17. Januar 2008

Unser Super-MinisterSchnüffler Schäuble hat neue Beihelfer des Terrors ausgemacht. Geistliche, Abgeordnete und Strafverteidiger rücken jetzt ins Visier des Sicherheitsfanatikers.
Wird Zeit, dass er die Schweigepflicht der Ärzte torpediert. Dann würden wir endlich erfahren, wie es um seinen geistigen Zustand bestellt ist.
Via Holgi

Gleich zwei Damen haben das Schreiben von Hansenet unterzeichnet, dass gestern in meinem Briefkasten lag. Es ist die Reaktion auf meine Bitte, mir 39,00 EUR für meines Telefon- und DSL-Anschlusses gutzuschreiben, den ich wegen Unfähigkeit seitens Hansenet im November nicht nutzen konnte.
Ich bin umgezogen und wollte meine Telefonnummer mitnehmen. Den in der neuen Wohnung vorhandenen ALICE-DSL-Anschluß habe ich gekündigt und den Umzug zum 1.11. angemeldet. Nachdem Alice große Probleme mit dem Erfassen meines schriftlich formulierten Wunsches hatte, gelang es mir telefonisch, einem KC-Mitarbeiter mein Vorhaben zu beschreiben. Die Umstellung sollte pünktlich zum 1.11. stattfinden und ein Techniker sein nicht nötig. Sehr gut. Also bin ich Ende Oktober in den Urlaub gefahren und als ich Ende November wiederkam, lachte mich direkt ein Benachrichtigungsschein der Telekom an, die versucht hatte, am 1.11. einen Technikertermin zu vereinbaren. Aha. Also doch ein Techniker, der mich kennenlernen möchte. Das Telefon indess war tot. Die Kündigung hat offenbar geklappt, der Umzug nicht.
Bei Hansenet tat man an der Hotline verwundert, spühlte die Leitung mehrfach durch und stellte fest, dass die Umschaltung nur mit Technikeeinsatz möglich sei. Termin bekäme ich aber erst in der letzten Novemberwoche. Am besagten Tag kam keiner. Nicht mal der Techniker. Wieder Hotline angerufen. Endlich einen kompetenten Mitarbeiter erreicht. Am Samstag kam dann endlich ein Techniker und siehe da, der Anschluß war frei. Inzwischen war schon Dezember. Im November war an eine Nutzung nicht zu denken, ans Zahlen aber schon.

Die beiden Damen von Alice kommentieren meinen Erstattungswunsch und den geschilderten Vorgang folgendermaßen:

… Die Prüfung des von Ihnen geschilderte Sachverhaltes hat ergeben, dass bei der Bereitstellung des Anschlusses und bei der Abrechnung keinerlei Unstimmigkeiten aufgetreten sind.

Na dann würde mich mal interessieren, was passieren muss, damit Alice Unstimmigkeiten feststellt.

Fortsetzung folgt…

5. Dezember 2007

kann, muß aber nicht. Und weil nicht jeder Raucher weiß, dass Rauchen krank, impotent und tödlichen machen bzw. sein kann, muss laut “Richtlinie 2001/37/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juni 2001 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen” ein Warnhinweis in großen Lettern auf der Packung/Werbung stehen, der auf dieses suizidale Potential aufmerksam macht.

Was fällt nun bei dieser, von mir heute aufgenommenen Reklame auf?
Zigarrettenwerbung
Rauchen könnte demnach auch sexy, albern, langweilig, störend, erregend, trendy oder vielleicht doch tötlich sein. Wer weiß. Dreist, wie die Branche ist, lässt sie zufällig beim Shooting eine Packung vor das böse Wort fallen, dass auf den Exodus des Konsumenten hinweist. Könnte ja abschreckend wirken.

Für wie blöd hält man uns eigentlich?

4. Dezember 2007

Ich habe heute Freunde und Kollegen befragt, ob ihre Telefonnummern im Telefonbuch stehen. 100% verneinten. Statistisch betrachtet dürfte es somit keine Telefonbücher nicht mehr geben. Aber das war nicht Ziel der Umfrage. Viel spannender fand ich die Reaktionen auf meine nachgeschobene Frage, dass sie aber keine Probleme damit haben, dass ihre Bewegungsdaten und mehr für 6 Monate gespeichert werden. Bei einigen ergaben sich fragende Blicke, anderen schien es egaldie Brisanz nich bekannt zu sein. Der Bundestag hat am 9. November 2007 mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD den Gesetzentwurf zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland beschlossen. Weitreichende Eingriffe des Staatsapparates in die private und persönliche Kommunkation sind damit verbunden.
Die wichtigsten Veränderungen sind:

    Festnetz, Mobil- und Internetelefonie: Beteiligte Telefonnummern, Dauer, Datum und Uhrzeit der Gespräche.
    Mobiltelefone: zusätzlich der Standort der Anrufer bei Gesprächsbeginn, die eindeutig dem Gerät zugeordnete IMSI-Nummer sowie SMS-Verbindungsdaten
    Internet: die dem Computer vom Internetprovider zugeteilte jeweilige IP-Adresse, der Anschluss, über den die Internet-Verbindung hergestellt wird, Dauer, Datum und Uhrzeit der Verbindung
    E-Mail: Adressen, Ein- und Ausgangsdaten der Kommunikationspartner (Daten aus dem E-Mail-Header)
    Die Inhalte der Kommunikation sollen nicht gespeichert werden.

