21. März 2010

Wir haben auf unsere Beiträge zur Lage der Orang-Utans, der Nasenaffen und des Regenwalds überraschend positives Feedback über verschiedene Kanäle im Web erhalten. Unter anderem sind wir dabei auf eine ebenfalls unbedingt erwähnenswerte Kampagne der Organisation “Rettet den Regenwald e.V.” gestoßen.

Es ist psychologisch erwiesen, dass der Mensch erst dann in der Lage ist, Dinge zu begreifen, wenn er sie mit eigenen Augen gesehen hat.
Wen also interessiert beim Einkaufen von Schokoriegel, Pflegecreme o.a. schon der Regenwald, wenn er ihn noch nie gesehen hat?

Diese psychische Schwäche unseres Gehirns versuchen u.a. diese beiden einfachen e-cards auszuhebeln:

6_palmen_wald

(C) regenwald.org

1_anzeige

(C) regenwald.org

Wir empfehlen: Ausdrucken und neben den Spiegel im Bad kleben.

Weitere e-cards und Informationen rund um das Thema Regenwald finden sich unter www.regenwald.org

17. Dezember 2009

Im Dezember, wenn die Temperaturen in Nordeuropa sinken und die Weihnachtszeit näher rückt, beginnt die Saison der Pelzträger. Damit sind aber nicht die Saunaauftritte rückenbepelzter Männer gemeint, sondern das Zurschaustellen des eigenen Wohlstandes durch das Tragen von Echthaar-Pelzen.

Die Tierschutzorganisation PETA hat ein Herz für Menschen, die sich gerne mit abgezogener Haut gequälter Tiere schmücken. Gemeinsam mit Cosma Shiva Hagen haben sie eine Kurzanleitung entworfen, die auch dem letzten Depp verdeutlicht, wie das korrekte Tragen von Pelzen auszusehen hat: nicht als gehäuteter Kadaver, sondern als respektiertes und geschütztes Lebewesen.

Cosma Shiva Hagen
(C) GABO für PETA

Ich hoffe, in den angesagten Wintersportregionen sind die Litfassäulen damit ordentlich bestückt.

9. Dezember 2009

Hört ihr mal auf, diese ganz tollen Vintage-Timelapsed-Urban-Vimeo-Videos zu posten. Die sind zwar alle ganz cheezy aber dieses Video stampft sie alle in den Boden. Gnadenlos!

Für alle Englisch-Legasteniker: Ein(!) durchschnittlicher innereuropäischer Flug verursacht 400kg an Treibhausgasen PRO Passagier -- soviel wie ein Eisbär wiegt. www.planetstupid.com

(via Delimedia)

7. Dezember 2009

Ab heute treffen sich die Regierungschefs of the World in Kopenhagen, um zu verhandeln, wann die Welt am Arsch istwie die Welt gerettet werden kann. Schon im Vorfeld der Konferenz klangen die Chancen auf Erreichen substanzieller Ziele zur nachhaltigen Reduzierung des Ausstoßes von CO2 eher mäßig. Und so wirkt die Kampagne von Greenpeace International Communications eher als böse Prophezeihung, denn als Aufrütteln. Schön gemacht ist sie aber:

tck-angela-markel.preview

tck-barack-obama.preview

Quelle: AotW)

4. Dezember 2009

Joana Krupa (C) PETA

Bald nun ist Weihnachtszeit und alle Jahre wieder wandern unzählige plüschige und ach so zuckersüße Haustiere zuerst über den Ladentisch, dann unter den Weihnachtsbaum und anschließend – wenn ihr Kindchenschema verflogen ist – im Tierheim.
Die Tierschutzorganisation PETA sorgt passend zur Weihnachtszeit mit einer sexy Kampagne für Aufmerksamkeit. Das Fotomodel Joana Krupa wirbt pubicity-wirksam nackt dafür, Tiere nicht aus dem Zooladen oder einem Züchter zu beziehen, sondern aus einem Tierheim zu adoptieren.
Geschickt nutzt PETA wieder die Wirkung einer nackten Frau, um für mehr Tierschutz zu werben. Dadurch begeht die Organisation nicht den Fehler, mit gehobenem Zeigefinger und lahmer Floskelei Mitleid zu erregen. Manch ein Mann wird beim vorweihnachtlichen Anblick von Joana Krupa wohl warm um´s Herz.

