netzkombyse_chronik

ACHTUNG! ACHTUNG! Ihr treuen Leser dieses Blog: Es gibt ein weiteres Blog von mir, welches zu lesen sich lohnt. Schaut gerne vorbei und folgt mir auf leisen Sohlen in die “NetzKombyse”:

via RSS-Feed: hier klicken
via E-Mail: hier klicken
via Old-School: http://netzkombyse.de/blog/

Ich würde mich sehr freuen, Euch dort als meine Leser begrüßen zu dürfen. Denn nur mit Euch bringt das Schreiben erst richtig Spaß!

28. September 2011

Alexander Lehmann hat ein neues Video. Na und?

Wenn Alexander Lehmann neue Videos macht, dann werden alltägliche (meist politische) Zusammenhänge so genial vereinfacht dargestellt, dass man am Ende des Videos gerne mal die Hand vor die Stirn schlägt.

Und genau das ist es, meiner Meinung nach, was den Menschen in unserem Land, in unserer Gesellschaft, in der aktuellen Zeit fehlt: klare Zusammenhänge. Nur so wird es möglich sein, objektive Entscheidungen zu treffen. Im Moment leben wir in einer medial verfärbten, meist aber vernebelten Meinungssuppe, die vielen Menschen die Sicht verdeckt.

Panikmache, Angst und Unsicherheit -- geschührt durch Minister, Bankenbosse und Sicherheitsdienste -- sorgen für idealen Nährboden demokratieaufweichender Eingriffe in die Gesellschaft. Seit 9/11 ist viel mit uns passiert. Viel davon haben die meisten nicht mitbekommen.

Aber: wollen Medien, Unternehmen und Politik wirklich eine “freie demokratische Gesellschaft”? Aber seht selbst:

Es ist schon ein paar Tage her, dass sich Hans Nieswand in einem Interview bei Ehrensenf aus meinem Sympathiekreis hinaus katapultierte. Aber es ist nie zu spät, ein paar Zeilen zum #Fail nieder zu schreiben.

Zur Person:
Hans Nieswand: Köln, DJ, Whirlpool Productions, “From Disco to Disco“, Autor, “Plus Minus 8″, Goethe-Institut-Repräsentant in aller Welt

Der Grund für seine Diskreditierung:
Seine Äußerung zur Entlohnung für seine neue Webseite. Zu hören im Video ab Minute 0:45

Toll, oder? Da setzt sich ein erfolgreicher Musiker & Autor ins Fernsehen (ja, Ehrensenf definiere ich als Fernsehen), macht eine öffentliche Ausschreibung zum Redesign seiner Webseite und fordert diese Leistung als “Praktikum” -- also für “umsonst”. Ein Faustschlag in die Gesichter derer, die vom Internet leben.

Er könnte ja seinen Verlag oder Musikvertrieb mal fragen, ob sie die Promotion für sein nächstes Buch oder seine nächste Platte auch für umsonst machen. Die Spex, Groove und taz -- Magazine für die Nieswand tätig war -- haben seine redaktionellen Beiträge bestimmt nicht kostenlos von ihm erhalten.

Gibt es Webdesigner, die nicht erkennen, welch Umsatzpotential hinter einer guten Webseite für den Auftraggeber steckt? Leider ja.
13.000 monatliche Anfragen verzeichnet Google, sucht man Nieswand uns seine Whirlpool Productions. Mit geschickter Konzeption fließt binnen kürzester Zeit Geld in die Taschen des Künstlers. Warum sollte der Webdesigner diese Dienstleistung umsonst anbieten? Ruhm, Ehre, Referenzen?

Ich empfinde das Signal, welches Herr Nieswand mit seinem Statement abgab gefährlich, unklug und unzeitgemäß.

7. Mai 2011

Kaum einen Monat noch und dann geht´s ab nach Paris. Die Stadt verspricht einiges an Kultur. Ein dickes X habe ich an der Bastille gesetzt. Aber nicht wegen der Architektur sondern wegen der Akrobatik. Awesome:

Chill session @ La Bastille – 2011 from sevisual on Vimeo.

27. Februar 2011

Erst vor ein paar Tagen knallte in einer Diskussion um Datenschutz und Überwachung das dumpfe Argument “Ich hab nichts zu verbergen” an meinen Kopf. Der Absender wusste es nicht besser, konnte er mit dem Begriff “Vorratsdatenspeicherung” wenig und mit dem Inhalt dessen überhaupt nichts anfangen.

Bei Google Streetview war er schon mehr auf Zack. Da konnte er sich aufregen und über die Dreistigkeit des amerikanischen Konzerns auslassen. Kann ja nicht sein, dass hier jemand herum fotografiert und den Wohnblock zeigt in dem er wohnt. Sowas ist ja streng geheim.

Warum er und so viele andere in diesem Land so naiv sind, Vater Staat so treu-doof zu vertrauen und bei z.B. Google an die Decke zu springen, wurde mir heute schlagartig klar:

Bei Google kann jeder das Ergebnis der Datensammlung live und in Farbe im Netz sehen. Manchen macht das, verständlicher Weise, auch Angst. Bei der Datensammelwut unseres Staates jedoch fehlt jede Art der visuellen Vorstellung.

Jetzt lassen sich endlich die Auswirkung der Vorratsdatenspeicherung auch in live und Farbe im Netz ansehen.

