehr die unerwünsche Belästigung von Nichtrauchern durch Raucher abschaffen? Der derzeit angestrebten Nebeneffekt, dass viele Raucher aufgrund des Ausschlußes aus der Öffentlichkeit freiwillig das Rauchen beenden, könnte durch erhöhte Steuerbelastung von Zigaretten (z.B. 10 EUR/Schachtel) auch noch vergoldet werden. Das Grundproblem beim Rauchen ist doch, dass Nichtrauchern jede freie Entscheidungsmöglichkeit, sich den krebserregenden Abgasen zu entziehen, genommen wird. Es gibt aber genug Nichtraucher, die sich gerne einnebeln lassen. Durch die geplanten Maßnahmen beschränkt man meiner Meinung nach die Raucher in ihrer, im Artikel 2 des Grundgesetz verankerten, Freiheit der Person. Andererseits beschränken Raucher Nichtraucher in gleichem Maß.
In vielen Orten gibt es für Drogensüchtige Stützpunkte (z.B. Fixstern). Da wäre es doch angebracht, spezielle Räume für Raucher zu schaffen. Im Umfeld eines Unternehmens ist jedoch auf eine Zeiterfassung zu achten. So stellt man es Rauchern und Nichtrauchern frei, sich darin ihren Lungenteerung hinzugeben. Die Kosten für die Unterhaltung derartiger Räume können auch auf die Raucher umgelegt werden. Schließlich werden ja aus den Erlösen der KFZ-Steuer Gelder für den Straßenbau genutzt.
Somit kann Rauchen, trotz Wahlmöglichkeit der Nichtraucher, zum wirtschaftlich sehr interessanten Faktor avancieren. Einfach mal drüber nachdenken und Vorschläge machen.

6. Juni 2007

Ich habe den Eindruck, mit obiger Aussage stehe ich ziemlich alleine da. Derzeit schreibt alles, was eine Tastatur bedienen kann, über G8, Demonstrationen, Blockaden, Polizisten und das gesamte Primborium. Was mich an der gesamten G8-Thematik erstaunt, ist die Tatsache, dass sich plötzlichen Menschen zum gemeinsamen, öffentlichen Demonstrieren treffen. Was bei der nationalen Spionageplanung von Minister Schäuble eher im Netz und auf politisch korrekter Ebene in den Talksendungen ausgetragen wird, kommt bei G8 auf die große Bühne des medialen Theaters. Könnte nicht mal jemand die G8-Demonstraten nach Abschluß des Gipfel zum öffentlichen Auftreten gegen Vorratsdatenspeicherung bewegen? Ich könnte mir vorstellen, dann trauen sich auch Demo-Scheue auf die Straße und die Bewegung gewinnt an Fahrt.

G8-Demonstrant

Für alle die Angst haben, auf die Straße zu gehen und Ihre Meinung kund zu tun, hat sich die UNICEF was nettes einfallen lassen: G8 – Gebt acht – bastel dir deinen eigenen Online-Revoluzer. Ohne den guten Geschmack zu verlassen, kan sich hier jeder sein Alter-Ego zusammenstellung laut sagenschreiben, was er sich nicht laut zu sagen traut. Oder was ihm auf dem Herzen liegt.

10. Mai 2007

Am Freitag las ich in einem Café die Ausgabe des Sterns vom 26.04.2007 und wünschte mir einen Handkopierer herbei. Umso erfreuter bin ich, dass nun das Interview mit dem Datenschutzbeauftragten Peter Schaar online verfügbar ist. Jedes Wort ist Balsam und beschreibt, was uns bevorsteht. Gestern hat Malte ein dazu passendes Interview geführt.
Insgesamt zwei wirklich lesenswerte Meinungsberichte, die den Umfang der geplanten Volksbespitzelung jedem, auch dem Hinterletzten Almbewohner, klar werden lassen.

