Benjamin Button

Worum geht´s?
Im Sterbebett liegend, bitte Daisy (Cate Blanchett) ihre Tochter Caroline (Julia Ormond), ihr aus einem Tagebuch vorzulesen. Es ist das Tagebuch des Benjamin Button (Brad Pitt).
Nach seiner Geburt am letzten Tag des ersten Weltkrieges im Jahre 1918 sieht Benjamin aus wie ein alter Greis. Seine Mutter verstirbt noch im Kindbett und sein Vater legt das entstellte Baby auf die Stufen eines Altenheimes. Dort wird er aufgenommen und findet seine neue Familie. Mit der Zeit merken er und seine Mitmenschen, dass sein Äußeres anstatt zu altern, immer jünger wird. Sein Leben verläuft rückwärts. Bereits im Altenheim begegnet ihm Daisy – sie als Kind, er als alter Mann. Eines Tages bricht Benjamin auf, um in der Welt umher zu reisen, ferne Länder und die Liebe zu entdecken. Jahre später, in der Mitte ihrer Leben, begegnen sich Bejmamin und Daisy wieder und das Drama der Liebe zweier Menschen, die in entgegengesetzte Richtungen altern nimmt ihren Lauf…

Wie war´s?
Drei Stunden, die wie im Flug vergingen. Also Jumbopackung Popcorn und ausreichend Getränke nicht vergessen! David Finchers (Alien 3) Verfilmung der 1921 erschienen Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald („Der große Gatsby“) ist ein epochales Meisterwerk. Nicht nur die schauspielerisch erstklassigen Leistungen von Bratt Pitt und Cate Blanchett, sondern auch die faszinierenden Tricktechniken, machen den Film  zu ganz großem Kino.
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” ist für 13 Oscars nominiert und jeden einzelnen wert!

Wer geht hin?
All jene, die vergessen haben, wie kurz und wertvoll das Leben ist und sich vom Zauber der Liebe fangen lassen wollen.

Peter Sanitra

Wenn ein Animationskünstler seine geballte Schaffenskraft in wenigen Minuten präsentiert, nennt man das Filmchen “Showreel”. Selbiges tat auch der junge, slowakische 3D-Künstler Peter Sanitra.

Usually I work with 3D Studio Max and Digital Fusion. Shortly I can describe myself as a 3D generalist. At most I enjoy lighting, rendering and postproduction. As a team player I really appreciate timing and precision at scheduled tasks.
My objective is to earn a position in a creative and continual learning environment where my skills can be effectively used for projects which will benefit the company.

Herausgekommen ist ein vor visueller und akkustischer Energie strotzendes Werk, bei dem man erst am Ende erkennt, dass man es wirklich mit virtuell erschaffenen Szenen zu tun hat.

PETER SANITRA SHOWREEL (.MOV)

Welch sensationelle Dinge bahnen sich auf Reich-Ranickis Lieblings-TV-Sender 3sat an.

Nachdem Katrin Bauerfeind als Raketentriebwerk das Internet-Fernsehen “Ehrensenf” in das nationale Aufmerksamkeitsuniversum jenseits des Internets geschossen hatte, versank sie meiner Meinung nach in der Bedeutungslosigkeit der deutschen Fernsehlandschaft. Ihr Einsatz bei Polylux, dem heftig kritisierten und inzwischen Ex-Magazin, hielt kaum jemanden bis kurz vor Mitternacht wach.

Jetzt kündigt sich ein Format an, welches deutlich näher am Erfolgskonzept der Bauerfeind angelehnt ist:

Immer am ersten Mittwoch im Monat ab 21.30 Uhr präsentiert Katrin Bauerfeind das nach ihr benannte Popkulturmagazin.

So berichtet dwdl unter Berufung auf Informationen eines Kontakters.

Mit dieser Akkreditierung rückt sich 3sat sicher das Interesse und die Beobachtung vieler Musikinteressierter, die dank der negativen Entwicklungen von MTV und VIVA dem Musikfernsehen im TV abgeschworen haben. Wir bleiben gespannt!

