24. Mai 2009

Der VfL Wolfsburg ist Deutscher Meister und heute Abend, mit Ende der Bundesligasaison 2008/2009, haben viele Männer und Frauen emotionale Höhe- und Tiefpunkte erlebt. Passend dazu stellt das Projekt 52 mit dem Thema “Emotion” die Herausforderung, eben jene Momente festzuhalten, in denen unser Gehirn Adrenalin und all die anderen Hormone und Botenstoffe ausschüttet, die uns jubeln, weinen, lachen oder betrübt sein lassen.

Ich interpretiere das Thema in diesem Fall jedoch etwas anders und schicke ein Foto ins Rennen, dass nicht einen emotionalen Zustand darstellt, sondern eine Emotion auslöst. Ich bin mir sicher, die Mehrheit der Betrachter reagiert eher mit Gänsehaut, als mit Euphorie. Aber auch Entsetzen ist ja eine Emotion.

Das Bild entstand im Dschungel von Venezuela.

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23. Mai 2009

Das Wochenthema des Projekt 52 lautet in dieser Woche “Musik” .Es gilt also, akustische Komponenten in Form von Bildern darzustellen.  Kein leichtes Unterfangen, löst Musik doch je nach Empfänger verschiedenste Bilder im Kopf aus. Und so saßen wir vor unseren Archiven und diskutierten, ob nun das Portrait von Nneka auf Kampnagel oder die rauchgeschwängerte Bühne des SPLASH-Festivals mehr oder weniger für die Umsetzung des Themas steht. Letztendlich fanden wir keine Einigung, was Ausdruck oben genannter Eigenschaft von Musik ist. Wir überlassen die Entscheidung, welches Foto besser zum Thema passt Dir!

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7. Mai 2009

Anlässlich des Projekt 52 mussten wir uns in die unangenehmen Gefilde der digitalen Bildarchive begeben. Hieß es doch “Schmutzig”e Dokumente hervorkramen. Denkt Mann bei “schmutzig” eher an zwischenmenschliche Interaktion oder die sonntägliche Autopflege, fällt dem kultivierten Mitteleuropäer irgendetwas mit Körperpflege ein.
Fotografisch beschäftigt man sich auf seinen Streifzügen eher selten mit Schmutz und Dreck, möchte man doch angenehme Motive für die Ewigkeit bannen. Welcher Hobbyfotograf wird schon zum gehypten Startfotografen, weil er Müll fotografiert hat. Wir?
Schmutz und Dreck werden dann interessant, wenn sich sich dort antreffen lassen, wo man – der Mitteleuropäer – sie nie erwarten würde. Und so standen wir in Neu Delhi auf einer Straße und blickten auf das Beitragsfoto – eine Müllhalde inmitten der Millionenmetropole. Es scheint, als hätte an der Stelle zuvor ein Haus gestanden, welches anstatt aufzubauen, als Müllhalde zweckentfremdet wurde. Die Kühe jedenfalls, scheint dieser übelriechende Haufen jedoch nicht zu stören.

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9fragen

Erster Teilnehmer unserer neuen Serie “9 Fragen” ist der Politiker Jakob Mierscheid. Aufmerksamkeit erregte er in den zurückliegenden Monaten vor Allem durch seine Präsenz bei Twitter. Beim Blick auf seine Webseite entstand vielerorts Verwunderung über die Echtheit des Politiker. Der SPD-Abgeordnete, 1933 geboren, kann auf eine beeindruckend lange Politikerkarriere zurückblicken. Anders als man es normalerweise von Politikern erwartet, bestechen die Aussagen von Herrn Mierscheid durch knackige Kürze.

Was machst du und warum machst du das, was du machst?
Politisch arbeiten, weil es in diesen Zeiten nötig ist.

Welchen Menschen würdest du gerne persönlich treffen und worüber würdest du dich mit ihm unterhalten?
Mal wieder meinen alten Freund und Kumpan, den Ministerialdirigenten Edmund F. Dräcker aus dem Auswärtigen Amt, der zwar schon über 100 Jahre alt, aber wieder einmal in diplomatischer Mission unterwegs ist.

Ein regnerischer Tag, knapp über 0°C. Was machst du?
Die Heizung an.

Hast du eine Vision, von der du glaubst, dass die Menschheit noch nicht reif für sie ist?
Ja, aber die Zeit ist noch nicht reif, darüber zu reden.

Was hat dir zum letzten Mal Gänsehaut bzw. Bauchkribbeln bereitet?
Die nicht genannte Antwort auf die vorangehende Frage.

Was möchtest du in deinem Leben auf jeden Fall getan haben, bevor du stirbst?
Die Antwort auf die vorletzte Frage zu verwirklichen.

