Dünnes Eis und heißes Eisen ist die Berichterstattung über einen Betreiber von Call-In-Shows. Immer wieder tappen Zuschauer in die Abzockfalle am TV, aber auch Schreiberlinge landen in Form von Unterlassungserklärungen auf des Anwalts Schreibtisch. Letztens traf wieder einen Schreiberling. Den Fall gibt es bei Stefan Niggemeier nachzulesen: Auf dem Schlauch mit Sandra Ahrabian.

Ich möchte mich an dieser Stelle nicht zu dem Fall konkret äußern – aus Angst, der nächste Kandidat zu sein, der wegen freier Meinungsäußerung vorm Richter landet und sein hart verdientes Geld ausgeben muss. Ich möchte nur den Verdacht äußern, dass im o.g. Fall durchaus vom so genannten “Honeypot” gesprochen werden kann. Man lege bewußt ein Lockmittel aus, welches zu bestimmten Assoziationen führen kann. Kommt nun das, was kommen muß – die schriftliche Äußerung der Assoziation – schnappt die Falle zu. Das Opfer wird nun abgezogen, soweit es nur irgend geht.

Es wurde im letzten Jahr bekannt, dass das BKA mit Honeypots Daten von Nutzern abgefischt hat. Die Frage, ob das rechtmäßig ist, konnte noch nicht geklärt werden. Im Fall von Callactiv ging es so aus. Aua!

Verrückte Welt!

Browsercheck

Ich habe heute ein aktuelles Projekt mit Hilfe von http://browsershots.org auf Verträglichkeit mit diversen Browsern und Betriebssystemen getestet. Mit von der Partie waren neben den Platzhirschen IE 5.x-8.0 und FireFox auch so illustre Kandidaten wie Flock, Opera, BonEcho, Safari, SeaMonkey, Mozilla u.s.w. Getestet wurde auf Linux, Windows (2000, XP), Mac OS und BSD.

Das Ergebnis erschreckt, verwundert aber nicht. Trotz validem CSS und HTML fallen die meistgenutzten Browser negativ durch Falschinterpretation auf. IE5.5 und IE6.0 auf Windows 2000 versagen, Flock auf Ubuntu ignoriere ich mal geflissentlich und zwei Browser konnten die Seiten nicht laden.

Fazit: Ich habe keine Lust, für 2 von 43 Browsern meine Zeit zu verschwenden. Also lieber Besucher, mach dich schon mal auf eine Hinweisseite gefasst, die dich zum Wechseln bewegen wirdsoll.

27. März 2008

Spiegel und Stern meldeten, Lidl interessiert sich besonders für seine Mitarbeiter. Auf ganz besondere Art. Ich unterstelle, Herr Schäuble wird blass vor Neid geworden sein, denn Lidl weiß jetzt:

Wie… hoch das Guthaben auf der Handykarte eines Mitarbeiters ist.
Wo…Mitarbeiter tätowiert sind.
Was…für Freunde ein Mitarbeiter so hat.
u.v.m.

Die Observation und Profilerstellung diene laut Lidl jedoch nur einem Ziel: der Feststellung von Fehlverhalten.
Bei dem Aufschrei, der gestern durch die Nachrichtenagentur-, Magazin- und Verbraucherlandschaft ging, konnte man sich nicht des Eindrucks erwehren, man sei überrascht. Was wiederum mich überrascht.
Auf dem Weltmarkt explodieren die Preise für Rohstoffe. Gold erreichte vor kurzem sein Allzeithoch, die Chinesen finden das Milchtrinken trendy und lutschen unseren Kühen die Euter leer und in Mexiko erleiden die Menschen Hunger, weil der Mais anstatt für Burritos jetzt als Biosprit in Autos Verfeuert wird.
Uns kunden Kunden stellen sich im örtlichen Supermarkt die Nackenhaare auf und wir drohen mit Kaufverweigerung, wenn sich der Preis von H-Milch an der zweiten Nachkommastelle erhöht. Oder finden es toll, wenn wir aus Südamerika importiertes Bio-Obst für unter nem Euro bekommen. Was also bleibt einem Unternehmen übrig, die Teuerung so abzupuffern, dass wir kaufen und die Mitarbeiter – wenn auch dürftig – bezahlt werden können? Es konsolidiert Warenflüsse, knebelt Lieferanten und optimiert wo es nur geht. Oder es optimiert Warenflüsse und knebelt Lieferanten? Und weil eben der in Deutschland angestellte Mitarbeiter der Kostentreiber  vor dem Herrn ist, gilt es, auch diesen zu controllen, zu benchmarken und ggf. zu feuern. Alles für einen günstigen Preis, alles für den Kunden.
Bleibt die Frage offen, wie Lidl mit den gewonnen Kundendaten umzugehen pflegt?


YouTubedirektAntiHomosexualitätslink

Was um Himmels Willen ist nur in Amerika los? Dass sich der Mensch wegen Geld, Gold und Religion gegenseitig den Schädel einschlägt und der Amerikaner den Retter der Welt spielt, daran haben wir uns inzwischen gewöhnen müssen. Aber dass eine Abgeordnete der Republikaner in Oklahoma eine Rede im Stil von A. Hitler (ja, ich halte diesen Vergleich für zulässig!) hält, dürfte sogar George W. Bush die Sprache verschlagen haben. Die Rednerin ist Sally Kern und inzwischen soll sie untergetaucht sein. Was ich ihr aus reinem Überlebensdrang nicht verübeln kann, wenn man sich einige ihrer Thesen anhört:

Homosexuelle infiltrieren dieses Land.