25 Jahre Jubiläum. Da lässt man die Korken knallen. Ein Viertel Jahrhundert ist eine lange Zeit. Vor allem, wenn man es geschafft hat, sich als Vorreiter in einem neuen Medium zu behaupten. Manch innovativer Jungunternehmen wünscht sich, dass seine Idee auch in 25 Jahren noch am Leben ist.

RTL markierte mit seinem Sendestart vor 25 Jahren eine neue Ära des Fernsehens. Neben den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, entstand eine Geneartion Fernsehen, die jung, frech, dreist, aggresiv, innovativ, destruktiv und unberechenbar war. In Einem hilt sich die Öffentlichkeit im Laufe RTLs Geschichte nie zurück – mit Kritik.

Gestern Abend feierte sich RTL im ersten Teil seiner großen Samstag-Abendshow selber. Eine Show, die man sich auch als RTL-Abstinent nicht entgehen lassen konnte, versprach das Erinnern an vergangene Sendeformate ein Wiedersehen mit alten Wegbegleitern und Jugendlieben. Aber es sollte anders kommen.

Es begann schon damit, das RTLs 0815-Moderator, Oliver “ich-moderier-alles-was-nicht-bei-drei-auf-den-Bäumen-ist” Geissen, in die Kamera grinste. Damit rutschte die Sondershow auf das Niveau der “Großen Ballermann-Hits” und der Geiss´schen Nachmittagstalk ab.

Begonnen wurde damit, die Leistungen RTLs in Bezug auf schlechten Modegeschmack zu huldigen. Protagonist Harry Wijnvoord wurde für das Tragen von über 1300 verschiedenfarbigen Kravatten bejubel und Kai Ebel stellte seinen auch heute noch angesagten schlechten Geschmack stolz zur Schau: Reiterstiefel und dicker-Bauch-betonendes Oberhemd trägt der Mann von Weltdas männliche Boxenluder. Ein Kracher!

Ebenso bekannt schien RTL für die deutsche Musiklandschaft gewesen zu sein. Wie sonst wäre die Rubrik “die größten Hits” in den Programmplan gerutscht. Es handelte sich dabei jedoch nur um ein Alibi, sich ausführlich mit Dieter Bohlen zu unterhalten, der sein erstes Musikvideo bei RTL gedreht hat. Crazy!

Beim Thema mediale Kriminalität konnte man nicht meckern: Ex-Hütchenspieler Salvatore, der erste kriminelle TV-Star und Idol von 9Live & Co., erinnerte uns daran, dass es Zeiten gab, da sich noch niemand über Betrug von Zuschauern aufregte. Das waren noch Zeiten (Herr Niggemeier, wo waren Sie damals eigentlich?)

RTL-Samstag Nacht und Peter Steiner markierten den humoristischen Bereich. Da aber kein Samstag-Nacht-Mitglied mehr bei RTL zu arbeiten scheint und Peter Steiner nicht mehr sexy genug für gute Quoten ist, lud man sich Atze Schröder und die ehem. Tutti-Frutti-Assistentin (Name irrelevant) als Interviewpartnerin ein. An Letzterer hatte der Zuschauer was zu gucken. Inhaltliches gibt´s nicht zu berichten. Fatal!

Überhaupt konzentrierte sich RTL bei der Gästeauswahl auf aktuelle Quotenmagneten und Vertragspartner. Kein ehemaliger Angestellter, der heute sein Brot abseits der RTLschen Fernsehlandschaft verdient, wurde eingeladen. Man hatte den Eindruck, es gehe RTL viel mehr um die Bewerbung der eigenen, aktuellen Coolness, denn während Serienhits wie Colombo und Knightrider mit drei Nebensätzen erwähnt wurden, bekamen die aktuelle Serienkracher CSI-Miami und Dr. House weit aus mehr Sendezeit. Verwundert war ich in dem Zusammenhang über Jack “Quincy” Klugmans kurzem Gastauftritt.