26. August 2010

Der Nachteil, wenn man Besuch aus Deutschland bekommt, ist, dass man durch mitgebrachte Journale und Zeitungen wieder einen Blick auf das Treiben im Land bekommt. Nicht, dass uns Deutschland nicht interessiert, aber: es interessiert uns eigentlich nicht.

Dennoch hat es ein Bericht geschafft, sich in unsere Reiseberichte zu drängeln:

Da steht unter der Überschrift “Privatsender schlagen ARD/ZDF konkrete Sparideen vor“, dass der Verband der Privatsender VPRT in einem 10seitigen Brief an die neue Arbeitsgruppe der CDU-geführten Bundesländer einige Sparvorschläge bei ARD und ZDF zusammengestellt hat. Es geht dabei um die Einsparung von “von mindestens einer Milliarde Euro”. Im Schwerpunkt stehen dabei die Übertragung von Sportveranstaltungen, das Senden von Blockbustern und das Einstellen der Digitalkanäle.

Hat diesen Brief tatsächlich jemand gelesen? Beschäftigt sich tatsächlich jemand mit diesem offensichtlichen Versuch, die Marktposition der Privaten zu stärken? Ist es in Deutschland jetzt üblich, dass konkurrierende Unternehmen der Regierung Sparvorschläge für die Behandlung der Wettbewerber unterbreitet?

Ich nenne das Vorgehen verdammt dreist und schädlich für neutrale Berichterstattung! Es ist was faul im Staate Deutschland.

6. Dezember 2009

Arte zeigte den von John Webster gedrehten Dokumentarfilm “Anleitung zur Katastrophe”. Der Dokumentarfilmer versuchte ein Jahr lang mit seiner Frau und seinen zwei Kindern auf den Konsum von Erdöl und Erdölprodukten zu verzichten, ohne ihren mittelständischen Lebensstil aufgeben zu müssen

Dieser Enthaltsamkeitsbeschluss mit dem Ziel, zur Weltverbesserung beizutragen, hat ungeahnte Folgen, aus denen ein überaus witziges, gesellschaftskritisches Protokoll entstanden ist. Die Familie lernt in diesem Jahr nicht nur, ihre eigenen Werte zu hinterfragen, zugleich werden auch ihre Willenskraft und das Familienglück selbst auf eine harte Probe gestellt.

Jeder, der auch nur einen Gedanken an die Zukunft unseres Klimas verschwendet, sollte sich diese durchaus unterhaltsame 60 Minuten ansehen, um zu verstehen…dass es uns Menschen niemals gelingen wird, unser Handeln so zu verändern, dass dieser Planet eine Überlebenschance hat. Das mag pessimistisch und hart klingen, aber mir kann keiner erzählen, dass die Mehrheit der Bevölkerung bereit ist, sich ebenfalls auf ein Experiment wie John Webster einzulassen.

Hier geht´s zum Film auf ARTE +7 (verfügbar bis zum 12.12.2009)

Heute vor 20 Jahren fiel sie, die Berliner Mauer. Heute vor 20 Jahren brach er zusammen, der Staat formerly known as DDR. Seit 20 Jahren sind wir frei.

Für alle, die heute denken oder sagen, sie würden gerne wieder in der DDR leben, dem sei empfohlen sich dieses Video anzusehen. Wer danach immernoch der Meinung ist, die DDR war ´ne coole Sache, der möge sich bitte bei der nächstgelegenen Strafvollzugsanstalt melden, sich freiwillig einsperren lassen und für immer die Klappe halten. Wie in der DDR.

Günter Wallraff ist ein Verwandlungskünstler: mal ist er Bild!-”Reporter”, mal Kohlekumpel Ali und ein anderes Mal Call-Center-SklaveAgent. Und jedes Mal, wenn er auftaucht führt er uns vor Augen, was in unserer Kultur schief läuft. Nun ist Wallraff wieder -- zuerst ab und dann -- aufgetaucht: als Schwarzer, als Afrikaner. In seinem Werk “Schwarz auf Weiß” hält er unserer Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt, wie Rassendiskriminierung in Deutschland im Jahre 64 nach Adolf aussieht.
Fazit: finster. Noch finsterer als die Hautfarbe der Opfer.

Einen beeindruckenden, faszinierenden und erschreckenden Auszug aus seinen Erfahrungen kann man bei der ZEIT lesen. Ich empfehle dies hier ausdrücklich.

Man könnte jetzt gehässig sein und vermuten, Wallraff habe sich bei diesem Thema bewusst für den Dreh einer Doku neben der Veröffentlichung als Buch entschieden hat, um den gefilmten Rassisten überhaupt Zugang zu seinem Experiment zu ermöglichen.

Für alle, die gerne mal ein Buch in die Hand nehmen: Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen ins Landesinnere
Für alle, die gerne mit Popcorn in der Hand konsumieren: “Schwarz auf Weiß” ist ab 22.09.2009 im Kino

Der Trailer

9. Oktober 2009

2005 lehnten sich die kreativen Werber der taz mit ihrem Werbespot etwas zu weit aus dem Fenstern. Zwar hatten sie mit ihrer Kernaussage recht, aber der “Bild” gefiel dies nicht. Also stoppte Bild die Ausstrahlung per einstweiliger Verfügung.

Auch wenn nun schon einige Jahre ins Land gegangen sind, hat der Spot auch heute noch seine Gültigkeit.

(via xFUCKERx)

zuletzt inspiriert

verlinkt

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Bloggeramt.de frisch gebloggt Das Blog Verzeichnis Blog Top Liste - by TopBlogs.de BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor blogoscoop blogtotal