6. Juni 2007

Nach G8- und Fahrraddemobedingten Verschiebungen plant die Crew von Elbcoast Psycles die Cruise´n Grill für den 23.06.2007. Motto “Demonstrieren für breitere Radwege”. Treffpunkt an o.g. Datum ist der Hauptbahnhof. Infos kann man bei Elbcoast finden. Ich bin dabei und liefere an dieser Stelle Bericht ab.

1. Juni 2007

Man liest viel, man hört viel, man spricht viel. Momentan über G8, Volksbespitzelung im staatlichen Auftrag, Doping, beklopptefragwürdige Politik usw. Viel wird wiederholt, viel relativiert, viel verharmlost. Eigentlich hat man nicht viel zu lachen. Und dann kommt ein 80jähriger Mann daher und poentiert und karikatiert was das Zeug hält.
Zitat: “Ich habe vor allen Politikern Angst, die nicht genau wissen was sie tun… Sie machen die Politk für einen Tag und der war gestern.”
Eigentlich muß man lachen, wenn´s nicht so erschreckend wäre. 27 Minuten, die sich lohnen angeschaut zu werden: Dieter Hildebrandt bei Johannes B. Kerner.

27. Mai 2007

Gewitter

Das trifft zwar nicht zu, wenn man mal wieder bei 0,01 Grad und dichtem Nieselregen am Hamburger Hafen steht und merkt, dass die Regenjacke an einigen Stellen undicht ist. Aber bei knapp 23 Grad kann ein Gewitter nicht nur durch die Blitze sondern auch durch die Veredelung eines Sonnenuntergangs beeindrucken.

13. Mai 2007

An allen teilnehmenden Shell-Stationen kann man seit geraumer Zeit, wenn im Besitz einer ADAC-Clubkarte, Geld beim Tanken sparen. Konkret 2 Cent je Liter. Also wandert bei jedem Tanken neben der Master- auch die ADAC-Karte über den Tresen. Früher habe ich bei nicht bei Shell getankt. Jetzt kostet dort der Liter 1-2 Cent weniger als bei den Mitbewerbern. Fein, fein, gut für das Ego. Soweit.
Was passiert aber nun, wenn ich den Artikel über die Shell-Ölgewinnung in Nigeria in der NEON Ausgabe 04/07 oder die Henri-Nannen-Preis-nominierte Reportage von Ken Saro-Wiwa und Sophia Evans in Mare 55 durchlese? Was, wenn ich an die etwas eigenwillige Entsorgung der Brent Spar von 1995 zurückdenke?
Ölgewinnung ist ein dreckiges Geschäft. So wie alles, wenn man unter der Erde rumbuddeln muss. Aber mir scheint, einige Konzerne nehmen es auch mit der ökologisch, humanistischen Sauberkeit nicht so genau. Wir haben uns alle an streigende Ölpreise gewöhnt, wir werden auch zukünftig mehr und mehr für die der Erde abgerungenen Brenstoffe zahlen müssen. Die Frage ist nur, wie weit wir dabei gehen wollen. Die Profitgier der fördernden Unternehmen und im Besonderen die der Vorstände und CEOs erreicht immer neue, absurde Außmaße. Man halte sich vor Augen, dass das in Nigeria ungenutzt abgefackelte Gas bei der Ölförderung eines Tages reichen würde, um 40% des Jahresenergiebedarfes Afrikas zu decken. Irre! Da behauptet ein Manager, die Bewohner freuen sich über das Feuer und die Hitze, da sie so ihren Fisch trocken. Bescheuert!
In Zeiten der Diskussion über CO2-Senkung und Abwendung von Klimakatastrophen wirkt diese Geschäftspolitik wie Hohn. Der Deutsche soll seinen geliebten und allsonntäglich gepflegten 92er Ascona mit einem geregelten Kat nachrüsten oder dick Kohle an den Staat abdrücken und gleichzeitig stößt ein milliardenschwerer Konzern Tonnen von CO2 aus, obwohl es die Technologie zur Vermeidung und Umwandlung in nutzbare Energie gibt?
Ich bin sicher nicht in der Lage zu beurteilen, ob nur Shell eine in meinen Augen derartig destruktive, unhumane und unzeitgemäße Unternehmenspolitik betreibt oder ob das ein normales Vorgehen bei der Erdölförderung ist. Ich weiß aber, dass ich zukünftig eine andere Zapfsäulenansammlung anfahren werde, denn Autofahren – und da machen wir uns alle bitte nichts vor – werden wir, solange es Öl gibt. Und wenn es Salatöl ist.