Man könnte meinen, die genannten Sendungen und Personen seien doch nicht so schlimm gewesen, im Grunde war es doch ein netter Querschnitt durch RTLs Vergangenheit. Man könnte. Würde RTL dem deutschen Zuschauer nicht vollkommende Blödheit unterstellen! Jede Szene, jeder Einspieler, jeder Rückblick wurde in Form von kommentierten Ausschnitten vorgekaut. “Ja, das war geil”, “Oh, haben wir damals gelacht.”, “man, was für´n großes Kino”. Permantenten “wie-geil”-Gejohle verhinderte, dass zusammenhängende Ausschnitte gezeigt wurden. Was hätte man sich über einen Samstag-Nacht-Ausschnitt gefreut. Warum nicht auch etwas mehr Tutti-Frutti oder was-weiß-ich. Aber dank der “hey-ich-sag-euch-das-ist-alles-so-geil-gewesen”-Kommentare der prominenten Unzulänglichkeiten (ausgenommen Hape K.) bieb dafür keine Zeit.

RTLs Jubiläumsshow wurde von knapp 5,5 Millionen Zuschauern gesehen, eine Traumquote (17,3%, Quelle: dwdl). Doch was hilft eine medial hochbeachtete (und auch verdiente) Silberhochzeit, wenn sich der Brätigam an der Bedienung vergeht und sich die Braut betrinkt. Das ist kein Spaß für die Zuschauer. RTL hat das Potential der Show nicht ansatzweise genutzt und bestätigt seinen Status als “unsehbarer” Sender.

4. Januar 2009

Terror

Stell dir vor, es ist Krieg und keiner berichtet drüber:

Gestern Abend ist Krieg (= “andere Situation”, siehe Dummschwätzerei von Minister Jung) im GAZA-Streifen und worüber berichten die großen deutschen Nachrichtensender? Antworten gibt Martin:

  • Käseherstellung – N24 21:45
  • Kriegsbilder zum Fall Himmler – n-tv ab 21:10
  • Lothar Matthäus’ Hochzeit – n-tv in den 22-Uhr-Nachrichten

Sechs, setzten. You fail!

2. Januar 2009

It´s not a question, isn´t it?


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(via Weird-shit)

31. Dezember 2008

Wenn es einen Brauch zu Silvester gibt, dann ist das 90. Geburtstag oder Dinner for One. Die Fernsehproduktion des NDR aus dem Jahr 1963 ist ein 18-minütiger Sketch von und mit dem englischen Komiker Freddie Frinton und seiner Partnerin May Warden.
Ich habe mal einige Alternativ-Interpretationen zusammengetragen:

Dinner for one
Lego-Version (Danke Herr Niggemeier)


Bernd das Brot-Version, Teil 1


Bernd das Brot-Version, Teil 2


Otto & Ralf Schmitz, Teil 1


Otto & Ralf Schmitz, Teil 2


TV-Total-Version mit Stefan Raab, Michael “Bully” Herbig und Thomas Hermanns


Der Klassiker

Alle Jahre wieder sitzen die Programmverantwortlichen der privaten und öffentlich-rechtlichen Anstalten in ihren Zellen und überlegen, mit welchen Programmeskalationen sie uns Konsumenten den Weihnachtsabend versauen können. Auch in diesem Jahr ist ihnen das offensichtlich ausgezeichnet gelungen und so stellten sie, um es mit Reich-Ranickis Ausspruch zu sagen, weihnachtlichen “Blödsinn” zusammen.