29. November 2009

Schön wär´s, wenn der Klimawandel solche Bilder in Zukunft doch noch zur Realität werden lassen würde.

Wahnsinn!

Für alle, die als Kampf gegen den imperialistischen Feind des Sozialismus Russisch als erste Fremdsprache lernen mussten, hier die inhaltliche Übersetzung: National-Geographic-Fotograf springt mit Kamera ins Wasser, um diese xxl-Robbe zu fotografieren. Die Robbe hält seine Kamera für ein aufgerissenes Maul und den Fotografen für einen hungrigen Artgenossen. Kumpel wie sie ist, fängt sie ihm prompt Pinguine. Dumm nur, dass so eine Kamera keine Pinguine in mundgerechte Stücke zerkleinern kann. Das merkt die Robbe und übernimmt auch diesen Job. Drei Tage versorgt sie den Fotografen mit frischen Pinguinen.

Solch ein Verhalten sucht man unter den Menschen z.T. vergeblich.

(gesehen u.a. bei Hagen rockt)

Immer wieder sehe ich mich in Diskussionen Menschen gegenüber, die nicht begreifen, was die Basis unserer Gesellschaft ist. Da wird über Politik lamentiert, Umweltschutz diskutiert und Reichtum kritisiert. Ich halte es da stets mit einer etwas vereinfachten, aber deutlichen Einschätzung der Lage: es geht nur um Geld. Nahezu unser gesamtes Leben ist bestimmt von finanziellen Transaktionen. Das beginnt bei den Kosten unserer ersten Windel und endet mit dem Kaufen des Sarges.
Eben jenes Streben nach monetärem Reichtum sorgt dafür, dass Entscheidungen getroffen werden die egoistisch, destruktiv und suizidal auf den menschlichen Lebenserhaltungstriebs wirken.

Aktuelles und schockierendes Beispiel konnte man am 19.10. in der ARD sehen: “‘die story’: Heilung unerwünscht

Millionen Menschen leiden unter schweren Hauterkrankungen. Vielen könnte geholfen werden, wenn man sie mit einer neu erfundenen Spezial-Salbe behandeln würde. Das haben Wissenschaftler und Ärzte festgestellt. Doch die großen Pharmakonzerne weigern sich, die Erfindung auf den Markt zu bringen.

Die Salbe unterscheidet sich von den üblichen auf dem Markt befindlichen Produkten durch 2 frappierende Eigenschaften: 1.) günstig in der Produktion & 2.) sie heilt. Diese zwei Eigenschaften wirken nun aber leider entgegen der unternehmerischen Zielsetzung von Pharmaunternehmen. Die Aktionäre wollen Cash sehen und Cash gibt´s nun mal nicht, wenn man seine “Kunden” heilt. Chronische Kranke sind doch richtig dufte für die Pharmaindustrie, kann man doch recht sicher das kommende Geschäftsjahresergebnis planen. Und so versucht die Pharmaindustrie alles, um das “Aspirin für die Haut” ganz schnell verschwinden zu lassen.

Wenn man sich aufmerksam umschaut wird man feststellen, dass eben jenes Geschäftsgebaren an der Tagesordnung ist. Das 3-Liter-Auto und moderne Ölfilter werden durch die Mineralöl-Lobby verhindert, Regenwaldabholzung wird durch profitgierige Konzerne vorangetrieben, 100W-Glühlampen verschwinden nur durch Verbote von Regierungen. Ich könnte diese Liste noch fortsetzen.