Homosexuelle sind häufiger krank, ihre Lebenserwartung ist kürzer und sie neigen häufiger zu Selbstmord.

Dieser Lebensstil ist nicht gut für diese Nation.

Keine Gesellschaft, die Homosexualität anerkannt hat, bestand danach nicht länger als ein paar Jahrzehnte.

Ich glaube ehrlich, dies ist die größte Bedrohung der unsere Nation ausgesetzt ist, sogar noch mehr als der durch Terrorismus und dem Islam.

Falls das Wahlkampf sein soll, wüsste ich gerne, wieviel Millionen Dollar ihr die Demokraten dafür gegeben haben (<- das war ein Scherz!)
Frau Kern dacht übrigens, es hören ihr nur 50 Personen zu.

(Quelle: Osocio.org)

Schon wieder Hansenet´s Alice, die sich nicht so benehmen kann, wie man sich das als Kunde wünscht. Noch immer tobt zwischen mir und dem Kundencenter ein reger Schriftkampfverkehr. Der letzte Brief aus dem Hause Hansenet war ungewöhnlich kurz. Ob ich das persönlich nehmen soll?
Hier meine Antwort:

Sehr geehrte Frau xxxxx,
sehr geehrte Frau xxxxxxxxxxxxxxxx,

ich freue mich über die nun schon einigen Wochen andauernde Briefkorrespondenz mit Ihnen. Leider habe ich den Eindruck, mit Ihrem letzten Schreiben ist Ihnen die Lust vergangen, sich mit mir zu befassen. Dies kann ich verstehen, schließlich ist Kritik nie angenehm und Sie haben weitere Beschwerden zu bearbeiten.

Lieber SHELL-Tankstellenpächter bei mir um die Ecke,

ich weiß nicht, was dein Problem ist. Aber es gibt keinen Grund, mich am Montag Morgen für dumm verkaufen zu wollen. Ich hab am Wochenende gesehen, dass du diese tragbaren Luftpumpendingens hast. Heute Morgen, als du sie noch nicht rausgehängt hast – aus Angst vor Dieben, brauchte ich eins. Deine Mitarbeiterin hat mir gesagt, ihr habt sowas nicht. Angeblich hättest du ihr das gesagt. Findest du das lustig? Ich hatte einen Platten an meinem Rad und die automatische Pumpstation mit Digitalanzeige funktioniert nicht richtig. Auch als ich deiner Mitarbeiterin sagte, ich hätte die Dinger am Wochenende noch hängen sehen, sagte sie, ihr hättet sowas nicht – sage ihr Chef. Wenn du mich schon für dumm verkaufen willst, dann komm selbst raus und schicke nicht deine Mitarbeiterin vor.

Bis bald!

Alice DSL
Was ist nur mitbei Alice los? Hat die Liaison mit Brad Pitt (siehe Teil 1, Teil 2) den Mitarbeitern das Gehirn vernebelt. Anders kann ich mir den derzeitigen Schriftwechsel zwischen mir und Alice nicht erklären. Nachdem mein Anschlußumzug auf Grund von falschen Aussagen eines Hotline-Mitarbeiters einen vierwöchigen Leistungsausfall zur Folge hatte, bildete ich mir ein, die Grundgebühr zurück fordern zu können.
Aber es kommt bekanntlich immer anders.

Das es mit um die Bildung in Deutschland nicht zum Allerbesten bestellt ist, dürfte seit Pisa-Studie und Rütli-Hauptschule bekannt sein. Doch was Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) jetzt als Schirmher initiiert, würde einem Schüler mit den Worten “Sechs, setzen!” beurkundet werden:

Vattenfall klärt an Brandenburger Schulen über Klimaschutz auf. Schirmherr der “Klimaakademie” ist Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD). Umweltschützer sind entsetzt, denn Vattenfall verursacht die meisten CO2-Emissionen im Land.

(Quelle: Frontal21/ZDF.de)

Während die Telekom-Hotline bei Robert auffällig kompetent auftrat, hat es das Service-Team von Alice einmal mehr geschafft, mich zu ärgern. Und dabei wollte ich doch nur eine Frage beantwortet haben und das Unternehmen mit Zusatzumsatz beglücken. Die Dame, die mich bei der kostenfreien Rufnummer empfing, fragte, ob ich Kunde sei. Bin ich. Ihre folgende Aussage, sie stelle mich zur Vertragsabteilung, klang logisch, aber dann passierte es: ich landete nicht in der Vertragsabteilung sondern auf einem Infoband, dass mir wieder und wieder mitteilte, ich müsse eine kostenpflichtige Nummer wählen, um Antwort zu erhalten. Na Danke! Da hatte wohl jemand nicht den Mumm mir das ins Ohr zu sagen. Meine Frage jedenfalls, ist bis jetzt noch nicht beantwortet.

18. Januar 2008

Tom “MissionGehirn? Impossible!” Cruise predigt 10 Minuten über Scientology. Ein beängstigendes Dokument über fehlgeleitete Menschen. Hier gibt es das Video: gawker.com

Einige frei übersetzte Aussagen:
“Es ist ein Privileg Scientologe zu sein. Du musst es dir verdienen.”
“Als Scientologe hast du die Fähigkeit eine neue Umwelt zu erschaffen.”
“Wenn du als Scientologe an einem Unfall vorbeifährst, dann weißt du, was du zu tun hast, denn du bist der einzige der wirklich helfen kann.”
“Wir sind der Weg zum Glück.”
“Wir können Frieden bringen und die Kulturen vereinen.”

Ich werde jedenfalls keinen Film von Cruise anschauen. Und auch keinen von John Travolta.

verlinkt

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