Phoenix, so scheint es, wollte sich als cineastisches Navigationsgerät aufspielen und startete den heiligen Abend mit der Dokumentation “Planet Erde” – als wenn der Weihnachtsmann nicht weiß, auf welchen Planeten er kommen soll.
Während dann unter Deutschlands Tannenbäumen langsam die Tränen ob der falschen Geschenke trockneten und die ersten Streitereien auf Hochtouren liefen, zeigte sich RTLII als Botschafter der Hoffnung: getreu dem Motto “Es geht noch schlimmer” schaltete man live nach Guantanamo für Blöde – “Big Brother”. Thema des Abends: “Aktmalerei”. Phoenix unterdessen zeigte “Planet Erde”.
Zur Primetime wurde dann aus vollen Rohren versucht, die Weihnachtsstimmung zu zerschießen. Das ZDF schickte Marianne und Michael zur Randgruppenbefriedigung ins Rennen, die auf einer abgeschiedenen Alm, volksmusikalischen Grusel verbreiteten. Auf RTL wurde in “The Quest” eine abgebrochene Lanze gesucht (nicht zu verwechseln mit Markus Lanz, denn den wird niemand suchen bzw. gar nicht erst vermissen) und auf Phoenix lief “Planet Erde – Eis- und Meereswelten”. Passend dazu ließ Pro7 die “Titanic” untergehen. Wenigstens verstand es Pro7 eine weihnachtliche Botschaft zu verbreiten: “Esst, denn Fett schwimmt oben!”

Bei all den Themenverfehlungen grenzt es nahezu an ein Wunder, dass niemand auf die Idee kam, mit Sexfilmen die Weihnachtsstimmung anzuheizen. Schade, denn schließtlich ist Weihnachten das Fest der Liebe!

St Paulini

Heute habe ich mir bei Gravis mein St.-Paulini-Sammelalbum abgeholt. Wochenlang habe ich damit zugebracht, am Rechner mit anderen Sammelwütigen um fehlende Sticker zu feilschen. Es hat letzendlich fast einen Monat gedauert, bis ich die beiden letzten fehlenden Sticker mein Eigen nennen konnte und das Album somit digital gefüllt hatte. Nahezu täglich brannten sich der Apple-Premium-Reseller Gravis und der Kiez-Club FC Sankt Pauli in mein Hirn. Wie ich schon hier geschrieben habe, finde ich die Aktion ganz großes Werbekino. Und jetzt, kurz vor Weihnachten, ereilte mich die frohe Kunde, ich könne mir mein persönliches, ausgedrucktes Exemplar von Gravis abholen. Juju.
Dummerweise kam der Newsletter mit der Ankündigung vor der Belieferung der Filialen, so dass ich zwei mal hin musste. Es gibt Schlimmeres. Wie zum Beispiel, dass Gravis auf den letzten Metern dieser Kampagne richtig verkackt. Das sitzt man wochenlang vor´m Rechner, verschwendet wertvolle Lebenszeit, nur um sein persönliches Album zu füllen, um dann festzustellen, dass nun jeder Depp in die Gravis-Filiale latschen kann und für Zweifuffzig ein gedrucktes, vollständig gefülltes Album kaufen kann: Zeitaufwand keine fünf Minuten. Verarsche ist das Wort, was sich in meinen Gehirnlappen ganz nach vorne drängelt, wenn ich das Ende der Aktion resümiere.
Ich weiß schon, warum ich bei M&M Stammkunde bin.

16. Dezember 2008

Als kurz nach der Jahrtausendwende der Hype um die Leichtbauroller ausbrach, fragte man sich häufiger, was z.B. einen Banker reitet, sich im Anzug auf einen dieser kleinen, klapprigen Roller zu stellen und durch die Gegen zu fahren. Cool sah anders aus und wer einmal mit dem kleinen Vorderrad in einem Schlagloch versank, weiß, dass es auch wehtun konnte. Der Hype hielt zum Glück nur wenige, wenn auch trotzdem zu viele, Jahre.
Dass so ein Roller aber dennoch ein Werkzeug ist, welches ernstzunehmen ist und eine Daseinsberechtigung hat, zeigt folgendes Video eines 11jährigen SkatersRollerboys. Was der mit dem Teil anstellt, sollte ein für alle mal zeigen, wo diese Scooter hingehören – unter die Füße von Kindern und Jugendlichen, die wissen, wie man richtig cool drauf aussieht!


DirektRoller

(via Weird-Shit)

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