Es ist inzwischen schon gefühlte 20 Jahre her, als Duracell Plüschkaninchen Akkus in den Popo schob, sie lustig trommeln ließ und so für die Standkraft der eigenen Batterien warb. Dank der Sweetness und dem Plüsch blieb der Spot vielen -- insbesondere Kindern -- im Gehirn eingebrannt.
Lange Zeit war Pause. Keine Plüschhasen weit und breit. Und dann, plötzlich, brechen sie wieder über uns herein. Millionenfach. HasenGalore!!! Die Animation des Clips “Bunny Fusion” an sich ist nicht sonderlich neu oder spannend (erinnert mich irgendwie an Effekte aus dem Film “Die Mumie”), aber die umherfliegenden Bunnies rocken das Video definitiv. Dank der geballten Hasenpower hat man den damaligen Sprecher aus dem Off ins Off gejagt.
Mehr davon, Duracell!
Und nein, ich bekomme kein Geld von Duracell. Ich nutze Varta.
D*Minds & Dirty Harry-Ho Bass und 16Bit – Chainsaw Calligraphy haben ein derbe phattes Video für die Unterstützung der Piratenpartei erstellt. Mächtiges Machwerk, welches durch schöne Computeranimation und richtig dicken Sound beeindruckt.
Inhaltlich haben sie sich mit den Folgen der fehlgesteuerten Netz- und Sicherheitspolitik der Volksparteien auseinandergesetzt und auf krasse Art und Weise deren fatale Folgen aufgezeigt. Nach Minute 1:20 wird´s etwas martialer und ich fühlte mich an Szene aus George Orwell´s 1984 erinnert. Ihre 3farbige Lilie am Ende des Clips -- gleichzeitig auch die farbigste Erscheinung im Clip -- verleiht ihm die demokratische Ausrichtung.
Parteiprogramm und Nachhaltigkeit hin oder her -- jede Partei wünscht sich solche Anhänger!
Tolle Werbung, die die Geschichte der Olympus PEN erzählt:
This is the PEN Story in stopmotion. We shooted 50.000 pictures, developed 8.000 and shooted again over 1.800 pictures for this little movie. No post production!
Journalisten schnappen sich Kameraleute und reisen an die Hotspots dieser Welt, um aufregende, investigative Reportagen zu recherchieren und mit heißen Bildern zurückkommen. Im Fall von “The War Tapes” lief es anders. Die beauftragte Journalistin Deborah Scranton nahm jedoch nicht einen Kameramann in den Irak mit, sondern übergab die Kameras an drei Soldaten im Kampfeinsatz.
Auf den Aufzeichnungen sieht man brennende Autos, verbrannte Körper von Zivilisten, Kinder, die Zigaretten verkaufen. Aus den mehr als 1000 Stunden Material entstand ein etwas anderes “Touristenvideo”. Besonders hart ist der Beginn des Films, erinnert er mit der angeschnittenen Waffe am unteren Bildschirmrand doch so sehr an Duke Nukem – nur das die Bilder echt sind.
Dass ein Jeep dorthin fährt, wo kein anderes Auto hinkommt ist bekannt, bzw. soll durch die neue Werbekampagne verdeutlicht werden. Und wie stellt man unwegbares Gelände und unbekannte Landstriche im Jahr 2009 dar? Mit Google. Die Suchmaschine bietet mit Google Maps einen detaillierten Blick auf unseren Planeten bereit. Aber manchmal, wenn die Region uninteressant, ländlich, abseits, offroad – also am Arsch der Heide ist – da verweigert Google das Anzeigen von detaillierten Satellitenbildern. Anstelle dessen erscheint eine graue Fläche mit dem freundlichen Hinweis: “Grafiken mit diesem Zoomwert stehen für diese Region leider nicht zur Verfügung”.
Und genau da, wo die digitale Erkundungsreise aufhört, fährt in den Printwerbungen der Jeep ins Unbekannte. Eine sehr internetaffine Werbung, wie ich finde. Ob sie die Zielgruppe erreicht, bleibt abzuwarten.
Advertising Agency: BBDO Canada
Creative Director: Ian MacKellar
Art Directors / Copywriters: Andrew Hart / Adam Bailey
Illustrator: Andrew Hart
Photographers: Michael Fay, James Balog, Adalberto Rios Szalay
Published: September 2008
Alle Jahre wieder geben sich die Menschen Mühe, ihren Mitmenschen am 1. April einen Streich zu spielen. Die Bandbreite reicht von lustig über gemein bis hin zu makaber. Makaber konnte man denken, als man am 1. April das Video der Flashmobs von “Improve Everywhere” sah. Einige Mitglieder der Gruppe planten, die Familienmitgliedern eines Verstorbenen auf der Beerdigung zu schocken. Sie suchten sich für ihren makaberen April-Scherz eine Person, die nicht viele Angehörige hatte und so standen plötzlich bei der Beerdigung eine ganze Menge in Schwarz gekleidete Menschen, die die Familienangehörigen nicht ansatzweise kannten.
Hier das Video, der Stein des Anstoßes:
Das Video landete bei YouTube und in den Nachrichten des Fernsehsenders CW 11. Skandal schrien tausende YouTube-Nutzer, Skandal schrien die geifernden News-Macher con CW11 und zeigten das YouTube-Video im TV. Als “neues Level” der Aprilscherze wurde die Aktion betitelt. Im Sturm der Entrüstung und im mangel der Recherche ging jedoch unter, dass ALLES, selbst die Beerdigung selber von “Improve Everywhere” inszeniert wurde. Kein Toter, keine Beerdigung, keine Angehörigen -- alles ein Aprilscherz.
Nun jedoch, legt der TV-Sender nochmal nach und strapaziert die Lachmuskeln erneut -- jedoch auf eigene Kosten. Während der Sender am 1. April das makabere Video von “Improve Everywhere” ohne Erlaubnis der Macher im Fernsehen ausstrahlte und damit eine Verletzung geltenden Urheberrechts beging, veranlasste der Sender nun die Löschung des Sende-Mitschnitts, den “Improve Everywhere” auf YouTube stellt und den Sender so vorführte. Die Begründung lautet lapidar: Verletzung von Urheberrecht.
Die Frage der Macher von “Improve Everywhere” bezeichnet das Dilemma treffend:
It’s “fair use” for the news to take a video off of YouTube and broadcast it, but it’s not “fair use” for a citizen to expose their poor reporting on his own content?
Und hier ist das Video, in dem sich der Sender zum Horst macht:
Wir sind Henning und Melanie. Zwei Hamburger, die für 11 Monate mit dem Rucksack durch Asien reisen. Wir schreiben hier unsere Erlebnisse auf und freuen uns über alle, die uns virtuell begleiten. Mehr über uns...
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