Manchmal möchte ich wirklich mal in die Köpfe anderer Menschen schauen. Heute Nacht ist ein Vollidiot mit Schwung in mein Auto geknallt. Entweder er hat die Länge seines Autos unterschätzt oder war so besoffen, dass er dachte, mein Auto sei ein Drive-In-Spirituosenladen. Kann ja mal passieren. Menschen machen halt Fehler. Aber wer nun denkt, da klemmte ein Zettel unter dem Scheibenwischer oder irgendwo sonst hat sich der Täter zu erkennen gegeben, der irrt.
Und jetzt beginne ich darüber nachzudenken, was in dem Kopf des unbekannten Flüchtigen vor sich geht. Hat er bedacht, was seine Fahrerflucht für mich und den Steuerzahler bedeutet?
Einmal abgesehen von der Rennerei die ich dankenswerter Weise heute hatte, kostet es den Steuerzahler erheblich mehr, dass sich jetzt hochbezahlte Ermittler von der Kripo der Sache angenommen haben, um den Flüchtigen zu ermitteln. Man stelle sich erst den zuständigen Sachbearbeiter der erst vor vier Wochen auserwählten Vollkaskoversicherung vor, der sich nun der mit den imensen Kosten der Reparatur konfrontiert sieht. Und dass sich der SF-Rabatt in astronomische Höhen verabschiedet, scheint dem Gehirn des Schwanzeinkneifers entgangen zu sein. Gibt es etwas Peinlicheres, als nicht zu seinen Fehlern zu stehen und andere die Suppe auslöffeln zu lassen?
Habe ich mich gefragt, warum er den Schwanz eingekniffen hat und abgehauen ist? Ja! Aber ich bin niemandem ins Auto geknallt und feige abgehauen und darum beantworte ich diese Frage auch nicht.

Geschehen beim Bundesvision Songkontest: Liveschalte in die Hansestadt Hamburg zu Olli D. und zwei weiteren namentlich unbedeutenden Personen, ein Männlein, ein Weiblein. Fängt die Dame an, Hamburgs intellektuelles Niveau ganz Deutschland zu präsentieren, indem sie fragt, wie sich Jan Delay vor seinem Auftritt wohl fühlt. Ja fass ich´s noch? Fragt sie da nicht den Falschen? Gibt es keinen Leitfaden für anspruchsvolle Interviews? Muss man denn auf diesem Weg sagen, dass Radio Hamburgs Moderatoren eben genau dieses Unterhaltungsniveau pflegen (meine ganz persönliche Meinung!)?

Herr D. antwortet, wie ich´s nicht hätte besser machen können: “…Fragen, die die Welt nicht braucht…”. Danke! Endlich mal jemand, der es sich erlaubt, Fragen in ihrem Sinn auch mal zu kommentieren statt stumpf zu antworten.

31. Januar 2007

…nur manche bergen Gefahren. So steht zu lesen:
“…aufgrund einer Gesetzesänderung müssen von nun an nicht nur Geschäftsbriefe in Papierform, sondern auch entsprechende Geschäftsbriefe in E-Mail-Form erweiterte Angaben zum Unternehmen beinhalten. Danach müssen in Geschäfts-E-Mails nun auch die entsprechenden Angaben zum
- Sitz der Gesellschaft,
- dem Registergericht,
- der Nummer, unter der die Firma im Handelsregister eingetragen ist,
- den Geschäftsführern und
- dem Aufsichtsratsvorsitzenden, falls ein Aufsichtsrat existiert,
enthalten…”
Findige Geschäftsleute mahnen auch schon Firmen ab,die bisher noch nicht der neuen Regelung nachgekommen sind. Also, es gibt mal wieder leicht verdientes Geld zu holen. Auf! Auf!

Ach, die Sache mit dem Echo kommt zwar nur in Bergen, dort häufig, aber an sonsten sehr selten vor. Aber die Kommission für Jugendmedienschutz beginnt sich jetzt auch für Diddhaas” herbe Sprüche zu interessieren. Die Begründung des KJM bringt es sehr schön auf den Punkt: “Antisoziales Verhalten wird hier von einer Identifikationsfigur wie Bohlen als cool und Erfolg versprechend dargestellt, Respektlosigkeiten im Umgang miteinander gehören zur Machart der Sendung.”
Da schließ ich mich an und sage Danke. Aber ich möchte auch nicht die Einschaltquoten der Sendung unerwähnt lassen.

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