Ich schiebe die Schuld nicht einzig auf die Konzerne, denn die reagieren weitestgehend auf das Verhalten ihrer Konsumenten. So wird der Regenwald gekillt, solange Tante Elfriede aus Castrop-Rauxel eine Möbelgruppe aus echtem Teak für nen Hunni haben möchte.

Wäre ich pessimistisch, würde ich sagen, die Welt inkl. Menschheit ist am ArschAllerwertesten, denn mit einer solchen finanz-fixierten Einstellung wird es uns nie gelingen, den Kurs zu verändern und aktiv den Klima- und Sozialhaushalt gerade rücken. Aber zum Glück bin ich nicht pessimistisch.

Und jetzt alle: mitsingen.

“Ich als Einzelner kann doch eh nix bewegen”. Immer die gleiche Leier derer, die noch nie was von der Macht der Gruppe gehört haben. Kleiner Film zum besseren Verständnis:

How Organized Consumer Purchasing Can Change Business from carrotmob on Vimeo.

Carrotmob, namentlich in Anlehnung an Flashmobs entstanden, bezeichnet das Zusammentreffen von Leuten, die durch ihr zielgerichtetes Konsumverhalten nachhaltige Veränderungen in Industrie und Handel herbeiführen. In Berlin steigt demnächst der 2. Carrotmob. Wer Currywürste mag, sollte sich den Termin gut merken:

Dazu schließen wir uns zusammen und kauften und essen alle am 24. Oktober 2009 bei einem Imbiss eve&adam’s ein. 46% des von uns in dieser Zeit erzielten Umsatzes, werden dann dazu verwendet um diesen Imbiss energieeffizienter und nachhaltiger umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen.

(Quelle: Carrotmob Berlin)

Eine extrem clevere Idee, die es zu unterstützen gilt!

Ich stelle mir gerade vor, wie sich die Benzinpreise verändern würden, wenn plötzlich alle Privatpersonen eine Woche lang nicht an die Zapfsäulen fahren. Hey, lasst mich träumen!

350

Am 24. Oktober 2009 ist Klima-Aktionstag. Klingt langweilig, oder? Klima-Aktionstag – ebenso langweilig wie “Rettet die Wale”. Da rennen also ein paar Menschen auf die Straße und wollen, dass wir… Ja was eigentlich? Und warum heisst die offizielle Webseite überhaupt 350.org?

Bewiesener Maßen steigt der CO2-Anteil in unserer Atmosphäre kontinuierlich an. Durch den Anstieg verändert sich das Klima global. Pathetisch gesprochen ist 350 die Zahl, die uns am Leben hält, denn…

…Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies die sichere Obergrenze an Kohlendioxid in der Atmosphäre ist.

Vor 2 Jahren, nachdem führende Klimaforscher in der Arktis eine rapide Eisschmelze und andere beängstigenden Anzeichen von Klimawandel beobachtet haben, brachten sie einige Studien heraus, die belegen, dass die Erde bei anhaltenden CO2-Konzentrationen von über 350 ppm mit menschlichen und natürlichen Katastrophen konfrontiert sein wird.

Nach heutigem Stand werden an diesem Tag mehr als 3200 Aktionen in über 156 Ländern stattfinden. In Berlin findet eine aussergewöhnliche und recht untypische Demonstration statt. Bei der “Silent Climate Parade” tanzen 350(!) Leute zu den Klängen von Dr. Motte und DJ Dirty Döring. Der Clou: alle Teilnehmer haben Funkkopfhörer auf den Ohren und empfangen darüber die Beats der DJs. Demnach wird sich ein sehr atypisches Bild für die Zuschauer bieten: ein tanzendes Partyvolk ohne Musik. Und was hat das jetzt mit CO2-Reduktion zu tun? Ganz einfach: Aufmerksamkeit schaffen und ein Zeichen setzen. Organisierte Flashmobs haben ja seit “…und alle so: Yeahh!” ungeahnte Öffentlichkeitswirksamkeit.

Also, wir sehen uns am 24.10. um 14 Uhr am Potsdamer Platz.

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