Was hälst du für die größte Erfindung für die Menschheit und warum?
Das Rad, weil es immer wieder neu erfunden wird.

Im Leben eines Jeden gibt es ein Ereignis, bei dem noch genau weiß, wo man war und was man getan hat, als es passierte. Welches Ereignis ist das bei dir, wo warst du und was hast du getan?
Das wichtigste Ereignis in meinem Leben war meine Geburt und ich soll geschrieen haben.

Wo und wie verbringst du am liebsten einen lauen Sommerabend?
Draußen und im Gespräch, Weißwein oder Rotwein nach Temperatur.

Was müsste deiner Meinung nach passieren, damit sich die Welt in eine schöne Welt verwandelt?
Siehe die Frage zur Vision.

Hast du ein Lebensmotto und wenn ja, welches?
Ich denke noch drüber nach.

Die HASENFARM bedankt sich bei Herrn Mierscheid für das Interview.

1. Mai 2009

9fragen

Alles neu macht der Mai. Und während anderenorts die Krawallköppe unter pseudopolitischem Vorwand Autos anstecken, starten wir unsere neue Interviewstrecke “9 Fragen”. In unregelmäßigen Abständen werden wir an dieser Stelle interessante Personen diesseits und jenseits des Webs vorstellen, die uns durch ihre Persönlichkeit und ihr Schaffen beeindrucken. Dabei geht es uns jedoch nicht um die klassischen Fragen, die man sonst bei Interviews erwartet. Es dreht sich inhaltlich weitestgehend um das Thema dieses Blogs “Das Leben ist schön”. Teils philosophisch, teils banal.
Wir möchten Euch mit den Fragen neugierig machen, mehr über die Person zu erfahren!

Hamburg hat gerufen und ca. 20.000 Lauffreunde versammelten sich am Sonntag in der Hansestadt, um die 42,195 Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Traumhaftes Wetter lockte die Einwohner aus ihren Stuben an die Strecke. Überall Jubel, ausgelassene Stimmung und Anfeuerung. Auch wenn man nicht durch den beim Laufen gesteigerten Adrenalinpegel aufgepusht war, bekam
man beim Anblick der Massen an Läufer und Zuschauer Gänsehaut. Hier sind einige Impressionen von der Strecke.

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ca. 20.000 Fußpaare haben den Asphalt der Straßen Hamburgs geschmeichelt


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verkehrte Welt: dänischer Spaßvogel motiviert die Zuschauer


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Beim Laufen sind alle gleich: Anfänger und Profi


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WORD!


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Wasserträger “Hans Hummel”


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Was mag der Typ in der Tube wohl als Entlohnung erhalten haben?


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Läufer mit Friedensmission


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Das Ende: die Zielgerade



Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und hoffen, das Wetter spielt wieder genau so gut mit, wie in diesem Jahr.

mybox

Das stilprägende Apple-Design des iPods – eckig und doch rundgelutscht, nimmt jetzt auch Einzug in den nicht-technischen Bereich. Allen “Rounded-Corner-Lovers” bietet die Firma EMSA mit ihrer brandneuen “myBox”-Blumenkastenserie den stilistisch passenden Blumenkasten für den Balkon. Damit passen jetzt iPhone, MacBook und Blumenkasten auch wirklich zusammen.

Der Clou an der myBox-Serie ist ihr modularer Aufbau. Der eigentliche Kasten steht in 5 Farben zur Auswahl. Ein entsprechender Akzentrahmen macht das System komplett. Ebenfalls in fünf Tönen erhältlich, ergeben sich bis zu 25 verschiedene Farbkombinationen.

Und wer es nicht immer schafft, rechtzeitig Wasser nachzugießen, dem nimmt der integrierte Wasserspeicher. Die Kästen gibt es in 50 cm und 75 cm Breite.

Ganz billig sind diese Blumenkästen nicht, aber wer sich ein iPhone oder andere rund gelutschte Spielereien leisten kann, der sollte seinem Balkon diese Investition gönnen. Wir lieben diese Idee!

Heute ist das Mobilfunknetz der T-Mobile zusammengebrochen. Millionnen Menschen waren ohne Funkempfang, konnten keine SMS verschicken oder telefonieren. Damit dürfte es der Telefongesellschaft gelungen sein, die folgende Statistik zu verfälschen:

21. April 2009

Das korrekte Befahren und Verhalten im Kreisverkehr ist nicht nur von Land zu Land verschieden, sondern wird auch von Person zu Person unterschiedlich interpretiert.
Während in den meisten Fällen Verwirrung über das korrekte Setzen von Blinklicht herrscht, zeigt uns dieser Autofahrer, dass er schon Probleme beim Einordnen in den Verkehrsfluss hat. Ob´s Blinklicht leuchtet, kann man leider nicht richtig erkennen.
Egon Hoegen bliebe das Herz stehen.