…wenn wir cruisen. So jedenfalls hat es sich angefühlt, als wir heute unsere neuen Electra-Cruiser von Elbcoast Psycles abgeholt haben. Als straßenkampferprobter Mountainbiker, der stets auf Blickhöhe mit den Autofahren durch den Verkehr rast, muss ich mich erst an die gesundheitsschonende, aufrichtigeaufrechte Sitzposition gewöhnen, bei der ich sogar über die Dächer der Autos schauen kann und dabei mit Tempo von unter 20 km/h jenseits von sonst ernstzunehmenden Durchschnittgeschwindigkeiten liege. Aber schon nach wenigen Metern überwog die Coolness, so durch Hamburgs Straßen zu cruisen.

Meins: Sparker
Electra Sparker

Ihrs: Hawaii

und dann bei strömendem Regen in einer 30 km langen Vollsperrung auf der A1 stehen – solche Tage möchte ich zukünftig gerne vermieden haben.

9. Mai 2007

Die Deutschen sind jetzt nicht nur häßlich, sondern auch noch fett. Noch fetter als die Amerikaner. Dass es so weit gekommen ist. Traurig. MC Winkel hat einen Vorschlag, wie das Problem gelöst werden kann.
Heute wird vom Vater Staat ein 5-Stufen-Programm erarbeitet, wie der fette Deutsche wieder dünner gemacht werden kann. Soll in die Richtung Aufklärung gehen. Ich frage mich, warum sich die Abgeordneten und Expertenkreise damit beschäftigen. Haben die keine besseren Aufgaben? Ferner wundert es mich, warum nicht die Kassen aufschreien. Schließlich kostet die Fettleibigkeit ca. 7 Mrd. Eur an Behandlung jährlich.
Also ich wäre für folgendes Verschlankgungsmittel: Für jeden Punkt oberhalb des BMI muß der Fettleibige 10 EUR monatlich zusätzlich an die Krankenkasse abtreten. Und für jeden Punkt drunter ebenso (ja, ihr bolemischen Models seid auch nicht ganz gesund). Was denkt ihr, wie schnell wir plötzlich zu einem der fittesten Industrievölker werden.

12. März 2007


Nachdem der nicht erschienen Winter dem real existierenden Frühling an diesem Sonntag wich, entschieden wir uns, die Baufortschritte in der Hafencity näher zu bertrachten und machten uns auf in die Speicherstadt.

6. Februar 2007

Habe heute in den hintersten Ecken meiner Plattenregale gekramt, da wo alles von 1990-1993 archiviert ist, und bin prompt auf eine Platte gestzen, die immer schon eine große Bedeutung für mich hatte, aber irgendwie in Vergessenheit geraten ist. Hole in One´s Classics enthält diverse Mixe von “X-Paradise”, jenem legendären Track, den ich als Stift in der Sendung “Lost in Techno” in der ARD hörte und völlig beeindruckt war, dass es sowas wie Techno gibt. Jedenfalls ist mir heute mal wieder bewußt geworden, wie wichtig gute alte Platten sind.

22. Januar 2007

Heute Mittag beim Organisieren des Selbigen fuhr ein Wasserwerfer durch Duhlsberg. Am Steuer ein Polizist, der ein Handy am Ohr hielt und telefonierte.
Sind halt auch nur Menschen die Jungs!

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