(Zitat tagesschau.de)

Die Folgen, Einschränkung der persönlichen Freiheit, kann jeder für sich selbst abschätzen.

Was kann dagegen getan werden? Unter http://www.vorratsdatenspeicherung.de kann sich jeder kostenfrei an einer Sammel-Verfassungsbeschwerde beteiligen. Und damit ihr wisst, wer Hauptverantwortlicher für diesen Quark ist und wie kompetent er sich im Thema Bespitzelung mit moderner Technik auskennt, gibt es hier ein Interview mit Herrn Schäuble. Die 2 Minuten lohnen sich, um das Dilemma zu verstehen.

Frage: “Herr Dr. Schäuble, wie können Sie garantieren, dass die Online-Durchsuchung tatsächlich nur in Einzelfällen eingesetzt wird?”
Antwort:

Es kam wie es kommen musste. Beim sonntagmorgentlichen Frühstück bekam ich einen pilzigen Geschmack als ich las, “RTL aktuell” hat den Deutschen Fernsehpreis 2007 in der Kategorie “Beste Informationssendung” gewonnen. Brech! Ich nominiere die Beteiligten im kommenden Jahr in den Rubriken: “Bester Schauspieler” und “Beste Nebenrolle”.

29. September 2007

Habe heute mitbekommen, das in der Kategorie “Beste Informationssendung” das “heute journal” (ZDF), “RTL aktuell” (RTL) und die “Tagesthemen” (ARD/NDR) nominiert sind. Was bitteschön ist das denn für eine Aufstellung? Da könnte man ja gleich die F-Jugend des FSV Breitbach 06 in die Championsleague stecken und gegen Arsenal und Chelsea spielen lassen. Und vor allem ist doch die Frage entscheiden, wer ist darauf gekommen, “RTL aktuell” als Informationssendung zu deklarieren?
Gerade ging auf 1extra die Sendung “Hart aber fair – das Reizthema” zu Ende. Inhalt: Auswirkung von Streß und Panikmache auf das Verhalten der Bevölkerung. Statement: Mit der richtigen Streß-Strategie kann das Wahlverhalten beeinträchtigt werden. Lasst uns nach Amerika schauen. Dort wurde im nationalen Feldversuch getestet, wie Wähler entscheiden, wenn sie durch die “Nachrichten” auf einem bestimten Streßpegel gehalten werden. Der lange Arm der Politik ist dabei der so called “Anchorman”, eine Art moderner Showmaster. Mit Information hat dies aber nicht viel zu tun.
Also hat aus meiner Sicht “RTL Aktuell” – das deutsch gewordene “Hello. This is CNN” – nichts in der Kategorie “Beste Informationssendung” zu suchen. Warum wurde “Löwenzahn” oder “Wissen mach Ah!” nicht nominiert? Da kann man wirklich was lernen!

29. September 2007

Video der AK Vorratsdatenspeicherung.

Noch immer sehen mich Mitmenschen eher befremdlich an, wenn ich vor der Gefahr der Vorratsdatenspeicherung warne. Vergleiche mit der DDR werden belächelt. Bewegungsprofile scheinen niemanden zu stören. Selbst Belauschen oder Abhören sind keine Begriffe, bei denen irgend jemand aufwacht. Gleichgültigkeit und Desinteresse – und eine Gefahr für die Demokratie – wie ich es noch nie erlebt habe. Sollte man mal in der Werbepause der Sportschau zeigen, diesen Beitrag von PANORAMA. Vielleich schalten dabei mal ein paar Leute ihre Gehirne ein.

27. September 2007

Mein Kinn tut mir weh. Es ist gerade mit voller Wucht auf den Schalter der nächstgelegenen Postfiliale geknallt. Dies kam so:
Ich ziehe um, alleine, privat, in eine neue Wohnung am anderen Ende der Stadt. Wie beim letzten Mal wollte ich den Werbeversendern Geld ersparen und die Post direkt an mich nachsenden lassen. Vertrauenswürdige Partner erhalten meine neue Adresse ja sowieso. Etwas verwirrt reagierte ich, als mir die Frau hinter dem Schalter mit der Formel “6 Monate 15 oder 12 für 25?” kam. Auf Nachfrage löste Sie die 15 und 25 als Euro-Beträge auf. Und da knallte das Kinn runter. Fassungslos habe ich die Räumlichkeiten verlassen. Inzwischen geht´s wieder. Dank bekannter Datenweitergabe seitens EMA und Co., wird sowieso jeder, der was von mir will, binnen kürzester Zeit wissen, wo ich wohne.

20. September 2007

Ich kann es nicht mehr hören: “Nur noch heute. 20% auf Alles. Ausser Tiernahrung.” Nur noch heute? Klar, und dann morgen wieder, und übermorgen. Ich kann´s echt nicht mehr hören. Irgendwann ist alles augeluscht. Alles – ausser Tiernahrung.

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