(via Machtwort)

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Huch, kaum einer hat gemerkt, dass am 18. April der Tag des Plattenladens war.

Klagen die Musikverlage über schwindenden Umsatzzahlen dank Raubkopierer, Filesharer und Netlabelism, scheint niemand auch an jene zu denken, die den Verkauf der Tonträger zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. All jene, die unter der Bezeichnung Plattenladen die Musikecke des örtlichen Media-Marktes und Saturns verstehen, werden nur schwer nachvollziehen können, welch sozio-kulturellen Verlust eine etwaige Volldigitalisierung der Musik bedeuten würde. Der Plattenladen ist für viele Jugendliche sozialer Treffpunkt, Ort der Leidenschaft.

Alleine in Hamburg gibt es drei für mich bedeutende Plattenläden, die in ihrem kulturellen Auftreten nicht differenter sein können. Ein kurzer Stadtrundgang zeigt, warum ein Erhalt der Plattenläden unabdingbar für den qualitativen Fortbestand von Musik ist:

Smallville Recordstore:
Fangen wir mal in mitten von St. Pauli, direkt in Reichweite der Reeperbahn an. Dort befindet sich, so groß wie ein durchschnittliches Wohnzimmer der Smallville Recordstore. Stellt man sich einen Plattenladen mit tonnenweise gestapelten und aufgereihten Platten vor, dann kann es passieren, dass man den Laden nicht als solchen wahrnimmt. Cleane Athmosphäre, extrem übersichtliche  Anordnung von relativ wenigen Platten. Zwar bedeutet “wenig” in diesem Kontext schätzungsweise >5000. Fein säuberlich nach Label sortiert, hoher Neuheitenanteil, handverlesen. Trotz der geringen Größe des Ladens und der geringen lagernden Anzahl an Platten, lohnt sich ein Besuch, da die Platten augenscheinlich von den Betreibern – u.a. Lawrence – mit bestem Geschmacksgefühl für aktuelle elektronische Musik ausgewählt.
Und wer erstmals in ein Wohnzimmer kommt, der fällt auf. Anonymes Plattenkaufen ist hier Fehlanzeige.

Otaku Records:
An der Feldstraße, gegenüber vom Hochbunker am Heiligeneistfeld gelegen, bietet die Fusion aus Plattenladen mit angeschlossenem Friseur eine ungewöhnliche Kombination. Otaku entspricht schon eher dem Bild eines klassischen Plattenladens. Das Verhältnis zwischen Luft- und Vinylvolumen tendiert hier schon in Richtung 50:50. Neben eine Neuheitensektion besticht die Auswahl vor allem durch einen guten Label-Backkatalog sowie Sound jenseits des 4/4-Taktes. Wer mit einer gezielten Suche den Laden betritt, erfährt vom anwesenden Personal binnen weniger Sekunden, ob sich der Besuch lohnen wird. Beratung inklusive.

Plastik Tonträger:
Inmitten der Café- und Trendmeile entlang des Schulterblattes, liegt die dritte Instanz in Sachen Plattenläden Hamburgs. Plastik bietet dem Sammler ein Paradies. Neuheiten im großen Stil sucht man hier vergebens. Ist man aber auf der Suche nach Perlen alter Backkataloge, steht dem Vinylisten neben dem mächtigen Angebot im Obergeschoss auch noch ein Archiv im Keller zur Verfügung, welches mit eigener Online-Suche durchforstet werden kann. So manch verloren geglaubten Schatz – ob Techno, Hip-Hop, Rock und Soul – habe ich dort schon zu Tage gefördert. Wer zu Plastik geht, weiß, was er sucht. Etwas eigen, aber auch sympathisch: das Personal legt großen Wert auf ordentliche Handhabung der Platten. Ein Fingerabdruck auf der Platte wird mit Ermahnung geahndet. Aber keine Angst, rausgeflogen bin ich noch nie.

Man kann an diesen drei Beispielen erahnen, was passiert, wen es eines Tages heisst: “MP3 killed the vinyl”.
Plattenläden sind die Orte, neben den Clubs, wo Musik lebendig ist, wo der Geruch der Platten der Musik eine weitere Ebene verpasst. Die Betreiber sind Gleichgesinnte, sie verstehen den Käufer, können seine Passion nachvollziehen.

In diesem Sinne lohnt es sich, den Tag des Plattenladens laut bekannt zu machen.

(via De:bug)

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